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39.606 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »elisa73«!
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 blog-a-holic
 
 Internet: blog-a-holic.de
 Facebook: blog.a.holic7
 Instagram: ninablogaholic
 Datum: 03.04.2018
– Wer steckt hinter »blog-a-holic«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Die Gründerin und das Herz von »blog-a-holic« ist Nina, eine 31jährige, die es nicht schafft, von Büchern oder aber vom Schreiben loszukommen und wie könnte man Beides besser vereinen als auf einem Blog? Die Idee eines eigenen Blogs spukte mir schon länger im Kopf herum, doch hatte ich nie die Zeit dafür und einen auch einen riesengroßen Respekt: denn ein Blog birgt nicht nur viel Freude, sondern bringt auch jede Menge Arbeit mit sich. Den Anstoß, doch einen Blog zu eröffnen, gab mir eine liebe Freundin, die mir einen liebevollen Schubs gab und mich mit ihren Worten motivierte »Warum schreibst du eigentlich keinen eigenen Blog? Du liest so viel, du könntest so viel darüber schreiben!«. Tja und ab diesem Zeitpunkt hielt mich nichts mehr auf und so wurde mein Blog im April 2016 geboren. Es sind jetzt schon fast zwei Jahre (unfassbar!) und ich habe nicht nur viele weitere Bücher gelesen, sondern auch so tolle Bloggerinnen und Blogger kennengelernt und auch Kontakt mit lieben Autorinnen und Autoren bekommen.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Auf den Monat gesehen kann man sagen, dass es circa 10 - 12 Bücher sind, manchmal aber auch mehr, je nachdem, welches Pensum ich habe oder welche Geschichten mir begegnen, die mich einfach nicht mehr los lassen. Und nur ein Buch kann ich gar nicht lesen, denn es gibt so viele tolle Geschichten, da kann ich einfach nicht warten (und mich auch gar nicht nur für eines entscheiden!) ;) Meist lese ich bis zu 5 Bücher parallel und dabei sind es auch noch verschiedene Genres, denn ich kann mich nicht nur in einem Genre aufhalten.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Ein gutes Buch beinhaltet für mich einen Handlungsstrang, der schlüssig ist, aber auch Tiefgang enthält. Ich muss spüren, dass sich der Autor / die Autorin mit der Geschichte wirklich befasst und seine Protagonisten nicht nur als bloße Puppen ohne innere Werte erschaffen, sondern ihnen Leben eingehaucht hat. Oberflächliche Geschichten oder Charaktere gehen gar nicht und natürlich auch keine Geschichten, bei denen man merkt, dass sich der Autor / die Autorin die Ideen von anderen bereits veröffentlichten Geschichten »ausgeliehen« hat.

Außerdem muss es mich fesseln und nahezu mit sich ziehen und nicht mehr loslassen. Ein gutes Buch beginne ich am Morgen und bin direkt so fasziniert davon, dass ich es bis zum Abend nicht mehr weglegen kann (oder aber nur unter Protest) und es sogar binnen weniger Stunden durchgelesen habe.

Meine Bewertungen richten sich also immer an den Schreibstil der Autorin / des Autors und auch die Qualität und Schlüssigkeit der Geschichte. Man merkt bereits nach den ersten Sätzen, ob sich ein Autor / eine Autorin selbst in das Geschehen hineinversetzt hat und mitfühlt oder aber ob er / sie nur etwas berichtet und nicht tatsächlich dabei war. Die Geschichten müssen für mich lebendig sein.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Eine Spezialisierung könnte ich gar nicht bewerkstelligen! Da meine Interessen selbst breit gefächert sind, fühle ich mich in fast jedem Genre wohl. Ich kann aber eher sagen, dass ich mich in einigen Genres wohler fühle als in anderen und mich daher auch öfter darin aufhalte. Ein Beispiel: ich lese auch Fantasy, doch fühle ich mich dort nicht so Zuhause wie in anderen Genres und auch in meiner Rubrik ‚Horror‘ wird man nicht viel finden.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese beides. Natürlich interessieren mich die Verlagsproduktionen und ich lese und bespreche diese, aber es gibt mittlerweile so viele Selfpublisher, die sich ohne einen Verlag an den Markt wagen, ihnen möchte ich auch eine Chance geben und bislang wurde ich selten enttäuscht. Im Gegenteil: ich habe schon so viele tolle Selfpublisher kennen gelernt, die mittlerweile auch zu meinen Lieblingsautoren / Lieblingsautorinnen gehören, dass ich es kaum abwarten kann, neue Romane von ihnen zu lesen.

Gegen Selfpublisher habe ich absolut nichts. Es gibt so viele Menschen auf der Welt und so viele Menschen haben nicht nur den Drang zu schreiben, sondern haben auch so viele wundervolle Geschichten im Kopf, die es wert sind, erzählt und niedergeschrieben zu werden, warum sollten sie es nicht tun? Nur sollte man auch hier darauf achten: ohne Lektorat oder Korrektorat läuft nichts! Die beste Geschichte hilft nichts, wenn sie vor lauter Rechtschreib- oder Zeichensetzfehler strotzt.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Zu Beginn habe ich mich an Verlage und Autoren herangetraut oder aber über große Plattformen den Kontakt zu ihnen gesucht. Mittlerweile ist es so, dass ich einige Autoren und Autorinnen habe, die meine Rezensionen kennen und diese und auch meine Art zu schätzen wissen, sodass sie sich mit Neuveröffentlichungen auch direkt an mich wenden. Ich finde beide Wege sehr gut, nur sollte man sich niemals »kaufen« lassen und immer eine ehrliche Meinung haben.

Natürlich rezensiere ich auch meine selbstgekauften Bücher.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Oje, da gibt es so viele Bücher! Über meinen Blog habe ich bislang so viele tolle Autorinnen und Autoren kennen gelernt, dass ich gar nicht sagen kann, welches Buch mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist! Aber ich kann ein Beispiel aufzeigen: Friedrich Kalpenstein kannte ich vorher nicht und bin ihm das erste mal über Lovelybooks begegnet. Seine Bücher über Herbert begleiten mich seit dem Beginn meines Bloggerdaseins und mittlerweile sind wir schon bei Band 5 (Band 6 ist in der Mache!) – niemals zuvor habe ich solch einen ungewöhnlichen, aber auch mitreißenden Humor erlebt! Ich bin sehr froh, dass ich auf ihn und seine Romane getroffen bin und natürlich habe ich ihn auch schon auf der Frankfurter Buchmesse persönlich treffen dürfen!

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Es gab tatsächlich einige Bücher, die ich unterbrechen musste. Zu Beginn meines Bloggerdaseins habe ich mir immer gesagt, dass ich jedem Buch bis zum Ende eine Chance geben muss und habe mich regelrecht durchgekämpft. So kam es dann, dass ich tatsächlich einige Monate zum Lesen eines Buches gebraucht habe, dessen Umfang im Vergleich zu dieser Zeit absolut nicht angemessen war! Doch irgendwann konnte auch ich nicht mehr. Ich habe mich direkt mit den Autorinnen und Autoren in Verbindung gesetzt und ihnen geschrieben, was mir nicht gefallen hat. Natürlich waren es nicht immer nur das fehlende Korrektorat oder Lektorat, sondern auch die »flache« Handlung, die mich einfach nicht abholen konnte. Ich möchte jetzt hier keine Namen oder Titel nennen, denn alle Autorinnen und Autoren, mit denen ich das Gespräch gesucht habe, haben positiv auf die Rückmeldung reagiert. Es ist nun mal leider so: man kann niemals alle Geschmäcker treffen.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Auf meinem Blog findet man Buchrezensionen, aber auch eine Rezension zu einem Film und auch Blogtouren oder Blogaktionen, zu denen ich eingeladen durfte und bei denen ich selbst auch ein Teil der Organisation war. Natürlich findet man auch Interviews, die ich mit Autorinnen und Autoren oder aber mit Protagonisten führen durfte.

Ab und an findet man auch kleine »Ausreißer« zwischen den Rezensionen, die mit »Blog-a-holic on Tour« betitelt sind. Dort findet man dann Fotos von mir von Ausflügen oder aus dem Urlaub. Tatsächlich reift in mir auch gerade ein weiteres Konzept für einen anderen Blog heran – es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann er das Licht der Welt erblickt.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Oh ja, der Kontakt zu anderen Bloggern ist mir auch sehr wichtig, denn im Grunde genommen sind wir doch eine große Gemeinschaft, die alle die Leidenschaft zum Lesen und Bloggen verbindet! Ich freue mich immer wieder auf die Frankfurter Buchmesse und darauf, neue Bloggerkolleginnen und –kollegen kennenzulernen oder mal im realen Leben zu treffen. Ich habe in den letzten zwei Jahren so viele tolle Bloggerinnen und Blogger kennengelernt, dass ich gar nicht alle aufzählen kann! Eine von ihnen ist beispielsweise Tanja vom Blog »Der Duft von Büchern und Kaffee« (http://der-duft-von-buechern-und-kaffee.blogspot.de/) mir ihr hat ein reales Treffen bislang noch nicht geklappt, aber ich hoffe doch, dass es in diesem Jahr so weit ist! Und dann gibt es da noch die liebe Heike, mit der ich im letzten Jahr die Frankfurter Buchmesse unsicher gemacht habe – sie bloggt bei »Frau Goethe liest« (https://fraugoetheliest.wordpress.com/) und ist wirklich eine quirlige und super liebe Bloggerin! Aber es gibt noch so so viele! Ich schätze an Beiden ihre Freundlichkeit, aber auch ihre Leidenschaft für Bücher und ihren Tatendrang. Mit Beiden konnte ich schon bei Blogaktionen zusammenarbeiten und es war mir jedes Mal eine Freude!

Das Team von Leserkanone.de dankt Nina für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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