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Sabine Schulze Gronover 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Sabine Gronover und Frida Gronover
Webseite: Offizielle Homepage von Sabine Schulze Gronover
Facebook: www.sabinegronover.de
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Frida Gronover vom 03.09.2020
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.09.2020
In ihrem aktuellen Roman »Dänische Schuld« setzt Frida Gronover eine Bestatterin auf einen Giftmord an. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ihre ungewöhnliche Ermittlerin und über das (ab und zu) kriminelle Dänemark.

– Frau Gronover, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Dänische Schuld«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Die Halbdänin Gitte Madsen ermittelt als Bestatterin in ihrem zweiten Fall. Während eines Essens mit einem Freund im bekannten Marielyster Restaurant Schou's fällt plötzlich ein Gast tot vom Stuhl. Doch kein vergifteter Pilz ist schuld, sondern es handelt sich um einen heimtückischen Giftmord. In der Familie des Toten gab es, wie Gitte herausfindet, schon mehrere ungewöhnliche Unglücksfälle, und so kommt sie nach und nach dem Geheimnis zweier Familien auf die Spur. Der Roman ist der Nachfolger von »Ein dänisches Verbrechen«.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer Urlaubskrimiserien mag wie »Lost in Fuseta«, oder die Reihe um die »Bretonischen Verhältnisse« und sich dabei auch in den Norden, also nach Dänemark wagt, wird sicher Gefallen an dem schönen Urlaubsort Marielyst finden, sowie den, wie ich finde, sympathischen Figuren der Reihe. Aber auch alle anderen Krimileser würde ich gerne erreichen, die, die es humorvoll, charmant und eher unblutig mögen.

Ich mag Ingrid Noll sehr, aber auch Martin Walker, Martin Suter, Preston & Child und viele anderen, Ich lese eigentlich quer Beet und mag es nicht zu brutal, sondern lieber ein sympathisches Personal.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Bisher zeichnen sich viele skandinavischen Krimis durch eine düstere Kulisse, und blutige Spannung aus. Bei mir gibt es Urlaubsfeeling, dänische Hygge, Humor und skurrile, liebenswerte Figuren. Und als Halbdänin und Bestatterin besitzt Gitte so ihren ganz eigenen Blick auf die Geschehnisse.

– Ihr Buch markiert bereits den zweiten Auftritt Ihrer Bestatterin Gitte Madsen. Was macht Frau Madsen zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass sie gleich mehrere Auftritte verdient hat? Was schätzen Sie an ihr persönlich? Und wie kamen Sie ausgerechnet darauf, eine Bestatterin ins Zentrum einer Krimireihe zu rücken?

Gitte ist Halbdänin, und wandert von Deutschland nach Dänemark zurück. So kann ich mit den Sitten und Gebräuchen beider Länder ein wenig spielen. Sie ist unerschrocken, hilfsbereit, manchmal ein wenig westfälisch stur oder auch unkonventionell. Als Bestatterin ist ihr der Tod nicht fremd, und ich kann sie gut im Umfeld der Mordopfer ermitteln lassen. Kommissare gibt es in der Krimilandschaft schon mehr als genug, Außerdem finde ich das Thema Tod und den Umgang damit spannend. Als Bestatterin kann ich mit Gitte dieses Thema auf ganz unterschiedliche Arten betrachten. Mal humorvoll, mal tragisch oder skurril. Und so manchen skurrilen Fall kenne ich aus der Familie - mein Opa besaß ein Sarglager und führte Bestattungen durch.

– Das Schreiben von Münsterland-Krimis lag bei Ihnen nahe, doch was brachte Sie dazu, eine Krimireihe nach Dänemark zu verlagern? Haben Sie einen persönlichen Bezug zu dem Land? Warum ist Dänemark der ideale Schauplatz für (geschriebene) Verbrechen?

Ich habe bereits meine Kindheitsurlaube oft in Dänemark/Marielyst verbracht. Es ist ein Lieblingsort meiner Familie. Als mein Agent mich zu einer neuen Serie abseits der Regionalkrimis motivieren wollte, fiel mir sofort Marielyst ein, denn ich kann ja nur darüber schreiben, wo ich mich auskenne. Zudem wollte ich einen Gegenpart zu den ganzen südlichen Krimilandschaften beziehungsweise Urlaubskrimis entwickeln. Und Marielyst ist immerhin die dänische Südsee. Die Dänen sind die Wikiingernachfahren! ihre Gelassenheit, ihre Gemütlichkeit und die Freude am Feiern lassen sich gut in die Geschichten einfließen.

– Seit einem Jahrzehnt haben Sie sich nun schon Verbrechen ausgedacht. Wie kommt man als - davon gehen wir mal aus - friedlicher Mensch dazu, Romanfiguren zu erschaffen und direkt wieder umzubringen? Was bedeutet Ihnen das Krimi-Genre persönlich?

Ich überlege gerade, wer von meinen Freunden das Adjektiv friedlich für mich verwenden würde...:-)

Ich erschaffe Romanfiguren, aber der Rest passiert in einem Eigenleben, das mich fasziniert. Für mich sind die Figuren existent, und sie erzählen mir ihre Geschichten. Das erinnert mich an Karl May, dem genialsten Lügenbold aller Zeiten, denn er behauptete ja sehr überzeugend, all das erlebt zu haben und über echte Helden und Schurken geschrieben zu haben. Ich bin fasziniert davon, was Menschen antreibt, warum sie mitunter so handeln, wie sie handeln. Liebesromane lese ich selbst nicht so gerne, und wenn ich versuche, einen zu schreiben, taucht doch wieder eine Leiche auf. Die Spurensuche interessiert mich, denn auch ich muss den Mord dann erst aufklären, und ich weiß vorher nicht, wer es gewesen ist. Einmal tauchte eine Frau nach einer Lesung bei mir auf und behauptete, ich hätte über einen echten Mord geschrieben und instinktives Wissen benutzt. Das Buch hieß »Todgeweiht im Münsterland«. Die alte Leiche, um die es da ging, würde sich noch immer unter einem bestimmten Baum befinden. Irgendwann ziehe ich mal mit meinem Spaten los.

– Was können wir von der Autorin Frida Gronover in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Gitte Madsen weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Nun, der dritte Teil der Gitte Madsen Reihe erscheint unter dem Titel »Dänische Gier« im Frühjahr/Sommer 2021. Am vierten Teil schreibe ich zurzeit, und ich befinde mich gerade tatsächlich in dem schönen und zugleich kriminell aktiven Urlaubsörtchen Marielyst. Alle drei Teile gibt es bald auch als Hörbücher, den ersten Teil, »Ein dänisches Verbrechen« bereits nächste Woche am 11.9.2020. Aber auch die Münsterlandreihe um die Ermittler Kemper & Schmitt reizt mich weiter, hier möchte ich gerne, wenn sich die Zeit findet, einen dritten Teil schreiben. Diese Reihe erscheint beim KBV Verlag. Lesungen sind zu Coronazeiten schwer und werden mitunter als Privatveranstaltungen unter dem Ladentisch gehandelt. Aber es gibt ein paar öffentliche Lesungen, und nächstes Jahr bin ich auch bei dem verschobenen Festival »Mord am Hellweg« dabei. Alle Termine kann man auf meiner Homepage einsehen: www.sabinegronover.de

Das Team von Leserkanone.de dankt Frida Gronover für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Frida Gronover
Frida Gronover bei Facebook
»Dänische Schuld« bei Leserkanone.de
»Dänische Schuld« bei Amazon
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