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Martha Kindermann 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Martha Kindermann
Facebook: Martha-Kindermann
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Martha Kindermann vom 09.10.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 09.10.2018
In ihrem Roman »BePolar«, der derzeit im Rahmen einer Herbst-Ferienaktion als E-Book für nur 99 Cent zu haben ist, führt Martha Kindermann ihre Leser in ein scheinbar friedliches Land, in dem alsbald vieles im Argen ist. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über dessen Protagonistin Roya und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Kindermann, vor Kurzem erschien Ihr Roman »BePolar«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Bepolar« dreht sich zunächst klassisch ums Erwachsenwerden, die erste Liebe und das Finden des eigenen Ichs. Ganz nebenbei geht das scheinbar friedliche Land ›Polar‹, in welchem Royas Geschichte spielt, vor die Hunde und sie soll maßgeblich an dessen Rettung beteiligt werden. In der Nacht ihres 17. Geburtstages gelangt sie im Traum erstmalig in die ›Akademie‹, in der sie, zusammen mit 15 weiteren Jugendlichen, auf eine politische Laufbahn an Polars Regierungsspitze vorbereitet werden soll. Alle sieben Jahre erfreuen sich die Polarier an einer aufwendig initiierten Realityshow, deren Ziel es ist, die zukünftigen Anführer des Landes zu casten und in die gewünschten Formen zu pressen. Roya stellt die Berechtigung dieses Medienevents in Frage und zweifelt die Existenz der fantastischen Träume an. Als sie sich jedoch Hals über Kopf in einen anderen ›Schläfer‹ verliebt und schwere Schicksalsschläge ihre heile Welt erschüttern, beginnen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Da BePolars dystopischer Hauch schon sehr markant ist, all jenen, die sich gern nach ›Panem‹ träumen oder überlegen, welche Fraktion wohl ihre ›Bestimmung‹ sei. Ich selbst bin auch ein hoffnungsloser Jugendbuch- und Romantasy-Fan und liebe Gänsehaut, Tränen und Abenteuer. Zu meinen absoluten Lieblingen gehört die ›Selection-Reihe‹ von Kierra Cass, bei der ich Rotz und Wasser geheult und kaum noch geschlafen habe. Die Geschichte kommt ganz ohne Drachen und Werwölfe aus, denen ich mich nicht so verbunden fühle:-) Des Weiteren mag ich die »Farben des Blutes« von Victoria Aveyard, Romane von Tahereh Mafi, Kristin Cashore, Robin LaFevres und Ally Condie, welche ich allesamt zu meinen literarischen Helden erkoren habe.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue romantische Fatasyromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

In einem Wort? Authentizität. Ich habe versucht durch eine sehr lockere Sprache ganz nah an die jugendliche Hauptfigur heranzukommen und mich deren Ausdrucksmitteln zu bedienen. Mancheinem mag es an Blumigkeit und Landschaftsbeschreibungen fehlen, aber dafür lässt Roya ganz tief in ihr junges Herz blicken. Die Geschichte ist trickreich, besticht durch Überraschungen und kommt natürlich auch nicht ohne gemeine Cliffhanger aus, welche ich nur zu gerne kreiere;-) Meinen ganz persönlichen trockenen Humor gibt es obendrauf, welcher des Öfteren dramatische Situationen und hoffnungslose Traurigkeit ablöst. Außerdem ist der männliche Protagonist so vielseitig (Die Kenner, wissen, von was ich rede.), dass er jeden Geschmack treffen dürfte. Details im Buch:-)

– Was macht Ihre Protagonistin Roya zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie dringend kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Wenn ich jetzt zugebe, dass Roya das typische Mädchen von nebenan ist, dann liest keiner weiter, oder? Tja, ist sie aber. Eine sympathische 17-jährige, die noch keinen Plan fürs Leben hat, deren Liebesleben bis dato recht einsam verläuft und die über Nacht erwachsen werden muss. Sie ist tough, hat aber wenig Selbstbewusstsein; sie ist klug, hält damit aber hinterm Baum; sie ist mutig, selbstlos, mitfühlend, realistisch und wächst mit ihren Aufgaben. Ich glaube, das Spannende an ihr ist, dass der Leser ihre rasante Entwicklung mitverfolgen kann und dabei Gefahr läuft, sein Herz an sie zu hängen.

– Ihr Buch wird als der erste Teil einer Trilogie beschrieben. Wird es sich um eine aufeinander aufbauende Story handeln, oder um losgelöst voneinander lesbare Bücher? Und ist es nicht riskant, gleich eine ganze Trilogie zu planen, wenn man vorher noch gar nicht wissen kann, auf welche Resonanz der erste Band bei der Leserschaft stößt?

Sehr gute Frage! Ich fange mal von hinten an: Meine Liebe zur Schriftstellerei ist nicht etwa aus einer traumhaften Kinderfantasie entstanden, sondern war Mittel zum Zweck. Das klingt grausam, tut mir leid, aber durch einen langwierigen Stimmverlust fehlte mir ein Ausdrucksmittel, was für eine Frau sehr hart sein kann;-) Ich fing also an wirre Konstrukte in meinem Kopf zu spinnen und plötzlich nahmen mir meine Buchhelden die Geschichte aus der Hand. Ihr Eigenleben verdichtete die Story, fügte ständig neue Ebenen dazu und plötzlich passte die Handlung nicht mehr in ein Buch hinein. Kurz gesagt, die Trilogie war nicht beabsichtigt, ist nun aber eine tolle Möglichkeit, um alle Personen zu Wort kommen zu lassen.

Heikel ist es in jedem Falle, aber auch hier verlief wenig geplant. Ich schrieb, weil es mir Freude bereitet und verschwendete keinen Gedanken an eine kommerzielle Nutzung. Erst als Freunde und Verwandte, denen ich das Script aufdrängte, wissen wollten, wie es weiter geht, nahm ich all meinen Mut zusammen und klopfte an Verlagstüren in allen Winkeln des Landes.

– Sie haben Ihr Buch ohne Hilfe eines »klassischen« Verlags veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Ganz klar – Absagen oder Desinteresse, hielten mich davon ab. Ich habe nie daran geglaubt, eine Verlagszusage zu erhalten, aber ich glaubte (und glaube) an meine Geschichte. Ich hatte nichts zu verlieren, Ehrgeiz, ein großartiges Cover (Danke an meinen talentierten Bruder) und die Unterstützung meiner wunderbaren Familie. Trotzdem schlucken ungeliebte Tätigkeiten, wie das Layouten, Lektorieren, Promoten usw., viel Zeit und Energie, die sonst ins Schreiben investiert werden könnten. Durch soziale Netzwerke und ein vielfältiges Angebot an BoD-Anbietern ist es sicher möglich, als Selbstverleger erfolgreich zu sein, aber bis dahin ist es noch ein weiter und sehr steiniger Weg. Ich werde es durchziehen, solange ich kann, denn mein Kopf ist voller Ideen, die erzählt werden wollen. Wenn irgendwann ein Verlag an meine Tür klopft, werde ich jedoch nicht nein sagen.

– Was können wir von der Autorin Martha Kindermann in der nächsten Zukunft erwarten? Wann geht es mit Ihrer Trilogie weiter? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Im Moment versuche ich den Spagat zwischen ›Promote deinen ersten Band!‹ und ›Stelle den zweiten fertig!‹ zu meistern, muss dabei aber akzeptieren, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich auch noch ein ganz normales Familien- und Berufsleben bestreiten darf. Im April kommt die Fortsetzung »BeTwi(e)n« und ich kann es kaum erwarten. Da die Leipziger Buchmesse im März für mich genau genommen sogar ein Heimspiel ist, hoffe ich dort in irgendeiner Weise eine Plattform zu finden - ohne nackig Flyer verteilen zu müssen:-) Eine Lesung ist in der Voradventszeit geplant, ebenso ein Podcast-Hörbuch und der Netflix-Pilot. (Letzteres natürlich nur in meinen Träumen)

Das Team von Leserkanone.de dankt Martha Kindermann für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Martha Kindermann
Martha Kindermann bei Facebook
»BePolar« bei Leserkanone.de
»BePolar« bei Amazon
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