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Wir grüßen unseren neuesten User »Ursula Noack«!
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 Bücherschwarm
 
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 Instagram: buecherschwarm
– Wer steckt hinter dem Bücherschwarm? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen und dabei Facebook zu verwenden?

Bücherschwarm ist, wie unser Name schon erahnen lässt eine Bloggergemeinschaft, genauer gesagt ein Duo. »Wir«, das sind Johann und Vanessa. Johann ist ein unter 40-Jähriges, bärtiges Wesen, das sich gerne im Horror-Genre vertieft. Vanessa ist eine Mitte 20-Jährige (noch) Studentin, der es die Thriller angetan haben, aber es auch immer wieder mit anderen Genres versucht, sodass meist eine bunte Mischung entsteht. Wir haben uns über das Lesen kennen gelernt, lesen gerne auch immer wieder Bücher gemeinsam und lieben den Austausch auch mit unseren Lesern. Unseren Blog haben wir ganz frisch im November gegründet, wobei wir beide zuvor schon einmal einen eigenen Blog hatten und deshalb auch schon viele ältere Rezensionen bei uns zu finden sind. Der eigene Blog ist ein kleiner Traum von uns beiden gewesen, den wir im Ansatz schon einmal verfolgt hatten, aber aus Zeitgründen auf Eis gelegt hatten. Dennoch hatten wir nie die Lust daran verloren und wussten, irgendwann wird die Zeit dafür wieder reif sein. Bücher still und heimlich für sich alleine zu lesen mag auch mal ganz angenehm sein, aber wir lieben es uns darüber auszutauschen, unsere Meinung danach kund zu tun. Das immense Redebedürfnis will gestillt werden :) Selbst lassen wir uns ja auch unheimlich gerne von anderen Blogs inspirieren und finden es großartig, wenn es viele Menschen gibt, die diese Leidenschaft mit uns teilen. Den Blog nun neu zu erschaffen war eine total spontane Idee. Letztlich haben wir uns beim gemeinsamen Lesen darüber unterhalten, dass wir beide gerne wieder unseren Blog fortführen würden, aber insbesondere aus zeitlichen Gründen das aktuell nicht möglich ist. Da haben wir uns kurzerhand überlegt, dass es zu zweit doch zum Einen noch viel mehr Spaß machen würde und zudem auch noch etwas weniger Arbeit für jeden einzelnen bedeutet. Unsere Facebook Seite und auch Instagram und Twitter haben wir kurze Zeit danach nachgezogen. Rein über eine Webseite erreicht man einfach wenig Leser. Das geht uns selbst ja auch so. Dort sind die Informationen einfach von den unterschiedlichsten Bloggern gesammelt und man kann sich anschauen, welche Inhalte einen interessieren, bei denen man dann drauf klickt und welche eher weniger.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Wir rezensieren nahezu jedes Buch, das wir lesen. Vanessa macht gerade bei Reihen auch öfter mal eine gesammelte Reihenvorstellung, wo sie nicht auf die einzelnen Bände eingeht, sondern uns an ihrer Meinung über die gesamte Reihe teilhaben lässt. Wieviele Rezensionen das im Monat sind, hängt somit ganz davon ab wie viel wir lesen :) Ich würde einfach mal schätzen, dass es im Monat so 2-4 Rezensionen sind.
Tatsächlich sind wir beide absolute Parallelleser. Vor allem beim gemeinsamen Lesen ist das auch sehr angenehm, wenn man nochmal zu einem anderen Buch greifen kann, bis alle mit dem Abschnitt durch sind. Vanessa liest im Normalfall dabei ganz unterschiedliche Genres parallel, da sie das Gefühl hat so weniger durcheinander zu kommen. Johann dagegen bevorzugt die blutigere Literatur. Das fängt bei allem vom Festa Verlag an, streckt sich über Michael Barth und Sebastian Fitzek und endet bei vielen weiteren Thriller-Autoren. Fantasy liest er auch gerne. Die Präferenz liegt jedoch definitiv bei Thrillern oder mehr.

– Was macht für Sie ein gutes Buch aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Für Vanessa ist ein gutes Buch eines, was sie von Anfang an in seinen Bann ziehen kann. Gute Bücher sind diejenigen, die man kaum aus der Hand legen mag und ständig wissen möchte wie es weiter geht. Die besonderen Bücher, die dann auch tatsächlich 5 Sterne bekommen sind diejenigen, die einen Wow-Effekt hinterlassen. Beim Zuschlagen des Buches kann man es nicht fassen, dass das Buch nun vorbei ist und man sitzt kurze Zeit da und muss zuerst einmal alles verarbeiten. Beim Lesen kommt es ihr zum einen auf die Spannung an, auch romantische Bücher können Spannung haben. Die Geschichte muss sie einfach fesseln. Dann spielt der Schreibstil immer eine Rolle. Lässt sich alles flüssig und leicht lesen oder erscheint er nicht stimmig? Und vor allem sind ihr auch immer besonders die Charaktere wichtig. Charaktere, die handeln, wie sie es absolut nicht nachvollziehen kann und ihrer Meinung nach auch nicht begründet sind, die findet sie immer total schwierig und dann gefällt ihr das Buch meist auch nicht so richtig. Klingt komisch, ist aber so: Johann sieht es exakt genau so. Zudem legt Johann besonders viel Wert auf sauberen Schreibstil bzw. Ausführung. Unlogische zeitliche Abfolgen, falsche Beschreibungen über reale Dinge, die es in der Realtität aber nicht gibt, viele Rechtschreibfehler und seltsame Verhaltensmuster, die nicht zum Rest des Charakters passen, fallen ihm sofort auf. Das stört ihn im Lesefluss und hemmt seine Lesefreude. Ein Buch muss nicht immer an der Obergrenze der Spannung verlaufen, es muss aber stimmig sein.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Wir beide sind eher bei den Thriller-/Horror-Genres vertreten. Aber dennoch lesen wir meist eine bunte Mischung aus allem. Wir lesen grundsätzlich alles, was uns auf irgendeine Art anspricht und probieren viel aus. Buchgenre, die wir generell nicht lesen, fallen mir spontan nicht ein. Reine Liebesgeschichten sind bei uns allerdings relativ selten vertreten. Aber auch da, wenn wir neugierig darauf sind, dann lesen wir das :)

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Die meisten Bücher die wir rezensieren, sind schon eher aus Verlagsproduktionen. Das liegt aber einfach daran, dass wir uns unsere Inspirationen oft auch von anderen Buchmenschen holen und Bücher aus Verlagen einfach weiter verbreitet sind. Wir geben aber auch sehr gerne immer wieder Selfpublishern eine Chance. Wenn wir auf ein Buch aufmerksam werden und uns das anspricht ist es völlig egal ob es von einem Selfpublisher kommt oder aus einem großen Verlag.
Was uns bei Selfpublishern besonders gut gefällt ist, wenn man sogar bei der Entstehung dabei sein darf und sich als Testleser aktiv an der Überarbeitung beteiligen darf. Das sehen wir als ganz großes Privileg an und freuen uns da sehr drüber :) Einer von Johanns Lieblingsautoren und sehr geschätzten engen Freunden ist z.B. Michael Barth. Dieser vertreibt seine Bücher ausschließlich selbst. Nun ja, mittlerweile hat er ein alter Ego namens Ehtan Kink, der ein Buch via Redrum Books verlegen durfte. Ehrlich gesagt ist es ihm sogar entfallen, wie sie sich damals kennengelernt hatten. Es war aber definitiv irgendwo auf Facebook. Johann ist seit den Anfängen Barths mit dabei, auch als Testleser. Das zeigt deutlich, dass das Netz durchaus verbinden kann und dass Selfpublisher in keinster Weise den Verlagsautoren nachstehen. Ein »Problem« ist jedoch tatsächlich die Verbreitung. Ein Autor mit Vertrag hat i.d.R. eine größere Werbemaschine hinter sich, die den Bekanntheitsgrad natürlich enorm steigert bzw. steigern kann. Wir können nur jedem raten, ohne Vorbehalt auf Selfpublisher zuzugehen. Sie sind Meschen wie du und ich! Alles was ihnen »fehlt« ist ein Verlag, der ihr Talent anerkannt hat. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht mindestens die selbe Qualität liefern können.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Bislang wurden wir in der Regel von den Autoren selbst angeschrieben und gefragt, ob wir ihr Buch rezensieren möchten. Wir machen keine Unterscheidung ob wir die Bücher selbst gekauft haben oder zur Verfügung gestellt bekommen. Sie werden selbstverständlich entsprechend gekennzeichnet, aber für die Rezension und das Lesen spielt es für uns keine große Rolle. Rezensionsexemplare haben natürlich etwas Vorrang auf unserer Leseliste, aber letztlich wird das rezensiert, was wir auch gelesen haben. So entsteht eine bunte Mischung aus Rezensionsexemplaren und selbst gekauften Büchern. Wir warten nicht auf Angebote. Auf Verlage oder Autoren treten wir selbst nur sehr vereinzelt aktiv zu. Für uns ist es extrem wichtig, dass wir selbst entscheiden können, was wir lesen. Es wäre auch für beide Seiten nicht hilfreich, wenn wir ein Buch annehmen und rezensieren, das nicht zu uns passt. Denn wie gesagt, wir rezensieren alles. Dazu gehört fairerweise auch mal eine negative Bewertung. Natürlich ist diese sachlich, höflich, ehrlich und mit hoffentlich nachvollziehbarer Begründung erstellt. Zudem darf man nie vergessen, eine Rezension stellt immer die persönliche Meinung dar und kann bei anderen wieder total anders aussehen.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Puh, das ist vermutlich die gemeinste Frage bisher :D Das Schlimme daran ist, dass jedes Buch ein Unikat ist. Es ist wie Äpfeln mit Birnen zu vergleichen, vor allem, wenn man genreübergreifend liest. Allerdings gibt es Bücher, die bereits vor dem Blogstart gelesen wurden, die deutlich im Kopf bleiben. Zu nennen wären da u.a. Harry Potter, die Sonea-Reihe, die Askir-Reihe. Wie man sieht, das sind keine Thriller :) Sie blieben aber hängen, aufgrund einer gewissen Besonderheit.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Grundsätzlich ja, aber nur sehr wenige. Wir sind beides Leser, die Bücher kaum abbrechen. Es bleibt immer die Hoffnung, dass in der Geschichte etwas passiert, was das Weiterlesen rechtfertigt. So »quält« man sich dann doch oft bis zum Ende durch. Ich (Vanessa) breche beispielsweise nur Bücher ab, wenn ich absolut nicht warm werde mit der Geschichte und selber merke, dass das Buch bei jedem Versuch wieder Wochen und Monate auf dem Currently Reading-Stapel versackt und einfach nie in die Hand genommen wird. Dann kann es schon mal vorkommen, dass ich bewusst einen Schlussstrich ziehe und sage, das Buch wird jetzt abgebrochen. Bei mir war es dieses Jahr »Lost Boy« von Christina Henry. Es ist eine Märchenadaption von Peter Pan und sollte eine düstere Variante der Geschichte sein. Woran es lag, dass ich mit dem Buch überhaupt nicht warm werden wollte, weiß ich nicht so genau. Ein großer Faktor ist sicher, dass ich die Originalgeschichte zu Peter Pan gar nicht kenne :D Die hätte ich vielleicht vorher mal lesen sollen. Ich hatte also überhaupt keinen Vergleich, was an der Geschichte das Besondere, das Düstere war. Zudem war das Buch auf Englisch. Ich bin englische Bücher zu lesen einfach nicht gewöhnt. Für mich ist es deutlich anstrengender und ich kann mich in den Geschichten nicht so richtig fallen lassen. Das ist so ähnlich wie mit dem Schreibstil. Wenn ich denke, dass das Buch anstrengend zu lesen ist, gefällt es mir in der Regel nicht so gut. Ich lese ja schließlich in meiner Freizeit, zu meiner Unterhaltung. Da kann die Autorin natürlich überhaupt nichts dafür, aber ich denke, das war am Ende auch ein entscheidender Faktor, das Buch für mich abzubrechen. Johann bricht ebenso selten ein Buch ab. Zwei aus »jüngerer« Vergangenheit gibt es aber: Das waren »Little Girls« von Ronald Malfi und »Die Schlaflosen« von Graham Masterton. Bei Malfi war es so, dass kaum etwas passierte, es ergab sich keinerlei Spannung für mich. Ein Buch braucht Wechsel, etwas Belebendes beim Lesen! Little Girls konnte das leider nicht bieten. Da waren unglaublich detaillierte Beschreibungen über die Einrichtung, die leider etwas arg langweilten, deshalb nach ca. 150 Seiten abgebrochen. Bei Masterton war es eher so, dass gefühlt die Zeit nicht passte. Zu einem anderen Zeitpunkt wäre es vielleicht besser angekommen. Der Anfang war grandios, dann viele lange Gespräche, die eher nach Kaugummi wirkten. Ich denke aber, das Buch hat irgendwann noch eine Chance verdient.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Momentan besteht der Großteil des Contents aus Rezensionen, ja. Das wird auch in Zukunft so bleiben denke ich, aber wir planen einige weitere buchige Aktionen. Beispielsweise haben wir im Dezember einen Adventskalender, bei dem es 24 kleine buchige Aufgaben gibt und am Ende sogar etwas gewinnen kann. Außerdem wollen wir den Lesern auch immer einen kleinen Monatsrückblick auf die gelesenen Bücher geben, in der nur eine ganz kurze Meinung zu den Büchern zu finden ist. Und auch die Bücher auftauchen, die wir dann doch mal nicht rezensieren. Natürlich ist auch ein gewisser Prozentsatz an eher privateren Artikeln vertreten. Diese werden aber fast immer auch buchige Themen haben. Für diese haben wir die allgemeinere Kategorie »Buchig« eingeführt. Hier findet man dann z.B. Artikel über Lesungen, was wir so erlebt haben, oder auch Beiträge über das Leben eines Lesers. Als Beispiel können wir hier den Artikel über die Abkürzungen von »Bookish Nerds« nennen, in dem u.a. erklärt wird, was ein CR oder ein ZuB ist. Etwas weiträumiger gefasst muss man aber sagen, dass das unser Blog ist. Weiträumig dreht er sich um uns und unsere Hobbies - bei denen ganz klar die Bücher an erster Stelle stehen. Aber wenn uns etwas packt, das vielleicht auch nichts mit dem Lesen zu tun hat, gehört das auch dort hinein. Wir sind WIR. Und der Blog besteht aus uns. Daher gibt es das Eine nicht ohne das Andere.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Das ist immer schwierig, es gibt ja so viele liebe Blogger und tolle Blogs. Egal wen wir nennen, es ist irgendwie ein Stück unfair den anderen gegenüber. Eine ganz liebe Bloggerin ist aber z.B. Saskia von »Red Fairy Books«. Ein ganz besonderer Mensch, verrückt und seltsam, die gute Musik hört und am liebsten das ganze Jahr auf einem MPS verbringen würde. Genau so müssen Menschen sein. Nämlich so, wie sie sind. Einzigartig und ehrlich. »Lines Books« ist eine Neuentdeckung. Sie hat vor kurzem ihre Liebe zu Festa entdeckt, daher steht sie auf der Leiter auch relativ weit oben :D Liebe Blogger gibt es sehr viele, und mit vielen haben wir auch Kontakt. Jemanden herauszupicken ist schwer und schwer möglich. Wir sind froh um jede liebe Bekanntschaft und Freundschaft und schätzen das sehr!

Das Team von Leserkanone.de dankt Johann und Vanessa für die Zeit, die sie sich genommen haben!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Die Schlaflosen
Geschrieben von: Graham Masterton (28. April 2017)
80/100
[1 Blogger]
Little Girls
Geschrieben von: Ronald Malfi (10. Dezember 2016)

 
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