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Junia Swan 1 Fan
Herkunft: Φsterreich
Webseite: Offizielle Homepage von Junia Swan
Facebook: LiebeGeschichten
Instagram: juniaswan
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Junia Swan vom 13.11.2018
  Leserkanonen-Interview mit Junia Swan vom 25.10.2020
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 13.11.2018
In ihrem Roman »Das Herz der Eisprinzessin« entführt Junia Swan ihre Leser ins mittelalterliche Salzburger Land. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über eine starke Prinzessin und über den Aufwand, einen guten Roman zu schreiben.

– Frau Swan, im Frühjahr erschien Ihr Roman »Das Herz der Eisprinzessin«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Das Herz der Eisprinzessin«, spielt im mittelalterlichen Salzburger Land. Während ihrer Kindheit wurde die Hauptprotagonisten Rosalinde von anderen Kindern schrecklich schikaniert. Als sie ungefähr zwölf Jahre alt ist, befreit Ritter Falk sie aus einer ausweglosen Lage. Rosalinde ist überzeugt, ihren Retter gefunden zu haben, weshalb sie all ihre Hoffnungen in ihn setzt. Doch der Mann ahnt nichts von ihrer Pein und lässt sie zurück. All dies führt dazu, dass Rosalindes Herz erstarrt und sie dieses hinter einer unüberwindlichen Mauer versteckt. Jahre vergehen bis Falk von Wolfsberg Rosalinde bei einem Fest wieder begegnet. Augenblicklich erinnert er sich an sie. Er erkennt ihren Schmerz und ihre Einsamkeit und beschließt, für Rosalinde zu kämpfen. Doch das gestaltet sich natürlich als große Herausforderung, denn Rosalinde lässt ihn nicht an sich heran.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Empfehlen würde ich mein Buch all denjenigen, die gerne Liebesromane mit Tiefgang lesen. Wer Charaktere bevorzugt, die nicht in die üblichen Schablonen passen, trotzdem aber ohne einem Happy End nicht leben will, ist mit »Das Herz der Eisprinzessin« gut beraten. Ich könnte mir vorstellen, dass Fans von Kristin Hannah und Jojo Moyes meine Bücher ebenfalls gefallen, nur, dass meine im historischen Milieu angesiedelt sind.

Natürlich habe ich literarische Vorbilder, eine ganze Menge sogar! Ich bewundere die Art, wie sie schreiben, ihre Kreativität, die Umsetzung, den Stil und natürlich den Inhalt: Hilary Mantel, Cornell Woolrich, Martin Suter, Henning Mankell, Carlos Ruiz Zafón, T.C. Boyle, um nur ein paar zu nennen.

Tja, meine Bücherregale sind voll mit ganz vielen Lieblingsromanen. Auch hier werde ich nur ein paar herauspicken: Zwischen uns das Meer (Kristin Hannah), Wölfe (Hilary Mantel), Suzie Wong (Richard Mason), Der Graf von Monte Christo (Alexandré Dumas), Die Zeit, die Zeit (Martin Suter), Die Jünger Jesu (Leonard Frank), Wenn das Schlachten vorbei ist (T.C. Boyle), Eine Billion Dollar (Andreas Eschbach), Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes), Ein verführerischer Handel (Kat Martin).

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Liebesromane mit historischem Anstrich, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Es gibt etwas, das mich wirklich nervt und das sind schablonenhafte Charaktere und eine Geschichte, die in verschiedenen Varianten nach Schema F abläuft. Natürlich ist man beim klassischen Liebesroman an gewisse Handlungsverläufe, wie, z.B. einem Happy End, gebunden. Doch, wie es dazu kommt, eröffnet einem Autor unzählige Möglichkeiten. Meine Protagonisten müssen hart für ihre Liebe kämpfen und gehen durch schwerere Krisen, als in den meisten anderen Romanen dieses Genres. Das, was meine Romane sicherlich von anderen unterscheidet, ist, den Leserinnen Mut zu machen, in schwierigen Zeiten durchzuhalten. In jedem Roman werden unterschiedliche Themen behandelt, die auch uns in der heutigen Zeit herausfordern oder betreffen und mit denen wir noch immer kämpfen müssen. Auch finde ich es sehr interessant, der Frage nachzugehen: Was ist Liebe und was sexuelles Verlangen? Wo beginnt das eine und hört das andere auf? Heutzutage scheinen wir ja vollkommen frei zu sein, »Liebe« in jeder möglichen Form zu leben. Aber ist es wirklich Liebe, die kommt und geht wie der Wind; und alles, was uns zu tun bleibt, ist ihr hinterherzuhetzen – von einem Partner zum nächsten? Es ist in uns als Mensch angelegt, tiefe Liebe zu empfinden, aber wie kommt es überhaupt dazu? All diesen Fragen gehe ich in meinen Romanen nach, wobei Sie diese auch einfach oberflächlich lesen können, dann sind sie ein angenehmer Zeitvertreib. Aber es besteht immer die Möglichkeit, sich tiefer auf die Handlung einzulassen und zwischen den Zeilen zu lesen. Diese Tiefe, glaube ich, ist das, was meine Romane von den anderen diese Genres unterscheidet.

– Was macht Prinzessin Rosalinde zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Was ich an Prinzessin Rosalinde besonders schätze, ist ihr starker Wille (der ihr jedoch manchmal sehr im Weg steht) und ihr Mut. Spannend bei ihr ist, dass sie auf mehreren Ebenen kämpft: Gegen ihren Ehemann, gegen sich selbst, gegen die Umstände. Dabei übersieht sie vollkommen, dass es einen anderen Menschen gibt, der ihr gerne zur Seite stehen und ihr manche Gefechte abnehmen würde. Sosehr ich Prinzessin Rosalinde schätze, empfinde ich im Roman »Das Herz der Eisprinzessin« aber Falk von Wolfsberg als denjenigen, den Sie unbedingt kennenlernen sollten. Er ist der vollendete Ritter, der sich in einer Zeit, in der Frauen keine Rechte hatten, dazu entscheidet, das Vertrauen seiner Gemahlin zu gewinnen. Dabei geht er sehr weise und liebevoll vor (auch, wenn er dabei Fehler macht). Von Wolfsberg ist ein Mann, der weiß, wer er ist und deswegen sein Ziel nicht aus den Augen verliert, selbst, als sich alles gegen ihn zu wenden scheint.

– Wie gelingt es Ihnen, bei den Lesern den Eindruck einer ganz anderen Epoche zu erzeugen? Sind beispielsweise viele Recherchen nötig, um in einem Buch wie »Das Herz der Eisprinzessin« eine historische Atmosphäre zu erzeugen? Was für ein Aufwand steckt generell in einem Roman wie diesem?

Natürlich ist es ein großer Aufwand bis aus einem Manuskript ein fertiges Buch geworden ist, der hunderte Stunden verschlingt. Allerdings kann ich mittlerweile auf einen reichen Erfahrungsschatz im Schreiben von Bücher zurückgreifen. »Das Herz der Eisprinzessin« dürfte mein 21. Roman gewesen sein. Wie es bei allen Dingen im Leben so ist, gewinnt man mit jedem weiteren Buch mehr Routine. Während ich an meinem ersten Roman monate-, wenn nicht sogar jahrelang geschrieben habe, kann ich heutzutage (wenn ich die Zeit habe) eine Rohfassung schon in zwei bis drei Wochen fertigstellen. Auch die zunehmende Lebenserfahrung fließt in die Bücher ein, was den Rechercheaufwand verringert. Um aber genau den Eindruck einer anderen Epoche gut und stimmig erzeugen zu können, müssen die Details recherchiert und auch gut beschrieben werden. Nach Vollendung der Rohfassung von »Das Herz der Eisprinzessin«, bin ich noch extra auf die Burg Hohenwerfen gefahren, um genau diesen kleinen, aber wichtigen Nebensächlichkeiten auf den Grund zu gehen. Allerdings liegt mein Hauptaugenmerk bei den Liebesromanen nicht darin, möglichst viele geschichtlichen Hintergründe zu beschreiben und auch in allen Punkten korrekt zu sein (es kann sogar passieren, dass ich mich aufgrund des Plots dazu entschließe, einige Feinheiten einfach zu ignorieren – man denke daran, dass zur damaligen Zeit so gut wie nie gebadet wurde!), sondern darin, die Geschichte der Protagonisten zu erzählen. Kurz zusammengefasst, ich recherchiere, mache aber keine Masterarbeit daraus. Wenn alles glatt läuft dauert es mittlerweile zwischen 6 – 10 Wochen, um aus einem Roman ein Buch zu machen. Dabei unterstützt mich ein großartiges Team, dem ich sehr dankbar bin!

– »Das Herz der Eisprinzessin« ist derzeit nicht ihr einziges Eisen im Feuer, denn mit »In den Fängen des Teufels« erschien inzwischen ein weiteres Buch aus Ihrer Feder. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Warum sollte man sofort mit dem Buch weitermachen, sobald man »Das Herz der Eisprinzessin« fertiggelesen hat?

Bei »In den Fängen des Teufels« haben wir es mit einem Helden zu tun, der das Gegenteil von Falk von Wolfsberg ist. (Am Rande sei hier erwähnt, dass Nikolaus Ritter ein Nachfahre von dem Hauptprotagonisten aus »Das Herz der Eisprinzessin« ist.)
Nikolaus Ritter lebt nur für seinen eigenen Vorteil, er ist kalt, herz- und rücksichtslos. Aus Langeweile treibt er für andere Größen der Stadt und sich selbst, Schulden ein. Dabei fällt ihm Juliane Kaufmann in die Hände, eine junge, ungewöhnliche Frau, die es liebt, Opern zu schreiben. Um ihrem Vater das Leben zu retten, geht sie mit dem unheimlichen Mann obwohl sie weiß, dass sie ihm niemals wird entkommen können.
Um das Erlebte zu verarbeiten, beginnt Juliane eine Oper zu schreiben, welche den Titel »In den Fängen des Teufels« trägt. Im Laufe des Romans werden Auszüge aus dem Libretto eingefügt, welche die Handlung somit auf eine andere Ebene heben und es dem Leser ermöglichen, sich auf unterschiedliche Weise mit der Thematik von Gut und Böse auseinanderzusetzen. »In den Fängen des Teufels« ist somit mein untypischster Roman im Genre der Liebesromane und sehr spannend, wie man mir rückgemeldet hat.

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Es gibt mehrere Gründe, weshalb ich meine Romane als Selfpublisherin veröffentliche:

Ich habe gerne die Kontrolle über meine Bücher und das, was mit ihnen geschieht.
Da die großen Verlage sich überwiegend damit zufrieden geben, Bestseller aus dem englischsprachigen Raum zu übersetzen und diese hier auf den Buchmarkt zu werfen, ist es sehr schwierig, in diesen Kreisen Fuß zu fassen. Ich schreibe viel lieber, als Klinken zu putzen.
Selfpublishing macht den Buchmarkt interessanter und vor allem vielfältiger. Auch Bücher abseits des Mainstreams finden dort zu ihren Lesern.
Oft ist es so, dass man schreiben, bzw. zu einem vereinbarten Termin abliefern muss, wenn man mit einem Verlag einen Vertrag abschließt. Das ist etwas, was ich nicht möchte, da ich den Eindruck habe, die Kreativität leidet darunter. Ich schreibe, wenn ich es möchte und gebe mir die Zeit, die ich eben benötige.
Ich liebe die Arbeit mit meinem Team! Ideen sammeln für die Cover, Rückmeldungen der Korrektoren und meiner Lektorin, Feedback der Probeleser. Es ist ungemein abwechslungsreich und ich kann die Buchcover in enger Zusammenarbeit mit meinem Coverdesigner genau auf die Geschichten abstimmen.

Ich denke schon, dass Verlage ihre Berechtigung haben. Allerdings glaube ich, dass sie sich neu erfinden müssen, um auf Dauer Bestand zu haben. Aufgrund all des Selfpublishings ist es natürlich auch so, dass Bücher auf den Markt kommen, die man gar nicht als solche bezeichnen kann. Allerdings meine ich beobachtet zu haben, dass sich auch dieses Problem selbst reguliert. Wenn sich ein Autor mehrere solcher »Ausrutscher« leistet, wird er auf Dauer keinen Bestand haben. Bei Verlagen war es früher immerhin noch so, dass man zumindest eine gewisse Qualität geliefert bekommen hat. Damit meine ich Bücher, die kaum Rechtschreibfehler aufweisen und einen gewissen Standard erfüllen, was natürlich für Verlage spricht. Aber leider ist dies heute aus meiner Sicht oft nicht mehr gegeben. Ich habe das Gefühl, wenn nicht einmal mehr die Verlage ernst nehmen, was sie machen und Bücher herausgeben, die vor Fehlern strotzen, wer soll es dann tun? Vom Inhalt ganz abgesehen. Ich denke da an einige sehr hochgelobte Schriftsteller der letzten Jahre, deren Bücher nur so von Fäkalausdrücken, Pornoszenen und geistesgestörten Menschen handeln.

– Was können wir von der Autorin Junia Swan in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ja, Buchprojekte sind bei mir meistens in Planung. Gerade habe ich die Rohfassung des Romans »Das Zeichen seiner Liebe« fertiggestellt und werde diesen jetzt noch mehrmals überarbeiten und hoffentlich noch vor Weihnachten auf den Markt bringen. Das wird nach »In den Fängen des Teufels« wieder ein relativ sanfter Liebesroman fürs Herz. Darin geht es um eine gehörlose Hauptprotagonistin im victorianischen England. Außerdem liegt ein anderer Roman zur Hälfte geschrieben in einer Schublade und wartete darauf, fertiggestellt zu werden. Es ist also viel zu tun!

Termine zu Lesungen und anderen Events werden auf meinen Social Medienseiten bekannt gegeben, sobald welche geplant sind. Wer meinen Newsletter abonniert, wird ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

Das Team von Leserkanone.de dankt Junia Swan für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Junia Swan
Junia Swan bei Facebook
»Das Herz der Eisprinzessin« bei Leserkanone.de
»Das Herz der Eisprinzessin« bei Amazon
»In den Fängen des Teufels« bei Leserkanone.de
»In den Fängen des Teufels« bei Amazon
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