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 Buchbahnhof
 
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 Datum: 25.09.2018
– Wer steckt hinter dem »Buchbahnhof«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Hinter dem »Buchbahnhof« steckt eine 1980 geborene Leseratte namens Yvonne aus dem schönen Schleswig-Holstein. Bücher waren schon als Kind meine große Leidenschaft und bei uns zuhause gab es immer einen riesengroßen Stapel ungelesener Bücher, damit jederzeit ausreichend Lesestoff zur Hand für uns Kinder war. Ich bin meinen Eltern und meiner Großtante sehr dankbar, dass sie meine Leidenschaft für Bücher immer unterstützt haben.

Meinen ersten Blog »World of Yvonne« habe ich 2007 gegründet. Damals habe ich über alles querbeet gepostet, den Hauptteil der Beiträge nahmen mein Studium, Konzertbesuche und mein Leben ein. Rezensionen und Bücher waren eher ein Nebenprodukt. 2001 bin ich dann umgezogen auf Yvonnes Lesewelt da sich mein Fokus verschoben hatte. Das Studium war abgeschlossen und die Bücher rückten in den Vordergrund. Meine Intention war bereits damals, mich mit anderen Lesern auszutauschen, da in meinem Umfeld eher wenige lesebgeisterte Menschen zu finden sind. Außerdem hatte ich den Wunsch, anderen Lesern die Bücher ans Herz zu legen, die ich liebe. Die letzte Änderung, hin zum Buchbahnhof kam recht spontan Ende 2016. In den Jahren 2015 und 2016 ist in meinem Leben allerlei passiert, irgendwie fühlte ich mich aus der Lesewelt herausgewachsen und die Idee für den Buchbahnhof kam mir ungefähr Mitte 2016. Cora und Sven von Designer.co haben mir nach meinen Wünschen mein Theme für den Buchbahnhof entwickelt und programmiert und am 01.01.2017 ging der »Buchbahnhof« an den Start. Auf meinen Buchbahnhof fühle ich mich absolut wohl, da er einfach zu mir passt.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Ich zähle eigentlich nicht Bücher, sondern Seiten, da ich das aussagekräftiger finde. Ich lese zwischen 20.000 und 24.000 Seiten im Jahr. Das sind rund 70 Bücher im Jahr. Die meisten Bücher, die ich lese rezensiere ich auch, allerdings mache ich mir da keinen Druck. Habe ich nichts zu sagen, oder fällt mir eine Rezension besonders schwer, dann wird ein Buch auch schon einmal nicht oder erst viel später rezensiert.

Ich gehöre tatsächlich zu den Menschen, die mehrere Bücher parallel lesen. Das war schon als Jugendliche so und hat sich bis heute nicht geändert. Meistens lese ich 2 Bücher parallel und höre im Auto ein Hörbuch. Das geht recht gut, allerdings dürfen sich die Geschichten nicht zu sehr ähneln, dann wird es schwierig für mich.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Ein »gutes Buch« hm... schwierige Frage. Wichtig ist für mich, dass die Geschichte mich fesselt. Was es genau ist, was mich fesselt kann ich oft gar nicht sagen. Ich mag einen rasanten Schreibstil, der sich aber nicht überschlagen darf. Gerade bei Thrillern lege ich Wert darauf, dass der Autor mir auch zwischendurch Zeit lässt, wieder zu Atem zu kommen. Bei Liebesromanen müssen die Gefühle der Protagonisten bei mir ankommen. Ich möchte nachvollziehen, warum sich die Figuren zueinander hingezogen fühlen. Ich mag es, wenn sich eine Beziehung entwickeln darf. Sarah Morgan, meine liebste Liebesromanautorin hat diesen Schreibstil drauf.

Ein weiteres Augenmerk lege ich darauf, ob die Geschichte in sich schlüssig ist. Der rote Faden muss vorhanden sein und die Figuren müssen authentisch handeln. Dabei dürfen die Figuren durchaus anders handeln, als ich es für richtig halte. Es muss nachvollziehbar sein, was sie warum tut.

Worauf ich großen Wert lege ist die Rechtschreibung und Satzstellung. Ich bin da sicher selbst kein besonderes Genie, aber wenn ich für ein Buch Geld bezahle, dann erwarte ich, dass das Buch vernünftig lektoriert und korrigiert ist. Mehrere Rechtschreibfehler auf jeder Seite führen zu einer Bewertung mit einem Stern. Um zwei Sterne zu erhalten muss die Story dann schon der Knaller sein.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Spezialisiert wurde ich es nicht nennen. Ich lese derzeit überwiegend Liebesromane, da mir das Genre zur Zeit sehr gefällt. Ich mag es, mit der Protagonistin den Traumtypen anzuschmachten und mich in der Liebesgeschichte zu verlieren. Das kann sich aber durchaus wieder ändern. Mit Anfang 20 hatte ich eine extrem Thrillerphase, die gerade langsam wiederzukommen scheint.

Ansonsten lese ich aber auch sehr gerne Biografien und Tatsachenberichte und, ganz anderes Genre, auch sehr gerne mal einen erotischen Roman. In meinem Bücherregal findet sich alles mögliche aus dem Bereich der Jugendbücher; vor allem Dystopien haben es mir in den letzten Jahren angetan. Auch das eine oder andere Kinderbuch findet seinen Weg auf meinen Blog.

Ich würde sagen, dass ich grundsätzlich für alles offen bin. Es gibt eigentlich nur zwei Genre, die ich gar nicht lese und das sind Krimis und High-Fantasy. Krimis waren mir schon immer zu langweilig (Ausnahmen bestätigen die Regel) und High-Fantasy, ist mir oft zu verwirrend. Zu viele Namen, die ich mir nicht merken kann, weil sie alle irgendwie schwierig auszusprechen sind und sich dann auch noch ähneln. Sobald ich nicht mehr weiß, wer wer ist, steige ich auch durch die Geschichte nicht mehr durch. Das könnte jetzt natürlich durchaus ein Vorurteil sein, sicher sind nicht alle High-Fantasy Romane so, aber dies ist meine bisherige Erfahrung mit High-Fantasy und die hat mich abgeschreckt.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Generell bin ich auch gerne bereit Bücher von Selfpublishern zu besprechen und einige meiner Lieblingsautorinnen sind (zumindest mit Teilen ihrer Bücher) Selfpublisher, wie z. B. Inka Loreen Minden, Emily Bold oder Poppy J. Anderson).

Ich muss gestehen, dass ich beim Kauf der Werke von Selfpublishern inzwischen etwas vorsichtiger geworden bin, da, aus meiner Sicht, die große Gefahr das Selfpublishing darin besteht, dass jeder sein Buch veröffentlichen kann. Ohne Lektorat, ohne Korrektorat werden teilweise Bücher einfach hochladen und fertig. Es gibt viele sehr gute Bücher, die im Selfpublishing erschienen sind, aber es gibt eben auch die unfertigen Werke, denen eine oder mehrere Überarbeitungen gut tun würden. Bei Verlagsbüchern weiß ich zumindest, dass diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Alles trifft zu. Ich rezensiere sowohl Bücher, die ich mir selbst kaufe, als auch Rezensionsexemplare, die mir angeboten werden, oder die ich anfrage. Der Unterschied für mich ist lediglich, dass Rezensionsexemplare von der Reihenfolge des Lesens her immer Vorrang haben. Die selbst gekauften Bücher müssen dann warten. Ich freue mich sehr, wenn ein Autor mir sein Werk zur Rezension anvertrauen möchte. Es zeugt von einem gewissen Vertrauen, dass man behutsam mit dem Autor und seinem Werk umgeht, worum ich mich sowohl bei selbst gekauften Bücher, als auch Rezensionsexemplaren bemühe. Das heißt allerdings nicht, dass alle Bücher gut bewertet werden. Es hat durchaus schon ein Rezensionsexemplar einen Stern erhalten.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Da gibt es sehr viele Bücher. Ganz aktuell möchte ich aber »Jahrhundertzeugen - Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler« von Tim Pröse erwähnen, da ich bei der derzeitigen Lage in Deutschland denke, dass dies eines der Bücher ist, das unbedingt noch viele Leser finden sollte. In diesem Buch geht es um Menschen, die sich mutig für andere Menschen eingesetzt haben, die in Zeiten absoluter Unmenschlichkeit ihre eigene Menschlichkeit nicht nur nicht vergessen, sondern ausgelebt haben. Ewald-Heinricht von Kleist sagte gegenüber Tim Pröse: «Man muss immer das Richtige tun. Mehr kann man ja nicht.” (S.142) Ich denke, dass wir alle genau wissen, wie schwierig es ist, immer das Richtige zu tun. Diesen Satz sollten wir alle uns also ganz groß einrahmen. So einfach gesagt, so schwer umzusetzen und doch so essentiell wichtig.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Ich bin ein sehr ungeduldiger Leser und breche relativ viele Bücher ab. Wie ich bereits erwähnte, muss ein Buch mich fesseln und dafür hat es manchmal nur wenige Seiten Zeit. Es kommt vor, dass ich Bücher nach einer Seite, nach 10 Seiten oder auch nach der Hälfte des Buches abbreche. Ab und an gebe ich diesen Büchern eine zweite Chance. Manchmal ist es für eine Geschichte nicht die richtige Zeit oder ich bin nicht in der richtigen Stimmung. So konnten mich zunächst abgebrochene Bücher später durchaus fesseln. »Zeit für Eisblumen« von Katrin Koppold ist dafür ein gutes Beispiel.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Überwiegend findet man bei dir Rezensionen, aber ich nehme fast wöchentlich am Samstagsplausch teil. In dieser Rubrik lasse ich meine Leser an meinen Erlebnissen der vergangenen Woche teilhaben. Dann geht es normalerweise nicht um Bücher, sondern um meinen Alltag. Gerne berichte ich auch über meine Urlaubsreisen, denn reisen ist meine zweite große Leidenschaft. Außerdem habe ich vor einigen Jahren die Kategorie »Nostalgie« eingeführt. Hier bitte ich Autoren, Blogger, Leser sich an ihr liebstes Kinder- oder Jugendbuch zu erinnern und mir einige Fragen dazu zu beantworten. Wer Lust hat an dieser Kategorie mitzuwirken und sein liebstes Kinder- oder Jugendbuch vorzustellen, der darf sich jederzeit sehr gerne bei mir melden.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Ich lese selbst viele Blogs sehr gerne. Leider sind im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung einige Blogs, die ich sehr geschätzt habe, aus der Bloggerwelt verschwundenen, da sich die Blogger mit der Umsetzung überfordert sahen. Ich habe mich für vier Blogs entschieden, die ich hier gerne erwähnen und anderen Lesern ans Herz legen möchte.

»ttinkttwice« (https://www.tthinkttwice.de/) wird von Miri und Christian führen mit viel Herzblut geführt und das spürt man auch beim lesen der Beiträge. Auf tthinkttwice findet man Rezension, Film-Reviews und Einiges mehr.

Mit ebenso viel Herzblut wird der Blog »Kunterbunte Flaschenpost« (https://kunterbunteflaschenpost.de/) geführt. Maike schreibt richtig tolle Rezensionen und andere buchige Beiträge, die ich immer wieder sehr gerne lese. Vorsichtig: der Blog macht süchtig!

Ebenso nicht unerwähnt bleiben darf Gabi mit ihrem Laberladen (https://www.laberladen.com). Gabi liest sehr viel im Gay-Romance-Bereich. Wer in dieser Richtung nach Anregungen sucht wird auf ihrem Blog sicher fündig. Gabi ist »Schuld« an dem einen oder anderen Kauf, den ich im vergangenen Jahr getätigt habe.

Last but not least (die Reihenfolge stellt sowieso keine Wertung dar) möchte ich noch KeJas-BlogBuch (https://kejas-blogbuch.de/) erwähnen. Kerstin und Janna bloggen gemeinsam und stellen immer mal wieder Rezensionen unter »Ein Buch - zwei Meinungen« vor. Sehr spannend zu lesen. Auch sie führen ihren Blog mit viel Liebe und ich verweile gerne dort.

Das Team von Leserkanone.de dankt Yvonne für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Jahrhundertzeugen - Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler
Geschrieben von: Tim Pröse (31. Oktober 2016)
100/100
[2 Blogger]
Zeit für Eisblumen
Geschrieben von: Katrin Koppold (7. August 2013)
69/100
[3 Blogger]

 
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