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Margarete Bertschik 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Facebook: AutorinMargareteBertschik
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Margarete Bertschik vom 19.08.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 19.08.2018
Ganze vier Bücher hat Margarete Bertschik bisher schon veröffentlicht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihre Romane und Kurzgeschichten, über ihre Protagonistin Hanna Morgenroth und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Bertschik, mit »Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen« und »Die Mutter des Kommissars und das schweigende Kind« sind zwei Kriminalromane aus Ihrer Feder erschienen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von den Büchern genommen, könnten Sie sie unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

In beiden Romanen geht es um einen rätselhaften Mord, der die Ermittler nicht nur in das lokale Umfeld der Opfer, das Oldenburger Münsterland, führt, sondern auch weit weg ins Ausland. So verlangt die Aufklärung des Mordes an dem französischen Mädchen umfangreiche Recherchen in Châtellerault, der westfranzösischen Heimatstadt Yvettes. Auch die Hintergründe um das anonyme schweigende Kind, das keiner zu vermissen scheint, sind nicht in Deutschland zu suchen, sondern in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Die regionalen Besonderheiten Norddeutschlands werden hier also mit Gegebenheiten anderer Länder verknüpft, was über die eigentliche Krimihandlung hinaus für Spannung sorgt, wie ich hoffe.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Bücher ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich bin selber eine begeisterte Krimileserin, angefangen bei Agatha Christie (an deren Miss Marple sich meine Protagonistin Hanna Morgenroth ein wenig anlehnt) bis hin zu Mankell, dessen Figur Wallander ich besonders mag. Als direkte Vorbilder würde ich aber beide nicht ansehen, da sie jeweils einen ganz eigenen Stil besitzen, den ich mir nicht anmaße nachzuahmen. Leserinnen und Lesern, die eine geradlinige, schnörkellose Schreibweise mit gelegentlichem leisen Humor mögen, sind bei mir richtig, ebenso diejenigen, die realistische, zeitgemäße Handlungen mit überraschenden Wendungen schätzen.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer beiden Bücher, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Da ist erstens meine Protagonistin Hanna Morgenroth. Sie ist Mitte sechzig, pensionierte Lehrerin, aufgeschlossen, an allem interessiert, was um sie herum vorgeht, selbstbewusst und unternehmungslustig. Sie könnte jedermanns Mutter, Nachbarin oder Freundin sein. Ihre Leidenschaft sind Krimis, ob als Roman, Film oder Fernsehserie, und sehr zum Leidwesen ihres Sohnes, der als Kriminalhauptkommissar die örtliche Polizeiinspektion leitet, erprobt sie ihre detektivischen Fähigkeiten allzu gerne an den Fällen, die er zu bearbeiten hat. Zum zweiten haben meine Romane sehr viel unverwechselbares Lokalkolorit, ohne allerdings bei der Schilderung regionaler Besonderheiten zu verharren. Die Hintergründe der Kriminalfälle, an deren Aufklärung Hanna maßgeblich beteiligt ist, gehen weit über lokale Grenzen hinaus.

– Was macht Hanna Morgenroth zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie dringend kennenlernen sollte? Warum hat sie gleich zwei Auftritte verdient, und was schätzen Sie an ihr persönlich?

Hanna Morgenroth ist ein positiver Charakter ohne eigene Defizite oder Probleme, im Gegensatz zu den neuerdings oft gebrochenen Ermittlerfiguren in Krimis, die von Alkohol- oder Drogensucht gezeichnet sind, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben oder an schweren Krankheiten leiden. Hanna ist eine Identifikationsfigur, der die Sympathien des Lesers gehören. Sie ist ideenreich und intelligent, einfühlsam und mitfühlend, aber sie kann auch mutig und beherzt sein, wenn es sein muss. Hanna stellt somit den diametralen Gegensatz dar zu dem Bösem, das sie bekämpft.

– Vor Ihren beiden Büchern über die Mutter des Kommissars haben Sie mit »Der Tod ist nicht fair - Das Leben auch nicht« und »Zeit der Kornblumen« zwei Bücher verfasst, die in ganz andere Richtungen gingen. Was erwartet Ihre Leser in den beiden Werken, und warum sollten sie am besten sofort mit den beiden weitermachen, sobald sie die Bücher über Hanna Morgenroth fertiggelesen haben?

Mein Roman »Zeit der Kornblumen« zeigt, wie viele Erstlinge, autobiografische Züge, obwohl die Handlung rein fiktiv ist. Das Leben meiner Großeltern und Eltern, das sich im konventionell-katholischen Milieu des ländlichen Oldenburger Münsterlandes abspielte, hat mich zu der Lebensgeschichte Marie Hoffstedes inspiriert. Besonders wichtig war mir dabei zu zeigen, dass es einer Frau selbst im fortgeschrittenen Alter noch gelingen kann, sich von den traditionellen Zwängen loszulösen und einen eigenen Weg zu gehen.
In den Kurzgeschichten bahnt sich schon meine Vorliebe für Krimis an: Ein großer Teil der Stories besteht aus kurzen Kriminalgeschichten. Jedoch folgen sie zumeist nicht dem üblichen »Who’s-done-it«-Schema, sondern beleuchten die Handlung eher aus der psychologischen Sicht der Opfer. Allen Geschichten gemeinsam ist, dass sie direkt aus dem Leben gegriffen sind, zum Beispiel wenn es um die Rivalität zwischen Brüdern geht oder um die Beziehung einer dementen Mutter zu der sie pflegenden Tochter.

– Krimis, Kurzgeschichten und ein Epos über ein Leben - das ist ein breites Feld. Größere Verlage erwarten in so einem Fall oft die Verwendung von Pseudonymen, um potenzielle Leser nicht zu verwirren. Birgt das Wechseln zwischen den Genres nicht die Gefahr, dass man keine Schar an »treuen Fans« aufbauen kann, die vorbehaltlos bei jeder neuen Veröffentlichung zugreifen können?

Ich glaube nicht, dass die Leser überfordert oder irritiert sind, von ihrem Lieblingskrimiautor auch Texte anderer Genres vorzufinden, im Gegenteil: Es kann für den Leser aufschlussreich und anregend sein zu sehen, wie der Autor sich in unterschiedlichen literarischen Bereichen schlägt. Ich betrachte die Arbeit in den verschiedenen Genres als willkommene Herausforderung, die mich als Autorin weiterbringen kann. So habe ich zum Beispiel gerade das Manuskript eines Liebesromans (allerdings mit einem kleinen kriminalistischen Anteil) beendet. Er erzählt die bittersüße Geschichte einer Liebe in den Zeiten des Internets.

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie via »Books on Demand« veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit klassische Verlage überhaupt noch für nötig?

Tatsächlich erwächst den traditionellen Buchverlagen eine ernstzunehmende Konkurrenz durch die immer größer werdende Zahl der Self Publisher, die vor allem durch die preiswerten E-Books auf den hart umkämpften Markt drängen. Für den Leser ergibt sich dadurch eine größere und differenziertere Auswahl an Lesestoff.
Für mich war die Publikation über Books on Demand ein gangbarer Weg, meine Bücher einem interessierten Publikum vorzustellen, ohne jedoch die Hoffnung aufzugeben, auch auf dem klassischen Buchmarkt Fuß fassen zu können.

– Sie sind nun schon seit vier Jahren in der Buchwelt unterwegs. Fühlt sich das »Autorinnenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Ihre Frage sollte besser lauten »erst seit vier Jahren«, denn diese Zeitspanne ist für ein Dasein als Schriftsteller sehr kurz. Ich sehe meine Autorentätigkeit als semi-professionelles Hobby an, dass mir sehr viel Freude macht, mich aber auch herausfordert. Durch meine Schriftstellerei lerne ich jeden Tag etwas Neues, und ich würde mich freuen, wenn die Leser meiner Bücher ein wenig von dieser Schaffensfreude spüren.

– Was können wir von der Autorin Margarete Bertschik in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich hoffe, den oben erwähnten Liebesroman bald veröffentlichen zu können. Inzwischen habe ich den dritten Band der Hanna-Morgenroth-Reihe in Angriff genommen. Arbeitstitel: Die Mutter des Kommissars und das kranke Herz. Wer mich live erleben möchte, hat dazu Gelegenheit am 18. Oktober 2018, 19.00 Uhr, im Pfarrheim Ramsloh, wo mein Autorenkollege Rolf Uliczka und ich aus unseren Kriminalromanen lesen werden.
Das Team von Leserkanone.de dankt Margarete Bertschik für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
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»Die Mutter des Kommissars und das schweigende Kind« bei Leserkanone.de
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»Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen« bei Leserkanone.de
»Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen« bei Amazon
»Der Tod ist nicht fair - Das Leben auch nicht« bei Leserkanone.de
»Der Tod ist nicht fair - Das Leben auch nicht« bei Amazon
»Zeit der Kornblumen« bei Leserkanone.de
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