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Katja Martens 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Facebook: AutorinKatjaMartens
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Katja Martens vom 09.11.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 09.11.2018
In ihrem aktuellen Roman spürt Katja Martens »Im Herzen das Licht« auf. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ein Schiffsunglück und über ihre Recherchen.

– Frau Martens, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Im Herzen das Licht«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Mein Roman erzählt die Geschichte einer Schiffskatastrophe, die sich im Jahre 1904 in New York wirklich zugetragen hat. Die Heldin ist Adeline, eine junge Auswanderin, die während eines Unwetters überfallen und verletzt wird. Sie verliert ihr Gedächtnis und versucht in den folgenden Wochen, herauszufinden, was ihr zugestoßen ist und warum. Dabei ahnt sie anfangs nicht, dass sie Kenntnis von einem sehr gefährlichen Geheimnis hat.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer die Filme und Bücher zur »Titanic« mag, ist bei Adeline genau richtig. Ich bewundere Jane Austen, weil sie so unvergessliche Charaktere schaffen konnte. Und Bernard Cornwell für seine wirklich fiesen Bösewichte. Privat lese ich gern und viel. Ich liebe die Amish-Serie von Linda Castillo und die Romanzen von Nicholas Sparks. Und russische Autoren wie Dostojewski.

– Das Buch geht in eine ganz andere Richtung als ihre »gewohnten« Romane über die Tierärztin Julia. Wie kamen Sie darauf, dieses Mal einhundert Jahre in die Vergangenheit zu reisen und dabei auch noch ein solch spezielles Thema wie das Unglück der »General Slocum« zu thematisieren?

Auf die Idee gebracht hat mich ein Sachbuch über Schiffsunglücke. Darin wurde die »Slocum« erwähnt. Ich hatte bis dahin noch nichts von diesem Schiff gehört - oder davon, dass es in New York einmal einen ganzen Stadtteil gab, der Little Germany genannt wurde. Das Thema klang spannend, also grub ich tiefer und suchte nach Informationen und Geschichten über die Menschen, die in diese Katastrophe verwickelt waren. Es gab kaum Lektüre dazu, deshalb beschloss ich, selbst einen Roman darüber zu schreiben.

– Ist die Herangehensweise an das Schreiben eines Buchs wie »Im Herzen das Licht« eine andere als beim Schreiben der Julia-Geschichten? Waren beispielsweise viele Recherchen notwendig? Welcher Aufwand steckt generell in einem Roman wie »Im Herzen das Licht«?

O ja, die Arbeit war eine ganz andere. Vor jedem neuen Julia-Roman recherchiere ich tierärztliches Fachwissen und Lokalcolorit. Die Romane sind in de Gegenwart angesiedelt, in einer Welt, die mir vertraut ist. Dadurch fließt das Schreiben leichter. Bei »Im Herzen das Licht« musste ich plötzlich kleine, aber wichtige Details nachschlagen, wie: Welche Art von Straßenbeleuchtung gab es im Jahr 1904 in New York? Mit welchem Verkehrsmittel konnte man von einer bestimmten Kirche zum Hafen gelangen? Welche medizinische Versorgung gab es? Wie war die Unterwäsche der Männer beschaffen? ;-) Und dergleichen mehr. Ich habe alte Straßenkarten und Fahrpläne der New Yorker Hochbahn gewälzt, geschaut, welche Schlagzeilen damals durch die Zeitungen gingen und viele, viele Kleinigkeiten mehr. Anfangs war das eine Heidenarbeit, aber irgendwann hat es Spaß gemacht, die Stadt von damals mit all den Details zum Leben zu erwecken.

– Was macht Adeline zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an Declan persönlich?

Adeline ist sehr geradlinig. Sie sagt, was sie denkt. Und sie geht mit offenem Herzen durch die Welt. Für ihre Freunde würde sie durchs Feuer gehen. Das mag ich sehr an ihr. Manchmal ist sie allerdings auch ein klitzekleines bisschen stur. Declan hat als Ire schon turbulente und auch schlimme Zeiten hinter sich. Die haben ihn geprägt. Er hat sich entschieden, nie wieder das Gesetz zu brechen, und daran hält er sich eisern. Er besitzt ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl.

– Seit dem Erscheinen Ihres ersten Buchs sind inzwischen nun schon einige Jahre vergangen. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?
Das Autorenleben ist so turbulent, dass ich immer wieder etwas Neues entdecke und erfahre. Das ist eines der vielen Dinge, die ich an meinem Beruf liebe. Hart ist es immer wieder, lieb gewordene Figuren loslassen zu müssen. Gerade Adeline und Declan haben mir in den ersten Wochen nach dem Wort 'Ende' unglaublich gefehlt. Auch das Schlitzohr Seamus, der eigentlich nur kurz im Buch vorkommt, und über den es noch so viel zu erzählen gäbe. Vom deutschsprachigen Buchmarkt wünsche ich mir öfter ein offenes Ohr für neue Themen. Und uns allen als Lesern wünsche ich mir, dass uns die Neugier auf neue Bücher niemals abhanden kommen möge.

– Was können wir von der Autorin Katja Martens in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich freue mich, eine winterliche Vorgeschichte zu »Im Herzen das Licht« schreiben zu können. Außerdem arbeite ich gerade an einem Plot für eine Familiensaga, in der es neben viel, viel Liebe auch wieder Kriminelles geben wird. Ende November bin ich für zwei Tage auf der BuchBerlin und im kommenden Jahr auf jeden Fall auch wieder auf der Buchmesse in Leipzig. Wer mich dort entdeckt, kann mich gern ansprechen. Ich freue mich immer über nette Kontakte und Austausch.

Das Team von Leserkanone.de dankt Katja Martens für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Katja Martens bei Facebook
»Im Herzen das Licht« bei Leserkanone.de
»Im Herzen das Licht« bei Amazon
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