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Wir grüßen unseren neuesten User »Hans-Josef Helb...«!
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 Buchperlenblog
 
 Internet: buchperlenblog.com
 Facebook: Buchperlen
 Twitter: buchperlenblog
 Datum: 24.09.2018
– Wer steckt hinter dem »Buchperlenblog«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Gabriela und ich schreibe seit Januar 2017 meine Gedanken zu Literatur im Allgemeinen und Büchern im Speziellen auf dem Buchperlenblog nieder. Ich habe mich schon immer gern über die Geschichten unterhalten, die ich gelesen habe und irgendwann wollte ich mehr Menschen damit erreichen, als nur meine unmittelbare Umgebung. Der erste Schritt war die Anmeldung bei der Buchcommunity LovelyBooks und nur wenige Monate später kam dann der Blog dazu.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Ich gehöre eher zu den Menschen, die erst ein Buch beenden, bevor sie ein anderes beginnen können. Ich möchte einer einzelnen Geschichte meine volle Aufmerksamkeit schenken. Außerdem bilde ich mir ein, dass Geschichten sonst auch schon einmal eifersüchtig reagieren können, dann sind sie zickig und verstimmt und dann stimmt die Chemie zwischen uns nicht mehr. Ausnahmen mache ich nur bei einer Kurzgeschichtensammlung und Comics, die kann ich jederzeit parallel zu einem Roman lesen.

Mittlerweile lese ich wohl so um die 8-10 Bücher pro Monat, mal mehr mal weniger. Das kommt immer auf die Geschichten an, ob sie länger wirken müssen, oder ob sie vielleicht eher Lektüre für zwischendurch sind. Eigentlich möchte ich jedes gelesene Buch auch rezensieren, doch hin und wieder kommt es vor, dass ich zu einer Geschichte einfach nichts zu sagen habe. Damit ist sie nicht zwingend schlechter als andere, aber bevor ich nur mit Floskeln um mich werfe, lasse ich es lieber ganz bleiben.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Natürlich muss mich die Handlung erst einmal ansprechen. Dabei brauche ich gar nicht die ganze Zeit Spannung und Acrtion, auch ruhige Bücher können mich wunderbar verzaubern. Aber ich muss gefesselt sein, muss wissen wollen, wie es weiter geht. Ein Buch, dass ich zwar immer wieder von der Seite beäuge, es aber schlussendlich doch nicht gleich wieder in die Hand nehme, trifft vermutlich einfach meinen Nerv nicht.
Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern muss ich auch nicht immer die Handlungen der Charaktere persönlich nachvollziehen können. Es gibt so viele verschiedene Einstellungen zum Leben, warum sollte der Protagonist unbedingt auf meine Bedürfnisse und Ansichten zusammengeschneidert sein? Das meine ich im positiven wie auch im negativen Sinne. Hin und wieder lese ich Kritiken, die bemängeln, dass Charakter A die Lebensweise von B nicht toleriert. Aber es gibt nunmal Menschen, die nicht alles tolerieren, davon sollten fiktive Buchcharaktere nicht ausgenommen sein. Manchmal macht gerade diese Kontroverse ein Buch erst lesenswert.
Außerdem lege ich viel Wert auf ein möglichst fehlerfreies Lesen. Wenn ich auf jeder dritten Seite über einen Tipp- oder Kommafehler stolpere, dann leidet für mich der Lesespaß leider gewaltig.

Zusammenfassend kann ich also sagen, ich brauche eine inovative Handlung mit interessanten Figuren, die auch gern von der gewollten Norm abweichen dürfen.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Ich versuche möglichst, in alle Genres hineinzuschnuppern. Man kann schließlich nicht bewerten, was man nicht kennt. Aber natürlich findet man manche Genres bei mir häufiger. Ich lese sehr gern Gegenwartsliteratur, Geschichten, aus denen ich vielleicht noch das ein oder andere Wissenswerte über Kulturen, Gesellschaften, Erfindungen mitnehmen kann. Auch mag ich Fantasyromane sehr gern, wenn sie sich von dem aufgekommenen Young-Adult-Genre abheben. Junge Mädchen mit einer besonderen Gabe, die sich plötzlich in den jungen, düsteren und unglaublich attraktiven Feind verlieben? Nein, danke. Aber wenn das mystische auch ohne die obligatorische Liebesgeschichte auskommt, wenn sich urbanes mit fantastischem mischt, dann bin ich schnell zu begeistern.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich finde es durchaus gut, dass es für Selfpublisher heute um so vieles leichter ist, die eigenen Geschichten zu publizieren. Doch Masse bedeutet nicht immer Qualität, wie ich durchaus auch schon feststellen musste. Oftmals hapert es dann an Lektorat und Korrektorat, jemand von außerhalb, der ein Auge drauf wirft. Das gilt natürlich nicht für alle, um Gottes willen. Aber der ein oder andere Fehlversuch hat mich mittlerweile doch wieder etwas von der Seite der Selfpublisher abgebracht. Aber glücklicherweise sehen das andere Leser wieder ganz anders, so dass sich durch den sehr breiten Markt an Verlagsbüchern und Selfpublishern genug Leser für alle Bücher finden lassen.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Natürlich freue ich mich immer wieder sehr, wenn ein Verlag auf mich zukommt und mir eines seiner Bücher zur Rezension anbietet. Doch meistens bin es doch ich, die ein Buch anfragt. Bei der Fülle an Buchblogs in Deutschland sollte man vermutlich Eigeniniative ergreifen, wenn man sich für ein bestimmtes Buch interessiert. Zwischen den von den Verlagen bereitgestellten Rezensionsexemplaren versuche ich aber immer auch eigene Bücher vorzustellen, denn diese liegen meistens schon ein paar Monate in den Gedächtnissen zurück und ich kann meinen Lesern so alte Schätze näher bringen, die sonst vielleicht verloren gingen.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Oh, das ist schwierig, es gibt so viele wundervolle Bücher! Aber ein Buch ist mir tatsächlich in ganz besonderer Erinnerung geblieben: Broms Kinderdieb. Es ist kein neues Buch, ich habe es zufällig entdeckt. Eine Adaption der Geschichte rund um Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden wollte. Diese Adaption Broms ist mit so viel Fantasie ausgestattet! Dabei wurden immer wieder versteckte HInweise auf die alte Geschichte gesetzt, das Symbol der Mutter zum Beispiel leuchtet immer wieder hindurch. Auch waren die Charaktere so wunderbar vielfältig dargestellt und die Figur des Kinderdiebs Peter, der seine ganz eigene Schlacht mit den Piraten schlug, hat mich von Anfang an fasziniert. Wer also offen für eine neue Darstellung einer alten Geschichte ist, dem lege ich den Kinderdieb wirklich sehr ans Herz!

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Ich breche unglaublich ungern Bücher ab. Meistens gebe ich ihnen Chancen um Chancen, um mich noch immer zu begeistern. Manchmal funktioniert es, manchmal leider nicht. Aber ich breche nicht ab, ich lese mich dann quer durch die Geschichte. Da wird dann ein paar Seiten vorgeblättert, reingelesen, nach einem roten Faden gesucht, so dass ich zumindest noch weiß, wie die Handlung weitergeht. Es ist allerdings sehr selten der Fall, dass ich ein Buch querlesen oder gar abbrechen muss. Mittlerweile kenne ich meinen eigenen Lesegeschmack gut genug, um im Vorhinein zu wissen, welches Buch mich mitnehmen wird und welches nicht. Das ist auch ein Grund, warum man selten einen Verriss bei mir zu lesen bekommt.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Ich versuche, meinen Lesern ein wenig Abwechslung zu bieten zwischen all den Rezensionen. Denn natürlich trifft nicht immer mein Lesegeschmack auch den der anderen. Seit einigen Wochen läuft bei mir zum Beispiel das Format Er[Quick]liches aus der Literatur. Hier sammle ich kleine Funfact aus der Literatur oder Wissenswertes run um das Thema Bücher und teile sie mit wenigen Worten mit meinen Lesern. Auch schreibe ich selbst hin und wieder kleine Geschichten und veröffentliche sie auf dem Blog, oder ich schreibe über buchige Themen im Allgemeinen. Ich hoffe, dass ich so für jeden etwas interessantes in petto habe.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Der Kontakt zwischen Bloggern ist unerlässlich. Wir sind alle ganz wunderbar untereinander vernetzt und ich denke, der Großteil der Leser eines Blogs sind selbst Blogger. Wir bilden eine Gemeinschaft, in der es nicht immer ganz so harmonisch zugeht, wie man von außen denkt, wir aber ohne die anderen gar nicht exisiteren würden. Ich liebe meine eigene Blase und freue mich über jeden neuen Blog, den ich für mich entdecke. MIr dabei zwei oder drei rauszupicken, fällt da sichtlich schwer.

Aber ganz besonders ans Herz legen möchte ich die zauberhafte Elizzy von readbooksandfallinlove.com, denn mit ihrem Ideenreichtum hat sie schon viele tolle Aktionen geschaffen, bei denen man sich immer beteiligen kann.
Auch Janika von Zeilenliebe.com ist eine ganz wunderbare Bloggerkollegin, mit der sich ein Gedankenaustausch zu gelesenen Büchern immer wieder lohnt.
Und weil aller guten Dinge drei sind, lege ich allen noch den Blog von Bella von bellaswonderworld.de ans Herz! Hier findet man tolle Lektüretipps querbeet mit ganz besonders liebevoll geschriebenen Rezensionen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Gabriela für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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