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Monika Loerchner

4 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Monika Loerchner
Facebook: MonikaLoerchner
Instagram: monikaloerchner
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Monika Loerchner vom 12.05.2017
  Leserkanonen-Interview mit Monika Loerchner vom 08.02.2019
  Leserkanonen-Interview mit Monika Loerchner vom 04.11.2020
  Leserkanonen-Mini-Interview mit Monika Loerchner vom 18.02.2022
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 12.05.2017
In ihrem aktuellen Roman »Hexenherz - Eisiger Zorn« befördert Monika Loerchner Frauen an die Macht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch, über Männer und Frauen, und über die Entwicklung des Fantasygenres.

Frau Loerchner, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman »Hexenherz - Eisiger Zorn« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Bei meinem Buch handelt es sich um einen Fantasyroman, in dem es um Loyalität, Gewissen, die eigene Verantwortung und darum geht, was richtig und was falsch ist. Es geht um Machtgier, Grausamkeit und Unterdrückung ebenso wie um Gerechtigkeit und Freundschaft.
»Eisiger Zorn« spielt im Deutschland der Gegenwart, allerdings mit veränderter Vergangenheit: Das Buch basiert auf der Idee, dass jede Frau der Magie fähig ist und dass dieses Wissen, das lange Zeit von einer kleinen Elite eifersüchtig gehütet wurde, 1466 an die Öffentlichkeit gelangte. Mit ein bisschen Phantasie kann man sich ausmalen, welche Auswirkungen das auf Europa und die Welt hatte. Tatsächlich habe ich den weiteren Verlauf der Geschichte im Buch anhand der »Annalen des Goldenen Reiches« bis zum Jahr 1700 (Gründung des Goldenen Reiches, welches fast ganz Europa einnimmt) nachgezeichnet.
Helena, eine treuen Anhängerin des männerunterdrückenden Hexenregimes, ist 28 Jahre alt, Zweite der Ostgarde und schützt eine Gesellschaft, in der die Herrschaft der Frauen unumstößlich scheint und Männer wenig gelten. Doch (zum Glück) hat natürlich auch dieses Regime seine Feinde und als Helena erst durch eine Intrige wegen Hochverrates angeklagt wird und dann auch noch in die Fänge von Rebellen gerät, sieht sie sich gleich zwei mächtigen Feinden gegenüber.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihren Roman ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Die Frage, ob das Buch für jemanden geeignet ist, muss wohl jeder für sich beantworten. Ich beschreibe einfach mal, wie die Geschichte ist bzw. nicht ist: »Eisiger Zorn« ist keine dieser Jugenddystopien nach Schema F. Auch keine Romantasy. Das Buch ist erotikfrei und Gewalt wird zwar praktiziert, aber nicht detailliert dargestellt. Und es kommt auch nichts Böses mit Kindern darin vor. (Diesen Hinweis gebe ich immer, da ich seit ich Mutter bin einfach nichts Böses mit Kindern mehr lesen kann, und so geht es vielen Müttern, die ich kenne.)
Wichtig ist zu wissen, dass Helena keine Sympathieträgerin im klassischen Sinn ist. Von daher taugt sie zumindest anfangs wenig als Identifikationsfigur. Wer Wert auf so etwas legt, sollte »Eisiger Zorn« also lieber nicht lesen. Helena ist Kind ihrer Welt und ihrer Gesellschaft und als solche ein ziemlicher Macho nur eben als Frau. Sie hat viele Ansichten, die uns übel aufstoßen, es ist nicht einfach, mit ihr zurecht zu kommen (Tatsächlich wollte ich sie schon öfter einmal kräftig durchschütteln.)
Obschon mir von vielen Seiten ein sehr flüssiger Schreibstil bescheinigt wird, denke ich, dass sich das Buch zwar angenehm, aber nicht einfach lesen lässt. Ich habe sehr viele Anspielungen, kleine Scherze, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind und eben auch verflixt viel Gesellschaftskritik hineingepackt. »Eisiger Zorn« soll nicht nur unterhalten, sondern eben auch zum nachdenken anregen. Zumindest mir hält Helena immer wieder den Spiegel vor und es ist nicht immer schön, was ich darin zu sehen bekomme.

Als literarischen Vorbilder im Fantasybereich fallen mir zuerst Terry Pratchett, Robin Hobb und Tamora Pierce ein, ohne dass ich mich da jetzt irgendwie vergleichen möchte. Es gibt so viele tolle Autoren: Ralf Isau, Eoin Colfer, Stephen Lawhead, Diana Gabaldon, Rebecca Gable, Markus Heitz, Anonymus, Marion Zimmer-Bradley, ich könnte stundenlang welche aufzählen. Auch die anderen Genre sind voll toller, fleißiger, talentierter Kolleginnen und Kollegen und in gewisser Weise sind sie alle meine Vorbilder. Neulich las ich zum Beispiel das Buch »13« meines lieben Verlagskollegen Carl Wilckens und schon auf der ersten Seite packte mich der Neid und ich dachte mir: »Mensch, so einen Satz müsstest Du auch schreiben können!«
Ich freue mich immer, wenn ich irgendwo eine besonders gelungene Formulierung, einen tollen Vergleich, eine besonders atmosphärisch dichte Beschreibung lese: Das ist für mich als Leser ein Genuss und als Autorin ein Anreiz, mir noch mehr Mühe zu geben da packt mich dann der Ehrgeiz, es dem jeweiligen Kollegen gleichzutun.

Meine Lieblingsromane aufzuzählen würde jetzt den Rahmen sprengen. Ich verweise an dieser Stelle auf einen Blogbeitrag auf meiner Seite, wo ich alle einmal aufgelistet und fotografiert habe: https://monikaloerchnersite.wordpress.com/2017/01/14/die-31-tage-autorenwahnsinn-challenge-woche-2/

Tagtäglich erscheinen unzählige neue Fantasyromane. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man trotzdem gerade bei Ihnen hineinschnuppern sollte und nicht bei einem der zahlreichen anderen Autoren?

Über die Bücher meiner lieben Kolleginnen und Kollegen kann ich nichts sagen, die kenne ich ja (leider) gar nicht alle.
Was »Eisiger Zorn« besonders macht?
Ich habe versucht, in diesem Buch all das anders umzusetzen, das mich an anderen Geschichten gestört hat. Die Sprache ist lebendig und realistisch, frisch eben. Ich schreibe im Präsens, was ich früher nie für möglich gehalten hätte. Viele Leser mögen das nicht, ich eigentlich auch nicht. Das liegt daran, dass es einfacher ist, im Präteritum, also in der einfachen Vergangenheit zu schreiben. Präsens, also die Gegenwartsform, liest sich oft stückelig, stolperig, unschön.
Wenn man das Präsens aber beherrscht, bietet es entscheidende Vorteile gegenüber dem Präteritum: Der Leser ist näher dran am Geschehen, alles ist spannender, lebendiger, direkter. Und genauso ist mein Buch.
Dass Helena keine typische Hauptfigur ist habe ich ja schon erwähnt. Die Geschichte an sich entspricht ebenfalls keinem Schema F. All meine Figuren sind vielschichtig und manchmal genau so zerrissen oder schwach wie es Menschen im richtigen Leben sind. Ich wollte eine Geschichte schreiben, die tatsächlich so passieren könnte und keinen Roman voller idealisierter Stereotypen.
Helenas grimmiger Humor blitzt in dem Buch oft durch, so dass es auch einiges zu lachen gibt. Als »Goodies« gibt es vor den Kapiteln des zweiten Teiles jeweils Auszüge aus der »alternativen Geschichtsschreibung« und vor den Kapiteln des dritten Teils Gesetze des Goldenen Reiches, die auf tatsächlich existierenden oder ehemaligen Gesetzen beruhen, mit denen Menschen andere Menschen unterdrückt haben.
Die Idee hinter »Eisiger Zorn«, dass eben JEDE Frau eine Hexe ist, ist frisch und neu und so noch nie dagewesen. Helenas Geschichte spielt im Hier und Jetzt warum auch nicht? Und die Hauptstadt des Goldenen Reiches existiert auch heute noch und kann ebenso wie andere Schauplätze der Handlung besucht werden.
Na ja, und es ist einfach ein verdammt tolles Buch! ;-)

Was kennzeichnet das »alternative Europa«, das Sie für Ihren Roman entworfen haben? Wie kamen Sie auf die Idee, dem weiblichen Geschlecht die gehobene gesellschaftliche Stellung zu verschaffen, die Frauen in Ihrer Geschichte haben?

Ich werde oft gefragt, wie ich auf diese Idee kam, und jedes Mal antworte ich ein bisschen anders, weil mir jedes Mal ein anderer Faktor einfällt, der eine Rolle spielte.
Zunächst einmal hatte ich irgendwo zum wiederholten Male gehört, dass die Welt besser wäre, wenn Frauen statt Männern an der Macht wären. Und eines Tages kam mir dabei der Gedanke: »Das könnte man ja mal ausprobieren!«
Die Geschichte des Patriarchats, also der Männerherrschaft, in der Welt ist bekannt. Was, wenn man dies zu einem bestimmten Zeitpunkt umdrehen würde?
Und genau das habe ich getan. Da sich die Herrschaft der Männer über die Frauen in ihrem einfachsten Ausgangspunkt darin begründet, dass Männer körperlich stärker sind als Frauen, habe ich genau dort angesetzt und den Frauen etwas gegeben, das sie stärker als Männer macht: Magie.
Das Europa der Hexenherzwelt sieht folglich anders aus, als wir es kennen. Ab 1466 kam es zum Umsturz. Da die damalige Bindungselite zu 99,9% aus Männern bestand und diese nach und nach von Ämtern, Kultur und Bildung abgeschnitten wurden, gab es zunächst einmal einen Stillstand in Sachen Forschung. Nach den Hexenkriegen (Details sind im Buch nachzulesen) dann waren es Frauen, die wieder begonnen, neue Dinge zu entdecken. Nur gingen diese Forschungen natürlich in eine ganz andere Richtung: Wer kommt auf die Idee, Elektrizität zu erforschen, sich eingehend mit der Chemie zu befassen oder Maschinen mit Wasserdampf anzutreiben, wenn er zaubern kann?
In der Hexenherzwelt gibt es »moderne« Erfindungen, aber die sind längst nicht so zahlreich wie bei uns; viele Frauen verlassen sich allein auf ihre Magie.
Und da die Frauen - »Frau« ist in der Hexenherzwelt gleichbedeutend mit »Hexe« - stärker sind als die Männer und dies (selbstverständlich!) von der Göttin so gewollt ist, haben die Männer einen entsprechend schweren Stand.

Aus der riesigen Fülle an Phantasiefiguren und Phantasierassen haben Sie sich ausgerechnet für Hexen als den Mittelpunkt Ihrer Geschichte entschieden. Wie kam es dazu? Weshalb sind Hexen die »ultimativen« Fantasyfiguren?

Mit Sicherheit sind Hexen nicht die »ultimativen Fantasyfiguren«, überhaupt ist ja das Tolle an der Fantasy, das man machen kann, was man möchte warum sich also it solch einem Anspruch selbst einschränken?
An der Hexenherzwelt hat mich sehr gereizt, die Magie eben als etwas absolut Alltägliches, Stinknormales darzustellen. Man kennt die Existenz von Magie als Selbstverständlichkeit aus vielen Fantasywelten, in denen Zauberer und/oder Hexen Teil der Bevölkerung sind, entweder als Meister des Handwerkes Magie, als Menschen mit besonderen Fähigkeiten von Geburt an oder als eigene Spezies. Ich wollte aber, dass die Magie so alltäglich ist wie nur was und habe sie daher knapp der Hälfte der Menschheit verpasst. Wer darin eine Anspielung auf den Geschlechterkampf sehen möchte, kann das gerne tun, :D

Was macht die junge Hexe Helena zu einer solch »besonderen« Protagonistin, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Helena macht es einem weiß die Göttin nicht einfach, sie zu mögen. Sie ist teilweise egoistisch, verblendet, herrisch, stur, sexistisch, kaltherzig. Aber sie hat auch ganz wunderbare Eigenschaften. Ich bewundere an ihr, dass sie an ihren Grundsätzen festhält und sie nicht einfach beim kleinsten Gegenwind über Bord wirft das Schema des Systemtreuen, dem von einer Sekunde auf die andere die Augen geöffnet werden und der sich dann um 180 Grad wendet, kennen wir ja zur Genüge.
Ich mag an Helena, dass sie menschlich ist. Mit all ihren Fehlern, ja, aber auch mit ihrem Willen und ihrer Fähigkeit, über Dinge nachzudenken und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren - oder auch nicht.
Am allermeisten aber mag ich ihren Sinn für Gerechtigkeit.

Bei der Kombination aus junger Autorin plus Fantasyroman denkt der vorurteilsbehaftete Leser heutzutage schnell an die Romantasy-Schublade und an Storylines, die nach einem oft sehr ähnlichen Schema ablaufen. Wie kann man sich dagegen wehren, sofort in die gleiche Ecke gestellt zu werden? Wie würden Sie beispielsweise einen männlichen Fantasyfan davon überzeugen, dass es sich durchaus auch für ihn lohnen könnte, einen Blick in Ihr Buch zu werfen?

Ich weiß ja nicht, ob ich mit 34 noch als »junge Autorin« gelte, aber da ich auch kein Geheimnis daraus mache, in erster Linie Mutter und Hausfrau zu sein, könnten die meisten tatsächlich erst an Romantasy denken, es gibt eben dieses Klischee. Dem haben wir so hoffe ich aber mit dem Untertitel »Eisiger Zorn« und auch dem bewusst düsteren Cover entgegengewirkt.
Wie man sich sonst noch dagegen wehren kann? Mit einem guten Klappentext, :D
Was die männlichen Leser angeht, gibt es eine witzige Geschichte: Mein Schwager fragte mich, warum er denn dieses Buch überhaupt lesen solle, immerhin würden darin ja die ganze Zeit Männer diskriminiert werden.
Ich war eine volle Sekunde lang verblüfft und musste dann sehr lange sehr laut lachen. Danach erwiderte ich: »Na ja, das trifft auf so ziemlich jedes Buch zu, das ich lese, das in der Vergangenheit spielt!«
Bücher spiegeln die Gesellschaft, in der ihre Geschichte spielt. Demzufolge gibt es im Grunde keinen historischen Roman unserer Breitengrade, in denen nicht die Diskriminierung der Frauen aufgezeigt wird. Aber das ist auch garnicht schlimm, wichtig ist allein die Aussage eines Buches: Eine deutliche Aussage von »Eisiger Zorn« ist, dass nicht das Geschlecht, sondern die Taten eines Menschen seinen Charakter bestimmen und dass Diskriminierung in jedem Fall und für alle Beteiligten sowohl für die Unterdrückten, als auch die Unterdrückenden schlecht ist.
Und wäre ich ein Mann, ich würde das Buch glaube ich schon aus lauter Neugier lesen, was sich diese Autorin dazu alles hat einfallen lassen, :D

Was halten Sie generell von der Entwicklung, die das Fantasygenre in den vergangenen Jahren vom Schwerpunkt der Schlachten schlagenden Orks, Zwerge & Co. mit einer männerdominierten Fanschar zu einer deutlich gefühlsbetonteren Ausrichtung mit romantischen Vampiren und Gestaltwandlern genommen hat? Denken Sie, dass dies nur eine vorübergehende Entwicklung sein wird, oder wird hier auch die Zukunft des Fantasybereichs liegen?

Ich weiß nicht, ob ich diese Entwicklung ebenfalls so sehe bzw. habe ich mir darüber noch keine bewussten Gedanken gemacht. »Romantische Fantasy« hat es immer schon gegeben, man denke allein an die ganzen Märchen, in denen der tapfere Prinz die schöne Prinzessin rettet.
Doch die Frauen und die Sicht auf Frauen haben sich verändert: Mittlerweile wollen viele nicht mehr einen »Traumprinzen« haben, neben dem sie ein langweiliges (passives) Prinzesschendasein führen. Mädchen und Frauen wollen sich selbst (aktiv) behaupten und dafür braucht es natürlich entsprechende (fiktive) Gefahrensituationen, also Herausforderungen, die man bestehen und an denen man wachsen kann. Warum also nicht beides miteinander verbinden?
Auch die (weibliche) Erotik spielt immer mehr in den Fantasybereich hinein. Das entspricht zwar nicht meinem persönlichen Lesegeschmack, aber im Grunde begrüße ich diese Entwicklung, spiegelt sie doch durch das Anrecht der Frauen auf Erotik unsere Gesellschaft wieder und zeigt, dass die Gleichstellung der Frau enorme Fortschritte gemacht hat. Dass der »Traummann« nicht mehr der strahlende Held, der »Saubermann« sein muss, sondern auch einen »Makel« haben darf, düster sein darf, melancholisch, Gefühle haben und auch zeigen darf ist ebenfalls eine positive Entwicklung unserer Zeit. Ebenfalls ich las diesen Begriff auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal gibt es »Gay Fantasy« - ist das nicht großartig? Dass wir in unserer aufgeschlossenen und aufgeklärten Gesellschaft schon so weit gekommen sind, dass es so etwas überhaupt gibt, geben darf und geben kann? Das sieht in vielen Ländern leider noch ganz anders aus
Ich denke, das, was eingefleischte Fantasyfans an diesem Romantasy-Hype nervt ist seine enorme Präsenz. Was sich verkauft, geht durch die Ladenketten und findet sich heute sogar in Supermärkten. Da bleibt leider oft die Vielfalt auf der Strecke. Und noch schlimmer häufig auch die Qualität, wenn Verlage und Autoren, die jedem Trend hinterher hechten, auf die Schnelle ihr Stück vom Kuchen wollen.
Das ärgert mich und das finde ich schade, weil bei einer solchen Flut an Büchern eine Vielzahl an richtig guten, gelungenen, mit Herzblut geschriebenen und verlegten Geschichten untergeht.
Ich weiß nicht, wie es weitergeht, aber im Grunde ist es auch egal: Die Romantasy hat wie jedes andere Genre auch ihre Daseinsberechtigung, so lange es Menschen gibt, die sich dafür begeistern und mit Hilfe dieser Bücher einfach eine Schöne Zeit haben. Ob ich mir ein Buch kaufe, welches ein männlicher, unnatürlich muskulöser Oberkörper, eine halbnackte in Leder gehüllte Kriegerin oder eine blutige Axt ziert, ist ja allein meine Sache.
Und dank altbewährter Autoren, die sich mit Leib und Seele ihren Welten und Zyklen verschrieben haben, Buchhändlern und Buchbloggern und andern Lesern, die immernoch gern nach Perlen suchen weiß ich eigentlich immer, welches Fantasywerk bei mir als nächstes auf der Wunschliste steht.
Derzeit ist das übrigens »Assassin`s fate« von Robin Hobb.

Was können wir von der Autorin Monika Loerchner in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich arbeite bereits an der nächsten Geschichte, die in der Hexenherzwelt spielt. Darin wird man einige alte Bekannte wiederfinden, aber auch neue Charaktere kennenlernen. Es wird kein es Fortsetzung im Sinne eines zweiten Teils sein; Helenas Geschichte ist mit »Eisiger Zorn« erstmal erzählt, nun ist ein anderer an der Reihe, seine Geschichte zu erzählen. Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lese und mittendrin feststellen muss, dass es mir an elementarem Vorwissen fehlt. Deshalb schreibe ich das Buch so, dass man es auch ohne »Eisiger Zorn« zu kennen gut lesen kann.

Zwischendurch nehme ich immer wieder gerne an Schreibwettbewerben und Literaturprojekten wie den Asphaltspuren (https://www.asphaltspuren.de/) teil und verfasse Beiträge zum lesen und schreiben auf meinem Blog (https://monikaloerchnersite.wordpress.com).

Wer mich live sehen und vor Allem lesen hören möchte, kann das hier tun:
- 13. Mai auf der Marburg-Con (13-14 Uhr) (http://www.marburg-con.de/)
- 2. oder 3. September auf der Phantastika Oberhausen (http://phantastika.de/index.php/de/)
- 14. Oktober bei der BuCon Dreieich (http://www.buchmessecon.de/)
- 11. November bei der Langen Lesenacht in Billerbeck (http://www.billerbeck.de/)

Wer sich auf dem Laufenden halten möchte - es kommen ja auch immer mal Events dazu, wie neulich die Lesung im Second Life kann dies auf meinem Blog tun:
https://monikaloerchnersite.wordpress.com/termine/
Oder über meine Autorenseite bei Facebook:
https://www.facebook.com/MonikaLoerchner/

Das Team von Leserkanone.de dankt Monika Loerchner für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Monika Loerchner
Monika Loerchner bei Facebook
»Hexenherz - Eisiger Zorn« bei Leserkanone.de
»Hexenherz - Eisiger Zorn« bei Amazon
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