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Victoria Suffrage 0 Fans
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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Victoria Suffrage vom 18.10.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 18.10.2018
In ihrem aktuellen Roman »Ohne Schuld« erzählt Victoria Suffrage von Frauen, von Freundschaft und von Träumen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ernsthafte Buchthemen und über das Schreiben mit einer Co-Autorin.

– Frau Suffrage, vor einigen Wochen erschien Ihr aktueller Roman »Ohne Schuld«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Zunächst einen Herzlichen Dank an Lesekanone.de für das freundliche Interview.

In dem Roman »Ohne Schuld« geht es um zwei Mädchen, junge Frauen, deren Freundschaft und Traum, ihr ›Kaff‹ zu verlassen und als Modell und Designerin die Metropolen der Welt zu erobern. Dann spannt die eine der anderen den Freund aus, wird schwanger und alles gerät ins Wanken. Kann Freundschaft dennoch siegen und Träume in Erfüllung gehen? Das verrät dann das Buch.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Die Leser, die sich für Schicksale anderer Menschen interessieren, die auch in die dunklen Ecken schauen wollen, sind in unserem Buch gut aufgehoben.
Jenny und Nina sind Protagonistinnen, die auch nebenan wohnen könnten; mit großen Träumen.

Literarische Vorbilder im Hinblick auf das Schreiben habe ich nicht. Ich lese, was mich interessiert. Seit meinem Buch »... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends« bin ich irgendwie bei Kafka hängengeblieben. Da gibt es noch einigen Lesestoff für mich. Zudem finde ich die Person Kafka unheimlich interessant.

– Das Buch ist alles andere als Heile-Welt-Lektüre, und auch die meisten anderen Bücher aus Ihrer Feder sind von Nachdenklichkeit und Melancholie gekennzeichnet. Damit gehen Sie in eine ganz andere Richtung als die meisten Self-Publisherinnen, die vorzugsweise den Markt für eingängige und leichte Unterhaltungsliteratur bedienen. Wie kam es dazu? Und wie schafft man es, sich während eines wochen- oder monatelangen Schreibprozesses mit Themen von großer Ernsthaftigkeit auseinanderzusetzen, ohne dass es einem selbst enorm nahegeht?

Nun gut, wenn man sich beispielsweise das Buch »Träume bleiben ohne Reue«, das zur FBM2018 auf der Shortlist des dspp2018 stand, anschaut, dann sieht man, dass man auch ernsthafte Themen mit Humor (oder Sarkasmus) verpacken kann. Man stecke nur eine Ex-Puffmutter in ein Altenheim und gründe dort eine Beklopptengang.
Ich beobachte gern Menschen, schaue gern genauer hin. Den Themen Alter, Würde und Selbstbestimmung bin ich als Dozentin in der Altenpflege nähergekommen.

Meine Protagonisten gehen mir nahe. Ansonsten könnte ich kein Buch schreiben. Die stehen mit mir während des Schreibprozesses auf und gehen auch mit mir ins Bett. Manche Szenen verlangen mir auch einiges ab, ja. Da hilft ein Rioja, manchmal auch zwei.
Wenn es zu arg ist, dann schnappe ich mir den Hund und laufe mit ihm eine Runde. Dann wird weitergeschrieben.

– Was macht Nina und Jenny zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Nina und Jenny sind stark und schwach zugleich. Immer wieder schaffen sie es, an ihrer Freundschaft festzuhalten. Dabei ist es insbesondere Nina, die die Freundschaft auf harte Proben stellt.
Ich schätze an beiden ihre Bindungslosigkeit, ihre Loyalität in der Freundschaft, die sich insbesondere zeigt, als sie älter sind.

– Sie haben das Buch gemeinsam mit einer Co-Autorin geschrieben. Wie kam es dazu? Gibt es große Unterschiede in der Herangehensweise an das Schreiben eines gemeinsamen Buchs im Vergleich zu Ihren Einzelprojekten?

Richtig, ich habe das Buch mit meiner Wiener Freundin und Autorenkollegin Elsa Rieger geschrieben. Mit ihr arbeite ich auch an unserem neuen Buch »Und in Russland singt mein Herz« (Arbeitstitel), in dem es um ein Mädchen mit Trisomie 21 geht. Die ernsten Themen reißen nicht ab, wie man merkt.
Bei »Ohne Schuld« hat es sich einfach ergeben. Mit zwei Frauenfiguren, jeweils in deren Perspektive abwechselnd geschrieben, bot es sich einfach an.
Von der Herangehensweise gibt/gab es grundsätzlich keine großen Unterschiede. Das Schreiben war spannend, da wir uns innerhalb unseres Plot-Rahmens ab und an kleine Battles geliefert haben und die andere überrascht haben.

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Ehrlich gesagt – bei den ersten Büchern habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht. Buch war fertig, ich wollte veröffentlichen und habe es einfach getan. Ich denke auch, dass es gut so war. Aus meiner Sicht habe ich meinen Erzählstil gefunden, abgesehen davon, dass ich enorm dazu gelernt habe, eine Geschichte zu erzählen.
Mit der Nominierung meiner Bücher für die Shortlist des dspp2017 und des dspp2018 habe ich auch den Nachweis angetreten, gute Bücher zu schreiben. Immerhin steht der dspp dafür, Bücher auszuzeichnen, die Verlagsveröffentlichungen in nichts nachstehen.

Natürlich sind Verlage notwendig. Sie bestimmen und machen Buchtrends, fördern (und fordern) Autoren, fokussieren. Und letztendlich übernehmen sie auch Leistungen wie Cover, Lektorat etc., die man sonst allein stemmt (stemmen sollte, um keine Diskussion über Notwendigkeit des Lektorats zu entfachen).
Es ist schade, dass immer noch ein solch tiefer Graben zwischen Selfpublishing und Verlagsveröffentlichung liegt.

– Was können wir von der Autorin Victoria Suffrage in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Viel, behaupte ich mal ungeniert.
Durch die Nominierung meines Buches »Träume bleiben ohne Reue« in diesem Jahr wurde ein größerer Verlag auf das Buch und mich aufmerksam. Zudem vertritt mich nunmehr eine Literaturagentur; ebenso wie auch Elsa Rieger.
»Und in Russland singt mein Herz« möchte ich in diesem Jahr fertigstellen. Das wird ein großartiges Buch. Dazu »bastle« ich an einer Fortsetzung zu »Träume bleiben ohne Reue« und einem weiteren Buch.
Hier im Umfeld, ich wohne in Hessen, wird es Lesungen geben, Termine stehen aber noch nicht fest. Da muss ich auch schauen, was sich hinsichtlich einer Verlagsarbeit ergibt.

Versprechen kann ich, dass die Ideen noch nicht ausgegangen sind. Wie ich mich kenne, auch nicht so schnell ausgehen werden.

Das Team von Leserkanone.de dankt Victoria Suffrage für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Victoria Suffrage bei Twitter
Victoria Suffrage bei Facebook
»Ohne Schuld« bei Leserkanone.de
»Ohne Schuld« bei Amazon
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