Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.385 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »medina773«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
NEUESTES BUCH
 
Mikael Lundt 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Mikael Lundt
Facebook: mikaellundt
Instagram: mikaellundt
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Mikael Lundt vom 18.09.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 18.09.2018
In seinem aktuellen Roman setzt Mikael Lundt die »Weltengang-Maschine« in Bewegung. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über den Roman, über einen Versager mit göttlicher Macht und über das »Tagebuch des Schicksals«.

Herr Lundt, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Die Weltengang-Maschine«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Ganz grob zusammengefasst geht es um Satanisten, Säufer, Senioren und ein bisschen Sex. Alles dreht sich um den Berufstrinker Bernd Bratzke, der von Gott per Fax den Auftrag bekommt, die Geschicke der Welt zu lenken, während er selbst zur Kur fährt. Dem entgegen steht eine Bande Möchtegern-Satanisten, die eigene finstere Pläne verfolgt. Das Buch ist ein skurriler Roadtrip durch Raum und Zeit, der regelmäßig ins Absurd-komische abdriftet.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Von einigen Lesern habe ich gehört, dass es sie beim Lesen ans Douglas Adams und Terry Pratchett erinnert hat. Auch Dan Wells schreibt herrlich überdrehte Sachen, die so ein bisschen in diese Richtung gehen. Helge Schneider ist sicher ebenfalls eine passende Referenz. Privat lese ich aber auch gerne Science-Thriller oder klassische Fantasy.

Was macht Ihren Protagonisten Bernd Bratzke zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn und seine Wegbegleiter unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm und an seinen ungewöhnlichen Gefährten persönlich?

Bernd Bratzke ist so ziemlich der letzte Mensch, von dem man wollte, dass er die Welt regiert. Dass ein »Versager« wie er plötzlich auserwählt wird, um göttliche Macht auszuüben, hat mich aber gerade fasziniert. Seine Mitstreiter sind ebenso wie seine Gegenspieler eher schrullig als kompetent: Da treffen Rentner auf Blackmetaller und Gebrauchtwarenhändler auf Außerirdische mit Zungenverknotung. So ist das Chaos vorprogrammiert. Und mit chaotischen Umschwüngen und fantastösen Episoden wird nicht gegeizt. Wenn ich die Figuren mit etwas Abstand betrachte, so denke ich, dass ich vor allem an ihnen schätze, dass sie trotz ihrer offenkundigen Inkompetenz niemals aufgeben.

Amüsante und schräge Bücher zu schreiben hört sich nach harter Arbeit an, denn wie schaffen Sie es, beim Schreiben auf Knopfdruck humorvoll zu sein und locker und witzig zu klingen? Wie erhalten Sie während eines wochen- oder monatelangen Schreibprozesses die dafür notwendige Stimmung?

Auf Knopfdruck witzig zu sein, das funktioniert prinzipiell schon, aber eher im Bereich der Satire. Etwa, wenn man eine Glosse im journalistischen Fach schreibt. Das lehrt einen dort der Zeitdruck. Für einen Roman klappt das eher nicht. Oder ich habe einfach noch nicht herausgefunden, wie. Hier entpuppt es sich als langwierige Arbeit. Auch, weil sich der Blödsinn »anstauen« muss, bis er sich Bahn bricht, um es mal bildhaft auszudrücken. Und vieles ergibt sich beim Schreiben. Wichtig ist, keine Schranken im Kopf zu haben, sondern die Absurdität zuzulassen. Zur Entstehungsgeschichte gehört auch, dass ich habe fast zwei Jahre an den Buch geschrieben habe, weil mir mittendrin manchmal wochenlang die Muße fehlte oder keine Zeit war, in die nötige Stimmung zu kommen. Wenn die Stimmung dann da ist, muss Zeit sein, sie zu nutzen. Stress und Zeitdruck sind auf jeden Fall schädlich.

»Die Weltengang-Maschine« ist nicht das einzige heiße Eisen, das Sie derzeit im Feuer haben, denn kurz zuvor erschien Ihr Roman »Tagebuch des Schicksals«. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Und warum sollten sie sofort mit dem Buch weitermachen, sobald sie »Die Weltengang-Maschine« fertiggelesen haben?

Das Tagebuch habe ich tatsächlich nach der Weltengang-Maschine geschrieben, aber zuerst veröffentlich, weil ich etwas Abstand zu der schrägen Story um Bernd Bratzke aufbauen wollte, bevor ich sie auf die Leserschaft loslasse. Die Bücher sind thematisch und vom Genre her unterschiedlich, das Tagebuch geht deutlich stärker in Richtung Fantasy beziehungsweise modernes Märchen. Darin werden der miesepetrige Aribert und die esoterische Dörte von einem magischen Buch in eine fremde Fantasiewelt katapultiert, in der alles ganz anders ist, als sie sich das vorgestellt haben. Sie müssen ihre Gegensätze überwinden, wenn sie nicht von den Elementen vernichtet werden wollen. Gemeinsam haben die beiden Bücher den humorvollen Unterton, weshalb ich denke, dass Leser beides mögen werden. Auch die Charaktere sind hier wieder auf eine liebenswerte Art verschroben und verpeilt.

Sie haben Ihre Bücher ohne einen »klassischen« Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit die alteingesessenen Verlage überhaupt noch für nötig?

Unbedingt nötig sind Verlage nicht, wie der Bereich des Selfpublishing recht deutlich zeigt. Aber sie können natürlich überaus hilfreich sein, denn sie haben jahrlange Kontakte aufgebaut, ein Vertriebsnetz etabliert, Marketingkonzepte entwickelt und dergleichen. Das muss man sich als Selbstverleger alles irgendwie selbst aneignen, was ein nicht zu unterschätzender Aufwand ist. Der stört mich aber nicht so sehr. Denn bei mir kommen zwei Dinge zusammen: Ich bin ungeduldig und habe gern alles unter Kontrolle. Beides wäre mit einem Verlag im Rücken schwieriger umsetzbar, denn die Verlagsmühlen mahlen oft langsam und der Verleger hat logischerweise bei vielem Mitspracherecht. Trotzdem wäre es vielleicht vorteilhaft, bei einem Verlag unter Vertrag zu sein - wenn eben die Chemie stimmt. Meine Bücher würden sicher nicht überall ins Sortiment passen.

Was können wir von dem Autor Mikael Lundt in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich habe gerade die erste Fassung der dritten Romans fertig geschrieben, der einen starken Science-Fiction-Einschlag hat. Das Manuskript liegt nun ein paar Wochen, um zu »reifen«. Dann geht es an die Überarbeitung und Veröffentlichung. Voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November wird es soweit sein. Eine Lesung in meiner Heimatstadt Hof wird es passend zur Buchveröffentlichung geben. Der Termin ist aber noch nicht fix. Zuvor bin ich auf der Buchmesse in Frankfurt, wo meine Bücher am Stand des Selfpublisher-Verbands ausliegen. Auf die Messe freue ich mich sehr, auch um persönlich mit Kollegen und Lesern in Kontakt zu kommen.
Das Team von Leserkanone.de dankt Mikael Lundt für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Mikael Lundt bei Facebook
»Die Weltengang-Maschine - Bernd Bratzke und das Fax von Gott« bei Leserkanone.de
»Die Weltengang-Maschine - Bernd Bratzke und das Fax von Gott« bei Amazon
»Tagebuch des Schicksals - Im Bann der Elemente« bei Leserkanone.de
»Tagebuch des Schicksals - Im Bann der Elemente« bei Amazon
Interview aus- und Bücherliste einblenden
 
Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz