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Nicole Grom 3 Fans
Herkunft: Deutschland
Facebook: NicoleGromAutorin
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Nicole Grom vom 10.08.2017
  Leserkanone.de-Interview mit Nicole Grom vom 06.08.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 06.08.2018
In ihrem aktuellen Roman »Das Haus des Hexenmeisters« lehrt Nicole Grom jungen Lesern das Gruseln. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Hexenprozesse von Salem und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Grom, ein Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Nicole Grom getan?

Ich kann kaum fassen, dass es schon ein ganzes Jahr her ist! Seitdem ist eine ganze Menge passiert: Inzwischen schreibe ich an meinem dritten Ferienbuch für den Kinderbuchverlag Biber & Butzemann (nach dem Spreewald und den Wikingern geht es um die versunkene Stadt Rungholt) und an meinem ebenfalls dritten Buch für die Gruselreihe »Fürchte dich!« im Kiel & Feder Verlag. Es heißt »Mein Papa, der Teufel« und vereint Grusel und Humor. Außerdem sind Beiträge von mir in Anthologien erschienen; zuletzt in der Horror-Sammlung »Horror Musica Daemonica« von Detlef Klewer.

– Nun ist mit »Das Haus des Hexenmeisters« ein neues Werk aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Eine Zeitreise in die Welt der Puritaner zu den Hexenverfolgungen des Jahres 1692, als der Wahnsinn in der kleinen Gemeinde Salem ausbrach. Meine Frage lautete: Was wäre, wenn heutige Teenager auf die Welt von damals träfen? In meiner Geschichte ist es die junge Sarah, die sich mit ihrer Familie an Halloween plötzlich in einem »falschen Film« wiederfindet und dem Irrsinn teuflischer Überzeugungen ausgeliefert ist.

– Das Buch bildet den Auftakt zur Gruselreihe »Fürchte dich!« im Kiel und Feder Verlag. Was hat es mit dieser Reihe auf sich, was wird an ihr besonders lesenswert sein?

»Fürchte dich!« ist eine Taschenbuch-Gruselreihe für Leser ab 10 Jahren, bei der alle Geschichten in sich abgeschlossen sind. Das heißt, Thema und Protagonisten wechseln in jedem Band. Derzeit arbeiten sieben äußerst erschreckfreudige Autoren mit, deren Werke in einem vierteljährlichen Rhythmus erscheinen. Vorbild ist die »Goosebumps«-Reihe des Amerikaners R.L. Stine, wobei natürlich jeder Autor seinen Schreib- und Gruselstil beibehalten darf. Diese ganz unterschiedlichen Erzählstimmen machen für mich persönlich den Reiz unserer neuen Reihe aus. Außerdem halte ich Gruselbücher für mindestens ebenso wichtig wie Märchen: Der Leser trifft auf etwas Unbegreifliches, das weit größer ist als er selbst, und muss sich damit auseinandersetzen. Eine Art Grenzsituation beim Lesen bewältigen, sozusagen.

– Gruselgeschichten für eine jüngere Zielgruppe zu schreiben, klingt nach einer schwierigen Aufgabe, da es einen Mittelweg zu treffen gilt, einerseits für den nötigen Spannungseffekt zu sorgen, andererseits die jungen Leser nicht zu verstören. Wie schafft man es, das dafür richtige Maß zu finden?

Ob ich das rechte Maß getroffen habe, wird sich noch zeigen ;-) Aber – was ist das rechte Maß? Da gehen die Meinungen leider (oder zum Glück) weit auseinander. In gewisser Weise will ich durch meine Bücher verstören. Das bewirke ich schon dadurch, dass – ganz in der Manier von R.L. Stine – meine Enden in der Schwebe bleiben. Ist das Unheil bis in alle Ewigkeit gebannt oder kehrt es zu beliebiger Zeit wieder? Aber natürlich möchte ich nicht, dass meine Leser Alpträume bekommen. In »Das Haus des Hexenmeisters«, das wir für Leser ab 12 angesetzt haben, sind auch einige Horrormomente enthalten, die aber durch die Rückkehr der Familie in die Jetztzeit sozusagen wieder »gelöscht« werden. Ich bin äußerst gespannt auf das Feedback junger Leser, das ich dann gleich in den nächsten Bänden verarbeiten kann. Insofern stellt dieses erste Buch für mich auch einen Testlauf in Sachen Verträglichkeit dar.

– Wie kamen Sie gerade darauf, die Hexenprozesse im amerikanischen Ort Salem für Ihre Geschichte aufzugreifen? Was ist an den damaligen Ereignissen so faszinierend, dass sie auch heute noch als Inspiration für ein Buch dienen können?

Zwar haben sich die Hintergründe des Buches bereits im 17. Jahrhundert zugetragen, doch besitzen sie meiner Meinung nach noch immer Aktualität. Heute werden Hexenjagden auf Menschen veranstaltet, die politisch anderer Meinung sind; bei Jugendlichen sind es Mobbing-Attacken, die sich strukturell gar nicht so sehr von Hexenverfolgungen unterscheiden. Was sich damals im Dorf Salem abspielte, lässt uns den Atem stocken: Da haben drei weibliche Teenager eine ganze Gemeinde in Schach gehalten. Jede Person, die sie als Hexe bezeichneten, geriet in die Fänge einer durch religiösen Wahn ausgelöste Hetzjagd. Dabei wurden sogar Visionen (!) dieser Mädchen bei den Richtern als Beweismittel zugelassen. Alleine diesen Umstand finde ich ‚gruseliger‘ als alles, was ich mir an Schauderhaftem vorstellen könnte. Die Mädchen standen übrigens in enger Beziehung zum Prediger Samuel Parris, der in meinem Buch als ‚Hexenmeister‘ auftaucht.

– Was macht Ihre junge Heldin Sarah zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und ihrer Familie persönlich?

Meine Protagonistin Sarah ist eigentlich ein ganz normales amerikanisches Mädchen. Sie liebt Halloween – vielleicht etwas zu sehr. Möglicherweise so sehr, dass sie durch ihren Wunsch, Halloween zu feiern, dem Übersinnlichen Tür und Tor öffnet, sodass die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit verwischen. Als sie der Hexerei beschuldigt wird, wehrt sie sich mit Argumenten eines modernen Mädchens, die für Maßstäbe der damaligen Zeit aber ihren Untergang besiegeln. Trotzdem kämpft sie ungeheuer tapfer dafür, dem Haus des Hexenmeisters zu entfliehen. So wird sie mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder Rob für mich zu einer echten Heldin.

– Was können wir von der Autorin Nicole Grom in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Ab Winter möchte ich mich zwei größeren Projekten zuwenden: Einem Horror-Roman für Erwachsene sowie einem Fantasy-Roman für Jugendliche, den ich wegen der vielen Projekte in diesem Jahr auf Eis legen musste. Ich bin jedenfalls gespannt auf diesen Schreibwinter! Und vielleicht sprechen wir uns ja nächstes Jahr an dieser Stelle wieder – ich würde mich sehr freuen!

Das Team von Leserkanone.de dankt Nicole Grom für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Nicole Grom bei Facebook
»Fürchte dich! - Das Haus des Hexenmeisters« bei Leserkanone.de
»Fürchte dich! - Das Haus des Hexenmeisters« bei Amazon
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Texteigentümerin des Interviews: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz