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Alexandra Scherer 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Alexandra Scherer
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Facebook: Allgau.Krimi
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Alexandra Scherer vom 05.11.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 05.11.2017
In ihrem Roman »Tod am Hexenwasser« entführt Alexandra Scherer ihre Leser in das Allgäu. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über ihre Heldin Leni und über die Scherereien beim Publizieren.

– Frau Scherer, vor nicht allzu langer Zeit erschien Ihr aktueller Roman »Tod am Hexenwasser«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Es handelt sich um einen Heimatkrimi (hier werden viele gleich »Ogottogottnocheiner« stöhnen) im Stil eines Cosy Crime.
Eine Frau mittleren Alters kehrt in die Heimat zurück. Hier wird sie mit einigen Problemen konfrontiert, vor denen sie als junge Frau weg gelaufen ist. Dummerweise muss sie lernen: du kannst noch soweit rennen, am Schluss warten die Probleme auf dich und je länger und weiter du gerannt bist, desto mehr Zeit hatten die Probleme, sich aufzubauen. In dem Fall muss sich Magdalena Sonnbichler mit ihrer Rolle als Frau/Tochter und Geliebte auseinandersetzen und nebenbei noch beweisen, dass sie keine Mörderin ist.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Als ich mit der Leni anfing, hatte ich noch nie was von Heimatkrimis gehört (auch wenn mir das wahrscheinlich keiner glaubt), meine literarischen Vorbilder liegen eher im englischsprachigen Bereich. Inwzischen hab ich natürlich schon einige Bücher von Kollegen gelesen und muss sagen, ich bilde mir ein, die Leni kann da durchaus mithalten. ;)
Ich denke, Freunde von gemütlichen Krimis a la Agatha Christie dürften auf ihre Kosten kommen und natürlich Fans von Heimatkrimis. Menschen, die gut recherchierte Kriminalermittlungen erwarten eher weniger. Meine Lieblingsautoren sind: Dorothy Sayers, Terry Pratchett, T.H.White und Elisabeth Goudge.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Magdalena Sonnbichler ist eine ganz normale Frau um die fünfzig. Sie ist kein muskelbepackter Held, der Kung-Fu kann, sie ist auch keine hübsche Blondine in Stöckelschuhen oder ein Mathegenie. Die Leni ist eine Frau wie viele und ich denke, deshalb kann frau sich gut mit ihr identifizieren, denn viele der Dinge, die sie denkt oder die ihre Handlungen erklären sind Sachen, die uns Frauen der 1960er auch begegnet sind.

– Ihr Buch ist als erster Roman einer Reihe um Ihre Protagonistin Magdalena Sonnbichler gekennzeichnet. Was macht Leni zu einem solch »besonderen« Charakter, dass sie gleich mehrere Romanauftritte verdient hat? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Nun... immer jemand neuen zu erfinden ist anstrengend ;) und die Leni die ist so kompliziert, da dürften sich durchaus weitere Probleme auftun. Schließlich hat die Leni einen Teil ihrer Probleme erkannt, aber das heißt noch lange nicht, dass sie »geheilt« ist und plötzlich vor Selbstbewußtsein strotzt. Ich mag vor allem ihre inneren Dialoge, die Frau streitet sich mit sich selber und das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Gleich nachdem ich mit dem Hexenwasser fertig war, sah ich Leni mit Schorsch streiten, wegen einem Kässpatzenessen und daraus hat sich dann die nächste Idee entwickelt. Allerdings hat sich dann gleich noch eine dazwischen geschoben (die inzwischen in der Erstfassung fertig ist. Und dazwischen hab ich noch nen Krimi in Erstfassung fertig, bei dem die Leni tatsächlich keine Rolle spielt ;) allerdings das Allgäu.

– Sollte man aus dem Allgäu stammen oder einen persönlichen Bezug zur Region haben, um größtmögliche Lesefreude an Ihrem Roman zu empfinden, oder ist Ihr Buch auch Lesern aus flacheren Gegenden des Landes zu empfehlen? Was macht das Allgäu zu einem guten Schauplatz für niedergeschriebene Verbrechen?

Ganz ehrlich: irgendwo müssen die Krimis ja spielen und warum nicht in meiner Heimat? Über London und Paris weiß ich nicht soviel... und die Leute da kenn ich auch nicht. -Außerdem sind das Allgäu und seine Menschen eben auch recht widersprüchlich, da passt die Leni gut rein und es gibt viele Probleme hier ebenso wie woanders.
Für Nicht-Hiesige dürfte es interessant sein, den Roman zu lesen, weil er einen kleinen Einblick gibt in die Lebensweise der Eingeborenen :D. Dadurch das Leni auch lange aus dem Allgäu weg war, sind viele Dinge für sie auch neu und die Leser lernen viel durch sie. Ich denke was Schwierigkeiten machen könnte sind die Dialektpassagen. Einige meiner Norddeutschen bzw. Mitteldeutschen Testleser hatten da ein wenig Probleme. Ich hab sie trotzdem drin gelassen, denn der Leser kommt auch so drauf, was gemeint ist. Und ein Allgäuer Leser meinte, dass sei sehr gesteltzt... eher wie ein Nordeutscher sich den Dialekt vorstellt. =)) Fazit: Isch grad wurscht, ma kas eh it alle reat macha.
Allgäu ist vielseitig. Es ist einerseits eigenbrötlerisch, extrem rechtslastig und schon fast reaktionär. Sie sind religiös und sie sind hilfsbereit, aber es gibt auch die berühmten Brandstifter. Andererseits gibt es und gab es viele Künstler (Maler, Schreiber, Bildhauer), es gibt sehr viele weltoffene Leute, der biologische Landbau hat hier in den 1970ern als große Idee begonnen, viel früher als in anderen Teilen der BRD. Die Landschaft ist wunderbar und vielseitig (ähnlich wie die Leute) Wir sind in der Geschchte verwurzelt und doch irgendwie auch nach vorwärts blickend. Es ist hier nie einfach gewesen für die Menschen, aber irgendwie haben sie es immer hin gekriegt und Verbrechen gibt und gab es auch genug.

– Sie haben den Roman ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Die Leni hatte drei Verlage. Der erste ging kurz vor Vertragsabschluss bankrott. Der zweite - ein Verlag oder sollte ich eher sagen: ein Dienstleister mit sehr überteuerten Preisen?- der in Frankfurt beheimatet ist und den Familienamen eines großen deutschen Schriftstellers trägt, schrieb innerhalb von drei Tagen nach Einreichung, dass er total begeistert sei und man unbedingt mein Werk veröffentlichen wollte. Da ich zwar eitel bin aber eben auch Allgäuer, war mir das suspekt (Allgäuer Weisheit: Nix gsagt isch gnua globet), - vor allem weil ich mich finanziell beteiligten sollte - und ich lehnte ab. Der Dritte Verlag hatte die Leni über eineinhalb Jahre im Lektorat und hat sich dann doch gegen sie entschieden. Ich erhielt eine sehr nette Absage, aus der ich entnahm, dass die Entscheidung gegen den Krimi relativ knapp ausfiel. Was mich dann doch bestärkte, dass der Krimi gar nicht so schlecht sein konnte. (Meine Werke und auch ich polarisieren: entweder man mag mich oder man hasst mich... aber das sehe ich als positiv, gleichgültig bin ich selten jemanden.)
Ich hatte dann irgendwie keine Lust mehr, wieder betteln zu gehen und eventuell noch mal mehrere Monate auf Absagen zu harren. Da ich zu dem Zeitpunkt schon ein bisschen Erfahrung gesammelt hatte mit der Anthologie »Grenzenlos« und der Kurzgeschichtensammlung »Plotpourri - kleiner krimineller Ratgeber« hab ich mich für diesen Weg entschieden. Ich möchte mich hier auch noch unbedingt bedanken bei Elias Haller, der erfolgreich sehr viele Krimis in Eigenregie veröffentlicht hat und mir mit einer Engelsgeduld und mit Strenge zur Seite stand, bis das Manuskript dann endlich die Form hatte, die es benötigte für die Veröffentlichung und bei Christine Millmann für das super Cover. Das sind nur zwei der vielen Menschen, die mich unterstützt haben.
Ich halte Verlage nicht für obsolet. Gerne wäre ich bei einem Verlag untergekommen, denn ich stehe auf Kriegsfuss mit der Rechtschreibung, bin kein Marketingstratege und von Design hab ich soviel Ahnung wie eine Kuh vom Zitherspielen. Sprich: ich habe inzwischen gelernt, was alles hinter einer Publikation steckt. ABER: ich habe auch das Gefühl, dass einige der großen Verlage in Punkto Marketing eher auf erprobte Schriftsteller setzen und wenn ein neuer Autor in die heiligen Hallen aufgenommen wird, dann wird wenig Werbung gemacht. Was ich gut finde an einem seriösen Verlag ist das Lektorat und das Colektorat und die etablierten Verkaufswege. Was ich weniger gut finde: die langen Wartezeiten bis man, wenn man- eine Absage bekommt.
Oft wird das ja begründet, dass die Lektorate mit schlechten Manuskripten überhäuft würden. Trotzdem denke ich, mit ein bisschen gutem Büromanagment könnte man Absagen (wenn auch standarisiert) durchaus schneller auf den Weg bringen. Autoren und Verlage sind Partner. Oder sollten es sein.
Ich werde weiter auf Selfpublishing setzen, aber auch offen sein für Verlage. Inzwischen habe ich zum Beispiel schon einige Kurzgeschichten bei Digital Publishers untergebracht, in ihrem Booksnacks und finde den Umgang mit dem Verlag sehr partnerschaftlich.

– Was können wir von der Autorin Alexandra Scherer in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Für das Organisieren von Messeauftritten etc. bin ich zu planlos. Sollte aber Interesse an Lesungen bestehen, bin ich gerne bereit, loszufahren und mich live zu präsentieren :)
In nächster Zeit werden einige Kurzgeschichten über Digital Publishers erscheinen. Ich werde selber unter Alexandras Tidbits Kurzgeschichten veröffentlichen und Plotpourri wird ab Dezember die Plattform wechseln. Von BoD zu Neobooks. Ein Krimi, der im Leniversum spielt, ist gerade in Überarbeitung, aber ich denke, Weihnachten schaff ich nicht damit. Vielleicht den Frühling. Der Mord in dem Krimi passiert ja auch zu Ostern.
Ein weiterer Krimi im Leniversum ist auch in der Erstfasung fertig und nimmt gerade an einem Wettbewerb teil. Leni 2 wurde gestern in der Erstfassung abgelegt und soll jetzt mal einige Wochen ruhen. Leni 3 würde gerne geschrieben werden und ich trage mich mit einem Fantasy-Roman. Dazu kommen noch ein paar Kurzgeschichten... Einem Testleser, der Theo heißt hab ich versprochen, dass in einer Leni (wohl die Nr. 4) der Theo Brück nicht der Bösewicht sein wird. ... Sie sehen also... :)

Das Team von Leserkanone.de dankt Alexandra Scherer für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Alexandra Scherer
Alexandra Scherer bei Twitter
Alexandra Scherer bei Facebook
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