Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.019 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »EDWIN-603«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 Daggis Welt
 
 Internet: www.daggis-welt.de
 Facebook: Daggis-Welt-187788224629255
 Google+: 111358453359160821120
 Twitter: daggis_welt
Interview   |   Rezensionen
– Wer steckt hinter dem »Daggis Welt«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Dagmar, ich bin Mitte 40 und habe zwei Töchter im Teenageralter. Beruflich habe ich keine Berührungspunkte mit Literatur, ich arbeite im Prüfungs- und Beratungsbereich. Die Seite »Daggis Welt« habe ich 2013 erstellt, ich blogge aber bereits seit 2009 und habe viele meiner älteren Blogartikel auf »Daggis Welt« übernommen. Damals bin ich einer Buchcommunity beigetreten und habe dort meine Rezensionen veröffentlicht. In diesem Forum bin ich dann auch erstmals mit Literaturbloggern in Kontakt gekommen und habe mich dann entschlossen, meine Gedanken und Ideen rund um Bücher auf einer eigenen Seite festzuhalten.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Das ist zeitabhängig, aber im Schnitt dürften es ein bis zwei Bücher pro Woche sein. Da ich viele Jahre aus beruflichen Gründen gependelt bin, habe ich zeitgleich ein Buch zu Hause gelesen und ein Hörbuch im Auto gehört. Hin und wieder lese ich zwei Bücher parallel, aber das ist eher selten.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Wenn ein Buch mich so fesseln kann, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen möchte, ist das normalerweise ein Zeichen dafür, dass es mich begeistern konnte, umgekehrt merke ich, dass ich Abschnitte überspringe oder ganze Seiten nur quer lese, wenn mir eine Geschichte zu langatmig wird.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Ich habe schon seit meiner Teenagerzeit ein Faible für Krimis und Thriller, nicht nur bei Büchern, auch bei TV-Serien. Scherzhaft wird mir nachgesagt, dass das bereits in frühester Kindheit absehbar war, weil ich den Räuber Hotzenplotz geliebt habe. Außerdem lese ich gerne Chick-Lit, also »anspruchslose« Frauenromane, bei denen ich nicht nachdenken muss, die mich aber vom Alltag ablenken, so dass ich gut abschalten kann. Das sind die beiden Genres die ich bevorzugt lese.

Zu Fantasy greife ich nur bedingt. Ich mag beispielsweise mystische Geschichte oder Fantasy, die in einer Art Parallel- oder Unterwelt zu unserer Welt spielen, mit Dämonen und Vampiren hingegen kann ich nicht viel anfangen. Auch historische Romane lese ich nur in Ausnahmefällen.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese sowohl Bücher von Verlagen, als auch Bücher von Selfpublishern. Man darf nicht unterschätzen, wie schwierig es für Selfpublisher ist, ihre Bücher an den Leser zu bringen, wenn kein Verlag dahinter steht, der das Marketing übernimmt. Hier spielen Blogger meiner Meinung nach, mittlerweile eine größere Rolle und es sind glücklicherweise auch immer mehr Blogger bereit, sich den unabhängigen Autoren zu öffnen. Selbstveröffentlichungen sind viel professioneller geworden, als dies früher der Fall war. Viele Autoren lassen Cover von Designern erstellen und nehmen ein Lektorat und Testleser in Anspruch. Das halte ich für sehr wichtig, da nicht nur Fehler in Rechtschreibung und Grammatik, sondern auch stilistische oder inhaltliche Fehler den Lesespaß verderben.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Die Male, die ich selbst bei einem Verlag angefragt habe, kann ich an einer Hand abzählen. Oftmals kaufe ich mir Bücher selbst, aber ich erhalte auch viele Rezensionsexemplare angeboten und entscheide dann spontan, ob ich ein Buch lesen möchte, auch das ist wieder zeitabhängig.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Spontan fallen mir da die Schären-Krimis von Viveca Sten ein, eine Reihe, die ich schon seit einigen Jahren lese. Sie gefällt mir sehr gut, nicht nur, weil die die Krimis spannend und interessant sind, sondern weil Viveca Sten es schafft, mit ihren Beschreibungen der Schären zu bezaubern. Der Erfolg ist aber auch der Übersetzerin Dagmar Lendt zu verdanken, die in meinen Augen eine tolle Arbeit leistet. Ich besitze einige Bände im schwedischen Original und vieles ist 1:1 übersetzt, das kenne ich von schwedisch-deutschen Übersetzungen leider auch anders.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Wenn ich mit einem Buch nicht klar komme, dann landet es erst einmal auf einem separaten Platz im Regal. Nach einiger Zeit gebe ich dem Buch dann eine zweite Chance. Manchmal geht die Geschichte beim zweiten Versuch besser von der Hand, beispielsweise habe ich ein Buch gelesen, bei dem ein Kind am gestorben ist, das musste ich zu diesem Zeitpunkt weglegen, weil ich nicht in der Verfassung dafür war, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ein paar Wochen später habe ich das Buch dann förmlich aufgesogen.

Was ich abbreche sind Bücher, in denen es um toxische Beziehungen geht. Das sind Geschichten, in denen ein Part einer Beziehung - vorzugsweise der weibliche - körperlich oder psychisch unter dem Partner leidet. Ich beobachte diese Thematik seit einiger Zeit und finde es bedenklich, wenn in Jugend- oder NewAdult-Romanen diese toxischen Beziehungen beschönigt oder verherrlicht werden. Das ist ein ganz falsches Zeichen. Solchen Büchern möchte ich keine Aufmerksamkeit schenken, in dem ich sie auf dem Blog vorstelle. Wenn ich während des Lesens feststelle, dass die Handlung sich in eine entsprechende Richtung bewegt, breche ich es ab. Allerdings scheine ich hier schon eine gute Vorauswahl zu treffen, denn das ist mir in diesem Jahr erst einmal passiert.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Ich schreibe nicht nur Rezensionen, aber geschätzte 90% meiner Artikel drehen sich rund um Bücher.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Ich pflege über die sozialen Medien viele Kontakte zu anderen Bloggern. »Die Rezensentin«, »Irve liest« und »Kastanies Leseecke« gehören zu meinen bevorzugten Blogs, in erster Linie, weil die drei Bloggerinnen einen ähnlichen Lesegeschmack haben wie ich.

Das Team von Leserkanone.de dankt Dagmar für die Zeit, die sie sich genommen hat!
zurück zur Liste der Blogs
 
Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz