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Lara Seelhof 5 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Lara Seelhof
Facebook: AutorinLaraSeelhof
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Lara Seelhof vom 22.03.2017
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 22.03.2017
In ihrem Roman »Krallenspur« stellt Lara Seelhof das Leben einer Siebzehnjährigen auf den Kopf. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman, über das Schreiben dicker Wälzer und über den Urban-Fantasy-Bereich.

– Frau Seelhof, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem Roman »Krallenspur« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Erst mal vielen Dank, für die Möglichkeit hier etwas über »Krallenspur« zu erzählen. In meinem Buch geht es um die siebzehnjährige Celia. Sie ist ein ganz normales Mädchen, das bei ihrer Großmutter lebt, Freunde hat und sich zum ersten Mal so richtig verliebt. Allerdings hat der Junge ihres Herzens ein übernatürliches Geheimnis, das mit Dämonen zu tun hat und ihre Welt vollkommen auf den Kopf stellt und sie in Lebensgefahr bringt. Mehr kann ich gar nicht erzählen, denn sonst würde ich gleich alles verraten und was genau sich in Celias Leben ereignet, sollen die Leser schließlich selbst entdecken. Aber ich verspreche, dass es auf jeden Fall spannend wird und es nicht vorrangig um Vampire geht ....

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Mit irgendwelchen großartigen Schriftstellerkollegen kann und möchte ich mich nicht vergleichen, aber ich kann »Krallenspur« allen Lesern ans Herz legen, die gerne Fantasy-Geschichten mit realistische Elementen, einer romantischen Liebe und ungewöhnlichen Dämonen mögen.
Meine literarischen Vorbilder, die ich sehr gerne mal persönlich getroffenen hätte, kommen übrigens aus ganz anderen Bereichen. Ich bewundere zum Beispiel Erich Kästner für seinen Humor, seinen Mut, aber auch für seine Scharfzüngigkeit, und auf jeden Fall die wunderbare Agatha Christie für ihre genial erdachten Krimis. Eigentlich hätte ich eher Krimis als Fantasy schreiben sollen, denn ich stehe zum Beispiel auch total auf die Krimireihe von Lilian Jackson Braun, um den klugen Siamkater Koko und seine Katzen-Freundin Yum Yum die gemeinsam mit dem Journalisten Qwill Kriminalfälle lösen.

– Sehr viele Urban-Fantasy-Romane beginnen mit der Begegnung einer jugendlichen Schülerin mit einem geheimnisvollen Schul-Bad-Boy. Was hat »Krallenspur«, was all die anderen Romane nicht haben? Was halten Sie selbst für die großen Alleinstellungsmerkmale Ihres Werks?

Ich finde eigentlich alle Geschichten, die ich bisher gelesen oder gehört habe, auf ihre Weise irgendwie einzigartig und so natürlich auch »Krallenspur«. Eine Leserin hat glaube ich geschrieben, dass sie die Dämonen noch aus keiner anderen Geschichte kannte, vielleicht also das? Ich habe mir über diesen Punkt vorher gar keine Gedanken gemacht. Ich wollte einfach nur ein Buch schreiben, das ich persönlich auch lesen würde. Eine Geschichte, die unterhält, spannend ist, berührt, hin und wieder auch zum Schmunzeln einlädt und bei der der Leser am Ende das Buch zuklappt und denkt: »Heh, ich bin in eine andere Welt eingetaucht und jetzt muss ich leider zurück in die Realität, denn es war verdammt schön und spannend da!«

– Was macht Celia und Cassian zu solch »besonderen« Charakteren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an den beiden persönlich?

Über Cassian kann ich gar nichts sagen, denn dann würde ich zu viel über ihn preisgeben, aber an Celia mag ich, dass sie oft selbstironisch ist und für ihre Überzeugung und für das, was ihr wichtig ist, einsteht - egal um welchen Preis. Loyalität ist eine Charaktereigenschaft, die ich sehr wichtig finde. Und dass sie einen anderen Menschen so bedingungslos lieben kann.

– Die meisten Ihrer Kolleginnen, die im gleichen Genre unterwegs sind, splitten ihre Geschichten zu Buchserien auf. Sie hingegen haben sich entschieden, 600 Seiten am Stück zu schreiben und alle Fragen zu beantworten. Wie kam es dazu? Was halten Sie selbst von dem allgemeinen Trend im Fantasybereich, aus fast jeder Buchidee gleich eine ganze Reihe zu machen? Und welcher Aufwand war letztlich nötig, um ein solch dickes Buch wie das Ihre zu schreiben?

Es ist überhaupt kein Problem viel zu schreiben. Ursprünglich war »Krallenspur« mal fast 1000 Seiten stark. Die eigentliche Kunst ist es, sich auf das Wesentliche zu beschränken, damit man den Leser nicht langweilt und mit den verbliebenen 600 Seiten ist mir das hoffentlich gelungen.

Dem Trend zu Buchreihen stehe ich zwiespältig gegenüber. Oft sind sie notwendig, sowie bei Harry Potter. Seine Geschichte hätte niemals in einen Einzelband gepasst und wenn es so viel Tolles zu erzählen gibt, dann sind mehrbändige Reihen absolut sinnvoll. Was ich nicht mag sind Werke, die man absichtlich teilt, um mit der Neugierde der Leser Geschäfte zu machen und solche schlechten Beispiele gibt es leider auch. Sicher wäre es im Fall »Krallenspur« auch geschäftstüchtiger gewesen, die Geschichte aufzuteilen, aber für mich hätte sich das falsch angefühlt. Vielleicht ist das ja eins der von ihnen angesprochenen Alleinstellungsmerkmale. Ich habe von einigen Krallenspurlesern schon gehört, dass sie sich gefreut haben, zur Abwechslung mal wieder etwas im Fantasybereich zu lesen, dass ihre Fragen sofort beantwortet, ohne dass sie ein Jahr auf den nächsten Band warten müssen.

– Wie kamen Sie generell dazu, ausgerechnet einen Urban-Fantasy-Roman zu schreiben? Was bedeutet Ihnen das Genre persönlich?

Wie gesagt, privat lese ich auch sehr gerne Krimis, der alten Art, also ohne extreme Gewalt oder Horror, aber da meine Mutter mir schon immer irgendwelche Geschichten über Fabelwesen erzählt und mich in Fantasiewelten entführt hat, war es einfach naheliegend mit meinen Lesern das Gleiche zu tun.

– Inzwischen ist seit dem Erscheinen Ihres Buchs ein Monat vergangen. Fühlt sich das Leben als Fantasyautorin so an, wie Sie sich das anfangs vorgestellt hatten? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit Ihrer Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Ehrlich gesagt, habe ich mir gar nicht groß vorgestellt, wie es wäre »Autorin« zu sein. Mir war nur wichtig zu sehen, wie »Krallenspur« anderen gefällt und weiter Geschichten zu schreiben, nur jetzt eben »hauptberuflich«.

Überrascht und begeistert hat mich das positive, aber auch das durchaus kritische Feedback der Leser und der Blogger, die mir – einem Neuling - eine Chance gegeben haben und dafür möchte ich mich auch bei dieser Gelegenheit mal wieder bedanken.

Was ich mir vom deutschsprachigen Buchmarkt wünschen würde? Dass mein Buch in jedem auch noch so kleinen Buchgeschäft zu finden ist ... doch das ist wohl zu vermessen, aber wünschen darf ich es mir ja. (Augenzwinkern) Und natürlich, dass noch ganz viele Leser »Krallenspur« für sich entdecken und lieben.

Aber auch das ist bei der großen Konkurrenz gerade in diesem Genre schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass der Buchmarkt so schnelllebig ist. Jeden Tag kommen unwahrscheinlich viele neue Autoren hinzu und die etablierten produzieren ein Buch nach dem anderen wie am Fließband. Man bekommt den Eindruck der Markt wird geradezu überschwemmt mit Büchern und ich bin immer wieder überrascht, wenn ich höre, wie viel gerade Blogger lesen und dann oft auch noch gleichzeitig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass gar nicht mehr zum Vergnügen gelesen wird, sondern nur um Wettbewerbe zu gewinnen oder einem anderen zu beweisen, dass man mehr Bücher schafft. Ich würde mir vom gesamten Markt etwas weniger Tempo wünschen. Die Leute sollen Bücher wieder mehr genießen und nicht nur »wegkonsumieren«. Aber ich befürchte, dieser Wunsch ist vollkommen unrealistisch.

– Was können wir von der Autorin Lara Seelhof in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

(Augenzwinkern) Na jedenfalls keine Fließbandproduktion, aber ich beschäftige mich aktuell tatsächlich schon in aller Ruhe mit dem einen oder auch anderen neuen Protagonisten. Der oder die wird dann auch wieder unsere Fantasie, aber wahrscheinlich auch die Realität unsicher machen und hoffentlich die Leser begeistern.

Das Team von Leserkanone.de dankt Lara Seelhof für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Lara Seelhof
Lara Seelhof bei Facebook
»Krallenspur« bei Leserkanone.de
»Krallenspur« bei Amazon
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