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Marie Birken 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Marie Birken
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Marie Birken vom 06.05.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 06.05.2018
In ihrem aktuellen Buch berichtet Marie Birken von den Teenagern »Mila und Luis - Zwillinge eben«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die beiden jungen Protagonisten und über eine Trilogie aus ihrer Feder.

– Frau Birken, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Mila & Luis - Zwillinge eben«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen. Könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Mila und Luis sind Zwillinge, die zu Beginn des Buches 13 Jahre alt sind. Sie kommen aus einem wohlbehüteten Elterhaus. Haben aber trotzdem ihre alltäglichen Teenagerprobleme.
Es gibt nicht wirklich einen Anfang, Hauptteil und Schluss. Meine Bücher bauen sich eher wie eine Soup-Serie auf. Es geht immer wieder um etwas Neues.
Ich habe z. B. Themen im Buch mit eingbaut, die evtl. auch zum Nachdenken anregen könnten/sollten.
Zum Beispiel das Thema Alkohol. Macht man wirklich mit, weil es einem schmeckt? Oder macht man es, um nicht als Aussenseiter dazustehen oder den anderen zu imponieren? Und was ist, wenn es einem weiteren auch nicht schmeckt und man zu zweit »Nein!« sagen könnte?
Auch Ärger mit Mitschülern kommt vor. Und wie wichtig es ist gute Freunde zu haben, die zu einem halten, egal was passiert.

– Den Lesern welcher anderen Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Grundsätzlich freue ich mich natürlich über jeden, der meine Bücher liest. Es fällt mir schwer jemandem zu sagen: 'Hey, du hast das oder das Buch gelesen. Les doch mal meines, dass ist ähnlich.'
Bei der »Achtung...fertig...« - Reihe würde ich sagen, wer »Kirschroter Sommer« und »Türkisgrüner Winter« mag, oder die »After« - Reihe, dem könnte die »Achtung...fertig...« - Reihe evtl. auch gefallen.
Bei Mila und Luis ist es etwas schieriger. Ich könnte jetzt sagen, es geht in die Richtung Hanni und Nanni, aber das stimmt auch nicht so ganz. Ich denke »Mila & Luis« ist für die nächste Alterstufe von »Hanni und Nanni« ;-)
Literarische Vorbilder habe ich nicht. Ich schreibe, was mir in den Sinn kommt ohne mich nach anderen Büchern zu richten. Natürlich schreibt wohl fast jeder Autor das, was er auch selbst gern liest. Ich könnte z. B. nie einen Krimi oder Psychothriller schreiben, weil ich es auch nicht lese.
Womit wir bei meinen Lieblingsromanen wären. Ich habe einige:
»Die Edelstein-Trilogie« von Kerstin Gier, »Chroniken der Unterwelt« von Cassandra Clare, »Kirschroter Sommer« und »Türkisgrüner Winter« von Carina Bartsch, »Reich der sieben Höfe« von Sarah J. Maas, die »After« - Reihe von Anna Todd und alle Bücher von Marah Woolf, vor allem ihre »Mondlicht-Saga«, gefallen mir. Um nur die zu nennen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

– Was macht Mila & Luis – abgesehen davon, dass sie eben Zwillinge sind – zu solch besonderen Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Mila und Luis sind im Wesen völlig unterschiedlich. Während Mila, wie sagt man so schön, den Schalk im Nacken hat, ist Luis eher der ruhige besonnene Charakter. Und trotzdem stehen die beiden sich sehr nah und sind immer füreinander da.
Ich bemerke oft, das sich meine Protagonisten während des Schreibens entwickeln ohne das ich vorher weiß in welche Richtung. Sie haben ebne ihr Eigenleben.
Ich schreibe ja gerade am 2. Band und bin erstaunt, wie sich die beiden entwickeln. Ich will aber nicht zuviel verraten.
Und was schätze ich an beiden persönlich?
An Mila auf jeden Fall ihre Entschlossenheit. Sie sagt, was sie denkt und weiß was sie will, ausser in der Liebe. Aber auch da will ich jetzt nicht zu viel verrraten. Gut, manchmal ist sie auch ein wenig schnell mit ihren Worten oder Taten, aber dann sieht sie auch schnell ein, dass es falsch war und kann sich auch durchaus entschuldigen. All' das macht sie ziemlich liebenswert.
Und an Luis mag ich seine ruhige Art. Anders als Mila, denkt er erst nach, bevor er handelt. Er tritt für seine Freunde ein und sagt ehrlich seine Meinung.

– Wie kam es dazu, dass Sie ausgerechnet dazu gekommen sind Jugendbücher zu schreiben? Was halten Sie speziell für das Entwerfen eines Jugendbuchs für wichtige Elemente, die beim Schreiben für ältere Leser keine oder eine weniger große Rolle spielen?

Eigentlich wollte ich meine Internatsgeschichte für mich persönlich aufschreiben. Es sollte gar kein Buch werden, schon gar nicht eine ganze Reihe. Während des Schreibens fing ich dann an Fantasien zu entwickeln, wie es hätte sein können. Und dann habe ich alles nochmal durchdacht, es in die heutige Zeit gelegt und ein paar Jungs passend dazu erfunden.
Denn die Mädchen gab es alle, natürlich unter anderen Namen. Aber die Charaktere passen schon. Ich nahm mir vor, eine Geschichte über die erste Liebe zu schreiben, mit allem was dazu gehört. Auch Sex! Denn ich finde über dieses Thema kommt nicht oft etwas in Jugendbüchern vor.
Und ich habe viele Jugendliche mit »Shades of Grey« gesehen, was nun nicht gerade der ersten sexuellen Erfahrung entspricht. Oder was es so im Internet zu sehen gibt.
Ich wäre in dem Alter jedenfalls froh gewesen, wenn ich ein Buch, wie »Achtung...fertig...verliebt« hätte lesen können. Ich musste damals auf die unromantische Bravo zurückgreifen, wie vielleicht viele andere auch. Natürlich habe ich versucht, dass ganze trotzdem in einem gewissen Rahmen zu halten, ohne irgendwelche obszönen Kraftausdrücke.
Ich kann nicht sagen, was für ein Jugendbuch besonders wichtig ist. Die Geschmäcker sind verschieden und jeder Autor soll so schreiben, wie es eben sein Stil ist. Oben Genanntes waren jedenfalls meine Beweggründe, es so zu schreiben.

– Vor »Mila & Luis« erschien eine ganze Trilogie aus Ihrer Feder. Was erwartet Ihre Leser in den Büchern und warum sollte man damit weitermachen, sobald man »Mila & Luis« fertiggelsen hat?

In der »Achtung...fertig...« - Trilogie geht es, ähnlich wie bei »Mila &Luis«, um Teenagerprobleme. Nur das diese in einem Internat stattfinden, wo oft andere Regeln gelten. Man ist dort auf sich gestellt ohne Eltern. Es gibt zwar Erzieher, aber die sind für mehrere Jugendliche zuständig.
Wie habe ich es in meiner Homepage formuliert: »Wir waren alles Teenager zwischen 12 und 16 Jahren unter einem Dach und halfen uns gegenseitig erwachsen zu werden.«
Ich selbst war damals, wie oben schon erwähnt, in einem Internat und viele Sachen aus dem ersten Band beruhen auf wahren Ereignissen. Vor allem die Tagesabläufe. Einen Elias oder Fabian, gab es aber leider nicht.
Im zweiten Band sind Alexandra und Elias, meine Hauptprotagonisten, dann älter und aus dem Internat raus. Es spielt sozusagen im wahren Leben.
Die »Mila & Luis« - Reihe ist eine eigenständige Buchreihe. Aber sie ist auch eine interne Fortsetzung der »Achtung...fertig...« - Trilogie. Warum, erfährt man im 2. Epilog, des 3. Bandes der Trilogie. Mit dem Titel »Achtung...fertig...Elias«. Denn tatsächlich hat dieses Buch zwei Epiloge. Der erste war mir zu traurig, wollte es aber auch nicht löschen und da habe ich einfach alternativ noch einen zweiten hinzugefügt.

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag via »epubli« in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für notwendig?

Als damals feststand, dass das Ganze ein Buch werden soll, hat mein Mann angefangen nach Möglichkeiten zu suchen, um es tatsächlich zu veröffentlichen. Und ist auf epubli gestossen, wir haben natürlich auch Amazon in Erwähgung gezogen, uns dann aber letzendlich für epubli entschieden. Weil man die Bücher dann überall bekommen kann. Mittlerweile hätte ich die Printausgaben der »Achtung...fertig...« -Trilogie doch eher über Amazon veröffentlichen sollen.
Da wir sie im Nachhinein für viel Geld Korrektur lesen ließen und Amazon es nicht fertigbringt diese 2. Auflage zu verkaufen. »Achtung...fertig...Elias« habe ich gleich professionell Korrektur lesen lassen, bevor ich es veröffentlicht habe. Obwohl ich letztens bemerkt habe, dass trotzdem noch Fehler vorhanden sind. Was sehr ärgerlich ist.
Bei den Ebooks gibt es keine Probleme. »Mila & Luis« habe ich über Amazon KdP rausgebracht und auch als 2. Auflage nochmal neu hochgeladen. Und diese wird auch verkauft.
Diese Probleme gibt es, wenn man bei einem Verlag ist, wahrscheinlich nicht. Außerdem gibt es keine Selfpuplisher Bücher in den großen Buchhandlungen, wie z. B. Thalia. Was sehr schade ist. Ich denke einen Verlag im Rücken zu haben, ist nicht schlecht und ich hoffe, dass ich auch irgendwann dieses Glück haben werde.
Mir geht es nicht um den Verdienst, sondern darum, dass meine Bücher mehr Leser erreichen.

– Seit dem Auftakt zu ihrer »Achtung...fertig...« - Reihe sind nun schon zwei Jahre vergangen. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im speziellen?

Dazu müsste ich jetzt erstmal wissen, ob ich zu Beginn überhaupt eine Ahnung hatte, wie sich ein Autorenleben anfühlt ;-)
Ich fand es am Anfang ziemlich merkwürdig, wenn es hieß: Du bist Autorin! Meinen Beruf als Arzthelferin musste ich drei Jahre lernen. Und nun hatte ich ein Buch geschrieben und war Autorin. Aber gut!
Es kamen Instagram, Facebook, wo ich sonst immer Abstand von gehalten habe, und die ersten Rezensionen. Dann die Frankfurter Buchmesse 2017, wo ich zum ersten Mal andere Autoren getroffen habe. Kerstin Gier, Sebastian Fitzek, Nina McKay und sogar meine Lieblingsautorin Marah Woolf. Nebenbei auch Udo Lindenberg, Nicolas Sparks und Cassandra Clare, wenn auch nur von weitem. Aber mit mal war ich ein Teil von alledem.
Und dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse 2018 kannten mich auch schon einige. Ich lerne immer wieder neue liebe Leute, Autoren wie auch Leser, kennen und finde es total schön sich auszutauschen.
Vom Büchermarkt wünsche ich mir, dass mehr Bücher von Selfpuplishern in den Buchläden ausgelegt werden und das unsere Preise den Verlagspreisen angepasst werden.
Denn ich würde z. B. die Bücher der »Achtung...fertig...« - Trilogie gern günstiger abgeben, kann ich aber nicht, weil epubli und alle anderen daran verdienen wollen.
Ich selbst erhalte von den Printbüchern nur ein paar Cent. Es sei denn ich würde im Preis noch höher gehen, möchte dies aber nicht. Erstens werden sie dann wahrscheinlich gar nicht gekauft und Zweitens ist es nicht das, was ich will. Ich will, dass meine Bücher gelesen werden und nicht nur Geld einbringen.
Und der Leserschaft kann ich nur raten, stöbert z.B. bei Amazon mal unter den nicht so bekannten Büchern, Ebooks herum. Da findet man so manche Schätze und das für wenig Geld bei den Ebooks.

– Was können wir von der Autorin Marie Birken in der nächsten Zukunft erwarten?
Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen Termine für Messen, Lesungen & Co fest, bei denen man Sie live erleben darf?

Ja, es gibt Buchprojekte, die mir vorschweben.
Erstmal soll dieses Jahr noch der 2. Band der »Mila & Luis« - Reihe erscheinen. Diesmal mit dem Untertitel »Teenager eben«.
Dann will ich ein Buch mit einem etwas ernsterem Thema schreiben, wo es um einen selbsterlebten Lebensabschnitt geht. Es soll den Titel »Es wird nicht besser – Es wird anders« tragen.
Ausserdem habe ich noch ein Projekt im Kopf, wo ich immer mal wieder parallel dran schreibe, wenn mir etwas dazu einfällt.
Ich würde gern zur kommenden Frankfurter Buchmesse fahren und nächstes Jahr natürlich auch alles an Messen mitnehmen, was so geht und finaziell möglich ist.
Lesungen sind etwas schwierig. Wir leben hier auf dem Land. Wer hier Plattdeutsche Lektüren schreibt, ist vorne mit dabei. Mit Jugendbüchern ist es da etwas schwieriger.
Aber wenn es jemanden gibt, der mir eine Lesung ermöglichen kann und es nicht zu weit weg ist, ich komme gern. Anfragen gern unter marie-birgen@t-online.de
Eine habe ich letztes Jahr hier bei uns im Mütterzentrum gehalten, was sehr nett gewesen ist und es zum Schluß auch eine sehr interessante Disskusion dazu gab.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch viel Lesespaß
Eure Marie Birken
Das Team von Leserkanone.de dankt Marie Birken für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Marie Birken
»Mila und Luis - Zwillinge eben« bei Leserkanone.de
»Mila und Luis - Zwillinge eben« bei Amazon
»Achtung ... fertig ... verliebt« bei Leserkanone.de
»Achtung ... fertig ... verliebt« bei Amazon
»Achtung ... fertig ... Liebe« bei Leserkanone.de
»Achtung ... fertig ... Liebe« bei Amazon
»Achtung ... fertig ... Elias« bei Leserkanone.de
»Achtung ... fertig ... Elias« bei Amazon
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