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B.S. Rutel 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von B.S. Rutel
Facebook: BS-Rutel
Interview: Leserkanonen-Interview mit B.S. Rutel vom 07.08.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 07.08.2021
In ihrem aktuellen Roman »Drei-Nacht: Die Riemerding-Morde« schildert B.S. Rutel den neuesten Fall ihres Serienermittlers Amadeus von Waldenbruck. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über das Krimigenre und über den Tatort Oberbayern.

– Frau Rutel, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Drei-Nacht: Die Riemerding-Morde«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige Reihe unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Auslöser für die Reihe war eine Leserunde für meinen Oktoberfest-Krimi »Heiliger Ochs«. Die Buch-Gewinner meinten »Bitte mehr von diesem sympathischen Ermittler«. Das konnte ich ihnen nicht abschlagen. Es war der letzte Fall für Hauptkommissar Amadeus von Waldenbruck und ich machte ihn einfach zum Journalisten und privaten Ermittler. Ein Glück, denn so hatte ich mehr Freiräume für interessante Plots.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie die Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Es gibt unendlich viele gute Regionalkrimis: Einfach draufloslesen und nicht aufgeben!
Aktuell lese ich die Maigret-Romane von Georges Simenon in der Neu-Auflage bei Kampa. Für mich sind das Pariser Regionalkrimis und inzwischen gehört der Autor zur Weltliteratur.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Krimis, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Serie, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Im Gegensatz zum Verlagsautor muss ich keine Zeilen schinden. Das macht meine Krimis kurzweilig und spannend bis zum Schluss. Aufs Wesentliche beschränkte Beschreibungen von Menschen und Orten, geben dem Leser die Möglichkeit, seine eigene Fantasie ins Spiel zu bringen.

– Was macht Ihren Journalisten und Ermittler Amadeus von Waldenbruck zu einer solch »besonderen« Spürnase, dass er gleich acht Buchauftritte verdient hat? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Der Typ ist ein ganz normaler Mensch mit faszinierenden blauen Augen, mit dem sich die Leser gerne identifizieren. Er kämpft mit den Problemen des Älterwerdens und freut sich über kleine Flirts. Seinen Hang zu gutem Essen in ausgezeichneten Restaurants, wobei es auch gerne gut bayerisch und zuhause »bei Muttern« sein darf, teilt er nicht nur mit mir.

– Nachdem es im letzten Band zwischen Transsilvanien, Chemnitz und Paris hin- und herging, sind Sie dieses Mal literarisch im kleinen oberbayrischen Riemerding zu Gast. Was sind die größten Unterschiede im Schreiben eines Krimis mit internationalen Schauplätzen und solchen, die sich an einem kleinen Ort abspielen?

Orte und Landschaften transportieren Farben, Düfte und Gefühle. Sie spielen eigene Rollen, wie die Protagonisten und Nebenfiguren. Gewaltig wie Paris oder bescheiden wie Riemerding; beides kann sehr spannend sein.
In »Drei-Nacht« spielt ein Erzählstrang auf einer griechischen Privatinsel im Golf von Euböa. Leider lernt Amadeus dieses paradiesische Fleckchen Erde nicht kennen. Er muss am Ammersee bleiben, der auch seine Schönheiten hat.

– Sollte man selbst aus Oberbayern stammen und ein Gefühl für Land und Leute haben, um größtmögliche Lesefreude an Ihrem Roman zu empfinden, oder ist Ihr Buch auch lesenden Matrosen aus dem nördlichsten Schleswig-Holstein zu empfehlen, die noch keine höhere Erhebung als den Bungsberg gesehen haben?

Liebe Matrosen, ihr solltet unbedingt alle meine Kriminalromane lesen, um mal runter vom Bungsberg zu kommen und zu erfahren, wie schön und interessant die Welt woanders ist. Zum Beispiel in Bayern! Viele meiner Leserinnen und Leser freuen sich über Städte und Landschaften, die sie aus dem Urlaub kennen.

– Sie haben Ihre Reihe ohne einen klassischen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Nach über dreißig Jahren als Werbetexter hatte ich es satt, um jedes Attribut kämpfen zu müssen. Deshalb wählte ich Selfpublishing. Mein Lektor und drei Alpha-Leser sorgen für literarisches Niveau und genügend Kommas. Eine ‚marktkonforme‘ Covergestaltung – Rauten, Herzerl und Dackel – lehne ich ebenfalls ab.
Für mich ist ein Verlag vergleichbar mit einem Linienschiff, das auf festgelegten Routen den Ozean durchpflügt. Der Selfpublisher ist dagegen ein Einhand-Segler, der vielleicht Schiffbruch erleidet, aber dem Publikum keinen neuen Wein in alten Schläuchen verkaufen muss.

– Was können wir von der Autorin B.S. Rutel in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Amadeus von Waldenbruck weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Sie dürfen von mir keinen fiesen Thriller erwarten. Serienkiller kann ich nicht leiden. Und Jungfrauen, die in modrigen Kellern verrotten, und ihrem Peiniger nichts als ein hilfloses Stöhnen entgegensetzen, halte ich auch nichts. Aber es gibt noch andere Arten des Nervenkitzels.
Auf jeden Fall kommt im Herbst Band 9 der Reihe »Amadeus von Waldenbruck ermittelt«. Könnte sein, dass eine Friseurin im Mittelpunkt steht, die zu viel weiß, oder versehentlich einem Mafia-Boss die schwarzen Locken ruiniert. Der Arme traut sich nicht mehr aus dem Haus und es ist Schluss mit Pasta, Pizza und Vendetta!

Das Team von Leserkanone.de dankt B.S. Rutel für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von B.S. Rutel
B.S. Rutel bei Facebook
»Amadeus von Waldenbruck 8 - Drei-Nacht: Die Riemerding-Morde« bei Leserkanone.de
»Amadeus von Waldenbruck 8 - Drei-Nacht: Die Riemerding-Morde« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz