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Wir grüßen unseren neuesten User »Milan Stahl«!
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 Tinkerbell's Bücherwelten
 
 Internet: wholovesabook.wordpress.com/rezensionen
 Facebook: tinkerbellsbuecherwelten
 Twitter: wholovesabook
 Datum: 23.09.2015
Interview   |   Rezensionen
– Wer steckt hinter »Tinkerbell's Bücherwelten«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Kreativ, verrückt, konstanter Optimist und Lebensgenussmensch – solch eine Frau steckt dahinter.

Noch heute schlägt meiner Mutter die Hände über ihren Kopf, sobald meine quirrlige Ader die Oberhand gewinnt. Und noch heute verbrennt sich meine beste Freundin die Finger an ihrer Kakaotasse, wenn sie mir mit lauschenden Ohren zuhört, wenn ich wieder einmal von einem Buch erzähle, welches ich gerade lese. Bücher waren und sind jeher mein ständiger Begleiter. Ob zum Einkaufen (da übersieht man ja doch gern mal den einen oder anderen Turm von Persil …), Autofahren (Hörbuch), am Arbeitsplatz (für die Pause) oder, oder… Wenn es nicht gerade Tanzen geht, habe ich stets einen sehr treuen Begleiter bei mir. Diese Liebe wollte ich schon in frühester Kindheit ausbauen. Doch gerade mit der Liebe sollte man sorgfältig umgehen, sie bewahren. Beschützen und behüten, sie reifen lassen. Aus diesem Grunde lebe ich auch für das Schreiben. Bücher bewegen etwas, bei dem Leser und den Hörern, welche von ihnen berichtet bekommen werden. Mit 17 Jahren hatte ich zusammen mit einer Freundin ein kleines Onlinemagazin auf die Beine gestellt und konnte dabei erste Erfahrungen sammeln und musste auch lernen mit Enttäuschungen umzugehen.

Nun befinde ich mich nach einer erfolgreich abgeschlossenen und verkürzten Ausbildung als »Kauffrau im Gesundheitswesen« mitten in der Berufswelt. Weiter geht’s aber auch mit den Büchern, sodass ich mir neue Herausforderungen setzen will und mich neu definieren, entwickeln möchte – gerade um meiner Liebe willen. Deshalb entstand / entsteht der Blog. Denn Worte sind Macht – Emely Dickinson sagte einmal: »Ich kenne nichts auf der Welt, dass eine solche Macht hat, wie das Wort. Manchmal schreibe ich eines auf und sehe es an, bis es beginnt zu leuchten«. Ich bin überzeugt davon, dass ein Buch wesentlich mehr ist als beschriebene, Wort befüllte Seiten. Ich bin überzeugt davon, dass man jeden Menschen zum Staunen bringen und in Träume versetzen kann – mit den richtigen Worten. Und genau das möchte ich mit Ihnen / Euch teilen.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Ich lese monatlich um die vier bis fünf Bücher sicherlich, ob dann auch direkt gleich eine Rezension dabei entsteht, ist etwas anderes. Ich recherchiere meist danach noch viel, setze mich mit den Autoren noch einmal auseinander oder kläre abschließende Fragen. Gerne lese ich zwei Bücher parallel, je nachdem, worauf ich gerade Lust habe.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

In aller erster Linie muss die Geschichte spannend sein, sie muss nicht nur gut erzählt, sondern auch in sich geschlossen gut sein. Offene Fragen können dabei ruhigen Gewissens existieren. Danach folgt meist mein Blick über den Aufbau des Buches – trägt er zur Spannung bei? Ist es das, was ich erwartet habe? Auch die Erzählweise und das schreiberische Können und Talent des Autoren ist von maßgeblicher Bedeutung, um mich von eben jenem Buch zu überzeugen. Besteht es nur aus Dialogen, langweile ich mich sehr. Ich brauche plastische Figuren, Charaktere, die sich entwickeln, denen man entgegenfiebern und von denen man träumen kann. Nicht unbedingt Helden, keine Figuren, mit denen ich mich zwangsläufig identifizieren muss, aber eben solche, die mir beweisen, dass sie selbst am Leben sind. Dass sie Herr ihrer eigenen Entscheidungen sind. Und eben nicht nur Werkzeug für den Autoren selbst.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Nein, ich spezialisiere mich nicht auf Genres, ich bin für fast alles offen. Sachbücher bilden dabei eine große Ausnahme, sie mögen interessant sein, keine Frage. An vorderster Stelle steht für mich der Horror, Fantasy Bereich, dicht gefolgt von guter Krimiliteratur, Jugendbüchern, obwohl die meist auch mit Fantasy einhergehen.

Interessant dabei finde ich immer wieder, sich in fremden Welten umzusehen, Neues zu entdecken, neuen Ideen des Autoren und der Figuren zu verfolgen, ganz gleich welches Ziel mich zu dieser Geschichte trägt. Viele Menschen lesen, um eine Ruheoase um sich herum zu bilden, ich lese, um mich unterhalten zu lassen und unterhalten zu werden, Dass man durch das Lesen perfekt seinem Alltag entfliehen kann, ist dabei ein nettes Nebenprodukt und Vorteil.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese fast ausschließlich nur Verlagspublikationen, gern auch auf Anfrage von Selfpublishern etwas. Das Spektrum der Geschichten in Büchern erweitert sich ständig, sodass es Vorteile, wie auch Nachteile in sich birgt. Bücher in Eigenregie zu produzieren, kostet Mut, Zeit und Geld eines jeden Selfpublishers, vor allem ist aber dabei auch ein gutes Lektorat von maßgeblicher Bedeutung für den eigenen Erfolg wichtig. Nicht zuletzt wird leider an genau diesem oft gespart.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Eine gute Mischung aus all dem macht’s doch am Besten. Ich kann nie aus einer Buchhandlung herausgehen, ohne nicht mindestens ein Buch gekauft zu haben. Ebenso wenig warte ich bei einigen Büchern darauf bis ich eine Anfrage bekomme, sondern stelle sie einfach. Und wiederum ergeht es mir wie anderen Bloggern: Die Anfrage seitens des Verlages flattert von selbst zur Tür herein, ob mit der Post oder Per Mail sei dahingestellt.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Heike Vullriedes »Notizen einer Verlorenen« ist ein großartiges Buch, sehr subtil, wo es um einen Verein geht, in dem jeder seinen eigenen Selbstmord plant. Vullriede ist eine deutsche, noch relativ unbekannte Autorin, die es versteht das Grauen von Seite zu Seite in ihre Geschichte einzubauen, die an der menschlichen Psyche kratzt und mit jeder Handlung tiefer in des Bewusstsein des Lesers dringt.

Was mich kürzlich erst fasziniert und wirklich gebannt und sehr gut unterhalten hat, ist von M.H. Steinmetz »Hell's Abyss 1 - 666« Besonders faszinierend war hier die Hauptfigur, Lucy, die mit ihrer Band »Hell’s Abyss« die New Yorker Szene völlig auf den Kopf stellt, und eine nicht unerhebliche Rolle bei der Auferstehung von Lilith spielt. Die biblische Bedeutung der Zahl 666 sollte man hier kennen. Brutal, mit viel Gewalt und einiger harten Sexszenen muss man hier rechnen. Nicht aber das ist das Interessante an diesem Buch, sondern Lucy als Figur, wie sie sich entwickelt und zu dem wird, was sie letztlich ist. Ein Teil des Bösen auf der Erde. Es ist gerade der Auftakt einer Trilogie.

Und: »Kirschblütentage« von Nancy Salchow, eine Autoren, der es an gefühlvoller Tiefe in ihren Geschichten einfach nicht mangelt und die mir genau das gibt, was man an manchen Tagen im Alltag als Blogger so braucht. Warmherzige Geschichten mit einer solchen immensen Tiefe. Ihre Geschichte trieb mir Tränen in die Augen. Es geht um eine Familie, die kurz vor dem auseinanderbrechen ist, und die später im Buch sterbende Großmutter zielt genau darauf ab, dies eben zu verhindern mithilfe einer ganz besonderen Methode. Erinnerungsstücke von glücklichen Tagen. Dieses Buch hat mich tief berührt.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Lindsay Ribars »Wunderbare Wünsche« war für mich eine Enttäuschung, alle Figuren waren so konturlos, sodass die Geschichte sich nur zäh lesen lies. Ohne Erwartungen hätte ich wohl damals hierbei rangehen müssen.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Interviews mit Autoren sind ein weiteres Highlight meines Blogs. Ich achte hier sehr auf die »etwas anderen Fragen« an Autoren. Zwar sind noch nicht viele dort vertreten, aber gute Dinge brauchen Zeit, sage ich mir. So ist es auch. Hörspielrezensionen sollen auch in einigen Monaten folgen. Daher bleibt’s stets spannend für jeden Besucher meines Blogs.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Aber sicher. Da wäre unbedingt: Chellush’s Bookworld (http://chellushsbookworld.blogspot.de/) & Steffis Blog (http://beautybooks88.blogspot.de/).

Das Team von Leserkanone.de dankt der Bloggerin für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Hell's Abyss 1 - 666
Geschrieben von: M.H. Steinmetz (27. August 2015)
69/100
[5 Blogger]
Kirschblütentage
Geschrieben von: Nancy Salchow (27. August 2014)
Notizen einer Verlorenen
Geschrieben von: Heike Vullriede (23. Oktober 2013)
Wunderbare Wünsche
Geschrieben von: Lindsay Ribar (13. Oktober 2014)
60/100
[1 Blogger]

 
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