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Axel Kruse 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Axel Kruse
Interview: Leserkanonen-Interview mit Axel Kruse vom 05.06.2022
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 05.06.2022
In seinem Roman »Zeittrips gehen anders« aus dem Atlantis Verlag führt Axel Kruse seine Leser zum zweiten Mal von Epoche zu Epoche. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über Science-Fiction-Literatur und über seine zukünftigen Projekte.

Herr Kruse, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Zeittrips gehen anders«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und den zugehörigen Zeit-Zyklus unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Zeittrips gehen anders ist der zweite Teil einer Trilogie. Der erste Teil mit dem Titel Zeitreisen gehen anders erschien im Herbst 2021, der dritte und letzte Teil soll im Herbst 2022 erscheinen, er befindet sich derzeit im Lektorat.
Ich habe mir seit langem Gedanken darüber gemacht, wie sich die Auswirkungen auf Zeitlinien denn darstellen würden, wenn es »chaotisch« zuginge, sprich, wenn es eine Vielzahl von Zeitreisenden gäbe, die, jeder für sich, die Zeitlinien verändern, sodass sich bei Zeitreisen des Protagonisten für diesen unvorhergesehene Folgen ergeben, die eben nicht ausschließlich aus seinem eigenen Handeln, sondern auch aus dem der Antagonisten ergeben.

Für den ersten Teil der Trilogie schrieb mir der Bestsellerautor Andreas Eschbach das Geleitwort, für den zweiten Teil der Bestsellerautor Phillip P. Peterson und für den dritten und letzten Teil Heinz Zwack (aka Heinz Nagel), der in seinem Leben mehr als 500 Romane aus dem Englischen ins Deutsche für den Heyne Verlag übersetzt hat.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer spannende Romane mag und darüber hinaus auch historische, ist hier als Leser die Zielgruppe. Natürlich sollte man grundsätzlich keine Berührungsängste mit dem Literaturgenre der Science Fiction haben, zu dem diese Romantrilogie zu zählen ist. Wer sich durch die Filme der Zurück in die Zukunft Reihe gut unterhalten gefühlt hat, dürfte ebenfalls nicht enttäuscht sein.
Meine literarischen Vorbilder sind Legion, ich besitze über 2.000 Bücher (möglicherweise sind es bereits 3.000), die ich in meinem Leben auch bereits alle gelesen habe. Nur wenige davon entstammen nicht dem Genre der Science Fiction. Mit Lieblingsromanen tue ich mich immer etwas schwer. Da wären einige zu nennen, die ich in extrem guter Erinnerung habe - bis ich sie dann noch einmal lese. Das ist häufig enttäuschend, weil ich nicht mehr der Mensch geblieben bin, der ich war, als ich sie gelesen habe. Das kennen Sie sicherlich auch, vielleicht auch bei einem Film, den Sie in Ihrer Jugend gesehen haben. Der mag zwischenzeitlich schlecht gealtert sein. Was Sie damals als exorbitant toll empfunden haben, holt Sie mittlerweile nicht mehr hinter dem Ofen vor. - Insofern tue ich mich schwer hier Titel zu nennen.

Das Thema »Zeitreise« ist schon häufig in Büchern, Film und Fernsehen aufgegriffen worden. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Trilogie, wegen denen man trotzdem unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Das größte Alleinstellungsmerkmal für mich ist, dass meine Testleser so zufrieden mit den Büchern waren, dass sie dazu bereit waren, mir Geleitworte zu schreiben. Ich darf Andreas Eschbach zitieren: Das ist anspruchsvoll. Das ist richtig anspruchsvoll. Und sorgt für jede Menge Überraschungen und unerwarteter Wendungen.
Phillip P. Peterson schreibt: Manchmal schwirrt einem der Kopf, wenn man darüber nachdenkt, welche Möglichkeiten uns Zeitreisen bieten würden. Es ist manchmal kompliziert, anspruchsvoll und anstrengend, darüber nachzudenken. Aber Axel Kruse zeigt uns, dass es auch enorm spannend und unterhaltsam sein kann.
Das sind Lorbeeren, auf die ich sehr stolz bin. Wie gesagt, das waren die beiden Menschen, die die Bücher gelesen haben, nachdem ich sie geschrieben hatte. Erst danach gingen sie zum Verlag und ins Lektorat.

Das Römische Reich, die Eiszeit, die mexikanische Revolution, der Untergang der spanischen Armada und noch mehr - wie schafft man es, so viele unterschiedliche Epochen und Ereignisse in Worten lebendig werden zu lassen und die Leserschaft in die jeweilige Zeit hineinzuversetzen? Waren für die Reihe beispielsweise viele Recherchen notwendig? Welcher Aufwand steckt generell in Romanen wie denen Ihres »Zeit-Zyklus«?

Ich werde im Juli meinen 59. Geburtstag feiern. Das sage ich deshalb, weil dadurch klar wird, dass ich einiges an Zeit gehabt habe, mich mit diversen Themen vertraut zu machen. Mein Vater legte bei mir unter anderem den Grundstein dazu, dass ich mich für Geschichte (Historie) interessierte. Schon in frühester Kindheit erzählte er mir so manche historischen Ereignisse (nicht immer korrekt) und weckte so mein Interesse, mich darin zu vertiefen. Insofern war die Recherchezeit nicht wirklich dramatisch. Natürlich musste ich hinsichtlich mancher örtlichen Gegebenheiten nachsehen (ich vermute mal, dass die wenigsten Leser den genauen Ort kennen, an dem Jesus die Bergpredigt abgehalten hat), aber das waren dann Momente, die nicht wirklich lange andauerten. Da hilft einem das Netz mittlerweile extrem schnell.
Wenn man zudem in der Jugend viele Abenteuerfilme gesehen hat, fällt es nciht schwer eine stimmige (wie ich hoffe) Atmosphäre zu schaffen.
Als Aufwand betrachte ich das Schreiben von Romanen übrigens nicht. Eher als Erholung vom stressigen Alltag. Es macht mir Spaß in die Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, einzutauchen und sie ausführlich zu erzählen.
Wobei wir beim Punkt sind. Ich schreibe am Wochenende, samstags und sonntags je ca. eine Stunde lang. In dieser Stunde bringe ich so ungefähr 6-7 Buchseiten zu Papier. Da ich das kontinuierlich mache, läppert sich das schnell. Und da ich mich erst hinsetze, wenn ich ein Buch fertig in meinem Kopf konzeptioniert habe (ich mache mir keine schriftlichen Aufzeichnungen) muss ich dann quasi nur noch aus meinem Kopf abschreiben. Dieser Prozess setzt wirklcih Glückshormone bei mir frei.

Was macht Catriona und Andreas zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Die beiden sind mir ans Herz gewachsen. Andreas trägt, wie häufig in meinen Romanen, gewisse Charakterzüge von mir. Insofern ..., gehen Sie nicht zu hart mit ihm um, manchmal ist er einfach ein Volltrottel, der von seiner Partnerin auf den richtigen Weg gebracht werden muss. - Die beiden bilden eine Schicksalsgemeinschaft par excellence. Was sie zusammenschmiedet sind die äußeren Umstände. Wären diese nicht, wäre es möglicherweise fraglich, ob sie je zusammengekommen wären.

Der »Zeit-Zyklus« ist nicht das einzige heiße Eisen, das Sie derzeit im Feuer haben, denn kurz nach Jahresbeginn erschien im Wurdack-Verlag Ihr Science-Fiction-Roman »Migiersdottir«. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Und warum sollten sie sofort mit dem Roman weitermachen, sobald sie die Zeit-Bücher fertiggelesen haben?

Migiersdottir ist ein Roman, der vor einem anderen von mir ersonnenen Hintergrund spielt. Er fügt sich in einen Zyklus ein, wobei es für das Verständnis nicht notwendig ist, eins der anderen Bücher gelesen zu haben.
Es handelt sich um ein Universum, in dem auf der Erde (Terra) ein faschistisches Regime herrscht, welches sich den Rest der Galaxis untertan machen will. Migiersdottir ist eine alte irdische Kolonie (bzw. die Überreste derselben) zu der der Kontakt vor Jahrhunderten abbrach. Die Zivilisation dort ist zurückgefallen und war dabei sich langsam wieder in eine Art viktorianische Zeit zurückzuarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt errichtet das terranische Regime eine Militärbasis auf diesem Planeten, um dort Jagdpiloten auszubilden.
Der Protagonist ist einer dieser Piloten, der zum Dienst in der Armee gepresst wurde. Er stammt von einer anderen, dritten Welt, die Terra erobert hatte (ebenfalls eine alte Kolonie).
Nun findet auf einem abgelegenen Planeten die entscheidende Schlacht statt, Terra unterliegt und der Kontakt zu Migiersdottir reißt erneut ab.
Die dortige Garnison muss sich entscheiden, wie sie in Zukunft weitermachen will. Sich irgendwie in die Gesellschaft integrieren muss sein, da man von dem Planeten nicht mehr runterkommt.
In diesem, wie auch den anderen Büchern dieses Zyklus (z. B. Kirkasant) setze ich mich mit den Auswirkungen einer faschistisch geprägten Gesellschaft auf den kleinen Protagonisten auseinander und stelle mir oft die Frage, wie ich denn gehandelt hätte, wäre ich in einer solchen Gesellschaft aufgewachsen.

Früher wurde man von Science-Fiction-Heftromanen & Co. geradezu erschlagen. In den letzten Jahren hatte das Genre - im Vergleich zu früheren Zeiten - hingegen einen vergleichsweise schweren Stand. Bei Amazon findet nur selten ein SciFi-Roman den Weg unter die Top 100 der meistverkauften Bücher, in anderem Verkaufslisten bleibt das Genre oft ganz außen vor. Wie schätzen Sie den aktuellen Stand des Genres ein, worin sehen Sie die Ursachen? Denken Sie, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt? Was könnte Ihrer Meinung nach dafür sorgen, dass Science-Fiction-Literatur wieder einen größeren Schub bekommt und deutlicher ins Interesse der Massen rückt?

Science Fiction Literatur ist zu anspruchsvoll. Das ist der Grund dafür, dass sie seit einiger Zeit einen schweren Stand hat. Daneben ist sie zu Unrecht als Groschenheft und Schund verschrien. Auch geht sofort das Kopfkino an, die Masse der Leser denkt an Lichtsäbelschwingende Leute, die sich mit Aliens Schlachten liefern.
Das Gegenteil ist bei den meisten Science Fiction Romanen der Fall.
Um der Schublade entgegenzuwirken fehlt die Angabe des Labels auf den meisten derzeit erscheinenden Büchern komplett.
Und siehe da, ohne das Label Science Fiction finden sich die Bücher eines Andreas Eschbach oder Andreas Brandhorst regelmäßig auf der Spiegel Bestsellerliste, obwohl sie lupenreine Science Fiction sind.
Insofern ist es möglicherweise nicht richtig, dass die Science Fiction einen schweren Stand hat, sie wird nur nciht mehr als solche wahrgenommen..

Was können wir von dem Autor Axel Kruse in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Es sind nicht nur Buchprojekte in Planung, sondern sechs fertige Bücher vorhanden, die der Veröffentlichung harren.
Eines davon ist ein Sachbuch, in dem ich mich mit der Familienhistorie, angefangen bei meinem Großvater, der 1933 mit Hurra in die SS eintrat, über meinen Vater, bis hin zu mir beschäftigt. Auch da schimmert wieder die Frage durch, was bringt Menschen dazu, in einer faschistisch geprägten Gesellschaft auf Seiten der Machthaber zu agieren.
Dann gibt es zwei fertige Bücher einer weiteren Trilogie. Hier geht es um einen Piraten, namens Simon Piggot, der in demselben Universum, in dem auch Migiersdottir spielt, sein Glück sucht und nach und nach zu der Erkenntnis gelangt, dass die Terraner diejenigen sind, die es zu bekämpfen gilt. Der erste und der dritte Band sind bereits fertig (Simon Piggot und Piggots Erbe), der mittlere will noch geschrieben werden.
Und dann gibt es noch den vierten Teil der Trilogie um meinen Helden aus Kirkasant, Samuel Kors (Titel: Tsinahpah) sowie einen Episodenroman aus den Anfängen der Eroberung des Weltalls durch die Menschen mit dem Titel Kürben.
Ein Junge, sein Hund und der Fluss ist das aktuelle Buch (in meinem Kopf bereits fertig), was noch geschrieben werden will. Gewidmet ist dieses Samuel Longhorne Clemens (aka Mark Twain). Eine Geschichte, die ebenfalls auf einem fernen Planeten spielt.
Termine für Messen oder Lesungen stehen momentan noch nicht fest.

Das Team von Leserkanone.de dankt Axel Kruse für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Axel Kruse
»Zeittrips gehen anders« bei Leserkanone.de
»Zeittrips gehen anders« bei Amazon
»Migiersdottir« bei Leserkanone.de
»Migiersdottir« bei Amazon
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