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Andreas August Kaminski 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Kriminalinski
Webseite: Offizielle Homepage von Andreas August Kaminski
Twitter: @kriminalinski
Facebook: Kriminalinski
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Kriminalinski vom 14.01.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 14.01.2019
Bei Autor Kriminalinski kommt es zu nicht weniger als einem »Ministermord«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über das Verbrechen in Niedersachsen und über seine zukünftigen Projekte.

– Herr Kaminski, ihr aktueller Roman »Ministermord« ist schon einige Monate alt, womöglich hat aber trotzdem noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen. Könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Das mache ich sehr gerne. Ich versuche mal »Ministermord« (ist übrigens mein Roman-Debüt) auf einen Satz herunter zu dampfen: Widerwillig ermittelt ein geradliniger Dorfpolizist aus dem Landkreis Cloppenburg auf eigene Faust in der Landeshauptstadt Hannover und sticht dabei in ein Wespennest aus korrupten Politikern und deren willfährigen Handlangern.
Das war die sog. Logline von »Ministermord«, der eine Satz, der die Handlung meines Romans zusammenfasst. Bei Lesungen sage ich immer: Der Regionalkrimi funktioniert überall dort, wo es Provinznester mit Provinzpolizisten und eine Landeshauptstadt gibt. Also 16 mal in Deutschland. Wer es etwas ausführlicher mag: Hendrik »Pommes« Willen ist Dorfpolizist in Cappeln, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen. Er wird zu einem Verkehrsunfall gerufen. Auf der Landstraße ist ein Auto explodiert und vollständig ausgebrannt. Es handelt sich dabei um den Dienstwagen des Landwirtschaftsministers, der in Cappeln seine Privatwohnung hat. Im Auto befinden sich zwei bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen. Die Hure Dausen-Dörte, eine gute Freundin von Willen, befürchtet, dass es sich bei einer der beiden Leichen um ihre Freundin Anna, eine Escort-Dame, handeln könnte. Die Kripo stuft den Vorfall aber als Verkehrsunfall ein und schließt die Akte. Daher bittet Dörte Willen, weiter zu machen, was er natürlich nicht kann, da das Sache der Kripo ist. Um Dörte den Gefallen zu tun, stellt er daher auf eigene Faust Erkundigungen an. Willen findet u. a. heraus, dass der Minister die Dienste von Anna regelmäßig genutzt hat. Dem Minister gefallen Willens eigenmächtige Ermittlungen nicht. Er befürchtet, der Polizist macht ihn für den Tod der Edelnutte verantwortlich. Willen lässt aber nicht locker und findet Ungeahntes heraus. Ein fesselnder Kriminalroman über Machtgier und Skrupellosigkeit, aber auch einer über den Mut zu moralischen Entscheidungen.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Vergleiche sind ja so eine Sache, damit tu ich mich schwer. Jedenfalls, wenn ich mich selbst mit Autorenkolleginnen und -kollegen vergleichen soll. Ich denke, das können die Leserinnen und Leser viel besser. Ich verrate aber die Meinungen zweier meiner Testleser zu meinem Buch: Super Mischung aus Spannung, Humor und norddeutschem Flair, sagt die eine. Die andere findet: Ein fesselnder Kriminalroman zwischen Dorfkrimi und Politthriller. Ich würde noch folgendes ergänzen: ein Buch über Machtgier und Skrupellosigkeit, aber auch eines über Mut zu moralischen Entscheidungen (das hatten wir schon). Ein Buch, bei dem Fiktion auf Realität trifft, das macht bei mir den Lokalkolorit aus. Ein Buch, das ernste, aber auch humorige Stellen hat.
Sind Vorbilder jene Autoren, die man selbst gerne liest? Dann nominiere ich Klaus Stickelbroeck mit seinen »Hartmann«-Krimis, weil er mich wohl maßgeblich beeinflusst hat (übrigens auch mit seinen Kurzkrimis) und zu einem guten Freund geworden ist, mit dem ich gerne gemeinsam lese, sowie die Krimi-Cops. Beide – Stickel wie die Cops – haben eine angenehme Mischung aus Humor und erstem Plot. Und es spielt, in beiden Fällen, in Düsseldorf; dort habe ich viele Jahre gelebt. Die Orte, an denen etwas passiert, kenne ich, das macht für mich das Lesevergnügen aus. Im Übrigen: Als ich seinerzeit zu Kriminalromanen griff, waren Stickel und die Krimi-Cops die ersten, die ich las. Weiter geht es mit dem »Kurzkrimi-König« Ralf Kramp und zwar für seine Eifeler Schlitzohrigkeit, gepaart mit britischem Humor der schwärzesten Sorte. Ach, Jott, einfach härrlisch! Nicht zu vergessen: Crime-Comedy-Queen Tatjana Kruse. Sie verspricht exzentrisch-schrilles Lesevergnügen nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag. Und schwupps ist es ein Uhr nachts. Egal, zwei Seiten gehen noch ... Hm, alles deutsche Autorinnen und Autoren, alles aus der Rubrik Lustig ... Ich mag auch Simon Beckett mit seiner »David-Hunter«-Reihe, um mal einen englischsprachigen Autor zu erwähnen. Die Thriller ohne Splatter-Elemente sind gnadenlose Pageturner. Insgesamt lese ich im Moment mehr deutschsprachige Autoren. Mir gefallen z. B. die beschreibenden Teile von Brigitte Lamberts´ Mallorca-Krimis ausgezeichnet. Schlägst du ihre »El-Gustario-de-Mallorca«-Bücher auf, bist du sofort auf der wunderschönen Insel. Liest du, was sich ihr Held zwischen die Kiemen schiebt, läuft dir das Wasser im Mund zusammen. Und ganz nebenbei gibt es ruhige, aber hochspannende Krimikost. Die Waffe ihres Helden ist sein Intellekt. Ich kann dazu nur sagen: Zugriff! Ähnlich geht’s mir mit Hansjörg Martin, einem der Ur-Väter des sog. neuen, deutschen Kriminalromans. Ich mag seine Beschreibung der norddeutschen Tiefebene. Mit ganz wenigen Zeilen schafft er es, dass ich die Kühe, die es dort gibt, riechen kann. Phänomenal! Zugriff, Zugriff, Zuuuuugriff!!
Ich könnte hier noch weiter schrieben. Es gibt so viele Romane, die mich begeistern.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Die größten Alleinstellungsmerkmale meines Buchs sind: Beim Umblättern der Seiten werden Ihre Fingerkuppen massiert, die Sehstärke Ihrer Augen nimmt zu und Sie werden Teil der Geschichte, weil Sie in meine Hauptfigur inkarnieren.
Nein, dummes Zeug. Alles Quatsch, natürlich. Lassen Sie uns bitte nicht über Marketing reden! Ich bin beruflich in diesem Bereich groß geworden und weiß meine Sichtbarkeit und die meines Debütromans sehr gut einzuschätzen. Sie müssen sehen: Ich veröffentliche in einem Kleinverlag. Da kann das Marketing-Budget nicht mit dem großer Publikumsverlage mithalten. Mein Verleger ist sehr engagiert und tut, was er kann, um mich und meine Werke zu promoten. Das Nadelöhr ist der Buchhandel, der, verständlicherweise, kommerziell denkt. Die Regale sind voll mit Autoren, die eine hohe, überregionale Sichtbarkeit haben. Der Leser kann nur kaufen, was er (im Laden) sieht und kennt. Was er zu kennen hat, wird ihm an Büchertischen und durch Bestseller Listen vermittelt. Aber! Jetzt kommt ein Aber, zum Glück, es gibt Ausnahme-Leser, diejenigen nämlich, die sich nicht von den Bestseller Listen (ver)leiten lassen. Diese Leserinnen (weibliche »Pommes-Willen«-Fans sind die Mehrheit) treffe ich auf meinen regionalen Lesungen, und es werden immer mehr. Ein unbekannter Debütautor, der in einem kleinen Verlag veröffentlicht, hat es schwer, wahrgenommen zu werden. Jedes Jahr erscheinen 80 bis 90 Tausend neue Verlagstitel plus eine enorme Menge an Selfpublisher, die auf den Buchmarkt drängt. Ohne Marketing hast du keine Chance, gesehen zu werden. Natürlich gibt es alle paar Jahre mal Ausnahmen, die Leser wie Kritiker überraschen, wie z. B. Andrea Maria Schenkel mit »Tannöd«. Tannöd ist für einen Kriminalroman ungewöhnlich erzählt und erhält dadurch einen hohen Wiedererkennungswert. Marketing – es anders machen als andere! Manchmal funktioniert es auch ohne großes Budget. Kurz um: die angesprochene breite Masse erschließe ich mir nach und nach durch Lesungen und durch das Prinzip »Steter Tropfen höhlt den Stein«. Durchhalten ist das Motto und den Spaß am Schreiben und an Lesungen nicht verlieren.

– Ihr Roman spielt im beschaulichen niedersächsischen Ort Cappeln. Was macht die jüngste Kommune Niedersachsens zu einem idealen Schauplatz für das geschriebene Verbrechen?

»Jüngste Kommune Niedersachsens« - interessant, das wusste ich noch gar nicht! Mit dem Alter und der Jugendlichkeit hat es sicher nichts zu tun, dass ich mir Cappeln als Crime Scene ausgesucht habe. Eher mit der Hauptfigur, Hendrik, genannt »Pommes«, Willen. Ich wollte einen Dorfsheriff als Hauptfigur, keinen »klassischen« Kriminalkommissar. Ich wollte einen Polizisten, der alles außer Mord macht, und das ist eben typischerweise der Dorfpolizist. In großen Teilen Niedersachsens gibt es Dorfpolizisten, denn Niedersachsen ist ein Flächenland. Ich glaube, es gibt mehr Dorfpolizisten als Ärzte auf dem Land. So, und warum ausgerechnet Cappeln? Nun, Cappeln hat so eine ländliche Polizeistation, auf der ein Dorfsheriff seinen Dienst verrichtet. Den ehemaligen Dorfpolizisten Cappelns habe ich im Zuge meiner Recherchen zu dem Buch persönlich kennengelernt. Da haben wir dann den nächsten Punkt: Nähe. Einen Krimi dort spielen zu lassen, wo man wohnt, hat viele Vorteile. Man kennt Land und Leute, kann also einen authentischen Regionalkrimi schreiben. Für mein Kopfkino beim Schreiben ist es unheimlich wichtig, dass ich weiß, wo ich bin und wie es in der Geschichte dort aussieht. So könnte ich keinen Krimi schreiben, der in Hong Kong spielt. Da war ich noch nie, da kenne ich mich nicht aus. Außerdem sind mir die Erstkäufer gewiss! Wenn ich durch Cappeln radle, sehen mich die Leute und denken: »Kuck mal, der Kriminalinski recherchiert wieder für den nächsten Krimi!« Und dann wollen sie auch wissen, worum es dabei geht und ob ihr Cappeln auch ja gut dabei weg kommt ... und staunen nicht schlecht, wen ich alles namentlich mitspielen lasse ... (lacht).

– Fast jeder kann etwas mit Berlin, Hamburg und München anfangen, aber nur die wenigsten Krimifans dürften einen regionalen Bezug zu Cappeln haben. Ist es daher mit Blick auf die Größe der potenziellen Zielgruppe nicht riskant, einen Krimi in einen solch kleinen Ort zu verlegen?

Ja, meinen Sie etwa, auf dem Land schliefe das Verbrechen? Mit Nichten, kann ich da nur sagen! Und überhaupt: Warum muss man einen regionalen Bezug haben, um einen Regionalkrimi zu lesen? Ich lese gerne Krimis aus Regionen, die ich noch nicht kenne. Ich war zum Beispiel noch nie in Venedig. Die Krimis von Donna Leon find ich super. Spaß bei Seite: Zunächst einmal war es ja meine Entscheidung. Nochmal: Bitte lassen Sie uns nicht über Marketing reden. Ich habe keine Marktanalyse im Vorfeld gemacht, sondern das geschrieben, was mich interessiert. Weil ich der Meinung bin, dass es genügend Menschen mit ähnlicher Interessenlage gibt. Die ersten Regionalkrimis spielten in der Eifel und wurden nicht nur von Eifelianer gelesen. Sonst hätte sich das Subgenre nicht einer solchen Beliebtheit erfreuen können. Ich bin der Meinung, Regionalkrimis werden überregional gelesen, alles ist Geschmackssache, und es gibt genügend Leserinnen und Leser. Außerdem funktioniert mein (Regional-) Krimi ja 16-mal in Deutschland – ich darf nochmals erinnern: Es ermittelt hier ein Dorfpolizist aus der Provinz in der Landeshauptstadt. Das könnten neben Hannover u.a. Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, ... sein ;-))

– Was macht Ihren Ermittler Hendrik Willen zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich? Und was hat es mit seinem Beinamen »Pommes« auf sich?

Sie sollten etwas Mitleid mit meiner Hauptfigur haben. Er hat sich bei der Berufswahl ja aus nachvollziehbaren Gründen für den Job des Dorfpolizisten entschieden. Geregelte Arbeitszeiten von 08.00 bis 16.00 Uhr. Kein Schichtdienst, alle Wochenenden frei. Mehr Nachbarschaftshilfe als Verbrecherjagd. ALLES AUßER MORD. Und dann stellt Herr Willen fest, dass er eine fiktive Person ist, von mir erfunden, und ich will, dass er mit Mord und Totschlag zu tun bekommt. Sie können sich vorstellen, dass er meinem Plot nur widerwillig folgt. Er tut´s nicht einmal für mich, in »Ministermord« tut er es für seine Sandkastenliebe Dörte – da muss er sich entscheiden zwischen Freundschaft und Dienstvorschrift. Im Folgeroman hat er Mitleid mit dem Schicksal einer Dorfbewohnerin. Um sie aus dem Schlamassel zu ziehen, müsste er zum Nestbeschmutzer werden. Ich verrate nix, wenn ich sage, er wird definitiv zum Nestbeschmutzer. Todsicher. Viele Leserinnen (wie schon erwähnt, die Fangemeinde ist überwiegend weiblich) sagen mir, sie finden Pommes Willen sehr sympathisch. Sie mögen ihn einfach, weil er so ist, wie er ist. Er ist ein Schelm (geblieben), einer meiner Lieblingssätze für ihn ist: Willen grinste und legte seinen Kopf leicht schräg. Seine Gegner wissen nie, ob er naiv oder gewitzt/gerissen ist. Willen selbst mag es unterschätzt zu werden – und das mag ich an ihm. Einerseits gibt man ihm dann keine Aufträge, von denen man denkt, er könne sie nicht erledigen (denkste, was den Autor angeht!), andererseits ist das Teil seiner Vorgehensweise, den Gegner glauben zu lassen, er wäre im Vorteil.
Zudem ist Willen witzig, gerade das macht ihn so sympathisch, glaube ich. Er verliert nie den Humor, auch wenn es brenzlig wird. Er will kein Held sein, Helden sind was für´s Kino. Einer seiner Lieblingshelden ist Bruce »Will es« Willis in Stirb langsam. Nie würde er sich mit dem vergleichen. Ich schon.
Zu »Pommes«. Ich könnte jetzt sagen: Das erfahren Sie im Buch. Wäre nicht gelogen, wäre aber auch nicht nett, oder? Ich sage nur so viel: Sein Spitzname hat mit Sport zu tun. Sport, den er heute noch ausübt. Der Junge ist ja mal gerade... ja, wie alt ist er eigentlich? Ich schätze ihn so auf Mitte 40. Er betreibt diese Sportart in einer Altherrenmannschaft. Kleiner Tipp: Den Spitznamen habe ich einer real existierenden Person (nationale Sportgröße in derselben Sportart) entliehen. Na, klingelt´s? Ist gerade wieder WM – im eigenen Land! Mehr sag ich jetzt aber nicht.

– Welchen Stellenwert das Krimigenre für Sie hat, erkennt man ja bereits an Ihrem Autorennamen. Wie kommt man jedoch als vermutlich friedlicher Leiter von Berufsorientierungsseminaren dazu, sich literarische Verbrechen auszudenken?

(lach) Das ist eine tolle Frage, vielen Dank! Ja, der Name »Kriminalinski« ist Programm. Todsicher. An dieser Stelle müssen wir über Marketing reden ;-) Die oben diskutierte Wiedererkennung erhoffe ich mir mehr über meinen Autorennamen als über die Inhalte meiner Romane. Das soll´s dazu aber auch schon gewesen sein.
Dass ich schreibe, hat nichts mit meiner aktuellen beruflichen Tätigkeit zu tun. Das kam vielmehr so: Es ereignete sich anno 2011, dass ich aus Jux und Dollerei (der Duden schreibt »Tollerei« und meint wie ich »aus Übermut heraus«) eine »Star-Wars«-Persiflage geschrieben habe. Diese geistreiche Verspottung durch übertreibende oder ironisierende Darstellung spickte ich seinerzeit mit Anekdoten aus dem damaligen beruflichen Alltag meiner zwei Kollegen und mir. Meine beiden Büro-Buddys lachten herzhaft, als sie meine 4-wöchige Fortsetzungsserie lasen; der eine, auch ein Wortklauber wie ich, nur professioneller Art, er war unser PR-Mann, meinte so etwas wie Talent in meinen Texten zu erkennen und sagte: »Besuche doch mal eine Schreib-Werkstatt!« Ich hörte diesen Begriff zum ersten Mal und machte mich gleich auf die Suche. In Düsseldorf wurde ich fündig (ich lebte damals in Bonn) und erlernte bei Detlef Knut, meinem jetzigen Verleger, das Handwerk des Kreativen Schreibens. Ich fand Gefallen an dem was ich tat und wollte Autor werden. Krimiautor, weil ich an keinem Sonntag den Tatort verpaste. Ich schrieb und veröffentlichte ab 2011 zunächst nur Kurzkrimis, 2017 erschien dann mit »Ministermord« mein erster Kriminalroman. Der Folgeroman ist für Herbst 2019 geplant. Zwischenzeitlich bin ich Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, geworden und war für zwei Krimi-Preise nominiert. Bis ich vom Schreiben leben kann, unterstütze ich Schülerinnen und Schüler beim Übergang von Schule in den Beruf.

– Was können wir von dem Autor Kriminalinski in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Wie schon erwähnt, kommt im Herbst 2019 der zweite »Pommes-Willen«-Krimi heraus. Das wird ein richtiger Dorfkrimi, ohne Ausflüge in Landeshauptstädte. Es geht um einen toten Landwirt aus Cappeln. Kurz zum Inhalt: Bauer Spix ist tot - so viel steht fest. Mehr aber auch nicht. Eigentlich ist der Fall klar: Bauer Spix, ein Schweinemäster, der im Dorf als Tyrann verschrien ist, soll von seiner Familie auf bestialische Weise getötet worden sein. Dass die Leiche unentdeckt bleibt, stört den Staatsanwalt nicht. Aufgrund fragwürdiger Geständnisse der Tatverdächtigen strebt er einen Indizienprozess an. Willen ist von der Unschuld der Angeklagten überzeugt. Um das zu beweisen, müsste der Dorfpolizist zum Nestbeschmutzer werden.
Der Fall beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich in Bayern (da gibt’s ja auch viele Bauern) zugetragen hat. Ich vermische erneut Realität und Fiktion, aber ich erzähle die wahre Geschichte nicht nach. Ich orientiere mich daran und verlege den Ort der Handlung nach Südoldenburg, in den sog. Schweinegürtel Deutschlands. Neben dem Kriminalfall geht es noch um sozialkritische Themen wie Massentierhaltung und ewig stinkende Felder.
Dann gibt’s immer mal wieder ein schnelles Mördchen zwischendurch, also Kurzkrimis, und die entsprechenden Lesungen dazu. Einige Termine stehen schon fest. Los geht’s am 26.1. in Osnabrück zunächst mit einer Signierstunde auf der ersten Osnabrücker Buchmesse OSNA-Buch. Am 10.2. folgt die erste Krimilesung, und zwar in Düsseldorf. Der Krimi-Cop Carsten Rösler hat mich zu seiner Solo-Lesung eingeladen. Am 16.2. folgt ein Heimspiel, auf das ich mich ganz besonders freue: die 4. Cloppenburger Kriminacht. Da lese ich zusammen mit Brigitte Lamberts und Klaus Stickelbroeck »Der Flexxer« und andere, überwiegend witzige Kurzkrimis. Und jetzt machen wir einen großen Sprung in den Herbst: im Oktober (genauer Termin steht noch nicht fest) die Premierenlesung zum 2. »Pommes-Willen«-Krimi. Dazwischen wird es noch weitere Termine geben, die man auf meiner Homepage (www.kriminalinski.de) erfahren kann.

Das Team von Leserkanone.de dankt Kriminalinski für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz