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Gabriele Behrend 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Gabriele Behrend
Twitter: @mrsaugenfisch
Facebook: gabrieleubehrend
Instagram: madameaugenfisch

Im Frühjahr 2022 führte Gabriele Behrend ihre Leser in ein »Dorf am Grunde des Sees«. Am 15. Mai stellte sie sich unseren Fragen zu ihrem Autorenleben:

Frau Behrend, seit wann sind Sie inzwischen in der Buchwelt unterwegs? Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich habe ernsthaft mit dem Schreiben Ende 2003 begonnen, 2004 wurde meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht und seither habe ich mich meistens mit Kurzgeschichten in der SF beschäftigt. Nebenbei haben allmählich die Arbeiten an meinem ersten Roman begonnen, der 2020 erschienen ist. Ich bin durch meinen zweiten Ehemann zum Schreiben gekommen, der mir das Wesen der Kurzgeschichte näher gebracht hat und als Hobby ebenfalls SF schreibt. Er ist mein erster Lektor, Testleser. Ich schicke nichts in die Welt hinaus, das er nicht gelesen hat.

Welches Genre oder welche Genres würden Sie als Ihre literarische Heimat bezeichnen? Fans welcher Autoren könnte es gefallen, in Ihre Werke hineinzuschnuppern?

Ich liebe Science Fiction, weil sie so ein großes Spielfeld unendlicher Möglichkeiten ist. Dabei bleibe ich aber stets nah am Menschen oder an der handelnden Hauptperson. Mein bevorzugtes Subgenre ist Near Future. Früher habe ich hauptsächlich dystopische Geschichten geschrieben, inzwischen lasse ich auch mal die ein oder andere Wendung zum Guten zu. Wer Flowers for Algernon von Daniel Keys liebt, wird sich bei mir vielleicht auch wohl fühlen.

Was macht eine Geschichte Ihrer Ansicht nach zu einer guten Geschichte?

Wenn man beim Lesen die Zeit aus den Augen verliert, wenn man den Text nicht aus den Händen legen kann - kurzum, wenn der Text fesseln kann. Entweder mit Action oder auch mit den leisen Tönen. Gute Beschreibungen, ein logisches World Building, Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann.

Wie können wir uns einen Tag in Ihrem Autorenleben vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Halten Sie sich dabei an spezielle Rituale?

Ich bin ja kein Vollzeitautor, ich arbeite nebenher, um die Miete zu zahlen. Aber wenn ich Spätschicht habe und gerade in einem Projekt stecke, das mich nicht loslässt, dann stehe ich schon mal so gegen 3 Uhr auf, schreibe zwei oder drei Stunden, schlafe dann noch etwas und beginne dann den Tag. Das ist schon zu einem Ritual geworden. Ansonsten schreibe ich - wenn ich gefesselt bin vom Projekt - wann immer es geht.

Woraus entwickeln sich die Ideen für Ihre Geschichten? Was inspiriert Sie, wer inspiriert Sie?

Meistens ist es ein Satz, der mir durch den Kopf geht, einer der schön klingt, oder herausfordernd. Und dann schließe ich die Augen und lasse den Film entstehen. Und dann frage ich mich durch diese erste schemenhafte Idee hindurch, ziehe Schlussfolgerungen und lasse die Welt aus meinen Gedankensplittern auferstehen. Manchmal ist es eine Zeitungsmeldung oder die Wahrnehmung der Gegenwart, die mich inspirieren. Und Menschen. Ich sammle Ausdrücke, Mienenspiele, Haltungen und Handlungen, gerne in der Straßenbahn.

Entstehen Ihre Geschichten im Voraus »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum halten Sie Ihren Weg für den Richtigen?

Früher habe ich nur drauflos geschrieben, anfallsweise. Immer wenn ich eine Idee komplett im Kopf entwickelt hatte, hatte ich keine Lust, kein Interesse, keinen Drang, sie jetzt noch niederzuschreiben. Inzwischen ist das anders. Ich habe eine (vage) Vorstellung vom Plott und entwickle wenigstens grob den Weg zur letzten Szene. Und dann schreibe ich - und lasse mich dann doch noch hin und wieder von den Charakteren überraschen.

Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vor Ihrer ersten Veröffentlichung vorgestellt haben? Haben Sie Wüsche an den deutschsprachigen Buchmarkt und speziell an Ihre Leserschaft?

Ich hatte mir gar nichts vorgestellt oder erhofft, ich sehe jede Entwicklung als Gewinn an. Jede Rezension ist Wind unter meinen Flügeln, daher finde ich es schön, wenn meine Bücher nicht nur gekauft, sondern auch gelesen werden. Wenn dann ein Feedback kommt, macht es mich glücklich. In diesem Sinne - kauft meine Bücher, lest sie auch und gebt mir ehrliches Feedback, auch wenn es kritisch ausfällt. Nur so kann ich lernen. Und dem Deutschen Buchmarkt will ich zurufen: lasst die deutschsprachige Science Fiction nicht allein in der Hand der Kleinverlage. Überseht uns nicht.

Das Team von Leserkanone.de dankt Gabriele Behrend für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
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