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 Bücherheike
 
 Internet: www.buecherheike.de
 Facebook: Heike.Penzler
 Twitter: buecherheike
 Instagram: buecherheike
Interview   |   Rezensionen
– Wer steckt hinter der »Bücherheike«? Seit wann gibt es deinen Blog? Was hat dich damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Ich heiße Heike, bin 49 Jahre alt oder jung, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet. Ich habe einen kleinen flauschigen, meistens etwas vorlauten, Co-Blogger. Er heißt Skoutzi.
Meinen Blog gibt es seit Januar 2017. Oh Gott, das hört sich echt lange an.
Ich habe schon immer viel gelesen. Eine Freundin meinte mal, ich lese nach Kilometern. Irgendwann habe ich einfach angefangen, meine Bücher bei Amazon zu rezensieren. Das hat Spaß gemacht. Als ich das 1. Mal auf der LoveLetter Convention war, habe ich da so viele Buchverrückte getroffen. Natürlich kam man ins Gespräch und plötzlich hieß es, Was? Du bist nicht bei Facebook. Was soll ich sagen? Seit diesem Wochenende war ich es. Der Name Bücherheike fiel mir spontan ein. Irgendwie ging dann alles ganz fix. Plötzlich kannten die Leute mich. Im gleichen Jahr auf der Buch in Berlin fielen mir plötzlich völlig unbekannte Leute um den Hals. »Dich kenn ich von Facebook« war der meistgehörte Satz für mich.
Eine Freundin hat mir dann geholfen, meinen Blog zu erstellen. Sie hat mir auch die erste Zeit ein Zuhause auf ihrem Server gegeben. Irgendwann wollte ich aber alleine. Das habe ich mich dann im Januar 2019 getraut. Mit jeder Menge Geheule, Geschreie und Geschimpfe habe ich es dann endlich geschafft, meinen Blog auf meinen eigenen Server umzuziehen. War doch nicht so einfach, wie gedacht. Tja, und irgendwie bin ich immer noch da und es macht immer mehr Spaß.
Anfangs gab es nur Rezensionen. Mittlerweile plappert Skoutzi öfter mal was aus, was er eigentlich nicht sollte. Einmal im Monat stelle ich ein besonderes Kinderbuch vor. Seit diesem Jahr berichte ich auch von meinem Blogwahnsinn, also was ich da so treibe, was schief geht usw. Seit letztem Jahr habe ich auch ein Bullet Journal und lasse auf meinem Blog alle daran teilhaben.

– Wie viele Bücher liest bzw. rezensierst du im Schnitt? Liest du immer nur ein Buch, oder liest du mehrere Bücher parallel?

Das ist ganz unterschiedlich. Kommt drauf an, wie ich Zeit habe, wie viel beruflich und privat anfällt. So manches Mal hat mich auch die verhasste Leseflaute erwischt oder ich kann mich nach einem besonders tollen Buch nicht für ein neues entscheiden. Aber im Schnitt lese ich im Monat so 3 – 10 Bücher. Mehr habe ich auch schon geschafft, weniger aber auch.
Normaler Weise lese ich immer nur ein Buch. Allerdings mache ich gerne bei Leserunden auf Facebook mit. Da wird dann jede Woche bis zu einem bestimmten Kapitel gelesen, wenn ich da angekommen bin, lese ich bis es weiter geht ein anderes Buch. Wenn ich gerade ein Hardcover, ein besonders dickes Buch oder ein geborgtes lese, nehme ich für den Weg zur Arbeit den Kindle. Aber das ist eher selten

– Was macht für dich ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legst du beim Lesen und Bewerten dein Hauptaugenmerk und warum?

Das ist ganz einfach. Es muss mich unterhalten. Da ist es mir dann egal, ob Krimi, Schnulze oder Kitschroman. Ich mache auch keinen Unterschied zwischen Selfpublisher, Neuling oder Bestseller. Klar, ich habe meine Lieblingsautoren. Da lese ich dann alles. Sogar den Einkaufszettel, wenn es sein muss.
Wenn ich mich in einen Autor verliebt habe, ist es mir auch egal, welches Genre es ist. Es gefällt mir, also ist es meins. Allerdings bewerte ich nicht alle Bücher automatisch mit 5 Sternen. Auch nicht die meiner Lieblingsautoren. Ich brauche ja Luft nach oben. Eine Rezension bekommt allerdings jedes gelesene Buch.

– Bist du auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt dir an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die du generell gar nicht liest?

Anfangs habe ich nur Liebesromane gelesen. Eine Zeit lang bevorzugt Nackenbeißer, aber irgendwann habe ich dann doch mal nach einem anderen Genre gegriffen und es gefiel mir. Mittlerweile lege ich mich da nicht mehr genau fest. Ich traue mich immer öfter, Bücher außerhalb meiner Komfortzone zu lesen. Ich habe immer gesagt, die kleine Heike liest keine Krimis und dann wurde ich doch verführt. Jetzt liebe ich sie, allerdings mag ich nach wie vor keine Bücher, die besonders brutal oder gruselig sind. Ich bin nämlich ein ziemlicher Schisser. Ich werde mich demnächst sogar an mein erstes Scifi-Buch wagen. Ich bin schon gespannt, wie es mir gefällt.
Ich habe gerade »|Es wird Zeit« von Ildikó von Kürthy gelesen. Dabei fiel mir auf, dass ich bestimmte Bücher vor 10 oder 20 Jahren bestimmt nicht gelesen hätte. Mein Lesegeschmack hat sich verändert. Allerdings lese ich trotzdem immer noch gerne Jugendbücher und auch vermehrt Kinderbücher

– Liest du nur Verlagsproduktionen, oder besprichst du auch die Bücher von Selfpublishern? Was hältst du generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Für mich macht das keinen Unterschied. Egal ob Verlag oder Selfpublisher. Es gibt in beiden Bereichen solche und solche Bücher. Allerdings denke ich, dass sich die Selfpublisher bei mir momentan in der Überzahl befinden.
Ich finde es toll, dass es die Möglichkeit gibt, sein Buch selbst herauszubringen. So viele wundervolle Bücher würde es sonst wohl überhaupt nicht geben.

– Wartest du darauf, dass dich Autoren oder Verlage anschreiben und dir Rezensionsexemplare anbieten, oder wendest du dich selbst an sie? Oder rezensierst du gar nur die Bücher, die du dir selbst kaufst?

Ähm, alles zusammen. Ich frage im Bloggerportal oder direkt beim Verlag nach einem Buch, lese aber auch die Bücher von Selfpublishern. Allerdings kaufe ich sie mir da lieber oder leihe sie mir. Irgendwie habe ich da eine Hemmung, eben weil sie alles selbst bezahlen. Wenn mir ein Autor ein Reziexemplar von sich aus anbietet, lese ich das natürlich auch. Aber ich frage nicht selbst nach. Es gibt allerdings einige Autoren, die fragen schon von sich aus, weil ich schon sehr viel von ihnen gelesen habe. Über die Zeit haben sich da wundervolle Kontakte ergeben. So manches Mal schiebe ich da ein Buch dazwischen, obwohl ich eigentlich so gar keine Zeit dafür habe. Aber das mache ich gern. Und mal ehrlich, Schlaf wird eh überbewertet.

– Welches Buch oder welche Bücher sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem du deinen Blog gestartet hast? Was gefiel dir an ihnen ganz besonders gut?

Spontan fallen mir da die Wintertöchter von Mignon Kleinbek ein. Eine Familiengeschichte, die es mir sehr angetan hat. Dabei kann ich nicht mal so genau sagen, was es ist. Einfach das Gesamtpaket. Ich liebe die Bücher aus dem Pinguletta Verlag. Die sind übrigens schuld, dass ich jetzt Krimis lese. Tod in Alepochori von Claudia Konrad hat mich bekehrt. Außerdem die 13. Fee von Julia Adrian. Wer mal so richtig lachen will, muss unbedingt die Miss Fortune Reihe von Jana DeLeon lesen. CIA-Agentin muss untertauchen und wird in einer Kleinstadt versteckt. Sie soll sich ruhig verhalten. Ich denke, ihr ahnt, wie das ausgeht. Der letzte Band hatte sogar den Warnhinweis »Zum Totlachen« auf dem Cover. Zu Recht.

– Gab es Bücher, die dir überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen du das Lesen gar abgebrochen hast? Welche waren das, und was missfiel dir an ihnen?

Bisher habe ich wenige Bücher abgebrochen. Ich versuche immer bis zum Ende durchzuhalten. Es ist schon passiert, aber ich kann jetzt gar nicht so genau sagen, wann es welches Buch war.
Allerdings erzähle ich bei dieser Frage immer gerne, dass ich mal ein Buch abgebrochen habe, weil es so gar nicht ging. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, irgendwas stimmt da nicht. Meine Rezi habe ich dann als Brief an den Autor verfasst. Daraus hat sich ein toller Kontakt entwickelt und nachdem das Buch überarbeitet wurde, habe ich es noch einmal gelesen und ich liebe es. Es steht sogar in meinem Regal und da bleibt es auch.

– Werden auf deinem Blog nur Bücher rezensiert, oder können deine Besucher auch andere Dinge bei dir lesen?

Anfangs waren es nur Rezensionen. So nach und nach kamen aber andere Dinge dazu. Einmal im Monat gibt es bei mir den Kinderbuchtag. Da stelle ich dann ein besonderes Kinderbuch vor. Oder ich erzähle was über meine Arbeit am Blog. Was mit WordPress so schief geht oder mich in den Wahnsinn treibt. Sehr beliebt ist der Blogtalk mit Skoutzi. Alle lieben den frechen Kerl. Ich habe nicht gedacht, dass die Idee so gut ankommt. Ich habe auch noch die Rubrik Bullet Journal dazu genommen. Das ist momentan sehr beliebt und ich liebe meins. Es hilft mir sehr, mich zu organisieren.

– Hast du Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könntest du unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzt du an ihnen?

Oh, wo soll ich da anfangen? Ich bin so oft es geht zusammen mit Nicole von https://buechermomente.com/, Brina von https://buecher-pfoten.de/ und Jenny von https://bookandcoffeeaddiction.wordpress.com/ auf den Messen unterwegs. Wir sind schon ein eingespieltes Team. Wir haben auf Facebook die Seite »Lovely Girls – Der geheime Bücherclub« für gemeinsame Aktionen. Momentan ist es da etwas ruhiger, weil uns das Real Life sehr in Anspruch nimmt. Süchtig nach Büchern von der lieben Moni kann ich auch sehr empfehlen. Ich glaube, sie macht momentan wieder was Tolles für die Frankfurter Buchmesse.

Das Team von Leserkanone.de dankt Heike für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Es wird Zeit
Geschrieben von: Ildikó von Kürthy (20. August 2019)
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