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Anja Stephan 3 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 6. Januar 1982
Webseite: Offizielle Homepage von Anja Stephan
Facebook: AnjaStephanAutorin
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Anja Stephan vom 27.05.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 27.05.2017
Seit einigen Wochen ist Anja Stephan mit ihrem Roman »A Fairy Tale« in der Buchwelt unterwegs. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über Elfen, über die Stadt Paris und über Buchpreise.

– Frau Stephan, vor einigen Wochen erschien Ihr Debütroman »A Fairy Tale - Die Suche nach dem blauen Herz«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Ja, gerne. Kurz gefasst ist es ein Urban-Fantasy Abenteuer in Paris mit Liebe, aber ohne Schnulz.
Meine Geschichte spielt in Paris in der realen Welt, nur dass diese Welt mit Fantasy-Elementen durchzogen ist. So gibt es eben Elfen und Halbelfen und andere magische Kreaturen und Personen. Es geht um zwei Personen, Scott und Gwendolyn, die unterschiedlicher nicht sein können. Sie müssen sich zusammentun, um eben das blaue Herz zu finden. Dabei ist ihr Schicksal miteinander verwoben. Die Suche führt sie durch ganz Paris, in die Katakomben und Metroschächte.
Ich bin ein großer Fan von Abenteuern à la Indiana Jones, deshalb wollte ich unbedingt so ein richtiges Abenteuer schreiben. Weil es aber auch für mich ohne Liebe nicht geht, sollte diese nicht zu kurz kommen. Unglücklicherweise bin ich selbst total unromantisch, deshalb ist meine Geschichte auch nichts für Schnulzenfans – sorry.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie das Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich würde den Anhängern von Christoph Marzi und seiner Lycidas-Geschichten mein Buch empfehlen. Denen die die Geschichten noch nicht kennen, kann ich die Reihe auf jeden Fall ans Herz legen.
Ich selbst lese sehr gern klassische Krimis, wie Agatha Christie und Co. und Gegenwartsliteratur. Mein absolutes Lieblingsbuch ist »Salz auf unserer Haut« von Benoite Groult, eine unschnulzige, feministische Liebesgeschichte. Momentan habe ich einen tollen Krimi, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte, nämlich »Lauter Leichen« von Zarah Philips. Der ist extrem schwarzhumorig und witzig, so dass ich beim Lesen laut lachen musste. Ich kann aber auch »Flavia« und »Dr. Siri« empfehlen.

– Was macht Ihre Protagonisten Scott und Gwendolyn zu solch »besonderen« Charakteren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Die beiden sind extrem unterschiedlich. Gwendolyn hat einen starken Willen, sie ist weltoffen und hat so ziemlich alles mitgemacht, was die Weltgeschichte so zu bieten hatte. Von den Frauenrechtlerinnen bis hin zu Demonstrationen in der Uni, sie war überall dabei. Sie ist unheimlich chaotisch und freigeistig. Dagegen ist Scott sehr aufgeräumt, beinahe spießig, hat klare Grenzen und Regeln und verkriecht sich lieber in seinem Antiquariat, als auf Demos herumzutollen. Ich fand es spannend zwei so unterschiedliche Charaktere aufeinanderprallen zu lassen. Sie liefern sich heftige Wortgefechte aber nach und nach lernen sie, den anderen zu verstehen und zu mögen.

– Was führte dazu, dass Sie sich aus der großen Menge an Fantasyfiguren gerade für Elfen entschieden haben? Was macht Elfen zu der »ultimativen« Fantasyrasse? Und wie kam es dazu, dass Sie Ihre Elfen ausgerechnet in Paris angesiedelt haben - eignet sich die französische Hauptstadt besonders gut, um Realitiät und Fantasie miteinander zu vermischen?

Ich fahre regelmäßig nach Paris, mindestens 1 Mal im Jahr brauche ich diese Stadt. Paris hat eine unheimlich interessante Geschichte und natürlich ist dort die Kunst allgegenwärtig. Ich wollte eine Geschichte schreiben, die all dies miteinander verbindet. Zuerst hatte ich die Idee mit einem verzauberten Bild und ich habe dann eine Story herumgeflochten. Dass es hier um Elfen geht, hat den Grund, dass es eben auch magische Gestalten sind, die ziemlich lange leben. Dadurch konnte ich den Geschichtsaspekt einbringen. Ich hätte auch Vampire nehmen können, aber die empfinde ich als langweilig, weil die nur in der Nacht unterwegs sein können. Außerdem beißen die Leute, das finde ich nicht sehr schmackhaft.

– Es heißt, dass Sie schon während Ihres Studiums mit der Arbeit an »A Fairy Tale« begonnen haben, bis zur Veröffentlichung jedoch viel Zeit verstrich. Wie kam es dazu, dass hinter dem Buch eine so lange Entstehungsgeschichte steckt? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie dem Ihren?

In erster Linie, weil ich mich nicht getraut habe, sie irgendjemandem zu zeigen. Niemand wusste davon, weil ich dachte, ich wäre nicht gut genug. Ein guter Freund von mir musste mich quasi dazu nötigen, ihm das erste Kapitel zu schicken. Und als er es dann gut fand, war ich völlig überrascht. Aber dann habe ich mich – unter seiner Motivation – fast täglich hingesetzt und geschrieben. Die erste Version war schon im Sommer 2016 fertig, die hat mir aber nicht gefallen, also hab ich quasi die Hälfte des Buches noch mal neu geschrieben. Das ist etwas, was ich lernen musste: »Schreiben« bedeutet in erster Linie »überarbeiten«.
Ich habe auch unheimlich viel recherchiert, weil ich die Welten glaubwürdig miteinander vermischen wollte. Dazu habe ich viele Geschichtsbücher gewälzt, habe mich direkt in Paris an den Orten über inoffizielle Sagen und Geschichten drum herum informiert. Die geschichtlichen Informationen, die in dieser Geschichte erwähnt werden, beruhen also auf Tatsachen und Fakten. Zum Beispiel den Konflikt von Hochelfen und Halbelfen, den ich gut mit der Besatzung von Paris durch die Nazis verbinden konnte. Ich finde das wichtig. In einer Szene benutzt Gwendolyn ein Gewehr, also bin ich die Stadtbibliothek gefahren und habe mir Bücher ausgeliehen. Ich weiß jetzt alles übers nachhaltige Jagen – und natürlich wie man ein Gewehr hält, Sicherheitsvorschriften etc. Der Leser wird das kaum mitkriegen, weil es nur am Rande erwähnt wird, aber ich habe diesen Anspruch an mich gehabt, die Welt so real und korrekt wie möglich dazustellen. Wer weiß, vielleicht liest ja mal ein Geschichtsprofessor mit Jagdschein mein Buch. Den möchte ich nicht enttäuschen.

– Ihr Buch ist beinahe 700 Seiten stark, kostet als E-Book jedoch nur 99 Cent. Fühlt man sich da nicht ein wenig unter Wert verkauft, gerade angesichts der teils zwanzigfachen Preise für Bücher bekannter Autorinnen und Autoren? Wie kann man sich beim heutigen Buchpreis-Dumping zum Schreiben motivieren?

Ja, das ist schon krass. Ich kenne auch viele Autoren, die das nicht gut finden. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und auch Experten gefragt. Als Autor ist es einem hauptsächlich wichtig, dass man gelesen wird und dass den Leuten die Geschichte gefällt. Dass man davon auch etwas finanziell haben möchte, ist aber auch klar. Aber das hat auch was mit Marketing zu tun. Damit muss man sich als Selfie stark auseinandersetzen, sonst weiß niemand, dass man existiert. In einem Fall von 99Cent pro Buch macht es dann wirklich die Masse. Es gibt viele Statistiken, in denen ein Autor mehr verdient hat, wenn das Buch 99Cent kostete, als wenn er es zum regulären Preis angeboten hätte, weil es einfach mehr Leser gekauft haben. Das tut der Künstlerseele erstmal weh, aber wenn man sich überlegt, dass das Buch dadurch viel häufiger gelesen wird, beruhigt es doch schon etwas. Und wer weiß, vielleicht werde ich mal reich und berühmt und kann mir dann auch entsprechende Buchpreise leisten.
Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass das Einkommen der Bevölkerung stark schrumpft. Viele Familien, die gerne lesen würden, können sich solche teuren Bücher nicht leisten, sodass Bücher schon beinahe zum Luxusgut mutiert sind. Ich finde, das geht gar nicht. Ich habe auch mal eine ganze Zeit Hartz IV erhalten und daher weiß ich, dass man sich damit NICHTS leisten kann und gerade Bücher sind so wichtig für Bildung und Seele. Deshalb habe ich mein Buch auch der Stadtbibliothek geschenkt und würde das auch gern mit anderen Bibliotheken machen. Damit es auch Leuten mit wenig Einkommen zur Verfügung steht. Leider nimmt nicht jede Bibliothek Bücher von Selfpublishern auf.
Viel schlimmer finde ich es, dass es einen ebook-Schwarzmarkt gibt, wo man sich Bücher illegal kostenlos runterladen kann. Dabei sind die Bücher doch schon so preisgünstig. Ich denke, 1Euro hat jeder übrig für eine gute Geschichte. Das macht mich schon traurig.

– Sie sind nicht nur Autorin, sondern auch Bloggerin. Was erwartet Ihre Leser in Ihrem Blog, und wie kamen Sie damals darauf, ihn zu erschaffen?

Ich habe viele Interessen und teile meine Meinung gern anderen Leuten mit. Ich hatte mir damals überlegt, dass ich gern alle meine Interessen unter einen Hut bringen möchte, deshalb hab ich keinen expliziten Bücherblog, sondern mache alles zusammen und habe den Blogg dann auch einfach nach mir selbst benannt »AnjaFrieda«. Ich lese nicht nur, sondern ich nähe auch, reise mit und ohne Kinder und schreibe über Paris. Momentan veröffentliche ich auch Interviews mit Autoren und anderen interessanten Personen. Das kommt, weil ich momentan nicht zum Lesen komme. In Zukunft möchte ich auch gern mehr mit Selfpublishern zusammenarbeiten und diese so unterstützen.

– Was können wir von der Autorin Anja Stephan in der nächsten Zukunft erwarten? Wird es eine Rückkehr in die Welt von »A Fairy Tale« geben? Und sind darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Jaaaaa… ich habe schon damit begonnen, den zweiten Teil zu schreiben. Ich finde, die beiden haben eine Fortsetzung verdient. Außerdem schreibe ich gerade ein Spinoff, in derselben Welt, aber mit anderen Charakteren. Das wird auch spannend.
Ich habe mich tatsächlich getraut, mich auf der BuchBerlin 2017 anzumelden. Meine erste Buchmesse. Ich bin schon gespannt wie das wird. Lesungen hab ich noch nicht in Planung, das kommt vielleicht noch. In meiner Stadt (Osnabrück) gibt es häufig Lesungen und Veranstaltungen rund ums Buch, woran auch befreundete Autoren teilnehmen. Da möchte in Zukunft auch dabei sein. Ich möchte jetzt erstmal zusehen, dass ich die Buchhandlungen davon überzeugen kann, mein Buch in ihr Sortiment aufzunehmen. Das ist leider nicht selbstverständlich als Selfie. Wer mich unbedingt live sehen möchte, kann mir gern bei meinem Umzug helfen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Anja Stephan für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Anja Stephan
Anja Stephan bei Facebook
»A Fairy Tale - Die Suche nach dem blauen Herz« bei Leserkanone.de
»A Fairy Tale - Die Suche nach dem blauen Herz« bei Amazon
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