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Rolf Uliczka 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Rolf Uliczka
Facebook: Rolf-Uliczka
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Rolf Uliczka vom 09.08.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 09.08.2018
In seinem aktuellen Roman lässt Rolf Uliczka einen »Wattmord in Carolinensiel« aufklären. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über sein Ermittler-Duo und über das Autorenleben.

– Herr Uliczka, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Wattmord in Carolinensiel«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Die Menschheitsgeschichte ist immer wieder durch revolutionäre Ereignisse gekennzeichnet. Die Erfindung des Internets ist ganz sicher ein solches Ereignis. Bekanntlich ist da, wo Licht ist, aber auch Schatten. Verbotene Seiten im Internet, das sogenannte Darknet, ist eine dieser Schattenseiten. Und sexuellen Missbrauch, gibt es sicher schon so lange, wie es Menschen gibt. Tatsache ist auch, dass man zum Filmedrehen heute keine Studios à la Hollywood mehr braucht und so kann es passieren, dass grauenvolle und schlimme Ereignisse – wenn auch nur fiktiv – selbst in das ländliche Idyll eines ostfriesischen Urlaubsortes Einzug halten.

Im Watt bei Carolinensiel-Harlesiel wird eine getötete junge Frau gefunden, wenig später verschwindet die Studentin, die sie gefunden hat, spurlos. Bilder und Videos von beiden tauchen auf einschlägigen verbotenen Seiten im Internet auf. Viel deutete darauf hin, dass irgendwo ganz in der Nähe noch mehr junge Frauen in Gefahr sind. Jede Minute zählt, und plötzlich kommt die Kommissarin den Tätern gefährlich nah …

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Für mich eine schwierige Frage. Es gibt Autorinnen und Autoren, die ich ob ihres Erfolges in ihrem jeweiligen Genre sehr bewundere. Dennoch, oder gerade deswegen, versuche ich ihnen ganz bewusst nicht als Vorbildern nachzueifern. Die Versuchung etwas davon kopieren zu wollen, wäre für mich einfach zu nah. Und genau das möchte ich vermeiden.

Lieblingsromane hatte ich noch in meiner Kindheit und Jugend. Später waren meine Interessen einfach zu weit gestreut. Da standen dann zum Beispiel Inhalte von Sachbüchern, interessante Biographien, oder spannende Abhandlungen, fiktiv oder real, für mich im Vordergrund.

Meine Bücher würde ich nicht speziell Lesern bestimmter Autoren und Romane ans Herz legen, sondern Leserinnen und Lesern des Genres Ostfrieslandkrimi, die sich freuen, wenn sie die Orte der Handlungen, aus ihrem letzten Urlaub wiedererkennen. Die aber auch an aktuellen Themen und Zeitgeschehen und der kritischen Auseinandersetzung damit interessiert sind.

– »Wattmord in Carolinensiel« markiert bereits den vierten Auftritt Ihrer Ermittler Bert Linnig und Nina Jürgens. Was macht die beiden zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass sie gleich eine ganze Reihe von Einsätzen verdient haben? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Da ich viele Jahre meines Berufslebens selbst in Ämtern verbracht habe, liegt mir am Herzen, ein Kripo-Team darzustellen, welches meinen eigenen Wahrnehmungen entspricht. Mit all seinen Facetten, positiv, wie negativ. Dabei stehen für mich Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt im Vordergrund. Es darf aber auch schon einmal menscheln und emotional werden.

Die Rezensionen und Rückeldungen meiner Leserinnen und Leser haben mich darin bestärkt, daraus inzwischen eine ganze Reihe von Einsätzen zu machen. Wobei jeder Band für sich alleine gelesen werden kann. Nur die persönliche Geschichte der Kommissare, Bert Linnig und Nina Jürgens und ihres Teams, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bände dieser Serie.

– Ostfriesland ist inzwischen eine der Kernregionen des »geschriebenen Verbrechens«. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Reihe, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte, ehe man einen Blick auf andere Ostfrieslandkrimis wirft?

Für mich gilt: Miteinander ist besser als Gegeneinander und Kooperation ist besser als Konfrontation. Übrigens eine Erkenntnis, die nicht nur in Europa, nach über 70 Jahren Abwesenheit vom Krieg - vor allem auch in der Weltpolitik - gerade dabei zu seien scheint, verloren zu gehen!

Aber daher sehe ich auch meine Autorenkolleginnen und -kollegen nicht als Konkurrenten, sondern als Mitglieder einer großen Familie, die gemeinsam in verschiedenen Romangenres dazu beitragen möchte, dass die große Lesergemeinde vielfältig und in unterschiedlichsten Facetten spannende Unterhaltung findet. Wer will schon jeden Tag nur Kaviar oder nur Schnitzel essen.

Deshalb geht es mir auch nicht darum, ein Alleinstellungsmerkmal in meinen Büchern zu haben. Ich möchte durch Inhalte und Spannung einen Leseanreiz bieten. Wohl wissend, dass auch meine lieben Autorenkolleginnen und -kollegen mindestens genauso spannende Geschichten schreiben. Deswegen habe ich auch kein Problem mit gemeinsamen Lesungen.

Allerdings möchte ich schon gerne den Finger in offene Wunden legen. Ich möchte es mal als das gesunde Bürgerempfinden bezeichnen, dem ich durch meine Protagonisten Ausdruck verleihe. Wenn der Amtsschimmel wiehert und dadurch Verbrechern das Leben sogar noch leichter macht; vor allem auch leicht macht, sich einer gerechten Strafe zu entziehen. Solche Amtsschimmel habe ich viel und oft von innen kennengelernt, in 28 Jahren Amtsstuben, davon fast 10 Jahre in einem Bonner Ministerium. Aber auch von außen in zwei Jahrzenten Selbständigkeit.

– Auf Ihrer Webseite loben Sie Ostfriesland als ein Stück heiler Welt. Warum ist es Ihrer Meinung trotzdem - oder gerade - ein passender Ort, um es mit literarischen Kriminalfällen zu überziehen?

Hier meine Antwort, die ich auch als Präambel bei meinen Lesungen verwende:

Ostfriesland, das Land des Wattenmeeres, der romantischen Inseln, der Leuchttürme und grünen Landschaften mit seinen geheimnisvollen Mooren. Beliebte Urlaubsregion, in der Millionen jährlich Kraft tanken, mit seinen - manchmal vielleicht etwas skurril wirkenden – Originalen, bietet einfach viel Stoff für das Unerwartete und damit eben für Ostfrieslandkrimis.

Eine Sichtweise, die offensichtlich mittlerweile von einer - sogar wachsenden - treuen Fan-Gemeinde geteilt wird.

– Seit dem ersten Auftauchen von Bert Linnig und Nina Jürgens sind inzwischen vier Jahre vergangen. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Dass in vier Jahren erst vier Bücher der Serie um Bert Linnig und Nina Jürgens erschienen sind, zeigt, dass ich mich erst langsam in die Autorenwelt hineingetastet habe. So haben sich auch meine Vorstellungen mit entwickelt und an der Realität und dem Machbaren orientiert.

Dabei möchte ich mich bei meinen Leserinnen und Lesern herzlich dafür bedanken, dass sich meine Bücher – wie die Entwicklung zeigt – einer zunehmenden Beliebtheit zu erfreuen scheinen und die mit ihren Rezensionen und Feedbacks, auch aus Leserunden, sehr dazu beigetragen haben, dass ich mich entwickeln konnte.

Für mich steht nicht die Frage im Vordergrund, was ich vom deutschen Buchmarkt und meiner Leserschaft erwarte, sondern was diese von mir erwartet.

– Was können wir von dem Autor Rolf Uliczka in der nächsten Zukunft erwarten? Wie geht es mit Bert Linnig und Nina Jürgens weiter? Und sind darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

In diesem Jahr sind noch zwei weitere Bände der Serie Bert Linnig und Nina Jürgens geplant. Beim 5. Band bin ich zurzeit mittendrin. Meine Leserschaft darf gespannt sein, wie und was sich bei den beiden und um sie herum noch entwickelt. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich selbst auch schon sehr gespannt. Auch für das nächste Jahr sind noch weiter Bücher dieser Serie vorgesehen. Ob es daneben noch weitere Buchprojekte geben wird, muss die Zukunft zeigen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Rolf Uliczka für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Rolf Uliczka
Rolf Uliczka bei Facebook
»Wattmord in Carolinensiel« bei Leserkanone.de
»Wattmord in Carolinensiel« bei Amazon
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