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Jani Friese 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Jani Friese
Facebook: JaniFrieseAutorin
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Jani Friese vom 03.01.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.01.2019
In ihrem Roman »... und über uns der Himmel von Peru« führt Jani Friese ihre Leser nach Südamerika. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über Peru und über ihre Protagonistin Emma.

– Frau Friese, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »... und über uns der Himmel von Peru«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Natürlich, sehr gerne. In meinem Buch:« ... und über uns der Himmel von Peru«, handelt es sich um eine schicksalhafte, fesselnde aber verbotene Liebe, vor der atemberaubenden Kulisse der peruanischen Anden.
Emilia studiert Medizin in Heidelberg. Ein großer Traum geht in Erfüllung, als sie die Möglichkeit erhält, ihren Professor nach Peru zu begleiten, wo er ein Krankenhaus in Curahuasi unterstützt. Am Flughafen begegnet sie David, dessen smaragdgrüne Augen sie sofort magisch anziehen. Obwohl er Theologie studiert, um Priester zu werden, kommen sich die beiden näher. Davids Bruder Marc, der ebenfalls ein Auge auf Emilia geworfen hat, ist davon nicht begeistert. Während ihrer Zusammenarbeit versucht der Arzt alles, um sie von seinem Bruder fernzuhalten und sie für sich zu gewinnen. Schließlich zwingen tragische Umstände Emilia dazu, eine schwerwiegende Entscheidung zu fällen. Hatte vielleicht das Schicksal dabei seine Finger im Spiel? Und was hat es mit dem alten Medaillon ihre Großmutter auf sich, dass sie zurück nach Machu Picchu bringen soll? Mutig stellt sie sich der Herausforderung, doch wer wird sie auf ihrem abenteuerlichen Weg über die Berge begleiten?

– Den Lesern welcher anderen Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Es ist für mich schwierig, mich mit anderen Autoren oder meine Bücher mit anderen Büchern zu vergleichen. Ich würde sagen, jeder der gerne fesselnde Liebesromane liest oder am besten auch noch gerne in fremde Länder reist, wird eine wundervolle Lesezeit mit meinem Buch haben. Was die literarischen Vorbilder betrifft, ich bewundere besonders Nicholas Sparks. Als Mann solche ergreifenden Liebesromane schreiben zu können, finde ich bemerkenswert. Außerdem sind seine Geschichten nie vorhersehbar. Ich mag aber auch Diana Gabaldon, Iny Lorenz, Stephenie Meyer und vielen andere Autoren, die tolle Liebesromane geschrieben haben.
Meine eigenen Liebesromane sind:
- 1. Liebe in der Toskana – Anastasia & Vincenzo
- 2. Für immer und du (Fortsetzung von Liebe in der Toskana)
- 3. Mein Weg zurück zu dir
- 4. ... und über uns der Himmel von Peru

– Wie kamen Sie darauf, gerade Peru in den Mittelpunkt Ihres Romans zu rücken? Was macht das Land zu einem idealen Buchschauplatz? Haben Sie selbst einen Bezug zu dem Andenstaat?

Peru ist nicht nur landschaftlich der ideale Schauplatz für ein Buch, sondern auch, weil die Menschen in diesem Land ein besonders interessantes Leben führen. Ihre Vergangenheit begleitet sie noch heute und spiegelt sich in den alten Ruinen und Mythen der Inka wieder. Viele von ihnen leben an der Armutsgrenze oder in völliger Armut. Besonders die Bevölkerung in den Bergregionen erhalten nur wenig oder gar keine Unterstützung. Bei meinen Recherchen stieß ich unter anderem auf das Krankenhaus Diospi Suyana, das in Curahuasi, in der Nähe von Machu Picchu liegt. Die außergewöhnliche Geschichte dieses Krankenhauses hat mich besonders berührt und inspiriert. Das Ehepaar John aus Deutschland hatte dieses Krankenhaus nur mit Spenden durch ihre Vorträge in aller Welt und mit ihrem unermüdlichen Einsatz für dieses Projekt, in kürzester Zeit errichtet. Es sollte den armen Menschen aus den Bergdörfern dienen, die sonst nur von den sogenannten Curanderos oder auch Geistheiler genannt, behandelt wurden. Andere medizinische Hilfe konnten sie sich nicht leisten, abgesehen von der Tatsache, das der Weg zum nächsten Krankenhaus viel zu weit war. Welche Zufälle dazu führten, so ein großes Projekt zu verwirklichen, könnt ihr auf der Seite von Diospi Suyana lesen. Diese einzigartige Geschichte des Krankenhauses hat mich nicht nur inspiriert, sondern erneut gezeigt, das der Glaube an etwas die Stärke besitzt, das Unmögliche möglich zu machen.
Warum Peru? Es liegt schon etwa zwanzig Jahre zurück, aber seitdem ist mir dieses Land nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Damals arbeitete ein Arzt, der eine Zeit lang in Südamerika gelebt hatte, in dem selben Krankenhaus wie ich. Eines Abends hatte er uns eingeladen, um uns Dias von Land und Leute zu zeigen und uns Geschichten über die alten Inka zu erzählen. Ich war sofort gefesselt und bin es noch heute. Peru hat mich nie losgelassen, sodass ich irgendwann auf die Idee kam, das genau dort meine Protagonisten ihre Liebe finden sollten. Während meiner Recherchen für dieses Buch, in der ich in jeder freien Minute Berichte über das Land und die Menschen dort gelesen habe, wurde mir ein weiteres Mal bewusst, dass ich all das unbedingt eines Tages mit eigenen Augen sehen wollte. Im September nächsten Jahres ist es endlich so weit und ich reise in das Land meiner Träume. Dieses Buch ist mein absolutes Herzprojekt und ich hoffe, das die Leser sich ebenso in dieses Land verlieben, wie ich es getan habe.

– Wie schafft man es, einen Roman, der in einem solch fernen Land spielt, wirklichkeitsgetreu in Szene zu setzen? Waren beim Schreiben viele Recherchen nötig? Welcher Aufwand steckt generell in einem Roman wie »... und über uns der Himmel von Peru«?

Für mich war es recht einfach. Ich bin selbst noch nicht in Peru gewesen, aber ich brenne für dieses Land, seitdem ich damals die Dias gesehen hatte, ähnlich wie bei meiner Protagonistin Emilia. Nachdem ich wusste, dass mein nächster Roman in Peru spielen sollte, begann ich damit, jede freie Minute zu recherchieren. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen und sog quasi alle Informationen in mich auf, wie ein trockener Schwamm. Ich steckte mein ganzes Herzblut und meine Gefühle in dieses Buch, um diese besondere Geschichte zum Leben zu erwecken.

Vielleicht passen Emilias Gedanken gerade hier perfekt hinein.
Zitat: »Ich würde wohl nie den Moment vergessen, als ich voller Faszination auf das Foto von Machu Picchu gestarrt hatte, der alten Ruinenstadt der Inkas, die auf einer Bergspitze in Peru lag. Ich konnte kaum atmen, und ein unerklärliches Gefühl von Angst, Sehnsucht und Glück zugleich, hatte mich gefangen genommen. Es kam mir so vor, als wäre ich schon einmal dort gewesen. Als hätte ich die Ruinen schon einmal mit eigenen Augen gesehen, den Boden darunter gespürt und die klare Bergluft geatmet.«

Etwa drei Monate hat es gedauert, bis die Geschichte fertig war. Generell kann man nicht vorher sehen, wie viel Zeit man benötigt, um einen Roman zu schreiben. Es liegt immer an der freien Zeit, vor allem, wenn man berufstätig ist wie ich, an der eigenen Stimmung oder an den Ideen. Zum Glück habe ich das Privileg, nicht unter Druck schreiben zu müssen. Das stelle ich mir furchtbar vor.

– Was macht Ihre Protagonistin Emilia zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an David und Marc persönlich?

Emilia ist humorvoll, hilfsbereit und willensstark. Ihr Wunsch ist es, humanitäre Hilfe zu leisten. In Peru muss sie sich so manchen Herausforderungen stellen. Auch als es schwierig wird, gibt sie nicht auf und kämpft. Unglückliche Umstände führen jedoch dazu, dass sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss, die ihr so manches abverlangt. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau mit einem guten Herzen und denkt nicht nur an sich selbst. Das bewundere ich an ihr.
David möchte ebenso den Menschen helfen, auf seine eigenen Art. Er hat meinen Respekt dafür, dass er einen Beruf erlernt, bei dem er auf die Liebe und viele andere menschliche Bedürfnisse verzichten muss. Für jemanden, der sich nicht mit der katholischen Kirche verbunden fühlt, wäre das sicher unvorstellbar. Als jedoch seine Gefühle zu Emilia seinen Glauben ins Wanken bringt, versucht er, dagegen anzukämpfen. Ich schätze ihn, weil er sich seinem Gefühlschaos stellt und nicht davon läuft.
Marc arbeitet als Arzt am Ende der Welt und unterstützt diese Menschen im medizinischen Bereich. Das allein ist schon ein Grund, ihn zu schätzen. Er ist ein Sturkopf und explosiv, ebenso leidenschaftlich und hilfsbereit. Marc ist jemand, der eine unglaubliche innere Stärke besitzt und auch nicht aufgibt, wenn es aussichtslos erscheint.

– Im Gegensatz zu früheren Romanen haben Sie »... und über uns der  Himmel von Peru« in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es dieses Mal auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Die Antwort ist einfach, der Verlag hat den Roman abgelehnt. Er beinhaltet Themen, die Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten hervorrufen können. Außerdem spielt er in Peru, einem Land, das nicht sehr viele wirklich kennen. Für einen Verlag ist das ein Risiko, denn sie wollen ihre Bücher verkaufen, und gehen daher lieber auf Nummer sicher. Meine vorherigen Romane spielen in der Toskana. Als Urlaubsregion sehr bekannt und beliebt, jedoch nur wenige reisen nach Peru. Ich war natürlich traurig, aber ich habe so sehr an diese Geschichte geglaubt, dass ich sie einfach selbst veröffentlichen musste. Die Rezensionen sprechen für sich und es gab einige Leser die mir geschrieben haben, dass sie nun unbedingt gerne dorthin reisen möchten. Das hat mich wahnsinnig gefreut.
Was die Zusammenarbeit mit Verlagen betrifft, ich denke beides hat seine Vor-und Nachteile. Der Verlag nimmt einem natürlich sehr viel ab, worum man sich als Selfpublisher selber kümmern müsste. Kompromissbereitschaft ist notwendig, denn auch ein Verlag hat seine eigenen Vorstellungen. Ich habe sehr gute Erfahrung machen können. Es war immer ein Miteinander und die Dinge wurden mit mir besprochen und Vorschläge gemacht. Das ist leider nicht bei allen Verlagen so. Ein Buch in eigener Regie zu veröffentlichen kostet eine Menge Zeit und Geld, wenn man es professionell machen möchte. Der Vorteil ist, der Autor kann alles selbst entscheiden.

– Was können wir von der Autorin Jani Friese in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich habe in diesem Jahr einen traumhaften Urlaub in Kanada verbracht. Das hat mich so inspiriert, dass ich bereits begonnen habe, einen neuen Roman zu schreiben. Außerdem liegt noch eine fertige Geschichte in der Schublade die darauf wartet, überarbeitet zu werden. Jetzt jedoch möchte ich mich zuerst auf den neuen Roman konzentrieren, denn die Ideen wollen unbedingt aufgeschrieben werden. Worum es genau geht, wird noch nicht verraten, aber ich verspreche wie immer eine Menge Emotionen und wundervolle Landschaftsbeschreibungen, die den Leser zum Träumen bringen.
Im nächsten Jahr werde ich auf jeden Fall auf der Leipziger Buchmesse sein. Die Zimmer sind bereits gebucht. Ich freue mich sehr darauf, besonders auf die vielen Gespräche mit den Lesern, Bloggern und Autorenkollegen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Jani Friese für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Jani Friese
Jani Friese bei Facebook
»... und über uns der Himmel von Peru« bei Leserkanone.de
»... und über uns der Himmel von Peru« bei Amazon
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