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Ralf Gebhardt 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Ralf Gebhardt
Twitter: @ralfgebhardt
Facebook: RalfGebhardtAutor
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Ralf Gebhardt vom 12.12.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 12.12.2018
In seinem Roman »Ich schenke dir den Schmerz« macht Ralf Gebhardt das Mansfelder Land unsicher. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über den Roman, über einen Ruhe liebenden Kommissar und über den Verbrechensstandort Sachsen-Anhalt.

– Herr Gebhardt, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Ich schenke dir den Schmerz«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gern. Der Thriller nimmt Sie mit in meine Heimat, das Mansfelder Land im Herzen Sachsen-Anhalts. Nachdem der hallesche Kriminalhauptkommissar Richard Störmer im vorhergehenden Fall am Ende den Verbrecher verhaftet hat, habe ich mich gefragt: Was ist schlimmer als ein Böser? Genau, zwei ... Mit der geborenen Idee ist es dann auch so gekommen: Zwei Psychopathen verbünden sich, entführen, foltern und töten. Außerdem muss Störmer das Rätsel um eine alte Seilschaft aus DDR-Zeiten lösen, die heute noch aktiv ist. Der persönliche Einsatz steigert sich bis zum Kampf um das eigene Leben ...

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer Thriller mit wechselnden Handlungen mag, darf gern zugreifen. Vielleicht nicht immer unbedingt zur Schlafenszeit ... Mir persönlich gefallen Bücher, bei denen auch schon mal zwei oder mehr gleichzeitige Handlungsstränge zusammenlaufen, sich abwechseln und man trotzdem immer wissen will, wie es weitergeht. Wahrscheinlich kennen Sie das, wenn man am Stück dranbliebt und dann doch länger liest, als man eigentlich wollte. Vorbilder sind für mich Thriller-Autoren, die das sehr gut können, z.B. Stephan Ludwig mit seiner Zorn-Reihe und Ethan Cross.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Ich möchte meine Leser auf eine Reise mitnehmen, bei der sie für einige Stunden in eine fiktive Welt des Bösen eintauchen und möglichst alles um sich herum vergessen können. Spannende und auch überraschende Momente sollen sich abwechseln, unmittelbar in die Handlung einsteigen und dabei ein Stück mitteldeutsche Heimat nebst menschlicher Abgründe aufzeigen. Das Größte für mich ist, wenn der Leser dann sagt, dass er sich gut unterhalten gefühlt hat und, wie es so schön heißt, einfach immer weiterlesen musste. Manche Handlungsorte können übrigens tatsächlich besucht werden, andere sind frei erfunden.

– Ihr Kriminalhauptkommissar Richard Störmer trat schon in Ihrem Buch »Ich schenke dir den Tod« auf. Was macht ihn zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass er sich einen weiteren Auftritt verdient hat? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Tja, das weiß selbst Störmer manchmal nicht genau ... Er will ja eigentlich nur seine Ruhe und seine neue Liebe, die Nachbarin und Kriminalschriftstellerin Magdalena um sich haben. Er ist nicht abgehoben, nicht kaputt und nicht unmenschlich. Oft wird er unterschätzt. Das Leben ist leider härter zu ihm, als er es verdient hat und er muss Dinge tun, mit denen er nicht rechnen konnte. Letztlich kämpft er dafür, das Böse zu besiegen und die Welt wieder etwas besser zu machen. Dabei wächst er über sich selbst hinaus, ist dabei sogar ein Stück (spröder) Held und weiß all das gar nicht. Zu ihm kann man als Leser m.E. zügig ein Grundvertrauen aufbauen. Er ist der Gute, steht für die Moral. Ich glaube, dass es leicht ist, sich mit ihm zu identifizieren und auf der Verbrecherjagd mitzufiebern.

– Das Mansfelder Land ist auf der deutschen Krimi-Landkarte bisher ein recht weißer Fleck. Was macht die Region dennoch zu einem interessanten Schauplatz für das geschriebene Verbrechen? Was glauben Sie, warum Sachsen-Anhalt vergleichsweise selten als Handlungsort von Krimis herangezogen wird?

Das Mansfelder Land steht aus meiner Sicht für das Echte, die Schönheit der Natur, das Raue, die Menschen, das Verborgene und auch das Vergessene. Hier bin ich aufgewachsen, hierfür schlägt mein Herz. Das wäre aber jetzt wohl doch ein wenig zu kurz für eine Antwort ... Früher war das Mansfelder Land eine sehr arme und auch ausgebeutete Gegend, in der es die Menschen oft nicht leicht hatten. Sie mussten mit dem Wenigen auskommen, was sie hatten, hart in der Landwirtschaft und im Bergbau arbeiten, sich gegenseitig unterstützen. Hunger und Not waren schon immer die geschichtlichen Begleiter, nicht umsonst tragen in der Harzregion die Orte Namen wie »Sorge« und »Elend«. Viele Menschen hier haben wohl auch sowas wie eine raue Schale, sind aber tief drin gutmütig und freundlich. Für Außenstehende haben sie übrigens einen nicht einfach zu verstehenden Dialekt entwickelt.
Hier beginnt der Harz, hier kann man sich erholen, wandern, vergessene Orte entdecken ... und ist dabei in der Mitte Deutschlands.

– Sollte man selbst aus dem Mansfelder Land stammen oder einen Bezug zu der Region haben, um von Ihrem Roman bestmöglich unterhalten zu werden?

Nein, muss man wahrscheinlich nicht, aber es schadet selbstverständlich auch nicht. Ich persönlich finde es z.B. schön, lesend Orte zu entdecken, die man »in echt« kennt und könnte mir vorstellen, dass es auch anderen Lesern so geht. Man kann es natürlich auch umgekehrt machen, also einen Ort entdecken, von dem man zuvor gelesen hat. Nicht umsonst sind wohl deshalb Regional-Krimis beliebt. Die Heimat macht es mir auch leichter, realistischere Beschreibungen zu liefern.

– Wie kommt man als studierter Ökonom und Banker, der im »richtigen Leben« vermutlich wenig mit Mord und Totschlag zu tun hat, eigentlich dazu, sich Kriminalfälle auszudenken? Was bedeutet Ihnen das Krimigenre persönlich?

Nein, mit Mord und Totschlag habe ich da tatsächlich (außer als Autor) nichts zu tun. Deshalb ist es auf jeden Fall gut zu wissen, dass das Böse hier nur im Kopf entsteht. In meinem täglichen Leben begegne ich vielen Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Wünschen und Ängsten. Glauben Sie mir, das gibt Inspiration! Außerdem kann man ja nicht reinschauen in die Menschen, aber man kann sich vieles vorstellen, die Phantasie arbeiten lassen. Krimis und Thriller mag ich sehr, sie sind mir wichtig, zu ihnen greife ich, wenn ich Unterhaltung suche. Und da ich damit vermutlich nicht allein bin, habe ich versuche, auch so zu schreiben. Das Lesen von dem, was ich mag, hat also definitiv abgefärbt.

– Was können wir von dem Autor Ralf Gebhardt in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich habe meinem Verlag edition oberkassel die Idee zu einem neuen Störmer-Fall (ich hänge nun mal immer noch an dem Kriminalhauptkommissar ...) vorgestellt, für die es als »Antwort« einen Verlagsvertrag gab. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Und wenn Sie mich jetzt nicht verraten, kann ich ja sagen, dass ich gerade an der Überarbeitung sitze, bevor das neue Manuskript dann bald ins Lektorat geht.
Geplant habe ich, erneut auf der Leipziger und auch der Frankfurter Buchmesse dabei zu sein. Vielleicht auch wieder auf der Buch Berlin und ganz bestimmt im April beim größten Krimifest Europas, der Criminale, diesmal in Aachen. Ebenso möchte ich 2019 unbedingt wieder einige meiner Leserinnen und Leser live treffen, das hat mir bisher gut gefallen. Auf meiner Webseite stelle ich die Termine jeweils zeitnah ein.

Ganz herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Fragen! Ich wünsche auch Ihren Leserinnen und Lesern alles Gute sowie immer genügend Lese-Stoff!

Das Team von Leserkanone.de dankt Ralf Gebhardt für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Ralf Gebhardt
Ralf Gebhardt bei Twitter
Ralf Gebhardt bei Facebook
»Ich schenke dir den Schmerz« bei Leserkanone.de
»Ich schenke dir den Schmerz« bei Amazon
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