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Wir grüßen unseren neuesten User »Buntspecht«!
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 Die Lesebrille
 
 Internet: dielesebrille.blogspot.com
 Facebook: dielesebrille
 Instagram: die.lesebrille
 Datum: 12.01.2019
Interview   |   Rezensionen
– Wer steckt hinter »Die Lesebrille«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Tja, hinter der Lesebrille stecke ich, Alexandra, aktuell 29 Jahre alt, aus dem schönen Thüringen. Ich arbeite als Medizinische Fachangestellte und lebe gemeinsam mit meinem Hund und ein paar Katzen in einem Haus auf dem Dorf. Ich bin ein sehr gemütlicher Mensch und ja, ich mag es gerne strukturiert :D Bereits seit frühester Kindheit ist Lesen mein absolutes Hobby Nr.1 und als ich dann so um die 20 Jahre alt war, habe ich den Faible dafür irgendwie verloren. Ich hatte kaum noch Zeit dafür und irgendwie blieb es einfach auf der Strecke. Im Sommer 2017 war es dann, dass ich auf einem Ausflug durch eine Buchhandlung schlenderte und irgendwie ins Träumen kam. Meine Umschulung war gerade beendet und das Lernen und Pauken hatte ein Ende und irgendwie kam die Lust auf, wieder mal etwas zu lesen. Und so war es wieder um mich geschehen. Seitdem bin ich wieder absolut im Lesemodus und kann einem gemütlichen Abend auf der Couch weit mehr abgewinnen, als dauernd auf Achse zu sein. Ende 2017 hatte ich dann irgendwie Lust, mehr aus den Büchern und dem, was ich lese, zu machen und so begann ich, meine ersten Rezensionen zu schreiben. Und über kurz oder lang habe ich mir dann gedacht, wäre es doch eigentlich schön, einen eigenen, kleinen Blog zu erstellen. Und genau das habe ich dann gemacht. Wobei ich mich seit ewigen Zeiten nicht mehr mit sowas befasst habe und ich habe mich gefühlt, als wäre ich total betriebsblind :D Aber die Idee war geboren, nahm Formen an und schon hatte ich einen kleinen, simplen, ganz einfach Blog, auf dem meine Rezensionen aufgetaucht sind und die ich dann mit den sozialen Netzwerken verknüpfen konnte. Inzwischen bin ich auch auf Instagram und Facebook unterwegs und ich stecke immer noch im Lernprozess. Denn es gibt immer wieder Dinge, wo ich meinen Weg erst noch finden muss, aber ich denke, das gehört da auch einfach dazu. Auf alle Fälle bin ich mit absolutem Herzblut dabei und habe das Hobby gefunden, dass mich absolut ausfüllt.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Oh weh, die böse Frage nach der Menge meiner Bücher, die ich lese :D Tja, das ist so eine Sache. Schon als ich klein war, hatte ich das Talent, unheimlich schnell zu lesen und hinterher sogar noch zu wissen, um was es ging. Ich bin auch echt froh, dass mir das so liegt und das sorgt dafür, dass ich recht schnell durch die Bücher durch bin. Im Jahr 2018 waren es dann im Gesamten um die 280 Bücher, die ich auf meine »Gelesen«-Liste setzen konnte und in gewisser Weise frage ich mich dann doch, wann ich die alle weggelesen habe. Aber da ist auch von der Seitenzahl alles dabei, auch mal 130 oder 200 Seiten, aber dann auch mal die 600 und mehr. Was die Rezensionen angeht, so betreffen die im Schnitt 2/3 oder sagen wir um die 75% derer, die ich gelesen habe.

Normalerweise läuft es bei mir so, dass ich tagsüber meistens ein »richtiges« Buch (das klingt immer doof, oder :D ), also ein Hardcover oder Taschenbuch lese und abends oder wenn ich mal außergewöhnlich unterwegs bin oder dann im Bett liege, zu einem eBook übergehe. So lese ich manchmal 3 bis 4 Bücher gleichzeitig, wobei der Fokus dann auf den eBooks liegt. Ich mag es auch, immer mal zu wechseln und gerade abends finde ich eben das Tablet oder den Tolino praktisch und sehr angenehm. Parallel zu lesen gehört bei mir einfach zum Standard und ist mein normaler Alltag.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Ein gutes Buch hat für jeden eine andere Bedeutung. Einfach aus dem Grund, weil ja jeder andere Vorlieben hat oder den Fokus anders setzt. Bei mir ist es so, dass mich erstmal die Story packen muss. Meist spüre ich schon am Klappentext, ob es was für mich ist, oder nicht. Wichtig ist mir immer eine gewisse Tiefe, dass man sich hineinversetzen kann und direkt »mittendrin« ist. Ich mag es, wenn die Charaktere tiefgründig gestaltet sind und ich ihre Gedanken und Gefühle nacherleben kann. Besonders mag ich es in der Hinsicht, wenn es Perspektivenwechsel gibt, denn die machen das in meinen Augen umso besser.

Was ich auch immer gut finde, ist eine bildliche Darstellung und zwar in der Form, dass ich beim Lesen alles richtig gut vor mir sehe, indem der Autor oder die Autorin die Welt einfach lebendig gestaltet und es somit einfach leben lässt.

Die Geschichte muss mich in ihren Bann ziehen, so, dass ich eben auch wissen will, wie es weitergeht. Eigentlich darf es mir nicht zu leicht fallen, ein Buch aus der Hand zu legen. Was ich allerdings nicht so mag, sind gehäuft auftretende Rechtschreibfehler. Meine Güte, das kann mal passieren, keine Frage, wir sind alle nur Menschen. Aber wenn es stets und ständig der Fall ist oder in kurzen Abständen, dann stört mich das in meinem Lesefluss und das nimmt mir dann ein wenig die Freude und das Lesevergnügen.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Mein vorrangiger Fokus lag immer im Bereich der Liebesromane. Ich mag einfach die Darstellung von romantischen Liebesgeschichten, die einen zum Träumen und ins Schwärmen bringen. Irgendwann weitete sich das dann auch auf den Bereich der Erotik aus und schlussendlich landete ich bei einem meiner absoluten Lieblings-Genres: der Dark Romance. Ich weiß nicht, was genau es ist, was mich daran in seinen Bann zieht. Es geht ja manchmal wirklich wild zu und insbesondere den Frauen ergeht es da nicht immer nur gut. Aber dieser Weg, der hier manchmal gegangen wird, übt auf mich einfach einen ganz eigenen Reiz aus und die Wandlungen und Entwicklungen der Charaktere sind hier oftmals etwas ganz Besonderes. Und manchmal braucht es eben auch mal ein bisschen was Dunkleres zwischen den sanften und liebevollen Büchern und Geschichten.

Was ich auch sehr gerne lese, ist definitiv Fantasy. Ich liebe es, in erfundene Welten abzutauchen, erfüllt von Magie und Mystik. Hier ist einfach immer alles möglich und man weiß nie, was hinter der nächsten Seite auf einen wartet.

Wofür ich mich auch immer erwärmen kann, sind Bücher mit historischen Aspekten. Allerdings bevorzuge ich es hier, wenn da auch eine kleine Liebesgeschichte mit dabei ist. Das ist immer sehr interessant, da ja grade in den vergangenen Jahrhunderten die Sache mit den Beziehungen immer gar nicht so einfach war.

Was ich so gar nicht lesen kann sind Bücher, in denen es gruselig wird oder wo ich wahrscheinlich mittendrin Panikattacken bekommen würde :D Ich stehe dazu, ich bin ein kleiner Schisshase, aber hey, man kann ja nicht alles mögen ?? Von sowas nehme ich sehr viel Abstand, wäre ja auch schade, sowas im Regal zu haben und es am Ende gar nicht zu lesen. Wobei ich mich an den ein oder anderen Roman mit Thrillerelementen schon herangewagt habe, bisher geht es mir noch gut ??

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich bin in beiden Bereichen vertreten. Es gibt so viele tolle Selfpublisher und ich habe da schon so viele super schöne Bücher gelesen und wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt. Ich mache da eigentlich keinerlei Unterschiede zwischen Verlagsproduktionen und Selfpublishern. Nur weil jemand nicht in einem Verlag vertreten ist, heißt das ja nicht, dass die Bücher nicht gut sind. Mich muss ein Werk ansprechen, vom Cover und vorrangig vom Klappentext her. Und dann wird es gelesen, egal, woher es kommt. Ich behandele beides gleichwertig und bin damit bisher auch ziemlich gut verfahren. Und ich finde es gut, dass es Autoren gibt, die den Weg des Selfpublishings gehen. Der ist ja nun bei Weitem nicht einfach, aber eben auch ein guter Ansatz, wo ja das Verlagswesen auch nicht gerade da einfachste Business ist. Warum also nicht die Chancen nutzen, die man hat.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Also bei mir ist eigentlich alles vertreten. Es gab schon Autoren, die mich angeschrieben haben und mit denen ich daraufhin in näheren Kontakt gekommen bin. Aber ich orientiere mich auch vorrangig an Verlagen und Bloggerportalen, um Rezensionsexemplare zu beziehen, die ich dann auch bewerte. Ich

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Oha, das ist eine fiese Frage, muss ich ja mal sagen :D Es gibt so viele tolle Bücher und jedes ist auf seine Art etwas ganz Besonderes für mich. Aber wenn ich spezifisch etwas aussuchen soll, hm... Man will ja auch niemanden benachteiligen :D Was auf alle Fälle einen ganz besonderen Platz bei mir innehat ist die Dilogie von Katharina Brinckmann. »Bis zum nächsten Sommer« und »Seit dem letzten Sommer«. Die Bücher befassen sich mit einer in meinen Augen sehr spannenden Thematik (darf ich das jetzt hier eigentlich sagen? ;D ), denn es geht um die Liebe zwischen zwei Menschen, die eigentlich so nicht unbedingt den positiven Anklang findet, da er einige Jahre älter ist als sie. Der Weg der beiden Protagonisten zueinander ist sehr faszinierend und auch der Fortgang der Handlung ist sehr facettenreich und gibt sehr viel her. Aber diese beiden Bücher haben sich wahnsinnig tief in mein Herz gebrannt. Sie sind umfangreich und geben dem Ganzen sehr viel Tiefe und sie sind so verdammt authentisch, ich denke immer wieder gerne daran zurück.

Ich könnte hier jetzt noch so viele aufzählen, aber dann sitze ich wahrscheinlich die ganze Nacht an der Liste und ich glaube, das ist nicht Sinn und Zweck der Sache ??

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Also ich muss sagen, abgebrochen in dem Sinne habe ich noch gar kein Buch. In der Regel lese ich alles, was ich beginne, auch zuende. Was natürlich mal passieren kann, ist, dass ich mal nicht richtig in eine Geschichte reinkomme, aber dann lege ich das Buch eher mal beiseite und versuche es später nochmal. Manchmal liegt einem vielleicht auch ein Genre momentan nicht, aber sowas kommt nunmal vor. Aber dass ich jetzt bei einem Buch so negativ belastet war, das gab es bei mir noch nicht. Wer weiß, kann ja noch kommen, aber aktuell ist es nicht so.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Meinen Blog gibt es ja nun seit etwas über einem Jahr und gewissermaßen bin ich noch blutiger Anfänger. Bisher habe ich dort vorrangig die Rezensionen und meine Leselisten gepostet, aber das soll sich ändern. Nachdem ich zum Start ins neue Jahr einige Änderungen im Layout gemacht habe, gibt es jetzt auch einen Bereich für einzelne Challenges und ich möchte auch gerne irgendwann Verlags- und Autorenvorstellungen einbauen, Gewinnspiele stehen auch auf meiner Liste und ich muss einfach mal sehen, wie es sich entwickelt. Wie gesagt, ich lerne das ja gewissermaßen noch und da ist momentan noch nicht alles absolut fertig. Da kommt noch ein bisschen was und ist in Arbeit.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Puh, das ist schwierig. Ich verfolge so viele Bloggerseiten und lese so vieles und bewundere etliche unter ihnen. Für mich ist jeder Blogger etwas ganz Besonderes, egal, ob groß oder klein, alteingesessen oder ganz frisch dabei. Ich könnte jetzt hier an dieser Stelle Unmengen an Bloggern nennen, die ich toll finde oder bewundere. Aber wie soll man sich da bitte entscheiden? Und ich kann ja schlecht jeden aufzählen :D

Aber eine Bloggerin, die ich immer sehr gerne verfolge bzw deren Posts ich immer gerne lese und die ich einfach toll finde, weil sie einfach genauso leseverrückt ist wie ich, ist Nikas Lesewahnsinn (www.nikaslesewahnsinn.wordpress.com). Ich bin immer wieder geplättet, wenn es doch noch Menschen gibt, die genauso viel lesen wie ich, da komme ich mir nicht so seltsam vor ?? Und auch, wenn ich sie nur von ihrer Blogseite her kenne finde ich sie ganz toll!

Das Team von Leserkanone.de dankt Alexandra für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Bis zum nächsten Sommer
Geschrieben von: Katharina Brinckmann (9. August 2016)
Seit dem letzten Sommer
Geschrieben von: Katharina Brinckmann (20. Dezember 2016)

 
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