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Sara Pepe 1 Fan
Herkunft: Italien
Webseite: Offizielle Homepage von Sara Pepe
Twitter: @sara_pepe_
Facebook: sarapepe.author
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sara Pepe vom 21.02.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 21.02.2018
Mit »Fünf Mal Vielleicht« legte Sara Pepe vor einigen Wochen ihren Debütroman vor. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ihre Protagonisten Sam und Melinda und über den Sprung ins Autorenleben.

– Frau Pepe, Ende des vergangenen Jahres erschien Ihr Roman »Fünf Mal Vielleicht«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Melinda war noch nie richtig verliebt und hat auch nicht vor, das so schnell zu ändern. Lieber konzentriert sie sich auf ihren Schulabschluss. Die leise Stimme in ihr, die rebellieren möchte, überhört sie einfach.
Doch dann tritt Sam in ihr Leben und ist anders als erwartet. Frisch und jugendlich und treibt sie an den Rand des Wahnsinns. Schlagfertig setzt sie sich gegen ihn zur Wehr, denn sein schiefes Lächeln lässt sie völlig kalt. Oder war es andersrum?

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Leser/Innen, die gerne beim Lachen schmunzeln, Ironie verstehen und damit umgehen können, würde ich das Buch ans Herz legen. Doch sie Autoren zuzuordnen fällt mir schwer, den würde ich mich so nicht mit ihnen gleichsetzen?

Ich liebe die Bücher von Colleen Hoover, ihre Romane reißen dich mit und berühren dich bis in dein Innerstes. Und Carina Bartsch. Die Geschichte von Emely & Elias habe ich etliche Male verschlungen. Jennifer L. Armentrout… Es gibt so viele tolle Autoren, die mich in neue Welten entführt haben.

Meine Lesevorliebe ist kunterbunt. Ich verschlinge alles von Science Fiction, Fantasy, Liebesroman bis hin zu historischen Romanen. Wichtig ist mir dabei eine abwechslungsreiche Geschichte und überzeugende Figuren. Bücher sind für mich essenziell. Bevorzugt in großen Stapeln auf meinen Nachtkästchen, eingekuschelt in eine Kuscheldecke, verfliegen die Stunden.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Liebesromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Jede junge Frau trägt Selbstzweifel mit sich herum. Mag er mich? Warum mag er mich? Ich hinterfrage viel. Das spiegelt sich auf in meinem Roman wieder. Melinda ist keines dieser Mädchen, der beim Anblick eines Jungen die Knie weich werden und die Stimme verzagt. Nein, sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden und musterte ihn erst mal skeptisch.

Die Jugend von heute hinterfragt und nimmt nicht alles hin. Sie ist aufgeklärt und argwöhnisch, neugierig und gelangweilt.

Ich versuche meine Charaktere lebendig zu gestalten und ihnen Leben einzuhauchen. Ironie und trockener Humor ist ein wesentliches Augenmerkmal. Dabei ist es mir wichtig zu erzählen, wieso meine Figuren so sind wie sie eben sind. Wie ticken sie? Was belastet oder hat sie verändert? Welche Personen haben zu ihrer persönlichen Entwicklung beigetragen? Ob das als Alleinstellungsmerkmal ausreicht? Ich weiß es nicht. Doch vielleicht bin ich auch die falsche Ansprechperson für die richtigen Antworten.

– Was macht Sam und Melinda zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Sam und Melinda sind beide sehr stur und eigenwillig. Doch gerade das macht sie so liebenswert. Im Laufe der Geschichte verändern und öffnen sie sich, wodurch bestimmte »Macken« oder »Eigenheiten« plötzlich Sinn ergeben.

Melinda ist sehr zielstrebig und organisiert. Ihren trockenen Humor verwendet sie wie ein Schutzschild gegen die Welt. Sie ist das nette Mädchen von nebenan mit Ecken und Kanten, dass sich und alle anderen durch eine selbstironische Blickweise betrachtet. Doch sie ist sich ihrer Sache nicht so sicher, wie sie vorgibt. Auch wenn sie dies gut überspielt.

Sam eilt – nicht ganz ungerechtfertigt- der Ruf eines Frauenhelden voraus. In Melinda sieht er eine Herausforderung und als sie sich ihm widersetzt, kommt sein charmanter und warmherziger Charakter zum Vorschein. In ihm steckt soviel mehr, als man im ersten Moment erahnen kann. Und wer weiß, vielleicht habe ich mich ja selbst ein bisschen in ihn verguckt? =)

– »Fünf Mal Vielleicht« ist Ihr Erstlingswerk. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Knifflige Frage…
Von meiner Leserschaft wünsche ich mir, dass sie sich mit »Fünf Mal Vielleicht« identifizieren können und gemeinsam mit Melinda lachen, sich ärgern und verlieben. Im Grunde ist es wie in der Liebe: Ein vorsichtiges Herantasten, ein Lächeln… Ist das zu viel verlangt? (lacht)

Das Autorenleben ist wunderbar und einsam, frustrierend und lustig und macht mich zu einem Menschen mit unglaublichen Stimmungsschwankungen. Nein, Witz beiseite. Wenn ich schreibe, bin ich hoch konzentriert und wenn ich dabei gestört werden, werde ich ziemlich ungehalten.
Wenn ich nicht schreibe, dann verfolgen mich die Gedanken, wie eine störende Klingel bis in den Schlaf und verschwinden erst, wenn ich sie niederschreibe. Es ist unglaublich erfüllend, wenn ein Kapitel toll gelingt und zum Haare raufen wie man sich manchmal durch eine Seite quält. Ich finde es toll mit meinen Worten andere zu berühren und Geschichten zu erzählen.

– Sie haben Ihr Buch ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Meine Lektorin hat mich dazu bewogen (sie darf das nicht hören), denn sie war mir eine so große Hilfe, dass sich die Ereignisse überschlagen haben.
Ich habe bereits versucht eines meiner Werke über einen Verlag zu veröffentlichen, doch es ist mir nicht gelungen. Irgendwann hat sich mir die Frage gestellt, wieso ich es nicht einfach mal versuche. Die Resonanz war bis jetzt sehr positiv.
Ich finde Verlage sehr wichtig. Vor allem als junger Autor begibt man sich gerne in erfahrene Hände, die das Lektorat, Marketing, Vertrieb etc. übernehmen.

Als Selbstpublisher wird man ganz anders wahrgenommen. Anfangs fehlt das Selbstvertrauen voller Stolz verkünden zu können »Ich habe einen Roman geschrieben«. Denn wer steht schon hinter einem? Und dann sind die vielen Stunden an Arbeit und Selbstzweifel wie ein schaler Nachgeschmack im Mund. Doch ich bin froh und stolz, dass ich diesen Sprung, diese erste Hürde bewältig habe.

– Was können wir von der Autorin Sara Pepe in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich arbeite Vollzeit, blogge nebenbei und halte meine Gedanken, die instabilen Fragmente, schwarz auf weiß fest.

Zudem arbeite ich an einem neuen Roman, der die Geschichte von Fünf Mal Vielleicht aus der Sichtweise von Paul, Sams besten Freund, weitererzählen wird. Dieser Roman wird umfangreicher sein und die Geschichte auf eine neue Art beleuchten.

Ein weiteres Projekt, das ich gerne in Anspruch nehmen möchte, ist ein Roman mit historischem Hintergrund. Da diese Idee allerdings sehr viel Zeit und Recherchearbeit benötigt, habe ich sie in einer Schublade in meinem Kopf sorgfältig verstaut.

Eine erste Lesung wird am 9. März in einer Südtiroler Bibliothek stattfinden, denn jeder muss mal klein beginnen. Was die Zukunft noch bringt? Ich lasse mich überraschen.

Vielen Dank für das Interview. Es hat mir großen Spaß gemacht =)

Das Team von Leserkanone.de dankt Sara Pepe für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sara Pepe
Sara Pepe bei Twitter
Sara Pepe bei Facebook
»Fünf Mal Vielleicht - Sam & Melinda« bei Leserkanone.de
»Fünf Mal Vielleicht - Sam & Melinda« bei Amazon
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