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Julia Fischer 6 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Julia Fischer
Facebook: JuliaFischerAutorin
Interview: Leserkanonen-Mini-Interview mit Julia Fischer vom 06.03.2022
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Leserkanonen-Mini-Interview vom 06.03.2022
In ihrem Roman »Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« entführt Julia Fischer ihre Leser in die Nachkriegszeit. In einem Mini-Interview beantwortete uns die Autorin die wichtigsten Fragen zum neuen Buch.

Frau Fischer, Ende Februar ist Ihr neues Buch »Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« im Lübbe Verlag erschienen. Was erwartet Ihre Leser darin, wovon handelt es?

Der Salon ist ein dicht erzähltes Stück München-Geschichte, beleuchtet aus der Sicht der »Kleinen Leute«.
Er handelt vom einer jungen Friseuse vom Land, Leni Landmann, die in der Nähe von Dachau großgeworden ist und dort in dem kleinen Friseursalon ihrer Mutter schuftet, sich aber sehnlichst einen eigenen Salon in München wünscht. Von ihrem Bruder Hans, der auf Wunsch des Vaters, der nicht aus dem Krieg zurückgekommen ist, Medizin studiert, obwohl sein Herz für die Musik schlägt - er ist ein begabter Jazz-Trompeter und zieht durch die Münchner Clubs. Und von Charlotte, ehemaliges Haus-Mannequin bei Bogner, die in einer unglücklichen Ehe gefangen ist und verzweifelt versucht, dem Frauenbild der Zeit zu genügen.

Kurz: Von jungen Leuten Mitte der Fünfzigerjahre, ihren Träumen, Zwängen und Befreiungsschlägen. Dem Spagat zwischen Tradition und Erneuerung.

Weshalb ist man gut beraten, Ihr Buch so schnell wie möglich zu lesen? Für welche Zielgruppe ist es gedacht?

Nun, weil uns die Figuren etwas über das Fallen und Wiederaufstehen erzählen, das macht Mut in diesen Zeiten, aber auch, weil das Eintauchen in die Welt des Salons uns erlaubt, eine kleine Auszeit zu nehmen. Auf Lenis Stuhl im Salon Keller am Hofgarten Platz zu nehmen und sich verwöhnen zu lassen. Mit den Stammkundinnen der Samstagsrunde die CONSTANZE aufzuschlagen und über Männer und Mode zu plaudern.
Was die Zielgruppe anbelangt sind das natürlich Leserinnen mit einem Faible für Themen wie Schönheit, Mode und den Style der Fünfzigerjahre, die Geschichten von starken Frauen lieben.
Der Salon ist ein Roman, der Großmütter, Mütter und ihre Töchter zusammenbringt, weil man darüber so schön in die eigene Familiengeschichte abtauchen kann er ist ein Stück Erinnern. Meine Schwiegermutter, der ich den Roman gewidmet habe, hat ihn verschlungen und erzählt uns seitdem so viel aus ihrer Jugend, das sie selbst schon fast vergessen hatte.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, »Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« zu verfassen, was waren Ihre Inspirationen?

Die Anregung kam aus dem Verlag von meiner wunderbaren Lektorin. Aber ich bin natürlich sofort darauf angesprungen, denn in den Fünfzigerjahren konnte man einfach alles auf die Beine stellen, wenn man beherzt war. Und ein Friseursalon als Zentrum der Geschichte erlaubt es, die unterschiedlichsten Menschen und Schicksale an einem Ort zu versammeln, der überdies eine Insel der Seligkeit ist zumindest für die Kundinnen und Kunden.
Das Thema »Selbstbild der Frau« liegt mir seit jeher sehr am Herzen, und das hat auch(!) mit individueller Schönheit zu tun. In meinem Florenz-Roman »Die Galerie der Düfte« ging es schon um den kleinen Luxus von Pflege und Düften und in »Die Fäden des Glücks« darum, was die richtige Kleidung mit uns macht. Stichwort: Selbstbewusstsein. Das alles vereine ich jetzt im Salon, aber das Spektrum ist freilich noch viel größer.

Unsere Mini-Interviews enden stets mit einem kleinen Assoziationsspielchen. Was sind die ersten Gedanken, die Ihnen zu den folgenden Begriffen spontan einfallen?

Leni Landmann:
Eine starke, zielstrebige junge Frau, herzensgut und noch ein wenig naiv. Ein Familienmensch. Sie hat große Träume, die sie jedoch Ziele nennt.

Die Fünfziger Jahre:
Eine tolle Mode und bildschöne Autos! Musik, Tanzen, Farben und volle Regale. Wobei die meisten Leute noch gar nicht so viel hatten, aber dafür das Gefühl steten Aufschwungs.
Nicht zu vergessen die Kehrseite: Frauen im Korsett einer total überholten Rechtslage und politisch unsichere Zeiten.

Das Friseurhandwerk:
Völlig verkannt! Die Ausbildung ist so anspruchsvoll und es braucht, um eine gute Friseurin oder ein guter Friseur zu sein, so viel mehr als das Gelernte. Visionen, Begabung, psychologisches Geschick, Ausdauer, Sinn für Ästhetik und, und, und.

Italien als Romanschauplatz vs. Bayern als Romanschauplatz:
Also speziell in München sind wir ja schon fast in Italien. 😉 Die Stadt hat südliches Flair und das schon damals.
Italien bietet magische, verträumte Schauplätze, die sich fast von selbst erzählen. Doch München ist meine Heimat, deshalb kenne ich nicht nur die Straßennamen, sondern auch die Seele der Stadt und die Mentalität der Menschen. Es ist eine lebensfrohe, unglaublich schöne und sehr abwechslungsreiche Stadt voller Kunst und Kultur.

Der Salon 2:
Der zweite Teil der Saga kommt spätestens Anfang 2023 heraus und erzählt Lenis Geschichte, die am Ende des ersten Teils offenbleibt, weiter. In Teil 2 sind wir dann schon in den Sechzigerjahren, da war die Modefotografie ein großes Thema. Wir erleben tolle Shootings, und Leni wird ganz schön weit über den Tellerrand ihrer kleinen Schneekugelwelt hinausschauen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Julia Fischer für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Julia Fischer
Julia Fischer bei Facebook
»Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« bei Leserkanone.de
»Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« bei Amazon
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