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Linda Graze

0 Fans
Herkunft: Deutschland
Twitter: @LindaGraze
Facebook: Schwarzwaldkrimis
Instagram: linda_graze
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln

Seit mehreren Jahren begeistert Linda Graze die Leser mit ihren Schwarzwald-Krimis. Am 5. November 2022 beantwortete sie uns einige Fragen zu ihrem Autorenleben:

– Frau Graze, seit wann sind Sie in der Buchwelt aktiv? Was führte dazu, dass Sie einst mit dem Schreiben angefangen haben?

Meinen ersten Roman hab ich 2016 geschrieben und er wurde 2018 veröffentlicht. Schreibend bin ich aber seit 25 Jahren unterwegs, ich habe ja in Werbeagenturen quer durchs Land als Texterin gearbeitet. Wie viele Kollegen habe ich immer wieder mit einem Buchprojekt geliebäugelt. Erst nach intensivster Auseinandersetzung mit dem Markt und den Anforderungen habe ich es zu (einem guten) Ende führen können.

– In welchem Genre oder welchen Genres sind Sie aktiv? Wie kam es dazu? Den Fans welcher Autoren würden Sie empfehlen, schnellstmöglich einen Blick auf Ihre Bücher werfen?

Meine drei Bücher sind im Regiokrimi/Cosy Crime Genre angesiedelt. Weil ich aber ein wenig rebellisch bin und enge Grenzen nicht mag, luge ich immer wieder über die Genreschublade hinaus. So ist mein zweites Buch mit einer historischen Geschichte verwoben und der dritte Band knöpft sich ein politisches Thema vor - ohne dabei die Unterhaltung und v.a. den Humor zu verlieren, das ist zumindest mein Anspruch. Ich könnte jetzt keine Vergleichstitel nennen, bei mir ist es eher »ein Stück von ihm, ein Stück von ihr«. Von wem, das müssen die LeserInnen entscheiden! Wen ich auf alle Fälle mag ist Wolf Haas. Aber auch die Sörensen Reihe finde ich sehr gelungen.

– Was macht ein Buch Ihrer Ansicht nach zu einem guten Buch, was macht Figuren zu gelungenen Figuren?

Ich schaue zuerst, wie ein Buch geschrieben ist. Wenn mich die Art der Sprache nicht reinzieht, die »Wortkomposition" nicht anspricht, lege ich jedes Buch weg. Auch wenn es spannend ist, langweilt mich das. Gleichermaßen finde ich Figuren wichtig: Sie müssen originell sein, dennoch glaubwürdig. Man sollte sie ernst nehmen. Wenn eine Serie nicht viel mehr als die »Trotteligkeit« seiner Ermittler vorweisen kann, ist mir das zu platt. Eine Person und ihre Geschichte müssen mich berühren. Dabei sind Dialoge essentiell. Wenn sie den Plot vorantreiben, ohne dahinplätscherndes Geplänkel auskommen, wow!

– Wie können sich Ihre Leser einen Tag in Ihrem Autorenleben vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Folgen Sie dabei speziellen Ritualen?

Ich versuche, mindestens 3, 4 Stunden, in Abgabephasen auch 6 Stunden und mehr am Stück zu schreiben. Meistens sehr früh am Morgen. Möglichst jeden Tag! Wenn ich zu lange Pausen einlegen, muss ich wieder von vorne anfangen, daher macht es Sinn, dranzubleiben. Das geht den meisten Autoren, die ich kenne, so.

– Wo nehmen Sie die Ideen für Ihre Geschichten her? Wer oder was sind Ihre Inspirationen?

Ideen sind überall, sie sind einfach da, man muss nur mit offenen Sinnen durch die Welt spazieren und nach ihnen greifen. Das kann man trainieren, wie jede Fertigkeit. Ich habe eher zu viele Ideen als zu wenige und einige in der Schublade, die mich immer wieder anschmachten und sagen: »Hallo, ich bin auch noch da."

– Entstehen Ihre Geschichten vorab »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie den Worten ihren Lauf? Warum halten Sie Ihren Weg für den Richtigen?

Sowohl als auch. Ich muss mich zur »Reißbrettarbeit« eher zwingen, aber sie ist unersetzlich. Ich tendiere zum Drauflos-Schreiben und habe das schon mehrmals mit »weg damit und alles auf Anfang« bezahlt. Denn ohne sauberen Plot funktioniert ein Unterhaltungsbuch einfach nicht. Also diszipliniere ich mich und erarbeite grob den Inhalt für jedes Kapitel. Trotzdem schreibe ich gerne drauf los, sonst verliere ich die Motivation. Dann muss ich schauen, ob ich es einfügen kann. Aber ich halte meinen Weg nicht für den Richtigen - wie käme ich darauf! Es gibt viele Wege, die zum Buch führen, das muss jeder Autor und jede Autorin selbst herausfinden.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vor Ihrer ersten Veröffentlichung vorgestellt haben? Haben Sie Wüsche an den deutschsprachigen Buchmarkt und speziell an Ihre Leserschaft?

Ich wusste, dass es kein Honiglecken wird, aber das Fertigstellen und Überarbeiten von 360 Seiten wie auch die Agenten- und Verlagssuche empfand ich als mega taff. Ich bin sehr dankbar, über meine Agentin einen großartigen Verlag gefunden zu haben.
Mein größter Wunsch? Den Markt mehr zu öffnen. Nicht so an Genreerwartungen zu kleben. Dies gilt für Verlage und für Leser. In meinen Augen wiederholen sich die belletristischen Bücher, ein Thema gleicht dem nächsten, ein Erfolgsformat kopiert ein anderes. Das ist sehr schade und verhindert originelle, neuartige Werke. Nur im literarischen Bereich und bei Auslandslizenzen ist es anders.

Das Team von Leserkanone.de dankt Linda Graze für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
Blognoten:
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Blognote der Bücher der Autorin: Schulnote 2,00 / 80% (8 Rez.)
Usernoten:
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Usernote der Bücher der Autorin: Schulnote 2,27 / 74,55% (11 Noten)
Hinweis: Was hat es mit den unterschiedlichen Bewertungssystemen auf sich?
Bücher nach Bewertung Bücher chronologisch Bücher alphabetisch
Justin Schmälzle 3 - Schwarzwälder Verschwörung
Genre: Kriminalroman (Rowohlt, 17. Mai 2022)
100/100
[1 Blogger]
Schwabens Abgründe
Genre: Kriminalroman und Kurzgeschichtensammlung (Silberburg, 3. April 2021)
100/100
[1 Blogger]
Justin Schmälzle 2 - Schwarzwälder Morde
Genre: Kriminalroman (Rowohlt, 21. April 2021)
80/100
[1 Blogger]
Justin Schmälzle 1 - Schmälzle und die Kräuter des Todes
Genre: Kriminalroman (Rowohlt, 24. Juli 2018)
73/100
[6 Blogger]
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies