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Wolfgang Brunner 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Wolfgang Brunner
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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Wolfgang Brunner vom 17.11.2020
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 17.11.2020
In seinem Buch »Der König und der Schmetterling« begibt sich Wolfgang Brunner gemeinsam mit seinen Lesern auf eine Reise in die Welt der Gefühle. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über die Liebe und das Leben, und über das Wandeln zwischen den Genres.

– Herr Brunner, vor einiger Zeit erschien Ihr Buch »Der König und der Schmetterling«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem Werk genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

«Der König und der Schmetterling« ist ein Märchenroman und eine Liebesgeschichte gleichermaßen. Es geht in erster Linie um das Paar Maria und Bernard, die sich in einer regnerischen Nacht treffen und über Gefühle reden. Dann gibt es da noch das Märchen von Zira und dem König, in dem ebenfalls Erklärungen für die verschiedensten Emotionen gesucht werden. Das junge Paar Sarah und Manuel begleitet zusammen mit ihrem Sohn Tristan diese Märchen und denkt über ihr eigenes Leben und ihre Empfindungen nach. Und schlussendlich spielen die Großeltern von Tristan noch eine Rolle in diesem Puzzle, das sich am Ende auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet. Der Roman ist eine unterhaltsame, philosophische und märchenhafte Reise in die Welt der Gefühle und zeigt auf, was am wichtigsten in unserem Leben ist: nämlich die Liebe.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Bücher würden Sie »Der König und der Schmetterling« ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Mein Roman ist kein typischer Liebesroman, sondern eher eine philosophische und emotionale Auseinandersetzung mit diesem Thema. Es liegen sehr viele Lebensweisheiten in diesem Werk, das mir dadurch ganz besonders am Herzen liegt, weil auch viel von meiner Frau und mir drinsteckt. Am ehesten gleicht mein Märchen dem Roman »Die Stunden« von Michael Cunningham, der unter dem Titel »The Hours« verfilmt wurde. Aber ich denke, dass auch LeserInnen von Nicholas Sparks Freude an meinem Roman finden könnten, wenngleich »Der König und der Schmetterling« tiefsinniger ist und sich mehr abseits von Klischees bewegt.
Meine literarischen Vorbilder sind ganz unterschiedlich: Allen voran Michael Ende, dem ich persönlich begegnen durfte, aber auch Größen wie Stephen King, Richard Adams oder J.R.R. Tolkien befinden sich darunter. Anne Rice, Iain Banks, Samuel R. Delany, Tad Williams, Umberto Eco, Gabriel Garcia Marquez, H.P. Lovecraft, Jules Verne, Salman Rushdie, Andreas Brandhorst ... es gäbe derer noch viele aufzuzählen.
Meine Lieblingsromane sind »Der Herr der Ringe« (Tolkien), »Otherland« (Williams), »Shardik« (Adams) und »Dhalgren« (Delany). Auch hier gäbe es noch einige mehr, aber das würde die Länge dieses Interviews erheblich in die Länge ziehen.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Geschichten über die Liebe, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Der große Vorteil von »Der König und der Schmetterling« ist, dass sich dieser Roman allein schon wegen seiner außergewöhnlichen Erzählweise von anderen Genrebeiträgen abhebt. Alle vier Handlungsstränge vermischen sich schon während des Lesens und verbinden sich am Ende zu einem Ganzen. Fernab vom Mainstream erzähle ich mehrere unterschiedliche Geschichten, die das Leben, die Liebe und viele andere Emotionen beschreiben, die wichtig für uns Menschen sind. Die Welt wäre so gut, würde es mehr Menschen geben, die diese wahre Liebe verstehen würden, von der ich schreibe. Mir ist kein Buch bekannt, das auf solch eine Weise an diese Thematik herangeht.

– Wie kamen Sie auf die Idee, Ihre Leser innerhalb eines einzelnen Buchs in unterschiedliche Epochen zu führen? Was unterscheidet die Liebe und das Leben in den thematisierten Zeitebenen, und was sind die verbindenden Elemente?

Die Idee zu diesem Roman entstand, nachdem ich das oben bereits erwähnte Buch »Die Stunden« gelesen und danach die dazugehörige Verfilmung gesehen habe. Diese Art, mehrere Geschichten zu erzählen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, und am Ende dann doch einen Sinn ergeben, hat mich absolut fasziniert und nicht mehr in Ruhe gelassen. Und zwar so lange, bis ich mir eine ähnliche gelagerte Erzählung ausgedacht habe, die jetzt mit »Der König und der Schmetterling« vorliegt. Das Interessante dabei ist, dass sich weder die Liebe noch das Leben in den unterschiedlichen Handlungssträngen und Epochen in irgendeiner Art und Weise voneinander unterscheidet. Im Gegenteil, sie vermischen sich, setzen sich über die Zeiten hinweg und ergänzen sich sogar. Für mich war immer klar, dass die Liebe, egal in welcher Zeit oder Dimension, immer gleichwertig ist, sofern man sie versteht und für sich und andere zu nutzen weiß.

– Mit dem vor kurzem noch einmal neu aufgelegten Werk »Der Schmetterlingsmann« haben Sie derzeit noch ein zweites heißes Eisen im Feuer. 2012 hieß es noch, es sei ursprünglich nicht als Veröffentlichung geplant gewesen, wieso ist es nun sogar schon zum zweiten Mal erschienen? Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Warum sollten sie sofort mit dem Buch weitermachen, sobald sie »Der König und der Schmetterling« fertiggelesen haben? Und da beide Bücher den gleichen Falter im Titel haben: Was hat es mit Wolfgang Brunner und den Schmetterlingen auf sich?

Nun ja, es war eine Zeitlang Tradition, dass ich meiner Frau zum Geburtstag eine Geschichte geschrieben habe, die immer sehr persönlich war und einen Teil unseres gemeinsamen Lebens zum Thema hatte. Mittlerweile fehlt mir da leider die Zeit dazu. Genau auf diese Weise entstand heimlich »Der Schmetterlingsmann«, zu dem ich natürlich auch Meinungen hören wollte, bevor ich es verschenkte. Einer dieser Testleser war mein damaliger Herausgeber, der von der Geschichte so fasziniert war, dass wir über eine limitierte Veröffentlichung sprachen. Das Gesicht meiner damaligen Lebensgefährtin und heutigen Ehefrau war unbezahlbar, als nämlich just an ihrem Geburtstag ein gebundenes Buch, das für sie geschrieben wurde, auf den Markt kam und entsprechende Buchvorstellungen in einigen Tageszeitungen erschienen. Nach der erfolgreichen gebundenen Ausgabe folgte dann eine Taschenbuchausgabe, die nun mittlerweile in einer tollen Schmuckausgabe im KOVD Verlag eine vollkommen neu überarbeitete Zweitauflage erleben darf.
Meine Frau liebt Schmetterlinge, so dass die Titel der beiden Bücher nicht wirklich überraschend sind und vor allem bei »Der Schmetterlingsmann« richtig Sinn ergeben, weil ich die Geschichte aus meiner Sicht erzähle.
Beide Romane behandeln die Liebe, wie ich (und auch meine Frau) sie empfinde. Ich habe diese Emotionen in einer Romanhandlung verpackt, um sie einem breiteren Publikum nahezubringen, denn leider wird heutzutage nicht mehr viel Wert auf Liebe und immaterielle Dinge gelegt.

– Sie haben Horrorstorys geschrieben, Fantasyromane, Bücher für junge Leser, romantische Bücher, und, und, und. Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Genre-Kombination, warum haben Sie sich nie auf einen Bereich festlegen lassen?

Ich schreibe genauso wie ich lese. Mir ist es als Leser viel zu eintönig, mich nur einem Genre zu widmen, deshalb halte ich es als Autor auch so. Für mich ist vor allem auch interessant, sich diesen Herausforderungen zu stellen und dennoch immer seinem eigenen Stil, und auch dem Gedankengut, treu zu bleiben. Ich persönlich fände es viel besser, wenn sich Genreautoren auch einmal in einem anderen Bereich versuchen würden. Stephen King, John Grisham und eine Handvoll anderer Autoren beweisen, dass es funktioniert. Und auch mein literarisches Vorbild Michael Ende war in verschiedenen Genres unterwegs und hat in meinen Augen Fantastisches geleistet. Ich möchte und werde mich auch in Zukunft nicht auf einen festen Bereich festlegen, denn dazu schwirren mir viel zu viele unterschiedliche Geschichten im Kopf herum.

– Birgt das Wechseln zwischen den Genres nicht die Gefahr, dass man keine Schar an »treuen Fans« aufbauen kann, die vorbehaltlos bei jeder neuen Veröffentlichung zugreifen können? Und anhand welcher Maßstäbe entscheiden Sie, in welche Richtung das jeweils nächste Projekt gehen soll?

Diese Gefahr, keine feste Fanbase zu erlangen, besteht natürlich. Das sehe ich auch an den unterschiedlichen Verkaufszahlen und Rezensionen. Aber das ist mir meine Vielfalt definitiv wert, mein Anliegen als Schriftsteller ist Qualität und nicht Quantität. Das Schreiben eines jeden Buches ist ein Abenteuer, auf das ich mich einlasse und auf das sich auch meine LeserInnen einlassen könnten, wenn sie meiner Überzeugung folgen würden. In jedem Buch von mir, egal um welches Genre es sich handelt, ist der typische Brunner-Touch zu finden, das kann ich uneingeschränkt versprechen.
Ich habe einige Notizbücher voller Ideen, die ich auf unterschiedliche Weise angehen kann. Über das Genre mache ich mir zunächst keine Gedanken, es zeigt sich letztendlich auch immer während des Schreibens, wohin die Reise geht. Ich persönlich mag auch dieses Schubladendenken nicht, denn ich erzähle ja kein Genre, sondern eine Geschichte. Sie sind es, die auf Papier gebracht werden wollen. Und da ist eine Klassifizierung für mich eher zweitrangig. Ich liebe es, wenn Bücher — oder auch Filme — sich nicht darum scheren, welchem Genre sie angehören. Diese sogenannten Genre-Bastards sind kreative Vulkanausbrüche, die extrem viel Spaß machen. Daher sehe ich meine Bücher schlichtweg als »Geschichten, die von mir erzählt werden.«

– Bevor wir zum Ende kommen, darf eine Frage im Jahre 2020 nicht fehlen: Hat sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autor bemerkbar gemacht?

Diese heimtückische Krankheit hat sich in meinem Arbeitsleben nicht wirklich bemerkbar gemacht, da ich seit Jahren bereits im sogenannten Home-Office arbeite, denn neben der Schriftstellerei bin ich als Texter, Lektor und Korrektor tätig. Auf meine Stimmung wirkt sich Corona nicht wirklich aus, weil ich nach wie vor alles Wichtige um mich herum habe: Meine Frau, meinen Sohn, meine Bücher, meine Filme, meine Musik ...

– Was können wir von dem Autor Wolfgang Brunner in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Messen und Lesungen sind momentan leider komplett auf Eis gelegt. Solange wir es mit Corona zu tun haben, werde ich auch erst einmal in dieser Richtung (leider) nichts planen.
Projekte stehen zuhauf an: Im nächsten Jahr werden einige Titel im KOVD Verlag erscheinen, darunter befindet sich beispielsweise eine vor zehn Jahren verfasste Dystopie mit dem Titel »In seinen Händen mein Leben wie zerbrochenes Glas«, die der momentanen Realität erschreckend nahekommt. Weiterhin sind zwei Kinderbücher in Planung, mit denen man sieht, dass ich mich auch in diesen Bereich vorwage. Außerdem sind zwei musikalische Projekte in Arbeit, bei denen Werke von mir vertont und in ähnlicher Form eines Hörspiels bearbeitet werden. Das eine ist eine Kurzgeschichte, die im zweiten Band des »Strange Tales Club« gelesen werden kann und das andere ist eine Adaption meiner dreiteiligen Cryptanus-Reihe, in der es um ein Leben nach dem Tod geht. Ich selbst werde die Lesepassagen übernehmen und zwei unterschiedliche Musiker komponieren dazu jeweils die dazu passenden Klänge. In Planung sind außerdem auch eine Hommage an Haruki Murakami und ein Thriller, der aus Sicht des Mörders geschildert wird.
Langweilig wird mir also in nächster Zeit definitiv nicht.

Das Team von Leserkanone.de dankt Wolfgang Brunner für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Wolfgang Brunner
Wolfgang Brunner bei Twitter
Wolfgang Brunner bei Facebook
Wolfgang Brunner bei Instagram
»Der König und der Schmetterling« bei Leserkanone.de
»Der König und der Schmetterling« bei Amazon
»Der Schmetterlingsmann« bei Leserkanone.de
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