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Elisabeth Marienhagen 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Elisabeth Marienhagen
Facebook: elisabeth.marienhagen
Instagram: elisabeth_marienhagen
Interview: Leserkanonen-Interview mit Elisabeth Marienhagen vom 14.06.2022
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 14.06.2022
Mit ihrem Roman »Jahre im Wandel« hat Elisabeth Marienhagen kürzlich ihre Saga über »Die Winzerfrauen« komplettiert. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über die Reihe, über ihre Winzertochter Magdalena und über das Wiederauflebenlassen früherer Zeiten.

– Frau Marienhagen, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Jahre im Wandel«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige »Winzerfrauen«-Reihe unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Sehr gerne: Die Winzerfrauenreihe startet mit ‚Jahre des Aufbruchs‘ zum Jahreswechsel 1913/14. Familie Scholtes feiert unbeschwert Silvester. Nur die fünfzehnjährige Magdalena hat Kummer. Der Nachbarsohn für den sie schwärmt, verlobt sich mit einer eleganten Städterin. Dass ihre behütete Kindheit am 1. August 1914 ein jähes Ende findet, ahnt sie nicht.
Im 2. Band »Jahre des Umbruchs‘, durchlebt Magdalena die schwierige Nachkriegszeit an der Seite ihres Mannes. Leider birgt die lang ersehnte Liebesheirat Tücken. Von jungen Ehefrauen wird erwartet, sich den ungeschriebenen Gesetzen der Dorfgemeinschaft zu beugen. Ihren Schwiegermüttern müssen sie widerspruchslos gehorchen. Magdalena, die ihre Weinberge selbst bewirtschaften möchte, kämpft um ihre Unabhängigkeit, - und in dem neuen Dorflehrer erwächst ihrem Mann ein ernstzunehmender Konkurrent.
Band 3, ,Jahre im Wandel‘, beleuchtet die Zeit zwischen 1923 und 1940. Während Magdalena, ihre Familie und die Leute im Dorf nach wie vor an den Folgen des verlorenen Krieges tragen, ergreift Hitler die Macht. Innerhalb kürzester Zeit geht ein Riss durch die Dorfgemeinschaft. Magdalena und ihre Familie gelten als Judenfreunde. Ihr Bruder wandert aus. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 steht sein Schwager, ein Jude, vor Magdalenas Tür und bittet um Hilfe.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Meine Romanreihe möchte ich historisch interessierten Lesern empfehlen, die gerne die Geschicke einer Familie im Lauf der Zeit verfolgen. Der Dp-Verlag selbst hat ‚Jahre des Aufbruchs‘ mit: ‚Für Fans von Corinna Bomann‘ beworben.
Bücher und ihre Autoren haben mich von klein auf begleitet, angefangen mit Bilderbüchern, Märchen ,Werke von Michael Ende, Ottfried Preußler, Astrid Lindgren und, und, und … Zu meinen Lieblingsautoren gehören Sir Arthur Conan Doyle, Gilbert K. Chesterton, Agatha Christie, Georges Simenon, Ellis Peters, Dorothy L. Sayers, Jane Austen, Georgette Heyer, Lindsey Davis und Barry Hughart, Robert van Gulik und, und, und … Soll ich mit den Lieblingsbüchern weitermachen?

– »Jahre im Wandel« ist bereits der finale Band der Reihe. Warum sollten Leser, die sich bisher noch nicht durchgerungen hatten, in die Saga einzusteigen, den Büchern jetzt trotzdem - oder gerade deswegen - eine Chance geben?

Eins voran: Die Bücher gehören zwar zu einer Reihe, können aber als Einzelbände gelesen werden. Beim 3. Teil ist die Zeit, in der das Buch spielt, von besonderem Interesse. Der Aufstieg Hitlers und die Umstände, die dazu geführt haben. Wir alle wissen um die Folgen. Beim Schreiben habe ich mir oft die Fragen gestellt: Wie hätte ich damals reagiert? Wie viel war eigentlich bekannt?

– Was macht die Winzertochter Magdalena zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Magdalena ist ein Kind ihrer Zeit. Als Mädchen, das in einem Dorf aufwächst, kann sie von einer Chance auf höhere Schulbildung oder gar einem Studium nur träumen. Sie ist eine Heldin, die keine Wunder vollbringt, aber ihr Bestes gibt. Ein wenig stand meine Großmutter Margarete für die Figur der Magdalena Pate, vielleicht mag ich mein Lenchen darum so sehr.

– In Ihrer Reihe haben Sie die Leser in eine sehr aufreibende Etappe der Geschichte zurückversetzt. Wie haben Sie geschafft, die Atmosphäre des Zeit möglichst realistisch darzustellen? Waren für die Reihe viele Recherchen notwendig? Welcher Aufwand steckt generell in Romanen wie der »Winzerfrauen«-Reihe?

Früher habe ich es geliebt, wenn meine Mutter mir von ihrer Kindheit im Dorf berichtet hat. Gelegentlich haben wir uns dann Fotoalben angesehen, die sie in einem alten Lederkoffer mit Schnappverschlüssen aufbewahrt hat, Dort gab es auch Geldscheine mit astronomisch hohen Beträgen zu bestaunen. Über manche der jungen Burschen auf den alten Fotos wusste meine Mutter nicht viel mehr als die Namen. Die seien im 1. Weltkrieg gefallen. Mitunter hat sie auch von ihrem ältesten Bruder erzählt, der 1945, sechs Wochen vor Kriegsende, in Russland als vermisst gemeldet wurde. Oder von ihrem Vater, der 1942 tödlich verunglückt ist. Meine Mutter konnte ich mit Fragen über das Leben im Dorf löchern, etwa wie Sauerteig aufbewahrt wird, wenn kein elektrischer Strom inklusive Kühlschrank zur Verfügung steht. Wollt ihr wissen wie? Als getrocknete Teigkrümel in einem Leinensäcken (aus Leinen, das mein Urgroßvater selbst gewebt hat). Vor der Verwendung mussten die Krümel in warmem Wasser eingeweicht werden. Dazu kam jede Menge zeitintensiver Recherche in Büchern und Zeitschriften, auch Filme und Dokus habe ich mir angesehen. Eine schwere Kost.

– Vor der »Winzerfrauen«-Reihe haben Sie mal eine Katzengeschichte geschrieben, mal Krimis, mal Kurzgeschichten, mal Romane. Wie kommt es zu einer solch ungewöhnlichen Kombination, und wie passt all das zusammen? Anhand welcher Maßstäbe entscheiden Sie, in welche Richtung das jeweils nächste Projekt gehen soll?

Meine Ausflüge in die verschiedenen Genres hängen eindeutig mit meinen Vorlieben beim Lesen zusammen. Mein erster vollendeter Roman, der wohlbehalten in der Schublade ruht, war übrigens ein eintausend Seiten langes Science-Fiction Werk. (Ich hätte oben noch Jules Vernes und Perry Rhodan nennen sollen) Da ich inzwischen mit Alisha Bionda von der Agentur Ashera eine Agentin habe, bespreche ich meine Ideen für neue Projekte mittlerweile mit ihr.

– Was können wir von der Autorin Elisabeth Marienhagen in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Momentan habe ich einige Exposés in Arbeit, schreibe nebenher an einem Märchen und plane mit Hilfe meines Mannes einen YouTube-Kanal für Lesungen zu eröffnen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Elisabeth Marienhagen für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Elisabeth Marienhagen
Elisabeth Marienhagen bei Facebook
Elisabeth Marienhagen bei Instagram
»Die Winzerfrauen 1 - Jahre des Aufbruchs« bei Leserkanone.de
»Die Winzerfrauen 1 - Jahre des Aufbruchs« bei Amazon
»Die Winzerfrauen 2 - Jahre des Umbruchs« bei Leserkanone.de
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»Die Winzerfrauen 3 - Jahre im Wandel« bei Leserkanone.de
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