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Manuel Deinert 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 1979
Webseite: Offizielle Homepage von Manuel Deinert
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Manuel Deinert vom 27.12.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 27.12.2017
In seinem Buch »Hinter den Feldern« schaut Manuel Deinert gemeinsam mit seinen Lesern einem kleinen Jungen über die Schulter. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über den kleinen Leon und über das Schreiben von Kinderbüchern.

– Herr Deinert, in diesem Jahr erschien Ihr Kinder- und Jugendbuch »Hinter den Feldern«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. Leon ist zehn Jahre alt und wünscht sich nichts sehnlicher, als gesund zu sein und seinen Platz im Leben zu finden. Denn er hat Asthma und eine Mutter, die mehr Verbote kennt als die Schulordnung. Zum Glück hat er aber auch seinen Großvater. Der bringt Leon viel über Tiere und Pflanzen bei, kennt die besten Geschichten und weiß Leons Alltag bunter zu gestalten. Eines Abends erzählt er Leon von einer Blume mit heilenden Kräften, die verborgen im Wald wächst. Heimlich macht sich Leon auf die Suche nach ihr, doch es ist etwas völlig anderes, was hinter den Feldern auf ihn wartet …

– Für Kinder welcher Altersgruppe ist das Buch geeignet? Und warum werden auch ältere Leser inklusive Großvätern ihre Freude daran haben?

Das Buch wird bewusst Lesern zwischen 9 und 99 Jahren empfohlen. Leon erlebt einen Sommer draußen in der Natur, der sein Leben verändern wird. Es geht um Selbstzweifel, Verlust und Akzeptanz und wird aus kindlicher Perspektive erzählt – ein waschechtes Kinderbuch. Wegen seines poetischen Schreibstils, den nostalgisch-verträumten Betrachtungen auf das Leben und der Beziehung zwischen Leon und seinem Großvater werden es aber auch erwachsene Kinder mögen, sofern sie gern in Erinnerungen an die eigene Kindheit und den eigenen Großvater schwelgen.

– Soll das Buch den jungen Lesern eine Aussage vermitteln, oder dient es nur der Unterhaltung? Kann eine Lehre aus der Geschichte gezogen werden?

Das Buch ist gewiss kein Ratgeber, eine Aussage ist jedoch vorhanden. Der Großvater sagt es zu Beginn der Geschichte, als Leon sich über sein Asthma beklagt: »Wir können uns leider nicht aussuchen, was für Gaben oder Gebrechen wir haben. Wir müssen uns nur entscheiden, etwas daraus zu machen.« Ich denke, damit spricht Großvater viele Kinder und junge Menschen, wenn nicht sogar manch Erwachsenen an. Leon findet dank seines Großvaters seinen Weg, wenn auch auf Umwegen. Ich glaube, Leons Geschichte kann Mut machen und Herzen berühren.

– Was macht den kleinen Leon zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Zuerst einmal erscheint Leon dem Leser als ein armer Tropf: er hat Asthma, eine ständig mosernde Mutter, miese Schulkameraden. Der kleine Kerl kann einem echt Leid tun. Aber die Natur, die Tiere und Bäume, sein Großvater – all das bedeutet ihm sehr viel und er findet schöne Worte dafür. Dieses tiefe Empfinden ist etwas, worum man ihn beneiden kann. Und genau diese Kombination aus Mitleid und Neid macht ihn für den Leser interessant; einerseits wünscht man ihm, dass er seinen Weg findet, andrerseits soll er dabei bloß nicht seine Liebe für all das Schöne verlieren. Tja, und was ich an Leon schätze? Dass er nie die Hoffnung aufgibt und es schafft!

– Wie schafft man es, jederzeit altersgerecht zu klingen? Kann man sich die Arbeit an einem Kinderbuch so vorstellen, dass Kinder herangezogen werden, denen man die Texte vorträgt, um ihre Verständlichkeit zu überprüfen? Oder entwickelt man als Autor ein Gefühl für den richtigen Ton?

Ich weiß nicht, ob man für ein Kinderbuch bewusst »kindlich«, also »einfach« schreiben sollte. Auch Kinder haben ein Recht auf schöne Sprache. Natürlich vermeidet man schwierige Begriffe – oder lässt sie in der Geschichte in einem Gespräch erklären. (Man kann neue Worte in einem Buch lernen! ;-) ) Aber im Grunde muss man nur eine kindliche Sicht auf die Welt und ein gewisses Sprachgefühl haben. Die Geschichte muss dabei auch nicht einfach gestrickt sein. Denken wir nur mal an »Der kleinen Lord« von F.H. Burnett. Das Buch ist weder schlicht geschrieben, noch einfach konstruiert. Dennoch wird es seit vielen Jahrzehnten von Kindern und Erwachsenen geliebt!

– Der Bereich der Kinderbücher erscheint von außen betrachtet als eine etwas undankbare Welt, denn abgesehen von einigen wenigen dauerhaft erfolgreichen Autoren wird das Genre häufig von den Veröffentlichungen von Schauspielerinnen oder anderen Personen aus der Medienbranche dominiert, die entweder nebenher auf die Schnelle ein Buch geschrieben oder einem Projekt lediglich Ihren Namen geliehen haben. Haben Sie auch diesen Eindruck, und ist er aus Autorensicht nicht sehr frustrierend?

Den Eindruck habe ich nicht. Was aber daran liegt, dass ich meist amerikanische Kinder- und Jugendbücher lese. Da kann ich jedoch Unterschiede zum deutschen Markt feststellen: Amerikanische Kinderbuchautoren wagen sich häufiger an schwierige, bzw. dramatische Themen – mit wenigen Ausnahmen scheinen sich das deutsche Autoren nicht zu trauen, oder solche Bücher werden nicht verlegt. Woran es liegt, weiß ich nicht.
Das eigentliche Problem bei Kinderbüchern ist aber, dass man seine Zielgruppe nicht direkt ansprechen, bzw. umwerben kann. Man muss die Herzen der Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel gewinnen, die das Buch für lesenswert halten und es verschenken. Die Geschichte muss also Menschen jeglichen Alters ansprechen. Das ist wohl das Geheimnis wirklich guter Kinderbücher.

– Was können wir von dem Autor Manuel Deinert in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Auf jeden Fall, die bisherigen durchweg positiven Rückmeldungen zu meinem Büchlein haben mir Mut gemacht, weiter zu schreiben. Und in der Tat spuken in meinem Kopf einige Geschichten herum, die gerne das Licht der Welt erblicken würden. Mal sehen, ob sie den Weg vom Kopf, übers Herz, durch die Finger bis aufs Papier finden. Manch Leser schrieb mir, dass er sich genau das wünscht. Ich teile diesen Wunsch und werde mein Bestes geben.

Das Team von Leserkanone.de dankt Manuel Deinert für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Manuel Deinert
»Hinter den Feldern« bei Leserkanone.de
»Hinter den Feldern« bei Amazon
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