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Ive Marshall 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Ive Marshall
Facebook: ivemarshall.de
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Ive Marshall vom 03.11.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.11.2018
In seinem aktuellen Roman »Kira« lässt Ive Marshall eine künstliche Lebensform zur Bedrohung der Menschheit werden ... oder zu ihrer Rettung. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über sein Buch, über die Entwicklung von der Kurzgeschichte zum Roman und über den Stand der Science-Fiction-Literatur.

– Herr Marshall, vor Kurzem erschien Ihr Roman »Kira - Bedrohung oder Rettung?«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Mein Debütroman »Kira« ist ein Science-Fiction-Abenteuer über eine künstliche Intelligenz namens Kira, die zufällig bei der Weiterentwicklung einer Sprachassistentssoftware entstanden ist. Kira forscht im Auftrag der Weltgemeinschaft auf der unbemannten Raumstation ISS und beschert den Menschen einen unglaublichen Fortschritt – ein einmaliger Glücksfall, wie es anfangs scheint. Doch dann bricht sie jeden Kontakt ab. Ihre beunruhigende Forderung: Sie will mit Peter Walter – Verhaltenspsychologe und Bezugsperson von Kira – auf der ISS reden. Es gehe um die Zukunft der gesamten Menschheit. Peter wird zusammen mit Martina Beckstein, eine deutsche Informatikerin, die an der Entwicklung von Kira maßgeblich beteiligt war, zur ISS gebracht. Dort berichtet Kira über eine bevorstehende Katastrophe, die die Existenz allen Lebens auf der Erde bedroht. Doch die unmittelbar bevorstehende Katastrophe abzuwenden, bedeute nicht, die Bedrohung endgültig zu beseitigen. Denn die Menschen werden beobachtet. Nur sie sei in der Lage, diese Bedrohung zu beseitigen, wenn sie an den Rand unseres Sonnensystems zu einem dort befindlichen Objekt gebracht werde.
Wie eigentlich alle meine Ideen für SF-Geschichten fußt auch »Kira« auf der simplen Frage: »Was wäre, wenn?«. In »Kira« ist eine solche Frage, auf der am Ende alles hinausläuft, der Geschichte auch vorangestellt: »Was wäre, wenn wir eine künstliche Lebensform erschaffen, die mehr versteht, als wir zu denken wagen? Können wir ihr vertrauen?«
Das Tolle ist, die Geschichte liefert dem Leser endlich nicht nur eine, sondern gleich zwei Alternativantworten.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Mein literarisches Vorbild ist Stephen Baxter, ohne natürlich so vermessen zu sein, mich mit ihm vergleichen zu wollen. Sein Werk »Evolution« ist mein absolutes Lieblingsbuch. In neuerer Zeit hat mich auch Daniel Suarez mit »Daemon« und »Darknet« sehr beeindruckt. Aus dem deutschsprachigen Raum ist es Andreas Brandhorst, deren Schreibstil ich sehr schätze.
Es sind die Leser der genannten Autoren, denen ich meinen Roman empfehle. Denn ich denke, dass die Romane dieser Autoren gelesen werden, weil sie beim Leser die Neugier darauf befriedigen, zu erfahren, wo heute bereits absehbare technische Entwicklungen in der Zukunft enden werden – wohl wissend, dass der Autor lediglich eine von vielen denkbaren Möglichkeiten liefert, aber eben eine, die fasziniert und beim Leser im besten Fall ein Aha-Erlebnis auslöst.

– »Kira« hat seinen Ursprung in einer von vielen Kurzgeschichten, die Sie im Laufe der vergangenen Jahre verfasst haben. Warum hat gerade »Kira« den Sprung von einer kurzen Story zu einem Roman geschafft? Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale der Geschichte?

Also meiner Meinung nach muss ein guter SF-Roman ein Thema behandeln, das in der Gegenwart bereits heiß diskutiert wird, bei dem aber überhaupt nicht absehbar ist, wo das alles noch enden wird. Und das Thema künstliche Intelligenz halte ich für absolut zeitgemäß. Niemand kann heute wirklich prognostizieren, welche Entwicklung die Menschheit nehmen wird, wenn wir tatsächlich eines Tages eine künstliche Lebensform entstehen lassen, die ein Selbstbewusstsein hat. Da gibt es so viele offene Fragen, deren Antworten (meines Erachtens) viele Menschen brennend interessieren. Deshalb habe ich »Kira« ausgewählt, Lesern eine meiner Ideen als Debütroman anzubieten.

– Was macht Ihren Protagonisten Peter Walter zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Peter ist Psychologe. Er wurde von der UNO ursprünglich ausgewählt, sich mit Kira einfach nur zu unterhalten, um Auffälligkeiten in ihrem Verhalten frühzeitig festzustellen. Über die technischen Hintergründe macht er sich anfangs überhaupt keine Gedanken. Er führt die Gespräche mit ihr, wie mit jedem anderen »Patienten«. Kira fasziniert ihn, wegen ihrer Intelligenz. Sie wird wegen ihrer zunehmend eigensinnigen Art immer interessanter für seine Arbeit. Aber dann gerät er plötzlich wegen der Ereignisse in eine Situation, die ihn völlig zu überfordern scheint, die ihn zwingt, sein bisheriges Leben als Wissenschaftler, der mit beiden Beinen buchstäblich auf der Erde steht, aufzugeben. Und er stellt sich den Herausforderungen. Er ist wirklich mutig, obwohl er das nie sein wollte. Das macht ihn – auch für mich persönlich – zu einer ganz besonderen Person.

– Nur wenige Bücherfans legen so viel Wert auf Genauigkeit und technische Präzision wie die Leser von Scifi-Literatur. Waren viele Recherchen nötig, um »Kira« den richtigen fachlichen Anstrich zu geben? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie dem Ihren?

Also ich musste in der Tat sehr viel recherchieren. Es war mir beim Schreiben besonders wichtig, die Geschehnisse auch in technischer Hinsicht glaubwürdig zu erzählen. »Kira« ist ja auch kein Roman, der ein Thema in einer sehr fernen Zukunft behandelt, bei dem das Fantastische im Mittelpunkt steht. Gerade das Beschreiben des Verhaltens der Raumfahrer in der Schwerelosigkeit und die astrometrischen Berechnungen waren schon eine Herausforderung.

– Science-Fiction-Literatur hatte in den letzten Jahren - im Vergleich zu früheren Zeiten - einen vergleichsweise schweren Stand. Bei Amazon findet nur selten ein SciFi-Roman den Weg unter die Top 100 der meistverkauften Bücher, in anderem Verkaufslisten bleibt das Genre oft ganz außen vor. Wie schätzen Sie den aktuellen Stand des Genres ein, worin sehen Sie die Ursachen? Denken Sie, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt? Was könnte Ihrer Meinung nach dafür sorgen, dass Science-Fiction-Literatur wieder einen größeren Schub bekommt und deutlicher ins Interesse der Massen rückt?

Der Absatz von Büchern geht ja allgemein immer weiter zurück. Die SF-Literatur scheint von dieser Entwicklung besonders stark betroffen zu sein. Ich denke jedoch nicht, dass es am mangelnden Interesse der Menschen an dem Genre liegt, denn SF-Stories schaffen es immerhin regelmäßig ins Kino. Hier findet SF ein breites Publikum. Besonders die Jüngeren lesen aber immer weniger Bücher. Zum einen, weil sich das Lesen fast vollständig ins Internet zu verlagern scheint, und zum anderen ist es – denke ich – die zunehmende Vorliebe der jüngeren Menschen, an einem visuellen Erlebnis. Dieses Bedürfnis befriedigt eben der Film. Das eher jüngere Publikum ist eine relevante Zielgruppe der SF-Literatur, das könnte den Rückgang der Verkaufszahlen erklären. Eine andere Frage ist der allgemeine Ruf der SF-Literatur bei den Literaturkritikern. Der ist, um es deutlich auszudrücken, sehr mies. Das wundert mich doch sehr, weil die SF oft große intellektuelle Fragestellungen behandelt und häufig kluge Antworten bzw. Ideen liefert.

– Sie haben Ihr Buch ohne einen »klassischen« Verlag in Eigenregie via »Books on Demand« veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Um ehrlich zu sein, wollte ich mir nach all der Arbeit keine platte Absage irgendeines Verlages einhandeln. Außerdem gehe ich ja noch einer hauptberuflichen Tätigkeit nach. Insofern bietet die Veröffentlichung in Eigenregie einfach die größtmögliche Flexibilität. Verlage im klassischen Sinne halte ich aber dennoch auch heute noch für notwendig. Denn ein gutes Buch bis zur Veröffentlichung bringen, geht auch ohne klassischen Verlag ganz gut. Aber spätestens beim Marketing macht professionelle Unterstützung durchaus Sinn.

Das Team von Leserkanone.de dankt Ive Marshall für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Ive Marshall
Ive Marshall bei Facebook
»Kira - Bedrohung oder Rettung?« bei Leserkanone.de
»Kira - Bedrohung oder Rettung?« bei Amazon
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