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 Damaris liest.
 
 Internet: www.damarisliest.de
 Facebook: damarisliest
 Google+: DamarisAnna
 Twitter: damarisliest
– Wer steckt hinter »Damaris liest.«? Seit wann gibt es deinen Blog? Was hat dich damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Hinter »Damaris liest.« stecke ich, Damaris. Ich bin Jahrgang '77, dreifache Mama und seit meiner Kindheit begeisterte Leserin. Der Blog wurde von mir Anfang 2011 gegründet. Den Auschlag gab tatsächlich ein Buch. Ich hatte »Lucian« von Isabel Abedi gelesen und die Geschichte war ständig in meinen Gedanken und hat mich wochenlang beschäftigt. Weil ich mich mit niemandem direkt darüber austauschen konnte, bin ich im Internet auf die Suche gegangen ... und wurde auf Buchblogs aufmerksam. Schnell war mir klar, das möchte ich auch machen. Über meine gelesenen Bücher schreiben, mich darüber mit Gleichgesinnten austauschen. Danach ging es so ziemlich sofort an die Umsetzung. »Damaris liest.« wurde geboren.

– Wie viele Bücher liest bzw. rezensierst du im Schnitt? Liest du immer nur ein Buch, oder liest du mehrere Bücher parallel?

Das ist unterschiedlich und doch kann ich sagen, dass ich zur Zeit etwa 8 Bücher pro Monat lese. Die meisten davon rezensiere ich auch. Als ich den Blog gegründet habe, und im Jahr danach, waren es mehr, etwa 12-15. Die Familie wurde größer, die Zeit für mein Lesehobby etwas knapper. Manchmal verschieben sich einfach die Prioritäten. Trotzdem bin ich zufrieden. Um einer Geschichte die volle Aufmerksamkeit zu widmen, lese ich immer nur ein Buch, das heißt schön der Reihe nach. Es kann sein, dass parallel auch mal ein Kinderbuch lese, aber das ist eher selten. Natürlich lese ich nebenbei noch den Kindern vor.

– Was macht für dich ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legst du beim Lesen und Bewerten dein Hauptaugenmerk und warum?

Ein »gutes Buch« ist immer subjektiv. Zwar gibt es von mir Beurteilungskriterien für Sprache, Ausdruck und Umsetzung, vordergründig ist aber immer, dass die Geschichte mein Herz erreicht. Dass sie mich begeistert oder nachdenklich macht, Tiefsinn mitbringt und sich abhebt, selbst bei bekannten Themen. Als Vielleserin erwarte ich nicht, dass jede Geschichte »neu und noch nie dagewesen« ist, das ist praktisch unmöglich, aber sie sollte etwas haben, das mich an die Seiten fesselt.

– Bist du auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt dir an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die du generell gar nicht liest?

Am liebsten lese ich All Age- und Jugendbücher. Hier aber fast alle Genres: Zeitgenössisch, Fantasy, Science Fiction, Spannung und Drama. Darauf ist auch der Blog spezialisiert. Diese Bücher haben etwas an sich, mit dem ich mich gut identifizieren kann, auch wenn mein Alter über dem der Zielgruppe liegt. Ich mag den Pfiff und die frischen Ideen, die Jugendbücher mitbringen. Oft bringen sie mich zum Lachen oder berühren mich sehr. Beim Genre Young-Adult-Romantasy (eine Mischung aus Romantik und Fantasy) schaue ich heute gerne zweimal hin, bevor ich mich für ein Buch entscheide. Das Gleiche gilt für New-Adult-Erotik. Das lese ich nur noch äußerst selten bis gar nicht mehr. Das Schema dieser Romane ist auch heute noch vielfach ähnlich und ich mag keinen schwärmerischen Kitsch. Ansonsten sage ich generell zu keinem Genre der Unterhaltungsliteratur nein. Spricht mich der Inhalt an, dann bin ich immer interessiert.

– Liest du nur Verlagsproduktionen, oder besprichst du auch die Bücher von Selfpublishern? Was hältst du generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Heute lese ich vor allem Verlagsproduktionen. Ich habe eine persönliche Auswahl von Verlagen, deren Bücher mich stark interessieren und bei denen ich mich immer über aktuelle Neuerscheinungen informiere. Ich vertraue auf mein Bauchgefühl, das mich meist bestätigt, manchmal aber auch nicht. Doch auch unter den Selfpublishern gibt es echte Perlen. Meine Erfahrungen sind hier gemischt. Generell finde ich die Möglichkeit wunderbar, dass man eine Geschichte auch ohne Verlag für ein interessiertes Zielpublikum veröffentlichen kann. Jedoch ist mir Qualität sehr wichtig, ein Muss. Das fängt beim Buchcover an und hört bei einem guten Korrektorat und Lektorat auf.

– Wartest du darauf, dass dich Autoren oder Verlage anschreiben und dir Rezensionsexemplare anbieten, oder wendest du dich selbst an sie? Oder rezensierst du gar nur die Bücher, die du dir selbst kaufst?

Das ist unterschiedlich, aber beim Thema Rezensionsexemplare überwiegt die Anfrage beim einem Verlag, wenn mich ein bestimmtes Buch interessiert. Manchmal bekomme ich von Verlagen auch ein interessantes Rezensionsangebot, das ich gerne annehme oder es gibt eine Aktion zum Buch, speziell für Blogger. Ich rezensiere Bücher, die ich empfehlen möchte (oder auch nicht). Da spielt es keine Rolle, ob sie selbst gekauft sind oder von einem Verlag zur Verfügung gestellt wurden.

– Welches Buch oder welche Bücher sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem du deinen Blog gestartet hast? Was gefiel dir an ihnen ganz besonders gut?

Generell ist das »Lucian« von Isabel Abedi. Ein Lieblingsbuch und der Grund für meinen Blog. Sehr gerne mag ich auch die Bücher von Maggie Stiefvater und Nina Blazon. Es gibt so viele Bücher, die mich begeistert haben, die mich bewegen und im Gedächtnis bleiben, dass ich sie hier unmöglich alle aufzählen kann, bzw. nicht jedem einzelnen gerecht werden kann. Zuletzt war das zum Beispiel »Ich gebe dir die Sonne« von Jandy Nelson. Ein echtes Herzenshighlight. Ein Buchschatz!

– Gab es Bücher, die dir überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen du das Lesen gar abgebrochen hast? Welche waren das, und was missfiel dir an ihnen?

Weil ich mich mittlerweile bei Büchern recht gut auf mein Bauchgefühl verlassen kann, sind Fehlgriffe nicht mehr so häufig. Aber sie kommen vor. Natürlich ist das in erster Linie Geschmacksache, darum möchte ich hier keine Beispiele geben. Manche Bücher entsprechen nicht den Erwartungen oder haben ein Kriterium, z.B. übermäßigen Kitsch, aufgrund dessen ich nicht mehr weiterlesen möchte. Früher habe ich jedes Buch zu Ende gelesen, egal wie sehr ich ich quälte. Das mache ich heute nicht mehr. Wenn mir eine Geschichte so gar nicht gefällt breche ich ab und widme meine Zeit lieber einem der vielen anderen Bücher, die darauf warten, von mir gelesen zu werden.

– Werden auf deinem Blog nur Bücher rezensiert, oder können deine Besucher auch andere Dinge bei dir lesen?

Bei »Damaris liest.« geht es ausschließlich um Themen rund ums Buch. Ich rezensiere nur Bücher, würde aber auch Dinge vorstellen, die direkt oder indirekt mit Büchern zu tun haben und die mich begeistern. Das geschieht dann aber nur aus eigenem Antrieb. Da mein Blog nicht gewerblich ist, sondern als reines Hobby oder Lesetagebuch geführt wird, schreibe ich keine bezahlten Beiträge oder Werbung.

– Hast du Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könntest du unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzt du an ihnen?

Ja, auf jeden Fall. Blogger sind untereinader gut vernetzt und sich meist bekannt, vor allem über die Sozialen Netzwerke, aber auch durch Veranstaltungen und Buchmessen. Das finde ich ein ganz wichtiges Kriterium fürs Bloggen. Ich lese für mich privat, teile meine Bücherliebe aber öffentlich mit anderen Menschen. Egal ob mit stillen Blogleser*innen oder aktiven Gleichgesinnten. Dazu gehören natürlich auch andere Blogger. Viele wunderbare Buchblogs, die ich regelmäßig lese, bereichern meinen Alltag. »Ankas Geblubber« (http://ankas-geblubber.blogspot.de/) zum Beispiel lese ich, seit ich selbst blogge. Anka ist ein Sonnenschein. Sie schreibt unter anderem Rezensionen, führt Diskussionen rund ums Buch und organisiert einen Bücherstammtisch in Süddeutschland. Außerdem unterhält sie mich regelmäßig mit dem Wochengeblubber, tollen Videos aus ihrem Alltag und zu aktuellen Buchthemen. Fast schon unheimlich, bzw. unheimlich toll, ist die Bücherleidenschaft, die ich mit »Favolas Lesestoff« (http://www.favolas-lesestoff.ch/) teile. Auf Favolas Buchtipps kann ich mich hundertprozentig verlassen, wir haben exakt den gleichen Lesegeschmack und sind bei unseren Eindrücken zum Buch fast immer einer Meinung. Als besonderen Bonus wohnen wir auch noch recht nah beieinander. Es gibt noch so viele grandiose Buchblogs, man kann auf den Webseiten schmökern wie in einem Roman, und immer wieder neue zu entdecken.

Das Team von Leserkanone.de dankt Damaris für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Ich gebe dir die Sonne
Geschrieben von: Jandy Nelson (21. November 2016)
96/100
[5 Blogger]
Lucian
Geschrieben von: Isabel Abedi (2009)
100/100
[1 Blogger]

 
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