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Wir grüßen unseren neuesten User »Marie0«!
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 Jennys Bücherkiste
 
 Internet: jennys-buecherkiste.blogspot.de
 Google+: 101096304430878603855
 Twitter: ZeitbombeTickt
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– Wer steckt hinter »Jennys Bücherkiste«? Seit wann gibt es deinen Blog? Was hat dich damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Jenny, ich bin 20 Jahre alt und im realen Leben studiere ich Psychologie. Ursprünglich komme ich aus NRW (vom Niederrhein, nicht aus dem Pott), aber für mein Studium hat es mich in den Osten verschlagen.

Meinen Blog gibt es seit dem 21. Juli 2013, also schon etwas mehr als zwei Jahre. Ich habe damals beschlossen, dass ich irgendein System brauche, um einen Überblick über die Bücher zu behalten, die ich schon gelesen habe – am besten auch noch gleich mit meiner Bewertung. Es ist nämlich immer häufiger vorgekommen, dass ich mir Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen habe, bei denen sich dann beim Lesen herausgestellt hat, dass ich sie schon kannte. Wenn das gute Bücher waren, ließ sich das natürlich verschmerzen, auch wenn ich eigentlich auf der Suche nach neuen Abenteuern war. Aber es ist mir auch mehr als nur einmal passiert, dass ich mir ein Buch, das ich überhaupt nicht mochte, versehentlich noch ein zweites Mal ausgeliehen habe. Da ich zur gleichen Zeit im Internet vermehrt auf Buchblogs gestoßen bin, habe ich beschlossen, das auch für mich auszuprobieren.

– Wie viele Bücher liest bzw. rezensierst du im Schnitt? Liest du immer nur ein Buch, oder liest du mehrere Bücher parallel?

Nachdem ich im letzten Jahr nur so mäßig erfolgreich gelesen habe, habe ich mir für dieses Jahr drei Bücher pro Monat vorgenommen. Damit war ich dann allerdings im Juni schon fertig, sodass sich das als ein bisschen untertrieben herausgestellt hat. Dieses Jahr habe ich bisher im Schnitt sechs Bücher pro Monat gelesen und rezensiert. (Ich rezensiere jedes Buch, das ich lese.) So viele waren es im ganzen letzten Jahr nicht. Das schwankt also extrem.

Die Frage, ob ich mehrere Bücher parallel lese, lässt sich dagegen ganz einfach beantworten: Nein. Niemals. (Abgesehen von Fachliteratur für das Studium, aber wann ich die lese, kann ich mir ja nicht aussuchen.) Ich kann es überhaupt nicht haben, wenn mein Kopf in mehreren Geschichten, Universen und Charakteren gleichzeitig steckt. Wenn ich unbedingt jetzt sofort auf der Stelle ein Buch lesen will, dann muss ich bei dem aktuellen Buch eben eine Nachtschicht einlegen, um es zu beenden.

– Was macht für dich ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legst du beim Lesen und Bewerten dein Hauptaugenmerk und warum?

Ich bin ein ganz großer Fan von Logik. Generell kann man mir alles verkaufen, wenn es denn logisch erklärt es. Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Buch auf »das ist Fantasy, da ist das halt so« begründet ist, hat es mich im Grunde schon verloren. Eine Welt, ob fantastisch, dystopisch oder real, kann sich für mich nicht authentisch anfühlen, wenn ich nicht weiß, wie sie funktioniert.

Außerdem freue ich mich immer sehr, wenn Geschichten nicht vorhersehbar sind. Das gilt generell für alle Genres, aber besonders für die wenigen Krimis und Thriller, die ich lese. Wenn ich schon nach einem Viertel des Buches weiß, dass es der Gärtner war, dann langweilt mich der Rest der Geschichte, viele Szenen wirken aufgesetzt und der Spannungsbogen stürzt in sich zusammen. In anderen Genres, in denen es weniger darum geht, den Täter zu finden, ist natürlich häufig offensichtlich, wie die Geschichte enden wird. Da geht es mir dann mehr darum, dass der Weg zum Ziel nicht vorhersehbar ist. Wenn ich immer schon zehn Seiten, bevor etwas geschieht, darüber Bescheid weiß, dass es geschehen wird, kann mich das Buch nicht mehr fesseln und ich will es einfach nur noch beenden.

– Bist du auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt dir an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die du generell gar nicht liest?

Generell bin ich auf meinem Blog auf kein Genre fixiert, aber ich habe natürlich meine Interessensgebiete, auf denen ich verstärkt lese. Das sind vor allem Fantasy-Bücher und Dystopien. Allerdings eher die Jugendbücher, wie es mit High-Fantasy aussieht, muss ich noch ausprobieren. Warum ich die Genres so mag, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht liegt es daran, dass dann der fantastische oder dystopische Teil der Geschichte viel Raum einnimmt und mit diesen Elementen gespielt und berichtet werden kann. Das sind endlich einmal andere Probleme als die der realen Welt, die mir häufig schon zum Hals raus hängen. Wenn ich jeden Tag in den Medien über Brandanschläge, Eurokrise, bewaffnete Konflikte, Demenz und Promi-Scheidungen lese, dann brauche ich das nicht auch noch in den Büchern, die ich lese, um den Kopf frei zu bekommen. Nichtsdestotrotz lese ich auch Bücher, die in der realen Welt spielen. Die gehören dann hauptsächlich in die Genres Gay Romance und Politthriller. Oh, und Kinderbücher lese ich auch immer wieder gerne.

Weniger anfangen kann ich zum Beispiel mit historischen Romanen. Ich habe mich schon daran versucht, sie aber für ziemlich langweilig befunden. Gleiches gilt für Erotik-Bücher und Biographien. Um Liebesromane mache ich fast immer auch einen großen Bogen. Mit Frauen- und Familienromanen kann ich auch nichts anfangen. Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen, aber das sind die Genres, die in meinem Regal gar nicht bis fast gar nicht anzutreffen sind.

– Liest du nur Verlagsproduktionen, oder besprichst du auch die Bücher von Selfpublishern? Was hältst du generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese sowohl Bücher von Verlagen als auch Bücher von Selfpublishern, wobei die Bücher aus Verlagen deutlich überwiegen. Trotzdem bin ich bereit, jedem Selfpublisher eine Chance zu geben. So habe ich schon einige Schmuckstücke entdeckt.

Im Prinzip finde ich die Möglichkeit des Selfpublishings gut, denn so gibt es für jeden die Chance, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, auch wenn die Verlage nicht erkennen, wie genial die Geschichte eigentlich ist. Leider ist es aber auch ziemlich häufig der Fall, dass das Buch aus gutem Grund keinen Verlag gefunden hat / hätte. Da Bücher von Selfpublishern häufig nicht so eine riesige Leserschaft haben, ist es oftmals schwierig, schon im Vorfeld die Bücher auszusortieren, die meinen Ansprüchen vermutlich nicht gerecht werden. Natürlich sind auch nicht alle Verlagsbücher genial, aber die haben, im Gegensatz zu vielen Selfpublishing-Büchern, den Vorteil eines anständigen Korrektorats, sodass die Geschichte häufig zumindest weniger Rechtschreib- und Grammatikfehler aufweist. (Da kann ich ziemlich pedantisch sein.) Letztlich lassen sich aber weder alle Verlagsbücher noch alle Selfpublishing-Bücher über einen Kamm scheren, weil es in beiden Sparten Tops und Flops gibt. Ich gebe jedem Autor eine Chance, ob mit oder ohne Verlag, kann aber nicht leugnen, dass der Anteil der Selfpublishing-Bücher, die mich enttäuscht haben, deutlich höher ist als der Anteil der Verlagsbücher.

– Wartest du darauf, dass dich Autoren oder Verlage anschreiben und dir Rezensionsexemplare anbieten, oder wendest du dich selbst an sie? Oder rezensierst du gar nur die Bücher, die du dir selbst kaufst?

Die meisten Bücher, die ich rezensiere, hab ich mir natürlich selbst gekauft, aber Rezensionsexemplare bekomme ich auch hin und wieder. Meist haben die Autoren angefragt, ob ich ihr Buch rezensieren möchte – fast immer sind das dann Selfpublisher. Ein Verlag hat mich noch nie gefragt und meine Anfragen werden auch ständig abgelehnt, weil mein Blog zu klein ist, als dass sie dafür Rezensionsexemplare übrig hätten. Da versuche ich mein Glück dann immer über Plattformen für Blogger oder Bücherwürmer. Immer mal wieder kann ich dann Bücher aus Verlosungen oder für Leserunden ergattern. Ich finde es allerdings auch nicht dramatisch, dass die Verlage nicht direkt mit mir zusammenarbeiten wollen, immerhin ist es eine Geste der Freundlichkeit, überhaupt Rezensionsexemplare unter Bloggern zu verteilen. Vielleicht ist mein Blog irgendwann groß genug, dass ich auch welche abbekomme, aber bis dahin habe ich meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher), der hält mich noch eine ganze Weile über Wasser.

– Welches Buch oder welche Bücher sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem du deinen Blog gestartet hast? Was gefiel dir an ihnen ganz besonders gut?

Besonders positiv? Noch positiver als all die anderen tollen Bücher? Obwohl ich auch häufig unbekanntere Bücher lese, sind mir natürlich auch ein paar Beststeller besonders hängen geblieben. Darunter sind »Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele« von Suzanne Collins (aber wirklich nur der erste Band, danach baut es stark ab) und »Opal« von Jennifer L. Armentrout. Die Bücher haben mich beide absolut umgehauen. Ich habe bis spät in die Nacht gelesen und fand die Geschichten wirklich atemberaubend.

Bei den eher unbekannteren Büchern sind es zwei Gay Romance Bücher, die ich unglaublich gut fand. Zum einen »Drahtseiltänzer« von S. B. Sasori, zum anderen »Irgendwie Top« von Chris P. Rolls. Bei »Drahtseiltänzer« hat mir besonders gefallen, wie eindrücklich die Geschichte geschildert war. Es setzt sich mit mehr auseinander als nur mit Homosexualität und die Autorin hat das ganz sanft angefasst und wunderbar einfühlsam umgesetzt. Dagegen ist »Irgendwie Top« ein Buch, bei dem der Leser richtig mitgehen kann. Ich war von der ersten Seite an ganz nah dabei und habe so manches Mal Herzrasen und zitternde Hände gehabt. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal ein ähnlich intensives Buch gelesen zu haben.

– Gab es Bücher, die dir überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen du das Lesen gar abgebrochen hast? Welche waren das, und was missfiel dir an ihnen?

Glücklicherweise gab es noch nicht besonders viele Bücher, die mir nicht zugesagt haben. Und nur drei Bücher davon haben die schlechteste Bewertung bekommen. Das erste war »Gregors Geheimnis« von Jörg Schmitt-Kilian. Darin geht es um Gewalt an Schulen im Sinne von Mobbing und Amokläufen. Das Buch war überhaupt nicht emotional und hat die entscheidenden Stellen auf einer halben Seite abgehandelt. Das Zusatzmaterial mit Zeitungsberichten und Statistiken zu Amokläufen war spannender und berührender als das Buch selbst.

Außerdem hat mir »Probezeit« von Judith Liere auch überhaupt nicht gefallen. Dazu habe ich die Rezension zwei Tage nach Beenden des Buches geschrieben und ich wusste schlichtweg überhaupt nichts mehr von der Geschichte, abgesehen davon, dass ich die Protagonistin unsympathisch und wehleidig fand. In meinen Augen hatte das Buch schlichtweg keinen Inhalt.

Dieses Jahr habe ich außerdem »May Bee« von Thomas Maidan gelesen und konnte mich mit dem Buch gar nicht anfreunden. Die beiden Protagonistinnen May und Tuh sind auf einer nervtötende Art und Weise durchgeknallt und besonders Tuh redet ununterbrochen, ohne auch nur zwei sinnvolle Sätze herauszubekommen. Außerdem fand ich viele Stellen unrealistisch und ich habe bis zum Schluss nicht herausfinden können, ob es sich um eine Fantasy-Geschichte handelt oder nicht.

Obwohl ich normalerweise kein Buch abbreche und mich im Zweifelsfall bis zum Ende quäle, nur um dann mit Sicherheit sagen zu können, dass ich es nicht mag, habe ich aber tatsächlich vor zwei Monaten auch schon einmal das Lesen abgebrochen. Das war »Die Säulen der Erde« von Ken Follett. Die ersten 50 Seiten waren extrem langweilig und sehr befremdlich, sodass ich mir die nächsten 50 Seiten schon nur noch habe vorlesen lassen. Danach konnte ich mich nicht mehr überwinden, das Buch auch nur aufzuschlagen. Das war leider überhaupt nicht mein Fall.

– Werden auf deinem Blog nur Bücher rezensiert, oder können deine Besucher auch andere Dinge bei dir lesen?

Auf meinem Blog dreht sich alles um Bücher. Rezensionen, Neuzugänge, Aktionen wie Lesenächte oder der Top Ten Thursday, Challenges, Vorstellungen... Ich poste nur Dinge, die mit Büchern zu tun haben, wobei die Rezensionen dabei deutlich überwiegen, schließlich war das der eigentliche Sinn des Blogs.

– Hast du Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könntest du unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzt du an ihnen?

Richtig engen Kontakt habe ich zu keinem anderen Blogger. Es beschränkt sich alles auf gegenseitige Blogbesuche und Kommentare. Nichtsdestotrotz habe ich zwei Blogger, die ich gerne weiterempfehlen würde.

Zum einen ist das Corly von Corlys Welt (https://lesekasten.wordpress.com/). Meist hören wir nur bei den Beiträgen zum Top Ten Thursday voneinander und da sind wir dann auch sehr häufig unterschiedlicher Meinung. Gerade das regt mich aber an, Büchern vielleicht noch einmal eine zweite Chance zu geben. Und obwohl wir uns so gut wie nie einig sind, kann ich sicher sein, beim nächsten Top Ten Thursday wieder einen Kommentar von ihr zu haben. Das freut mich jedes Mal aufs Neue.

Zum anderen gibt es da noch Katja von Katjas Bücherwelt (http://katja-welt-book.blogspot.de/). Wir haben im Grunde fast gar keinen persönlichen Kontakt, aber ich mag ihren Blog sehr gerne. Unser Lesegeschmack ist relativ ähnlich, sodass ich immer wieder interessante Buchtipps bekommen, wenn sie eine neue Rezension postet. Außerdem hat sie eine wunderbare Vorschau zu Büchern, die in den nächsten Monaten erscheinen. Das lässt meine Wunschliste beständig wachsen und informiert mich über Neuerscheinungen, die ich sonst möglicherweise vollkommen übersehen hätte. Oh, und: Ihr SuB ist höher als meiner!

Das Team von Leserkanone.de dankt Jenny für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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