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 Phantastische Fluchten
 
 Internet: phantastische-fluchten.blogspot.de
 Facebook: phantastischefluchten
 Google+:
 Datum: 13.12.2017
– Wer steckt hinter »Phantastische Fluchten«? Seit wann gibt es deinen Blog? Was hat dich damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Petra Berger, ich bin Ü50, innerlich aber irgendwie jünger. Ich arbeite als LKW Disponentin am Rheinhafen in Karlsruhe. Der Blog und das Lesen sind ein Ausgleich zu der stressigen Arbeit.
Ich lebe mit meinem Freund und meiner Katze in der Nähe von Karlsruhe. Außer lesen reise ich noch gerne und bin fast jedes Wochenende in Sachen Bücher unterwegs. Außerdem fahre ich gerne Rad und bin ein sogenannter Serien Junkie.
Manuel Hahn von »Lesenswertes aus dem Bücherhaus« hat mich dazu genötigt, den Blog zu erstellen und sie hat mir dabei sehr geholfen, ebenso wie Anja Gries von Nisnis Bücherecke. Ich hätte ohne die beiden sicher aufgegeben, da ich keine Geduld habe und auch kaum PC Kenntnisse. Den Blog gibt es jetzt seit März 2016 aber richtig gut ist er erst seit etwa einem Jahr, nachdem Anja sich des Layouts angenommen und mir viele Tipps gegeben hat.
Die älteren Rezensionen muss ich noch überarbeiten, anpassen und verlinken aber das habe ich bisher zeitlich nicht geschafft

– Wie viele Bücher liest bzw. rezensierst du im Schnitt? Liest du immer nur ein Buch, oder liest du mehrere Bücher parallel?

Monatlich sind es im Schnitt ca. 8 Bücher. Normalerweise lese ich nur ein Buch. Neuerdings hat sich das etwas geändert. Wenn mich ein Rezensionsbuch so überhaupt nicht packt, lese ich nebenher ein anderes Buch und wechsel immer. Ich habe bisher, bis auf 2 Ausnahmen, alle Rezensionsbücher gelesen, egal, wie sie mir gefallen haben und möchte das auch beibehalten.

– Was macht für dich ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legst du beim Lesen und Bewerten dein Hauptaugenmerk und warum?

Für mich ist die Sprache sehr wichtig. Die Sätze müssen klar und flüssig formuliert sein, ich liebe auch poetische Sprache wie die von Christoph Marzi oder Fabienne Siegmund. Im Gegensatz zu anderen Lesern, mag ich dicke Bücher und lange Serien. Es sollte zwar nicht jedes Detail am Wegesrand und jede Landschaft ausschweifend beschrieben sein aber ich mag Hintergrundinformationen zu den Ländern und Personen sowie geschichtliche und politische Informationen. Bestes aktuelles Beispiel ist wohl David Hair. Der erste Band beinhaltete viele solcher Informationen, dass einige Leser aufgegeben haben aber danach ging es richtig los und es war eine wunderbare Geschichte.
Ich ziehe Punkte ab, wenn das Buch zu viele Fehler beinhaltet, die sogar mir ins Auge springen und ich habe wirklich wenig Ahnung von aktueller Grammatik. Und ich hasse verschachtelte Sätze, die sich über eine halbe Seite hinziehen und deren Sinn dann verloren geht.
Da ich zu 90% Fantasy lese, lege ich auch ein Augenmerk auf die Gestaltung des Buches, ob eine Karte der Länder und ein Glossar dabei sind und ob die Handlung logisch ist. Das Cover spielt ebenfalls eine Rolle, immerhin gibt es oft den ersten Anreiz, zu einem Buch zu greifen.

– Bist du auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt dir an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die du generell gar nicht liest?

Hier zitiere ich einmal aus meinem Blog:
»Das Genre Fantasy liegt mir am Herzen. Von vielen Menschen wird es belächelt und als Trivialliteratur abgetan. Doch die Komplexität der Welten zeigt, welche Kreativität und Ideen die Autoren in ihre Werke legen. Für mich sind diese Bücher und Geschichten kleine Fluchten aus dem Alltag, die mich Kummer, Sorgen und Stress vergessen lassen«
Ich lese keine Liebesromane und ich meide sogenannte Lebensberatungsbücher. Wie man an meinem Blog sehen kann, liegt mein Hauptaugenmerk auf der Fantasy, speziell auf high fantasy, epischer fantasy, historischer fantasy und steampunk.
Leider wird das Genre durch die ganzen Vampiromane sehr verwässert, die ja nichts anderes als Liebesromane sind, nur eben in einem anderen Gewand, um neue Leser für sich zu gewinnen.
Dann lese ich noch gerne Science Fiction und ich liebe historische Krimis mit berühmten Persönlichkeiten, die im 18/19 Jahrhundert spielen. Ich habe gerade eines beendet, in dem Schiller und Goethe die Hauptrollen spielen und es war wirklich unterhaltsam. Wie man an meinen Blog sehen kann, ist eine Seite Sherlock Holmes gewidmet.

– Liest du nur Verlagsproduktionen, oder besprichst du auch die Bücher von Selfpublishern? Was hältst du generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich habe mich sogar ein bisschen auf Selfpublisher spezialisiert und es hat sich wohl herum gesprochen, da ich immer wieder Bücher zugeschickt bekomme. Und ich habe dabei schon einige wunderbare Geschichten entdeckt. Um solche Bücher zu finden, schaue ich mir immer wieder die Seite »Rezi-Suche« an, auf der viele Autoren ihre Bücher für eine Rezension anbieten. Ich finde es gut, dass die Autoren an ihre Geschichten glauben und durch das Internet eine Möglichkeit haben, ihre Bücher zu veröffentlichen, auch wenn die Verlage das Manuskript nicht wollten. Im Falle eines Dane Rahlmeyer völlig unverständlich. Auch wenn Amazon verpönt ist, bietet man dort solchen Autoren mittlerweile ja auch eine Plattform. Ich denke, die preu wird sich da schnell vom Weizen trennen aber jeder hat eine Chance verdient. Auch Verlagsproduktionen sind manchmal wirklich schlecht, nur bedienen die Autoren gerade einen Hype und werden daher bevorzugt. Selfpublisher haben oft innovative Ideen oder gehen mutig abgelegen Wege und stehen zu ihren Ideen.

– Wartest du darauf, dass dich Autoren oder Verlage anschreiben und dir Rezensionsexemplare anbieten, oder wendest du dich selbst an sie? Oder rezensierst du gar nur die Bücher, die du dir selbst kaufst?

Mittlerweile bin ich bei Randomhouse im Bloggerportal angemeldet und habe schon einige Bücher von dort bekommen. Außerdem habe ich neuerdings auch Kontakt zu Fischer Tor.
Den Acabus Verlag, den Verlag Torsten Low und den Leseratten Verlag bevorzuge ich, da dich deren Mitarbeiter oder den Verleger himself schon öfter getroffen habe und sie sehr freundlich und aufgeschlossen sind und den Leser an ihrem Stand immer willkommen heißen. Es sind eher kleinere Verlage aber sie haben wirkliche Perlen in ihrem Sortiment und man merkt ihnen ihre Liebe zu jedem von ihnen veröffentlichen Buch an. Sie stehen voll und ganz hinter ihren Autoren und dem Buch und das wissen sie bei jedem Treffen zu vermitteln. Diese Verlage trifft man auch bei kleineren Veranstaltungen und man fühlt daher eine gewisse Nähe und Kameradschaft.
Zu anderen Verlagen habe ich bisher kaum Kontakt, nicht aus Desinteresse sondern weil es mir sonst zu viel wird. Ich habe mittlerweile immer einen Stapel von 4-5 Rezensionsbüchern hier liegen, das reicht mir. Dazu kommen die Anfragen der Selfpublisher, die ich wirklich selten ablehne.
Und beim stöbern auf der Seite www.rezi-suche.de finde ich auch immer wieder etwas, das mich interessiert. Ich komme momentan also kaum noch dazu Bücher zu lesen, die ich selber kaufe. Die wandern ins Regal und warten darauf, dass ich in Rente gehe und mehr Zeit habe.

– Welches Buch oder welche Bücher sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem du deinen Blog gestartet hast? Was gefiel dir an ihnen ganz besonders gut?

Ich habe die Autorin Anke Höhl-Kayser für mich entdeckt, die wunderbare Geschichten zu erzählen weiß und sich sehr bildhaft ausdrücken kann. Mein Highlight 2017 aber waren und sind die Herbstlande. Das Buch wurde von vier verschiedenen Autoren verfasst, die sich alle auf einem sehr hohen Niveau befinden. Zu diesem Buch gab es auch eine Blogtour. Es war ein optischer und sprachlicher Leckerbissen, eine sehr poetische aber auch aktuelle Geschichte, die in ein Land entführt hat, das man immer wieder besuchen möchte.
Dazu kommen noch Niemand und Niemand mehr von Nicole Rensmann. Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden, das Timo Kümmel gestaltet hat.
Und der schon erwähnte Dane Rahlmeyer vermochte mich mit seinen fictionfantasy Geschichten ebenfalls zu fesseln.

– Gab es Bücher, die dir überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen du das Lesen gar abgebrochen hast? Welche waren das, und was missfiel dir an ihnen?

Titel möchte ich hier keine nennen, denn meine Meinung als Leser ist subjektiv und ich möchte keinen Autoren verletzen. Ich habe ein Buch an den Autor zurück geschickt, nachdem ich auf den ersten 50 Seiten bei jeder Seite auf immense sprachliche und grammatikalische Fehler gestoßen bin, die von der Geschichte abgelenkt haben. Zwei Bücher habe ich nicht beendet und den Autoren geschrieben warum. Dazu kam aber nie eine Antwort, ich habe die Bücher dann auch nicht rezensiert. Natürlich habe ich auch schon Verlagsbücher abgebrochen, da bin ich dann direkter und nehme kein Blatt vor den Mund.

– Werden auf deinem Blog nur Bücher rezensiert, oder können deine Besucher auch andere Dinge bei dir lesen?

Das werde ich wohl noch ausbauen müssen. Ich habe begonnen, meine Lieblings TV Serien im Bereich SF & Fantasy und non SF & Fantasy aufzulisten. Dazu kommt ein kleines Blogtagebuch und einige musikalische Tipps von Songs, die mich mein Leben lang begleitet haben. Ich habe bisher an zwei Blogtouren teilgenommen und schreibe auch Berichte über Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe.

– Hast du Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könntest du unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzt du an ihnen?

https://lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/
http://www.nisnis-buecherliebe.de/p/blog-page_28.html
https://leserattenhoehle.blogspot.de/
https://harakirisleseecke.jimdo.com/
https://www.facebook.com/romantischeseiten/
http://seehases-lesewelt.blogspot.de/
http://roland-buecherblog.blogspot.de/

Manuela und Anja habe ich ja schon erwähnt, ohne sie würde mein Blog nicht existieren. Mit den anderen Bloggerinnen bin ich schon länger befreundet, alle bedienen ein anderes Genre und zusammen bilden wir wohl die gesamte Bandbreite der Belletristik ab. Wir gehen oft zusammen auf Messen und ich bin mir sicher, dass wir uns auch 2018 in Leipzig sehen werden. Wir tauschen uns regelmäßig aus und geben uns oft Tipps und empfehlen uns Bücher. Die Blogs sind sehr schon gestaltet und wirklich informativ und Aussage kräftig.
Roland kommt dazu, da er einer der wenigen Männer ist, die einen Bücherblog führen. Ich habe ihn dieses Jahr auf der FBM kennen gelernt.
Die Hilfsbereitschaft und offene Art der BloggerInnen finde ich beeindruckend. Es gibt viel Missgunst, Neid und Eifersucht unter Bloggern aber bei diesen genannten BloggerInnen hier kann man sich sicher sein, immer ein freundliches Willkommen und Hilfe und Tipps zu erhalten.

Das Team von Leserkanone.de dankt Petra Berger für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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