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E.F. v. Hainwald 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von E.F. v. Hainwald
Facebook: efvhainwald
Interview: Leserkanone.de-Interview mit E.F. v. Hainwald vom 03.08.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.08.2018
In seinem aktuellen Roman »Cyberempathy« nimmt E.F. v. Hainwald seine Leser mit in die Zukunft. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über seine Fantasy-Trilogie und seine zukünftigen Projekte.

– Herr von Hainwald, vor einigen Wochen erschien Ihr neuer Roman »Cyberempathy«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Der Roman ist in das wenig bekannten Genre »Cyberpunk« einzuordnen. Das ist eine Art von Sci-fi/Dystopie, welche sich kritisch mit der Vernetzung des Menschen mit Technik befasst.

Der Protagonist lebt in den Vorzügen der neuen technologischen Möglichkeiten - der Verbesserungen durch Kybernetik, Genetik und der digitalen Vernetzung von Emotionen. Er muss seiner Geliebten nicht sagen, dass er sie liebt, denn sie kann es fühlen - jedes Kribbeln im Bauch, wenn er sie anschaut.
Leider gerät sein Leben völlig aus den Fugen, als er einen Auftrag für einen sehr einflussreichen Bankier annimmt. Er wird, trotz all seinen Erfolgen, als Gefahr für die Gesellschaft eingestuft und an einen Ort deportiert, in dem die Vorzüge der Technik wilde Auswüchse angenommen haben - außerdem exisitiert dort das besagte Netzwerk nicht. Damit ist er ein emotionaler Krüppel und schlittert von einer lebensbedrohlichen Situation in die nächste.
Auf seinem Weg begegnen ihm verschiedene Menschen, die einen ganz eigenen Weg eingeschlagen haben, um dies zu bewältigen.

Der Schlüssel zu diesem Buch sind Emotionen jedweder Art: Freude, Angst, Liebe, Schmerz, Freundschaft, Zweifel, Überlebensinstinkt.
Am Ende stellt sich dem Leser die Frage: Wo beginnt Menschlichkeit und wo endet sie?

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Vermutlich werden Fans von »Shadowrun« gefallen daran finden, manche Leser benennen mir auch den einen oder anderen Manga & Anime, denn das Genre Cyberpunk ist recht wenig besetzt.
Das Feedback der bisherigen Leser zeigt jedoch auch, dass selbst diejenigen, welche sonst Fantasy oder Romance bevorzugen, sich sehr gut damit anfreunden konnten, denn mein Sci-Fi ist nicht kalt und prescht von einem Handlungsort voller Epicness zum nächsten, sondern ist voller Emotionen und kleinen Geschehnissen, die zwar auf den ersten Blick unscheinbar, im Handlungsverlauf aber entscheidend sein können.

Vorbilder habe ich nicht direkt, aber ich bewundere die Bücher von Brandon Sanderson und Kai Meyer - sowohl vom Setting, als auch von der Charaktertiefe.
Da ich ein totaler Fan von unkonventionellen, neuen Wegen bin, steht z.B. Sandersons »Elantris« ganz oben auf meiner Lieblingsbuchliste, aber auch die »Scarnight«-Trilogie von Allen Campbel.

– Sehr viele Autoren haben schon vor Ihnen versucht, ein Bild der zukünftigen Welt zu entwickeln. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Zukunftsvision, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte? Inwieweit halten Sie Ihre Stadt Skyscrape und das weltumspannende Cybernet für eine realistische Entwicklung, auf die die Menschheit zusteuern könnte?

Ich befasse mich schon seit längerem mit den technischen Möglichkeiten und Problemen unserer jetzigen Zeit. Alles, was ich in meinem Buch beschreibe - wirklich alles - ist bereits technisch umsetzbar und wird punktuell gelebt. Daher ist mein Setting sehr »nahe« an unserer Zeit, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint. Das erschreckt viele Leser, sobald sie es beendet habe und gibt ihnen zu denken.

Das hebt das Setting meiner Meinung nach bereits heraus, denn ich gehe nicht zu weit voraus. Zusätzlich versuche ich mögliche Herangehensweisen an Probleme wie Kriege, Gesundheit und Überbevölkerung sinnvoll und machbar zu lösen - und zeichne damit auch einen utopischen Teil. Viele Visionen stürzen sich heutzutage ausschließlich auf das dystopische - alles hat jedoch zwei Seiten. Andere Settings gehen viel weiter voraus und haben nur noch wenig Bezug zum Jetzt.

Das Cybernet ist quasi das Hochladen von Emotionen, welche in elektromagnetische Strahlung übersetzt wird, auf eine Cloud. Das wird gespiegelt und auf andere Menschen übertragen. Wir tun heute das mit Musik, Bildern und Daten auf Rechnern via Internet. Emotionen werden bereits nachweislich mit Hilfe von Strahlung verändert und die Schnittstelle Maschine-Mensch ist zum Greifen nah durch Bakterien-Chip-Technik - der Schritt ist also nur noch klein.
Daher denke ich, dass es dem Leser »näher« rutscht, was ich geschrieben habe, als es ihm vielleicht vorher bewusst ist - und das ist schon verdammt spannend, möchte ich meinen. ;)

– Beschäftigt man sich beim Schreiben eines in einer stark veränderten Zukunft angesiedelten Buches automatisch auch mit philosophischen Fragen zur Zukunft der Menschheit?

Nicht zwingend, würde ich behaupten wollen. Man kann durchaus ein solches Setting ohne solcher Fragen schaffen und dabei in einer fortschrittlichen Zukunft eine interessante Handlung ansiedeln: ein Krimi, eine Romanze, einen Thriller uvm.

– Was macht Ihren Protagonisten Leon zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm und seinen Wegbegleitern persönlich?

Zuerst ist Leon recht naiv und reiht sich wunderbar in die vorherrschende Gesellschaftsstruktur ein - so wie viele von uns. Er glaubt, was die Welt ihm vorlebt und ist scheinbar glücklich - mit diversen Hochs und Tiefs, die ein Leben nunmal mit sich bringt. Dabei versucht er stets irgendwie ein guter Mensch zu sein. Im Laufe des Romanes muss er sich jedoch weiterentwickeln, versucht dabei sich selbst treu zu bleiben und trotz aller Widrigkeiten und der Ohnmacht das Richtige zu tun. Ich denke, das macht ihn nahbar und sympatisch - ich mag das an ihm.
Einer seiner weiteren Wegbegleiter ist sehr direkt, manchmal fast panisch »lebendig« in allem, was er tut. Dadurch ist er sehr authentisch und berührt das Herz des Lesers. Eine andere Person ist sehr charmant und hat ihren eigene Art von derben Humor, welcher mich beim Schreiben schon selbst oft zum Lachen gebracht hat.

– Vor »Cyberempathy« entführten Sie Ihre Leser in der »Legende der Lichtgeborenen« in die Welt der Fantasy. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Warum sollten sie am besten sofort mit dem Buch weitermachen, sobald sie »Cyberempathy« fertiggelesen haben?

Sie meinen, neben der Tatsache, dass sie dann endlich komplett abgeschlossen ist, und der Leser nicht ewig auf die Fortsetzung warten muss? ;)

Ich habe diese Trilogie vor »Cyberempathy« begonnen. »Geborene des Lichts« war mein Debüt als Autor. Meine Entwicklung im Schreiben wird man vermutlich bemerken, aber mein Hang zu unkonventionellen Settings und Charakteren, welche nicht so einfach in Schubladen passen wollen, ist auch dort schon vorhanden. Die Trilogie startet sanft als eine romantische Fantasygeschichte, geht in ein spannendes Abenteuer über und endet in einem furiosem Finale, welches dem Leser, wie auch in »Cyberempathy« zeigt, dass im Verborgenen oft mehr lauert, als man vermuten mag.

Ich denke einfach, die Trilogie wird dem Leser viel Spaß machen. Es ist für jeden Geschmack etwas enthalten, wenn man bereit ist, sich auf etwas neues einzulassen.

– Nachdem Sie die »Legende der Lichtgeborenen« zunächst komplett in Eigenregie geschrieben hatten, sind Sie inzwischen bei einem Verlag gelandet. Bedeutete dies für Sie große Umstellungen, etwa in der gestalterischen Freiheit? Haben Sie in beiden Varianten des Veröffentlichens Vor- und Nachteile erlebt, die Sie so vorher nicht erwartet hatten?

Überhaupt nicht, das liegt jedoch auch an der Wahl des Verlages. Der »Gedankenreich Verlag« ist ein neuer, kleiner Verlag, der vor allem auf Qualität statt Quantität setzt. Die Verlegerin hat es sich zur Aufgabe gemacht Bücher zu veröffentlichen, dessen Ideen bereits erschienenen Geschichten so wenig wie möglich ähneln. Zusätzlich werden die Prints dezent illustriert. Dabei habe ich volles Mitspracherecht, zumal ich als Fotograf und Gestalter selbst vom Fach bin, und da natürlich eigene Ansprüche habe. Das ist in vielen Verlagen keinesfalls selbstverständlich.
Deswegen habe ich zwei Jahre lang Verlagsverträge abgelehnt.
Es gibt aus meiner Sicht einige Nachteile, wenn man Selfpublisher ist, genauso als Verlagsautor. Ich beobachte das oft an Kollegen. Als Selfpublisher muss ich sehr viel aus eigener Tasche vorfinanzieren, im Verlag habe ich Deadlines, die fix sind - es gibt vieles weitere mehr.

Doch alles ist eine Sache des Blickwinkels, ich bin zufrieden wie es derzeit ist. Der Verlag ist in den Startlöchern, baut sich auf und ich möchte gern mit ihm zusammen dem Buchmarkt zeigen, dass es keine glattgebügelten Mainstreambestseller sein müssen, um erfolgreich zu sein. Das klingt vermutlich gerade etwas hart, aber letztendlich ist es nunmal eine Industrie, die sich finanzieren muss, nicht wahr?

– Was können wir von dem Autor E.F. v. Hainwald in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich arbeite an einer interaktiven Kurzgeschichte, an der die Leser aktiv Entscheidungen treffen können, um den Handlungsverlauf zu beeinflussen. Nach »Cyberempathy« wird bereits nach einer Fortsetzung gerufen, ich werde jedoch damit nur erneut das Setting aufgreifen.
Der Abschlussband meiner Trilogie wird nach »Geborene des Lichts« (Re-Release vor einer Woche) und »Geborene der Verderbnis« (Re-Release Ende August) mit »Geborene des Schicksals« (Oktober 2018) ihr Ende nehmen.
Desweiteren habe ich derzeit sieben Romanideen in der Schublade und werde mal sehen, welche ich als nächstes umsetzen möchte - manche Blogger, denen ich sie kurz umrissen habe, haben schon einen persönlichen Favoriten. :D

Man kann mich auf der Frankfurter Buchmesse 2018 treffen, auch auf der Buch Berlin diesen Jahres. Auf der Leipziger Buchmesse war ich auch. Das sind so die allgemeinen Termine jedes Jahr. Ein paar Lesungen versuchen wir einzurichten - ich halte meine sozialen Netzwerkseiten aktuell. Ansonsten bin ich mit den Lesern via Facebook & Instagram sowie Email stets im Kontakt. Ich beantworte auch jede Frage, die mir auf Blogbeiträgen zu meinen Büchern gestellt wird. Einige Blogger/Leser treffen sich sogar mit mir auf einen Schwatz bei Kaffee, wenn ich es einrichten kann. Es ist interessant, ihre Meinungen zu meinen Büchern zu hören und zu erfahren, was sie so bewegt.

Das Team von Leserkanone.de dankt E.F. v. Hainwald für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von E.F. v. Hainwald
E.F. v. Hainwald bei Facebook
»Cyberempathy« bei Leserkanone.de
»Cyberempathy« bei Amazon
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