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Sascha Raubal 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 1972
Webseite: Offizielle Homepage von Sascha Raubal
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sascha Raubal vom 02.12.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 02.12.2017
In seinem Roman »Götter in Gefahr« schickt Sascha Raubal den Detektiv Kurt auf seine zweite göttliche Mission. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über seinen Roman, über Kurt und über die Einbindung des Weltgeschehens.

– Herr Raubal, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Kurt - Götter in Gefahr«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Die »Kurt«-Reihe dreht sich um den Münchner Privatdetektiv Kurt Odensen.
Startete er im ersten Band (»Kurt – In göttlicher Mission«) noch als scheinbar hoffnungsloser Fall, ist er seitdem zum gefragten Ermittler geworden, mit schickem Büro, gewiefter Assistentin und allem drum und dran. Gerade, als sein Team durch den ehemaligen Kripomann Fritz verstärkt wird, beginnt eine Serie blutiger Morde. Das erste Opfer stirbt mitten in München-Schwabing, weitere Bluttaten folgen innerhalb weniger Tage über die ganze Welt verstreut. Schnell ist klar: Die Mörder haben es auf ganz besondere Ziele abgesehen, von denen einige auch zu Kurts Freunden zählen. Zu allem Überfluss verschwindet auch noch eine alte Partnerin spurlos. Da beide Fälle zusammenhängen könnten, haben Kurt und sein Team nun an zwei Fronten zu kämpfen. Dass ausgerechnet ein Pfarrer sich nicht davon abhalten lässt, dabei mitzumischen, macht die Sache nicht einfacher.
Wieder einmal geht es recht kunterbunt zur Sache, mal in Italien, mal in einem oberbayrischen Kuhdorf, größtenteils jedoch in München und Umgebung. Ich spanne fröhlich Kirchen, neuheidnische Sekten und diverse göttliche Herrschaften mit ein, streue Klischees gerne mal mit der Gießkanne aus und vertraue einfach auf den Humor der Leser. Denn ernst nehmen darf man Kurt nicht ... über das Eine oder Andere nachzudenken, ist aber trotzdem nie verkehrt.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen?

Ohne mich mit den Herren qualitativ auch nur annähernd vergleichen zu wollen: Terry Pratchett, Neil Gayman und Kevin Hearne fallen mir da spontan ein.
Zum einen wegen des Humors, zum anderen aber auch wegen der teils ähnlichen Grundidee.
Und ich schwöre, ich kannte weder Gaymans »American Gods« noch Hearnes »Chronik des Eisernen Druiden«, als ich Kurt ins Leben rief. Hab ich beides erst später gelesen.

– Haben Sie literarische Vorbilder?

«Vorbilder« klingt so nach »So gut will ich auch sein«. Das wage ich gar nicht erst.
Autoren, die ich gerne lese, das sind unter anderem die drei oben genannten, aber auch Tanja Kinkel oder Gisbert Haefs im historischen Bereich (da steckt ja auch einiges an Fantasy drin) oder Stephen King in Richtung Thriller und Dark Fantasy. Aber auch Michael Ende hat mich, gerade mit seinem Wunschpunsch, sehr beeindruckt.

– Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Zuerst mal praktisch alles von Sir Terry. Ein wunderbarer Autor und, soweit ich das beurteilen kann, ebenso bewundernswerter Mensch. Ich hab geheult, als er starb. Wenn ich einzelne Bücher nennen soll: Endes »Unendliche Geschichte« und sein »Wunschpunsch«, aber auch »The green mile« und die Reihe um den Dunklen Turm von King oder eben Hearnes eiserner Druide. Ach, da gibt's so viel ...

– Sie beschreiben Ihr Buch als Mischung aus Urban Fantasy, Krimi und Humor. Wie passen diese Genres miteinander zusammen?

Bestens. ;)
Im Ernst: Krimi und Humor, diese Kombination ist ja nun nichts neues. Schon bei Agatha Christie gibt's ja einiges zu lachen. Und was spricht dagegen, in einem Krimi, der in unserer Realität (bei mir eben hauptsächlich München) spielt, ein paar besondere Gestalten auftreten zu lassen? Das müssen ja nicht unbedingt Glitzervampire und toll gebaute Werwölfe sein. Immerhin ist unsere Welt durchdrungen von fantastischen Wesen, die von vielen Menschen als real existierend angesehen werden. Da braucht man eigentlich nur einen klitzekleinen Schritt weiterzugehen, um sie aus den Köpfen in die materielle Welt zu bringen.

– Und wie schafft man es, den richtigen Mittelweg zu treffen, um die Fans des einen Genres zufriedenzustellen, die anderen aber nicht zu verschrecken?

Nun ja, das Risiko dürfte nicht nur bei einem Genre-Mix bestehen. Auch, wenn ich mich voll im Genre Fantasy bewege, kann es sein, dass Leser enttäuscht sind, wenn keine Magie, Drachen und Schwertkämpfe auftauchen.
Für reine Krimi-Fans ohne Sinn für Phantastisches ist Kurt sicher nichts. Da bekomme ich dann das Echo »Schwer zu lesen« oder »Das wird aber schon sehr phantastisch irgendwann« (O-Ton meine Mutter ...). Aber ich denke, es gibt genug Leser, die in jedes Genre mal reinschnüffeln und gerade die Mischung mögen. Zumindest bekomme ich auch dieses Echo von den Lesern. Man muss eben ein wenig offen dafür sein. Aber jeden Geschmack trifft kein einziger Autor, das ist volkommen unmöglich. Also warum sollte man sich darum allzu sehr einen Kopf machen?

– »Götter in Gefahr« markiert bereits den zweiten Auftritt Ihres Privatdetektivs Kurt Odensen. Was macht Kurt zu einem solch »besonderen« Charakter, dass er gleich eine ganze Reihe von Auftritten verdient hat? Was schätzen Sie an ihm persönlich, warum sollte man ihn unbedingt kennenlernen?

Er ist geradeheraus, ein Mann mit Prinzipen, aber sicher nicht ohne Fehler. Gerade am Anfang seiner Karriere ist er alles andere als ein strahlender Held, und ich habe auch nicht vor, ihn allzu sehr abheben zu lassen.
Kurt ist meistens eher stoisch unterwegs, was ihn die phantastischen Elemente seiner Abenteuer ganz gut verdauen lässt. So leicht bringt ihn nichts aus der Fassung. Leider ist er manchmal auch etwas verpeilt, was ihn aber irgendwie liebenswert macht. Seine Figur auf dem Cover passt recht gut zu ihm, diese Mischung aus Dolph Lundgren und Hannibal Smith vom A-Team. Und zu guter Letzt: Er hat einen sehr ausgeprägten Sinn für Anstand und Gerechtigkeit.

– Inwiefern beziehen Sie aktuelles Weltgeschehen in Ihre Bücher mit ein? Wie entscheiden Sie, welche Themen Sie im Rahmen ihres ganz speziellen Genre-Mix Sie anreißen?

Das Weltgeschehen, dem Kurt seine Existenz verdankt, war damals (so um 2010 herum) die Sache mit dem pseudo-islamischen Terrorismus, Taliban, Al Kaida usw. (Der Daesh alias IS war damals noch kein Thema). Ich war es damals schon leid, dass alles gegen die bösen Musels geschossen hat, nur weil ein paar Irre sich unter dem Deckmantel des Islam austobten, aber gleichzeitig ignorierte man ähnlich geisteskranke Figuren, die man z.B. schon seit langem im Umfeld der evangelikalen Rechten, besonders in den USA, antreffen kann. Aber auch kreuz.net trieb ja zu dieser Zeit noch sein hasserfülltes Unwesen. Deshalb musste ich einfach diese Typen auf- und angreifen. Auch der jetzt erschienene zweite Roman beschäftigt sich noch mit dem Thema »Religion und ihre gefährlichen Auswüchse«. Band drei entstand unter dem Endruck der herannahenden Bundestagswahl dieses Jahr und des Hochkochens der blaubraunen Brühe in der Politik und auf den Straßen. Sie können sich also vorstellen, in welche Richtung ich dieses Mal aus vollen Rohren feuere. Als Mensch und ganz besonders als Vater hat man einfach eine Verantwortung den kommenden Generationen gegenüber, und als Autor kann man diese nun mal am besten in Form von Büchern wahrnehmen. Da scheue ich mich auch nicht, den ganz großen Holzhammer rauszuholen.

– Bei einem Buch wie dem Ihren geht es natürlich nicht nur einfach darum, eine interessante Geschichte zu erzählen, sondern dabei auch noch einen amüsanten Ton anzuschlagen, der sich auf die Leser überträgt. Wie schaffen Sie es, beim Schreiben auf Knopfdruck entsprechend zu klingen? Wie erhalten Sie während eines wochen- oder monatelangen Schreibprozesses die dafür notwendige Stimmung?

Gar nicht. Weder auf Knopfdruck noch über Monate hinweg. Bin ich gestresst oder habe mich gerade so richtig aufgeregt, brauche ich mit dem Schreiben erst gar nicht anfangen. Geht's mir recht gut und habe ich auch genug Ruhe, dann denke ich mich ein paar Minuten in die Situation hinein, in der ich letztes mal aufgehört habe (also die Szene der Geschichte) und finde dann wieder den passenden Ton.
Das ist natürlich nicht die Arbeitsweise eines hochproduktiven Fließband-Schreibers, aber nur so kommt bei mir was Gescheites raus. Und das ist mir wichtiger, als die pure Masse. Dementsprechend hat es auch zwei Jahre zwischen den Veröffentlichungen von Kurt 1 und 2 gedauert. Obwohl ich Band 2 schon begonnen hatte, bevor ich für den ersten auch nur einen Verlag hatte. Aber wenn einem eine der Testleserinnen böse Fehler unter die Nase reibt, muss man das Problem eben auch mal ein halbes Jahr gären lassen, bis man zu einer vernünftigen Lösung kommt.
Zum Glück habe ich inzwischen das Plotten gelernt, sodass ich auch noch anderes tun kann, wenn die Stimmung fürs Schreiben nicht reicht.

– Was können wir von dem Autor Sascha Raubel in der nächsten Zukunft erwarten? Wird es mit Kurt weitergehen, und sind darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Wie schon gesagt, einen dritten Kurt wird es geben. Mit etwas Glück schon zur Leipziger Buchmesse nächsten März. Für einen vierten Band habe ich schon einige Ideen, knabbere aber noch an ein paar Plot-Problemen.
Außerdem sitze ich an einer ganzen Reihe von geplanten sieben (oder auch mehr) Büchern, allerdings schreibe ich da noch an der Rohfassung des zweiten Teils. Es werden mehrere eigenständige Geschichten, die im Laufe der Zeit zusammenlaufen. Diesmal nicht in unserer Welt, aber auch keine High Fantasy (keine Drachen, Magie, Elfen, ...). Und dann ist da noch ein Plot, der mir sehr gefällt und den ich nach und nach ausgestalte, bevor ich ihn schreibe. Wiederum eine fremde Welt, wesentlich näher an der klassischen Fantasy. Wer weiß, was mir noch alles einfällt ...

– Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Gerade hat meine Verlegerin gefragt, ob ich nach Leipzig kommen und lesen möchte. Im März stehen also die Chancen gut, mich dort anzutreffen und vielleicht eben auch zu hören. Fix ist das mit der Lesung aber noch nicht. Ansonsten bemühe ich mich natürlich um Lesungen hier in der Gegend, was für einen unbekannten Kleinverlagsautor aber gar nicht so einfach ist. Man muss ja nebenbei auch noch Geld für den Lebensunterhalt verdienen. Sollte sich irgendetwas ergeben, werde ich das ganz bestimmt stolz wie Bolle auf meiner Homepage vermelden.
Das Team von Leserkanone.de dankt Sascha Raubal für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sascha Raubal
»Kurt 2 - Götter in Gefahr« bei Leserkanone.de
»Kurt 2 - Götter in Gefahr« bei Amazon
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