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 J's Book Sight
 
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 Twitter: JsBookSight
– Wer steckt hinter »J's Book Sight«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Johann, daher das »J's« im Blognamen. Ich bin 37 Jahre alt, einer der wenigen »Blogger-Men« und liebe es zu lesen. Ich wohne im südlichen Bayern und habe zwei Kinder, derzeit 5 und 8 Jahre alt. Hauptberuflich bin ich als Softwareentwickler tätig.

Privat habe ich niemanden, der sich für das Lesen, und vor allem auch darüber reden, genauso begeistern kann wie ich selbst. Gleichgesinnte fand ich allerdings sehr viele: Im Internet. Ich bin schon sehr lange in Büchergruppen aktiv, als Leser und als Admin, und habe dort immer meine Meinung zu den Büchern mitgeteilt. Gleiches gilt für meine Lesermeinungen auf diversen Shoppingplatformen. Sobald ich ein Buch gelesen hatte, habe ich dort eine kurze Bewertung hinterlassen. Auch früher war ich bereits mit Autoren in Kontakt und habe mich dort unter anderem als Testleser eingebracht. Die Idee, selbst einen Blog zu betreiben, kam mir eigentlich nie in den Sinn. Eines Tages sprach mich eine liebe Blogger-Freundin, auf deren Blog ich oft zu besuch war, darauf an, dass ich meine Ansichten einem größeren Publikum zur Verfügung stellen sollte. Das war schlussendlich für mich der nötige Schubs in diese Richtung und somit auch die Geburt von »J's Book Sight«. Das ist auch noch gar nicht so lange her - der Blog ging erst im April 2017 online. Ich bin ihr sehr sehr dankbar dafür, denn ich liebe es und ohne ihre liebe Aufforderung und Zusprache hätte ich diesen Schritt vermutlich nicht gewagt. Mein Blog ist also definitiv ihr zu verdanken.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Das kann ich leider nicht unbedingt pauschal beantworten - je nachdem, wieviel Zeit mir neben Arbeit und Familie bleibt. Es ist tatsächlich total unterschiedlich. Allerdings bleibt bei mir der Fernseher immer aus und somit nutze ich jede freie Minute, um ein Buch in die Hand zu nehmen.

Nur ein einzelnes Buch? Oh, ich denke, das würde mich stark langweilen. Ich brauche unbedingt die Abwechslung und lese immer ca. fünf bis sieben Bücher parallel, möglichst von verschiedenen Genres. Ich würde nur ungern fünf Thriller (oder anderes Genre) gleichzeitig lesen, das ist mir zu langweilig. Ich teile mir jedes Buch in Abschnitte ein. Jenachdem wie lange die Kapitel sind, umfasst ein Abschnitt ungefähr 50 Seiten. An einem guten und nicht zu stressigen Tag lese ich somit je Buch mind. einen Abschnitt. Allerdings ist es oft auch sehr viel weniger Zeit, die ich investieren kann, dann rotiert das ein bisschen.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Eine schwere Frage, da ich die Antwort nur schwer in Worte fassen kann. Es darf mich nicht langweilen. Ich mag es nicht, wenn zu wenig passiert und die Spannung nicht aufrechterhalten bleibt. Ein gutes Buch muss mich fesseln, in den Bann ziehen, mich vergessen lassen. Ich muss in die Geschichte eintauchen können. Sehr gerne mag ich es, wenn das Buch Emotionen in mir auslöst. Ein guter Hinweis darauf ist, wenn ich mich mit einem der Protagonisten in irgendeiner Form identifizieren kann.

Bei meiner Bewertung muss der Gesamteindruck stimmen: Tolle ansprechende Story, keine langen, flachen und zähen Stellen, es muss in mir Emotionen auslösen. Wenn all diese Dinge erfüllt werden, dann bleibt das Buch positiv in Erinnerung. Das ist für mich dann auch ein guter Grund, es positiv zu bewerten. Schwache Kapitel hat jedes Buch, auch das Beste. Das ist aber kein Grund für eine schlechte Bewertung. Wichtig ist, dass es mich während des Lesens immer wieder abgeholt hat und die subjektiven Hochs deutlich überwiegen.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Ich lese prinzipiell so ziemlich alles. Aber richtig glücklich machen kann man mich mit Thriller / Psychothriller und Horrorgeschichten. Je blutiger, desto besser. Gerne lese ich auch Fantasybücher. Sind Wölfe ein Teil der Geschichte, dann hat das Buch mich meist deshalb bereits erobert. Grundsätzlich muss mich ein Buch ansprechen, wenn ich es in die Hand nehme bzw. irgendwo sehe.

Es gibt nicht wirklich ein Genre, das ich verweigere. Allerdings bin ich bisher historischen Romanen ausgewichen. Das komische daran: Ich habe es noch nie versucht, es gibt keinen objektiven Grund dafür. Irgendwie spricht mich meine eigene Vorstellung bzw. Erwartung davon nicht besonders an. Das ist übrigens der größte Fehler, den ein Leser machen kann: Vorurteile gegenüber einer Geschichte zu haben. Erst (anfangen zu) lesen, dann eine Meinung bilden. Nicht zuletzt deshalb werde ich mir demnächst auch noch bewusst einen historischen Roman aussuchen, um mich selbst zu überzeugen - in die eine oder andere Richtung.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Woher das Buch kommt ist mir persönlich egal. Es gibt sehr viele gute Autoren, nicht jeder schreibt für einen Verlag. Ich finde es sehr gut, dass die Autoren selbst produzieren. Es wäre unglaublich schade, wenn jede von einem Verlag abgelehnte Geschichte in einer Schublade verschwinden würde. Würden alle Autoren, die nicht die Chance hatten, für einen Verlag zu schreiben plötzlich vom Buchmarkt verschwinden, gingen uns sehr viele gute Träume und Schätze verloren. Ich persönlich bevorzuge übrigens keinen der beiden. Jedes Buch und jede Geschichte sollte eigenständig betrachtet und bewertet werden - egal wer es verlegt hat.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Sicherlich, am liebsten ist es einem Blogger, wenn die Autoren und Verlage auf ihn zukommen. Das ist auch eine gewisse Ehre für einen Blogger, vor allem dann, wenn der Blog noch »jünger« ist. Ich habe bisher nur ein einziges mal einen Verlag angeschrieben und um Rezensionsexemplare gebeten. Es ist nicht unbedingt meine Art, um neue und kostenlose Bücher zu fragen. Ich warte sehr gerne auf Anfragen und nehme diese, sofern zeitlich möglich, auch an - sofern diese mir prinzipiell zusagen. Den größten Teil meiner Bücher kaufe ich jedoch selbst.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Oh, das ist aber eine gemeine Frage. Sehr viele Bücher bleiben auf die eine oder andere Art in Erinnerung. Ich bin auch der Meinung, dass man nicht zwingend zwei Bücher gegenüberstellen kann. Aber um die Frage zu beantworten: »Das Juwel« von Amy Ewing hat es mir irgendwie total angetan. Eine derart schöne Geschichte mit vielen Hochs und Tiefs, verschiedensten Emotionen, wie Wut, Angst, genügend Spannung und Liebe... Einfach ein sehr schönes Gesamtpaket.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Leider gab es solche Bücher, wenn auch extrem selten. Meist erhalten diese eine zweite Chance - irgendwann. Vor einiger Zeit habe ich jedoch »Little Girls« von Ronald Malfi abgebrochen. Hier habe ich mich tatsächlich etwas über meine »verlorene« Zeit geärgert - allerdings mehr über mich selbst, denn ich hätte es früher beenden sollen. Bei Seite 120 habe ich hier aufgegeben. Es war mir ehrlich gesagt zu langweilig, viel zu langatmig und emotionslos. Es wurde hier sehr sehr viel über Einrichtung in einem Haus geschrieben, es gab kaum Spannung. Ich dachte mir immer: Ach komm, ein paar Seiten noch, das wird bestimmt noch besser. Leider war es für meinen Geschmack aber zu trocken. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es ein schlechtes Buch ist. Es gibt bestimmt viele Leser, die genau so etwas sehr gerne mögen. Meinen Geschmack hat es leider überhaupt nicht getroffen, da es mich zu keiner Zeit abholen konnte.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Hier möchte ich gerne unterscheiden: Mein Blog und meine Social-Media-Auftritte. Der Blog ist fast ausschließlich für Rezensionen, Vorstellung neuer Bücher und generell sehr buchlastige Artikel gedacht. Meine Facebook-Seite thematisiert dagegen meine Bücher und mich. Es gibt dort nicht ausschließlich Rezensionen zu lesen, aber zu etwa 95% geht es dabei sehr weiträumig irgendwie um das Thema »Buch«. Ich stelle dort unter anderem auch gerne meine Neuzugänge vor, oder auch die Bücher, die ich gerade lese. Ich mag es, wenn Beiträge etwas persönlicher gestaltet sind. So kann es durchaus vorkommen, dass es mal einen kurzen Beitrag mit Bild von mir und meinem Buch irgendwo in der Natur gibt. Das Bloggen ist eine Leidenschaft. Würde ich ausschließlich Rezensionen bereitstellen, wäre mir persönlich das zu trocken. Bloggen und Lesen hat meiner Meinung nach immer etwas mit Persönlichkeit zu tun. Jeder Mensch hat eine eigene Meinung - das ist auch gut so. Und ich finde, das sollte sich auch in Lesermeinungen und Beiträgen widerspiegeln. Meinen »echter« Blog sollte jedoch gerne so etwas wie »der harte Kern«, die »Basis« meiner Auftritte sein, also eher fachlich als persönlich.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Ich pflege täglichen Kontakt zu verschiedenen Bloggerkollegen. Mein absoluter Lieblingsblog ist »Jennys bunte Bücherkiste«. Ein Blog, den ich mindestens täglich besuche. Wir haben einen sehr ähnlichen Geschmack, deshalb habe ich dort auch die besten Buchtipps für mich entdeckt. Ich mag ihren Schreibstil bei Rezensionen, die Art der Beiträge, ihre Bilder, ihre Art zu denken und ihren Humor. Bei Lesermeinungen weichen wir mit unserer Meinung selten voneinander ab. Kurz gesagt: Der (für mich) perfekte Blog, ich liebe sie einfach. Sehr gerne mag ich auch »Dunkles Kapitel«, unter anderem aufgrund der Bücherauswahl. »Magische Momente-Aly's Bücherblog« ist sehr vielseitig und hat eine tolle Art die Beiträge zu verfassen. Nicht zuletzt noch »Die Rabenmutti« - hier vor allem den Teil über die Bücher. Auch die zuletzt genannten besuche ich mehrfach wöchentlich.

Das Team von Leserkanone.de dankt Johann für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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