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Sabine Schulze Gronover 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Sabine Gronover und Frida Gronover
Webseite: Offizielle Homepage von Sabine Schulze Gronover
Facebook: www.sabinegronover.de
Instagram: sabine_frida_gronover
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Frida Gronover vom 03.09.2020
  Leserkanonen-Interview mit Frida Gronover vom 24.06.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 24.06.2021
Im aktuellen Roman von Frida Gronover erfährt die Leserschaft, welche Folgen »Dänische Gier« haben kann. Im Interview mit Leserkanoen.de sprach die Autorin über das Buch, über den Urlaubsort Marielyst und über die eigenen Worte in Hörbuchform.

Frau Gronover, mehr als ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Frida Gronover getan?

Frida Gronover hat fleißig weitergeschrieben und in den sozialen Medien leider oft gepostet, was an Lesungen alles der Pandemie zum Opfer fiel. Aber Ich freue mich sehr, dass Ende März der dritte Band der Gitte Madsen Reihe beim Ullstein Verlag erschienen ist. Und mit den Münsterlandkrimis um die Ermittler Schmitt & Kemper geht es ebenfalls weiter. Im Oktober erscheint der dritte Band beim KBV Verlag unter dem Titel: Die Rotte.

Hat sich die Corona-Krise mit ihren Lockdowns auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar gemacht?

Ja, ich habe den Publikumskontakt durch Lesungen und andere Veranstaltungen sehr vermisst. Es macht wenig Freude, sich vor eine Kamera zu setzen und zu einem imaginären Publikum im Netz zu lesen, das man nicht sieht und hört. Man kommt auf komische Ideen, wenn so wenig passiert. Damit keine Langeweile aufkommt, wollte ich vor wenigen Wochen für meinen neuen Münsterlandkrimi, in dem es um Wildschweine geht, in ein Wildschweingehege einbrechen und ein wenig für Action vor und hinter der Kamera sorgen. Das Ergebnis war ein sehr netter Kontakt mit dem Besitzer und drei Wildschweinen, die mir aus der Hand fraßen. :-) Also Lesungen, Publikumskontakte sind dringend wieder erwünscht. So auch die Präsenz der Bücher in geöffneten Buchläden.

Inzwischen ist mit »Dänische Gier« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Mit Softeis und Lakritz lautet der Lockruf vom Ullstein Verlag für das Buch. Und es wird auch wieder jede Menge Urlaubsstimmung geben. Die Geschichte beginnt mit einer dänischen Feier, einem Richtfest, bei dem die Bestatterin und Heldin Gitte Madsen beschwipst mit dem Fahrrad nach Hause fährt und sich Gedanken um die abergläubischen Bauarbeiter macht, denn der Richtspruch ging schief und Unheil wird erwartet. Doch dann stößt sie mit dem Fahrrad gegen den leblosen Körper des Polier. Eben noch putzmunter auf der Party, nun mausetot am Rande der Straße. Ihre Ermittlungen führen sie immer tiefer in das Privatleben des Toten. Eine zweite Leiche passt schließlich so gar nicht in das Bild, das sich Gitte zurecht gelegt hat, und der smarte Kommissar Ole rauft sich mehr als einmal die Haare: wegen Gitte und wegen des Falls.

Gitte Madsen tritt in Ihrem Buch nun schon zum dritten Mal auf. Wie schafft man es, mit wiederkehrenden Protagonisten in einem kleinen und daher vermutlich kulissentechnisch etwas »eingeengten« Ort wie Marielyst stets frisch zu klingen, die Protagonisten weiterzuentwickeln und sich nicht zu wiederholen?

Wenn ich schreibe, sind die Personen in meinen Büchern für mich irgendwie ganz schön real. Ich sehe sie vor mir und schaue mir ihr Handeln an - eine Entwicklung der Personen geschieht, wie im echten Leben, zwangsläufig und hoffentlich in eine Richtung die die Leserschaft mag. Der Urlaubsort Marielyst ist klein, aber auch hier geschehen Veränderungen und es gibt viele Themen. Durch das Engagement einer Deutschen gibt es neue behindertengerechte Entwicklungen am Strand, es gibt Kunst und Kultur, geschichtliche Hintergründe, und natürlich immer wieder neue Touristen und alte Hasen. Marielyst ist ein Ort mit Suchtpotential, weil sich dort Ruhe und Hygge genauso finden lassen wie der nette Trubel an einem Samstagabend im Ortskern mit Restaurants und Bars. Die Mischung aus Strand, duftenden Nadelbäumen, großen Gärten rund um die Ferienhäuser und vielen Radwegen lockt an. Ich denke auch, dass gar nicht immer nur Neues erwartet wird, sondern Leser und Leserinnen das Wiedererkennen mögen, die Gemütlichkeit, den Wein in der Adrianobar und den feinen Sandstrand. Neu sind die Mordfälle, in die Gitte hineinstolpert.

Eine Leiche mit in den Hals eingeritzten Wikingerrunen, heimtückische Giftmorde, nun ein erwürgter Polier: Wie erschafft man eigentlich Verbrechen, wenn man im »richtigen Leben« nicht die Tendenz hat, mordend durch die Straßen zu ziehen? Wie beschafft man sich Inspirationen für einen (geschriebenen) Mord? Und lernt man während des Schreibprozesses womöglich Täter zu verstehen und ihre Taten nachzuvollziehen?

Tagsüber ziehe ich sicher nicht bewaffnet durch die Gegend, doch meine nächtlichen Träume boten schon immer einiges an Abenteuern. Tatsächlich interessiert es mich immer sehr, was Menschen antreibt, gewisse Dinge zu tun und wie weit sie gehen, um eigene Ziele zu erreichen. Meine therapeutische Tätigkeit in einer Psychiatrie bringt mich in Kontakt mit vielen interessanten Lebensberichten. Unter anderem behandel ich auch Patienten, die aufgrund ihrer Suchterkrankung schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, und so beschäftige ich mich eben nicht nur mit heilen Welten. Die interessantesten Fälle sind meiner Meinung nach die, in denen die Verbrechen nicht in der Ganovenwelt stattfinden, sondern wenn augenscheinlich harmlose, artige Bürger zur Waffe oder Giftkapsel greifen.

Seit Beginn des Jahres kann man die Bücher Ihrer Reihe auch im Hörbuchformat bekommen. Welche Wirkung hat es, den eigenen Worten in dieser Form zu begegnen? Bekommt man einen ganz anderen Eindruck von den eigenen Romanen? Und warum ist Regine Lange die perfekte Sprecherin für Ihre Gitte-Madsen-Reihe?

Ja, es ist in der Tat merkwürdig, die eigene geschriebene Geschichte von einer bisher fremden Stimme vorgetragen zu hören, ihre Betonung, ihre Darstellung der verschiedenen Personen, die für mich ja immer etwas real sind. Erkenne ich Ole wieder oder Gitte? Doch schon als ich die ersten Sätze von Regine Lange angehört habe, war ich beruhigt. Sie macht das wunderbar, da schwingen die Emotionen mit, die mir wichtig waren, und sie beschreibt liebevoll die Gegend und steckt Begeisterung in die Worte, die ich mal geschrieben habe. Beinahe kann ich beim Zuhören vergessen, dass ich das geschrieben habe, und das ist doch ein gutes Zeichen, oder?

Was können wir von der Autorin Frida Gronover in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Gitte Madsen weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Vor wenigen Tagen erreichte mich die Nachricht, dass es mit Gitte Madsen im Frühjahr 2022 mit dem vierten Band weitergeht, in diesem Fall gerät sogar ihr lang verschollener Vater, den sie in Band 1 und 2 noch gesucht hat, unter Mordverdacht. Ich freue mich sehr, dass es mit der Serie weitergeht. Das habe ich den Lesern und Leserinnen zu verdanken! Natürlich stehen nun auch wieder Reisen nach Marielyst an, vor zwei Wochen bin ich schon in der Ostsee in Marielyst schwimmen gewesen. Im August soll es dort vor Ort eine Signierstunde geben. Wie oben schon erwähnt, geht es aber auch mit den Münsterlandkrimis weiter. »Die Rotte« treibt dann im Oktober in Telgte ihr Unwesen. Allein das Cover ist der Hammer, zeigt es doch den wilden Kopf eines Keilers. Diese Reihe erscheint unter meinem anderen Autorennamen Sabine Gronover.
Das Buchen von Veranstaltungen läuft leider noch schleppend an, im Juli gibt es immerhin eine Gartenlesung in Havixbeck zu »Dänische Gier« (17. Juli 2021, 15:00 Uhr, Info und Anmeldung: www.kulturgut-havixbeck.de). Für viele Menschen waren Bücher in der Coronakrise sicherlich eine wichtige Begleitung, aber dennoch ging es vielen Kollegen und Kolleginnen schlecht, weil ein Großteil des Verdienstes über die Veranstaltungen laufen und weil neue Bücher schlechter gesehen und beworben werden konnten. Ich hoffe, wir alle sehen nun einem tollen Kultursommer entgegen!

Das Team von Leserkanone.de dankt Frida Gronover für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Frida Gronover
Frida Gronover bei Facebook
Frida Gronover bei Instagram
»Gitte Madsen 3 - Dänische Gier« bei Leserkanone.de
»Gitte Madsen 3 - Dänische Gier« bei Amazon
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