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 Kristinas Bücherwelt
 
 Internet: kristinas-buecherwelt.net
 Facebook: kristinas.buecherwelt
 Twitter: KrisBuecherwelt
 Datum: 29.04.2017
Interview   |   Rezensionen
– Wer steckt hinter »Kristinas Bücherwelt«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Ich heiße Kristina und komme aus der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Dass ich gerne lese (und schreibe) ist wohl selbstverständlich, allerdings mache ich auch Sport und engagiere mich ehrenamtlich in einem Tierschutzverein.
Einen Bücherblog zu gestalten, ging mir schon länger im Kopf herum, da ich gerne meine Leseeindrücke mit anderen Menschen teile und diskutiere. Dazu habe ich geplant, mich beruflich umzuorientieren und der Literatur einen größeren Platz in meinem Leben zu verschaffen. Im Sommer 2016 habe ich daher mit der Gestaltung begonnen und den Blog kurz danach online gestellt.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

In der Woche lese ich (plus/ minus) fünf Bücher und von denen versuche ich ungefähr zwei zu rezensieren und vorzustellen. In der Regel lese ich Bücher in einem Rutsch durch, sodass ich nur selten dazu komme mehrere parallel zu lesen. Das ist eher mal der Fall, wenn ich ein Sachbuch lese (um zwischendurch abzuschalten) oder eines, welches mich nicht besonders fesselt.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Neben einem soliden Handwerk ist mir eine fundierte Recherche sehr wichtig. Nichts ist schlimmer als eine unlogische und schlicht unmögliche Handlung. Dazu zähle ich aber auch sprachliche Besonderheiten, die für die Länder/ Zeit gelten, in denen die Geschichte spielt. Darüber hinaus favorisiere ich »Show, don’t tell!« und nur so viel Erklärung, wie unbedingt notwendig ist. Des Weiteren schätze ich, wenn Autoren sich der Funktion ihrer Stilmittel und Handlungselemente bewusst sind und mir über diesem Weg etwas transportieren können. Solche Bücher bleiben mir lange im Gedächtnis und hallen auf eine besondere Weise nach.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Auch wenn es langweilig klingt, ich bin ein ausgesprochener Sachbuch-Fan. Mein erstes Lieblingsbuch war, völlig unromantisch, »Das Geheimnis der Titanic - 3800 Meter unter Wasser«, welches ich zu meinem 12. Geburtstag bekommen habe. Zumeist lese ich in diesem Genre allerdings forensische Themen. An Sachbüchern gefällt mir vor allem, dass sie Fachinformationen und schwierige Thematiken verständlich und unterhaltsam aufbereiten.
Weiterhin lese ich sehr gern (Psycho-) Thriller und Gay Romanzen, die bevorzugt den Weg in meinen Blog finden. So entsteht für mich ein bunter Mix aus Gehirnjogging, Spannung, Unterhaltung und romantischer Träumerei. Historische Romane gehören dagegen nicht in mein Leseschema.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese insgesamt mehr Verlagsbücher, aber gerade im Genre Gay Romance halte ich es sehr häufig mit Selfpublishern. Für mich stellt sich nicht die Frage nach der Art der Produktion, sondern eher die, nach dem Autor, denn ich lese sehr autorentreu.
Grundsätzlich befürworte ich, dass jeder die Möglichkeit hat, auch ohne Verlag zu veröffentlichen. So gelangen, unter anderem, Themen in das öffentliche Bewusstsein, von denen Verlage lieber Abstand nehmen, weil sie sich nicht selbstverständlich verkaufen lassen. Auf der anderen Seite muss ich als Leser hier etwas genauer hingucken, denn gerade handwerkliche Fehler sind dort häufiger anzutreffen.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

In den meisten Fällen kaufe ich die Bücher tatsächlich selber. Das hängt damit zusammen, dass ich gerne einen Beitrag dafür leiste, was Autoren, Verlage, Lektoren und Korrektoren in vielen Stunden Arbeit zusammen erschaffen. Ich fühle mich damit deutlich wohler, weil es so möglich ist, meiner Wertschätzung Ausdruck zu verleihen.
Auf der anderen Seite werde ich auch von Autoren (vornehmlich Selfpublishern) angeschrieben und gefragt, ob ich ihr Buch vorstellen möchte, was ich natürlich tue.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, weil es einige gibt, die mich auf ihre jeweilige Art in den Bann gezogen haben. Da das aber zu viel wird, greife ich zwei raus, die noch ganz frisch in Erinnerung sind: »In Order to Live« (»Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea«) von Yeonmi Park und »Der steinerne Garten« von Jayden V. Reeves.
Yeonmi beschreibt in ihrem Buch ihr Leben in Nord Korea, ihre Flucht und ihren Weg in Sicherheit und Freiheit. Das Buch hat mich sehr bewegt. Wie stark diese Frau (damals Mädchen) ist, lässt sich nur annähernd erahnen. Was sie musste, ist kaum zu begreifen und dass sie überlebt hat, ist umso wichtiger. Ihre Geschichte verdient es absolut gelesen zu werden.
»Der steinerne Garten« ist ein Drama, das mich vor allem durch seine tiefgründige, gesellschaftliche Betrachtungsweise sehr berührt hat. Da steckt viel Intelligenz drin und diese bringt mich dazu, mich nachhaltig mit dem Buch zu befassen. Ähnlich erging es mir auch mit »Die Inselreiche 3 - Die Farbe des Mondlichts« von Jona Dreyer.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Bücher, die mir gar nicht gefallen gibt es einige, auch wenn ich selten ganz abbreche, da mich meist wenigstens der Schluss interessiert, zu dem der Autor kommt.
Es gibt zwei Bücher, die ich während der Schulzeit lesen musste und zu denen ich keinen Draht bekommen habe. Namentlich waren das: »Der Vorleser« und »The Catcher in the Rye« (»Der Fänger im Roggen«). Bei beiden empfand ich den Handlungsverlauf als sehr zäh und ich muss gestehen, dass mir, als ungeduldiger Mensch, solche Entwicklungen nicht zusagen.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Aktuell sind zu einem Großteil Rezensionen dort zu finden, in naher Zukunft möchte ich aber auch Autoreninterviews vorstellen und Themen rund um das Buch besprechen, welche von Lesern wie Autoren unterschiedlich diskutiert werden.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Ich habe Kontakt zu Bloggern, die bevorzugt Bücher im Genre Gay Romance lesen. Mit denen tausche ich mich über die aktuellen Leseschätze aus. Zu einem überwiegenden Teil habe ich aber Kontakt zu den Autoren selber (gerade in diesem speziellen Genre) und bespreche mit diesen unheimlich gern ihre eigenen Werke. Mich noch weiter in ein Buch reinzudenken und abzugleichen, ob die Intention des Autors mit meiner Auffassung übereinstimmt, finde ich hoch spannend.

Das Team von Leserkanone.de dankt Kristina für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Der Fänger im Roggen
Geschrieben von: J.D. Salinger (1962)
40/100
[1 Blogger]
Der steinerne Garten
Geschrieben von: Jayden V. Reeves (1. März 2017)
80/100
[2 Blogger]
Der Vorleser
Geschrieben von: Bernhard Schlink (1995)
Die Inselreiche 3 - Die Farbe des Mondlichts
Geschrieben von: Jona Dreyer (9. März 2017)
Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea
Geschrieben von: Yeonmi Park (19. Oktober 2015)
100/100
[3 Blogger]

 
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