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Mona Busch 9 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 1977
Webseite: Offizielle Homepage von Mona Busch
Facebook: MonaBuschAutorin
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Mona Busch vom 20.03.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 20.03.2017
In ihrem aktuellen Roman »Lockvogel wider Willen« lässt Mona Busch ein geplantes romantisches Wochenende in einer Berghütte völlig entgleisen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch, über dessen aktuellen Hintergrund und über zwanzig Jahre Vorlaufzeit.

– Frau Busch, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem Roman »Lockvogel wider Willen« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. »Lockvogel wider Willen« ist ein in großen Teilen unblutiger Spannungsroman, der ohne Mord und Totschlag auskommt und dennoch viel Action und Nervenkitzel bietet. Auch Humor und Romantik kommen nicht zu kurz.
In meinem Spionageabenteuer , das im winterlichen Bayern spielt, geht es um die frisch verliebte Studentin Carina. Die 19-Jährige plant, ein romantisches Hüttenwochenende mit ihrem Freund Ben zu verbringen. Sie fällt aus allen Wolken, als stattdessen drei Ermittler des bayerischen Landeskriminalamtes auf ihrer Berghütte auftauchen und behaupten, ihr Freund Ben sei ein Spion. Er habe Daten über ein Spionagesystem zur Auslandsaufklärung entwendet und sei damit untergetaucht. Die Polizisten zwingen Carina dazu, den Lockvogel für Ben zu spielen. Als unerwartet auch noch ihre beste Freundin Isabella auf der Hütte auftaucht, schmieden die beiden jungen Frauen einen Fluchtplan. Vor Carina, welche die Unschuld ihres Freundes Ben beweisen möchte, liegt ein fesselndes Abenteuer, das den Leser mit Highspeed und Action auf eine Reise quer durch das winterliche Bayern zwischen München, Chiemgau und dem Bayerischen Wald entführt. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, so dass mein Buch den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Mein Buch spricht vor allem krimiliebende, etwas romantisch veranlagte Frauen an. Ich selbst war als Kind eine richtige Leseratte und habe so ziemlich alles gelesen, was ich in die Finger bekam – am liebsten Abenteuer- und Detektivgeschichten (»Trixie Belden«, »Die Acht vom großen Fluss«, »TKKG«, »Die drei Fragezeichen«...), Pferde- und Mädchenbücher, später dann Krimis und Thriller. Ein Vorbild für mich sind die 18 »Geheimagent Lennet«-Bände von Leutnant X (Reihe wird nicht mehr aufgelegt), die ich als Kind und Jugendliche alle mehrfach gelesen habe und die komplett in meinem Bücherregal stehen. Auch in meinem Spionageabenteuer spielen ausländische Agenten eine Rolle; wie bei »Lennet« sind meine Geschichten sehr spannend, ohne unnötig brutal zu sein.
Sehr gut finde ich auch die Bücher von Wolfgang Schorlau, da sie einen realen, aktuellen Hintergrund haben und Missstände kritisch aufdecken. Das war mein Anstoß, auch für mein Buch nach einem realistischen Hintergrund zu suchen.
Eine Autorin, auf die ich vor kurzem gestoßen bin, ist Mila Roth. Mir ihrer »Spionin wider Willen«-Reihe (die Ähnlichkeit des Titels ist Zufall – habe ich dadurch entdeckt!) spricht sie ein ähnliches Publikum an. Auch bei ihr ist die Protagonistin eine ganz normale Frau (wie Carina bei mir), während der Protagonist ein äußerst attraktiver Geheimagent ist. Auch in meinem Buch sind Carinas Freund Ben und die Polizisten Tobi und David attraktiv. Wieso? Weil es einfach mehr Spaß macht, über gut aussehende Männer / Polizisten zu schreiben bzw. zu lesen. :)

– Es klingt so, als könne man Ihr Buch nur schwer in eine Schublade einordnen, da es gleichermaßen mit Elementen aus Kriminalromanen, Liebesromanen, humoristischen Romanen, Jugendromanen und anderen Genres aufwartet. Verlage und Literaturagenten erwarten oft eine klare Einordnung in ein einzelnes Genre, da sich Bücher dann leichter vermarkten, leichter auf Regale im Fachhandel verteilen und in Kategorien in Onlineshops einsortieren lassen. Wäre es nicht der einfachere Weg gewesen, sich für eine Geschichte zu entscheiden, die nur einem Genre zuzuordnen wäre? Wie kamen Sie auf die Idee, es ausgerechnet mit einer »wilden Mischung« zu versuchen?

Sehr gute Frage – das frage ich mich inzwischen auch! :) Spaß beiseite: Ich kam gar nicht bewusst auf diese Idee. Als ich die Grundidee zu dieser Geschichte hatte und aufschrieb, war ich 20 Jahre alt. Ich habe einfach nur für mich geschrieben, weil es mir Spaß gemacht hat. Es existieren auch zahlreiche alternative Handlungsstränge. Damals habe ich mir noch nicht viele Gedanken über eine Veröffentlichung gemacht. Dazu fehlte mir das Selbstbewusstsein: Bis 2016 habe ich niemandem sonst meine Geschichten gezeigt. Zudem gab es damals noch nicht so viele Recherchemöglichkeiten wie heute. Aber: Immer wenn ich Zeit hatte – in den Ferien – las ich meine Geschichten wieder und wieder, hatte neue Ideen, schrieb weiter. Das Schreiben ließ mich nicht los. So entstand die Handlung meines Buches über einen Zeitraum von fast 20 Jahren hinweg. Nun bin ich 40 Jahre alt, Lehrerin und Mutter zweier Kinder – und habe mich endlich getraut, das Ganze zu überarbeiten, Hintergründe zu recherchieren, es wirklich aus der Schublade zu holen und jemandem zu zeigen. Meine Testleser, die ich mir gezielt gesucht habe – ein LKA-Mann, eine Ärztin, eine Juristin, eine 19-Jährige, ein Schriftsteller – waren angetan von der Story und meiner »sprühenden Phantasie«. Allerdings merkte ich auch allmählich, wie schwierig die Einordnung in ein Genre war. Ich habe wochenlang gegrübelt, ob es ein Thriller ist, ein Bayernkrimi, ein Jugendroman... und nannte es schließlich »Spionageabenteuer«. Das trifft es am ehesten, da es in zweifacher Hinsicht um Spionage geht (Ben steht unter Spionageverdacht; ein ausländischer Nachrichtendienst macht im Hintergrund Druck) und meine Geschichte recht abenteuerlich ist.
Aber ich habe eben auch schon gemerkt, dass diese »wilde Mischung« einen schnellen Erfolg bei Agenturen und Verlagen ausbremst – und habe mich daher für die Selbstveröffentlichung entschieden. In der Buchhandlung sollte mein Buch im »Tatort Bayern«-Regal stehen... und evtl. auch bei den Jugendbüchern.

– Lässt sich spoilerfrei erklären, was der in Ihrer Buchbeschreibung erwähnte »aktuelle Hintergrund« Ihres Romans ist?

Ja. Die fiktive (!) Spionagegeschichte spielt vor einem realen Hintergrund.
Das habe ich mir ausgedacht:
Der Freund meiner Protagonistin, Ben, arbeitet bei der Airbus-Tochterfirma Cassidian (die es tatsächlich gibt). Im »Lockvogel« versuchen ausländische Agenten, in den Besitz von Informationen zum ISIS-Spionageprogramm zu gelangen, das in die Eurohawk-Drohnen eingebaut werden soll. Ben steht unter dem dringenden Tatverdacht der Spionage bzw. des Landesverrats – er soll die Dokumente und Daten über das Aufklärungssystem ISIS entwendet haben.
Das entspricht den Tatsachen:
ISIS soll in Eurohawk-Drohnen eingebaut werden, die der Auslandsaufklärung dienen. Diese Drohnen hören in den Funk- und Radarverkehr am Boden hinein, sammeln die Daten und schicken sie über eine Satellitenverbindung nach Manching, wo sie entschlüsselt und ausgewertet werden. Leider haben die Eurohawk-Drohnen keine Zulassung für den Luftraum bekommen; deshalb müssen jetzt Ersatzdrohnen vom Typ Triton aus den USA angekauft werden, in die das ISIS dann eingebaut werden soll. Die Entwicklung der ganzen Technologie hat schon unglaublich viel Geld verschlungen und das Projekt hat Verteidigungsminister de Maizière 2013 fast seinen Job gekostet. Alleine die Weiterentwicklung von ISIS kostet vermutlich eine halbe Milliarde Euro. Im Jahr 2016 starteten neue Tests mit der »Skandaldrohne«. Für den deutschen Staat steht viel Geld und Ansehen auf dem Spiel. Unter Umständen wäre die äußere Sicherheit Deutschlands bedroht, wenn durch Spionage wichtige Daten ins Ausland gelangen würden.

– Was macht Ihre Protagonistin Carina zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Carina ist eigentlich eine ganz normale junge Frau. Genau deshalb kann man sich gut mit ihr identifizieren. Ich fand es beim Schreiben total spannend, mir zu überlegen, wie Carina, die bisher keine Erfahrungen mit der Polizei gemacht hat, auf die verrückte Situation reagiert, in die sie plötzlich hineingeworfen wird. Der Leser fühlt, lacht und leidet mit ihr mit.
Carina wird angetrieben von ihrer Liebe zu Ben, dessen Unschuld sie beweisen möchte. Im Laufe der Handlung muss die eigentlich eher sanfte, mädchenhafte Studentin – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – über sich selbst hinauswachsen und ihre Ängste überwinden, Mut zeigen. Als Carina von der Polizei in Gewahrsam genommen wird, ist sie zunächst von der neuen Situation überrollt, leistet dann jedoch wachsenden Widerstand, bis ihr mit Isabellas Hilfe die Flucht gelingt. Aus ihrer Freundschaft zu der quirligen, temperamentvollen Isabella zieht Carina im ersten Teil der Handlung viel Kraft. Die jungen Frauen handeln mit der für Jugendliche typischen Aufmüpfigkeit, mit weiblicher Raffinesse und nach einem genau ausgearbeiteten Plan, sind aber auch noch etwas naiv. Mit Wortwitz, Charme und überraschenden Aktionen heizen sie den Ermittlern ein, ohne dabei körperlich unnötig aggressiv zu werden.
In der Mitte des Buches, als Carina Ben trifft, scheint der Konflikt ausgestanden – bis die junge Frau sich unerwartet einem neuen, viel gefährlicheren Gegenspieler stellen muss... Wieder muss sie innerlich Kräfte und Mut schöpfen, um dann aktiv handeln zu können. Carina ist auf eine »stille« Weise mutig und stark.
Was ich an Carina schätze?
In Carina steckt einiges von der jungen »Mona Busch« – von mir selbst. Auch ich war eine schüchterne junge Frau und musste viel an mir arbeiten, um zu dem zu werden, was ich heute bin. Ich glaube, das Schreiben und die Arbeit an meiner Protagonistin Carina hat mir geholfen, selbstbewusster zu werden.

– Im »richtigen Leben« sind Sie eigentlich Grundschullehrerin. Wie kommt man als Lehrer darauf, ein Buch über Spionage und Auslandsaufklärung zu schreiben? Wissen Ihre Schüler, dass Sie ein Buch geschrieben haben und falls ja, was sagen diese dazu?

Wie gesagt: Als ich die Grundidee hatte, war ich ja noch sehr jung. Schon als Kind interessierte ich mich für Kriminalistik, las auch Sachbücher dazu, wie z.B. das »Detektivlexikon«. Eigentlich wollte ich als Jugendliche gerne Polizistin werden. Das klappte nicht, da meine Augen zu schlecht waren. Das Interesse an Polizei- und Geheimdienstarbeit blieb aber bestehen.
Auch jetzt noch gibt mir das Schreiben spannender Szenen einen gewissen Thrill, der eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Leben bietet. Ich kann meine Charaktere Dinge tun und sagen lassen, die ich im wahren Leben niemals tun und sagen würde. Ich kann sie witziger und frecher und mutiger sein lasse, als ich es in dieser Situation vielleicht wäre. Das macht Spaß und tut gut.
Viele Schüler an meiner Grundschule haben durch Aushänge und Zeitungsartikel in den Lokalzeitungen mitbekommen, dass ich ein Buch geschrieben habe und waren sehr beeindruckt, fanden das toll. Leider sind sie noch zu jung, um es zu lesen – mein Buch ist für Jugendliche ab etwa 14 Jahren geeignet. Einige Schüler meinten daher schon zu mir: »Schade – schreiben Sie auch mal ein Buch für uns?« Wer weiß...

– Sie haben Ihr Buch in Eigenregie via »neobooks« veröffentlicht. Hatten Sie vorab entschieden, es auf diesem Wege zu probieren? Halten Sie den »klassischen« Weg des Veröffentlichens über einen »althergebrachten« Verlag heutzutage überhaupt noch für zweckmäßig und erwägen Sie, es in Zukunft auch einmal auf diese Weise zu probieren?

Ich habe im Februar 2016 ein vhs-Seminar mit dem Titel »Wie veröffentliche ich mein Buch?« besucht. Dort wurden wir stark desillusioniert, was unsere Chancen der Veröffentlichung bei einem klassischen Verlag anging. Ich war kurzzeitig frustriert – doch dann erwachte der Kampfgeist in mir. Als das Buch fertig war, habe ich mich bei einigen Agenturen beworben, da ich mir hier bessere Chancen erhoffte. Als das nicht klappte, habe ich mich über Möglichkeiten der Selbstveröffentlichung informiert und bin u.a. auf die Neobooks-Plattform gestoßen. Da man dort ja evtl. auch noch von einem Verlag »entdeckt« werden kann, entschied ich mich für Neobooks. Ich finde es toll, dass es die Möglichkeit gibt, dort sein Buch kostenlos zu veröffentlichen und sogar betreut zu werden. Seit kurzem kann man ja auch bei Neobooks eine ISBN bekommen. Im Dezember war dies noch nicht der Fall, weshalb ich kurz darauf eine Druckversion über epubli veröffentlicht habe. Das Cover designte mir eine Freundin, die Grafikdesignerin ist, nach meinen Ideen. Ich war wahnsinnig stolz, als ich das Buch endlich gedruckt in den Händen hielt – mein Werk, in dem unglaublich viel Arbeit und Herzblut steckt! Dennoch wäre es weiterhin mein Wunsch, einen Verlag zu finden, der mich vertritt, da das Selbst-Marketing zwar spannend, aber auch zäh und sehr anstrengend ist.

– Was können wir von der Autorin Mona Busch in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ja, es ist ein weiteres Buchprojekt in Planung. Mein zweites Buch wird voraussichtlich noch dieses Jahr erscheinen und ähnlich spannend sein wie das erste!
Immer wieder bitte ich kostenlos offene Lesungen an, zu denen jeder Interessierte herzlich eingeladen ist.
Die nächste Lesung findet statt am 25.03.2017 um 20 Uhr im Pfarrheim St. Georg Unterbiberg (Marktplatz 1, 85579 Neubiberg). Dort stelle ich mein Buch vor, lese einen Auszug daraus und beantworte anschließend gerne auch Fragen, z.B. zum Thema: »Wie veröffentliche ich ein Buch?« Die Lesung findet im Rahmen des offenen Treffs »Unbrenn-Bar« statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu geselligem Beisammensein. Für Getränke ist gesorgt. Eine Anmeldung ist möglich unter mail@mona-busch.de, aber nicht zwingend erforderlich.
Des Weiteren biete ich auf Anfrage gerne Lesungen für Gruppen ab 10 Personen oder Schulklassen an.
Die neuesten Informationen hierzu finden Sie immer auf meiner Homepage unter www.mona-busch.de sowie auf Facebook unter https://www.facebook.com/mona.busch.963

Ich würde mich freuen, wenn ich das Interesse einiger Besucher dieser Webseite geweckt habe und diese zum Lesen meines Buches verlocken kann! :)

Das Team von Leserkanone.de dankt Mona Busch für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Mona Busch
Mona Busch bei Facebook
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