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Kathrin Lichters 310 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Liv Keen
Webseite: Offizielle Homepage von Kathrin Lichters
Twitter: @kathrinlichters
Facebook: kathrin.lichters
Instagram: kathrin_lichters
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Kathrin Lichters vom 07.10.2016
Tags: Drei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 07.10.2016
Anlässlich des Erscheinens von »Carhill Sisters - Lucy & Darrell«, dem neuesten Roman von Kathrin Lichters, hat ihre Kollegin Melisa Schwermer von der Autoren-Gemeinschaft Das Autorensofa ein Interview mit ihr geführt.

– Was mich als bisher reine Self-Publisherin brennend interessiert, ist, was dir an der Arbeit mit Droemer Knaur besonders gefällt. Wo sind die Unterschiede zum Self-Publishing?

Die Erfahrung und der andere Blickwinkel sind nur zwei Sachen, die ich besonders schätze. Der Verlag nimmt einem viele Dinge ab, um die man sich als Self-Publisherin selbst kümmern muss. Das genieße ich sehr, weil es mir ermöglicht, mich aufs Schreiben zu konzentrieren. Mittlerweile sind fünf Bücher bereits über den Verlag veröffentlicht. Es werden jedoch noch zwei weitere in den nächsten Monaten folgen. In den letzten zwei Jahren sind wir ein ziemlich gutes Team geworden und ich schätze den Rat und die Hilfe meiner Ansprechpartnerinnen sehr.

– Wie war es für dich, als plötzlich ein Verlag deine selbstpublizierten Titel übernehmen wollte?

Das war der reinste Wahnsinn. Ich habe meinen Debütroman »Sandkasten-Groupie« 2014 kostenlos eingestellt und war völlig fassungslos über das großartige Feedback, trotz mangelnder Perfektion. Für mich war das Ganze eine Art Test, wie es überhaupt angenommen wird und keine Woche später schrieb mich der Verlag an und eröffnete mir sein Angebot. Dank dieser Chance, die mir Feelings/Droemer Knaur ermöglicht hat, ist mein Wunsch Autorin zu werden, ernsthaft erwacht. Durch die Zusammenarbeit mit meiner wunderbaren Lektorin Sandra Lode habe ich unglaublich viel gelernt. Ich habe meinen Stil, meine Sprache und meine Plottechnik verfeinert und auch in allen anderen Belangen stand mir der Verlag stets zur Seite.

– Deine neue Buchreihe nennt sich Carhill-Sisters. Worum geht es da und was unterscheidet diese Reihe von den anderen Büchern?

In dieser Reihe geht es um den alleinerziehenden Vater Robert und seine fünf bereits erwachsenen Kinder, die alle so ihre Dramen zu bewältigen haben. Die verwitwete Emily bandelt mit einem arroganten Rennfahrer an, die spröde Tierärztin Lucy streitet mit ihrer Zwillingsschwester Mary und gibt der wahren Liebe keine zweite Chance, Nesthäkchen Amy schliddert von einer Katastrophe in die nächste, während Romantikerin Mary sich nach mehr Abenteuer in ihrem Leben sehnt. Und dann wären da nicht zuletzt die Probleme des homosexuellen Luke, der Robert über Nacht zum Großvater macht, aber keine Ahnung hat, wie er Familie und Liebe unter einen Hut bringen soll. Doch während das Leben sie vor scheinbar unlösbare Probleme stellt, machen die Carhills das, was sie am besten können: zusammenhalten.

In meinen Romanen bilden die persönlichen Verbindungen zwischen Menschen immer einen besonders wichtigen Punkt und das ist nicht zwangsläufig das Liebespaar, sondern Vater und Sohn, Schwestern, ebenso wie Freundschaften und unerwartete Verbindungen, wie z.B. die zwischen einem pensionierten, psychisch labilen Schuldirektors und einem sprunghaften Einzelgänger. Ich finde die Entwicklung zwischen Menschen immer besonders spannend und neben dem Herzschmerz und der Geschichte um die wahre Liebe ist mir das in meinen Romanen besonders wichtig. Die Carhills sind eine besondere Familie, zu denen ich gerne gehören würde, wobei ich das irgendwie ja auch tue. ;)

– Fällt es dir leicht, Dinge wie die Coverarbeit in fremde Hände zu geben? Inwiefern besteht da ein Mitspracherecht?

Wie alles im Leben gibt es auch bei der Arbeit mit einem Verlag eine zweite Seite der Medaille. Die Covergestaltung, das Lektorat und viele andere Dinge werden vom Verlag übernommen, und auch wenn man ein Mitspracherecht hat, ist es der Verlag, der die endgültige Entscheidung trifft. Ich brauchte mein Veto-Recht bislang nur einmal, was die Covergestaltung anging, was ich als ganz guten Schnitt empfinde. Es ist manchmal schwierig, diese Entscheidungsgewalt loszulassen, vor allem, wenn man es im Self-Publishing anders gewohnt ist. In der Regel ist man aber auch dankbar dafür, denn so bleibt mir einfach mehr Zeit zum Schreiben.

– Du bezeichnest dich selbst als schüchtern, schreibst aber zum Beispiel als Liv Keen prickelnde Liebesromane. Wie ist das miteinander zu vereinbaren? Mir würde es zum Beispiel sehr schwerfallen, weil ich das Gefühl hätte, viel von mir preiszugeben.

Meine Novelle als Liv Keen ist ein Gemeinschaftsprojekt mit meinen zwei lieben Kolleginnen Ava Innings und Zoe M. Lynwood. Mein erstes Buch der Reihe ist »Adam« und erscheint Anfang Oktober. Es ist für mich eine Art Pilotprojekt. In meinem Fall heißt ‚prickelnd‘ bislang, dass ich den Vorhang fallen lasse, wenn es ernst wird. Inwieweit das jetzt anders ist, verrate ich noch nicht. ‚Schüchtern‘ beziehe ich jedoch im Allgemeinen auf mein Naturell im Umgang mit meinen Mitmenschen. Meine Romane als Kathrin Lichters sind für mich tendenziell sogar persönlicher, auch wenn es da nicht so zur Sache geht. In jedem dieser Bücher steckt etwas von mir, also emotionale Erlebnisse, Ängste, Verstrickungen usw., die ich darin verarbeitet habe. Etwas, dass ich allerdings oft erst selbst am Ende eines Manuskripts erkenne.

– Du bist ja in mehreren Genres vertreten und konzentrierst dich nicht bloß auf eins. Gibt es dafür einen Grund?

Ja, einen ziemlich einfachen sogar. Ich schreibe immer genau die Geschichte, die sich in meinen Kopf setzt, deswegen kann ich mich auch nicht auf ein Genre festlegen. Grundsätzlich ist es also auch möglich, dass ich mal einen historischen Roman schreibe, weil diese Geschichte erzählt werden will.

– Neben den romantischen Titeln hast du ja auch noch eine Fantasy-Reihe, die Dark Ages. Wie gehst du bei solch kreativen Titeln vor? Erfindest du zuerst eine Welt mit all ihren Eigenschaften und schreibst du diese quasi als Schema auf oder hast du das alles im Kopf?

Dark Ages war das andere Debütprojekt, das ich neben meiner Backstage-Love-Reihe entwickelt habe und ist über einen langen Zeitraum entstanden. Die meisten Dinge entstehen immer in meinem Kopf und verlassen ihn erst, wenn ich es in eine Geschichte wandle. Die Geschichte um Lily und Rian stand allerdings bevor ich die passende Welt dazu erschaffen habe. Gerade im Augenblick plane ich wieder ein Fantasy-Abenteuer und habe die aufhängende Geschichte parat, plane jedoch die Welt viel detaillierter als damals das Sagenland. Man merkt eben doch, nach zehn Büchern hat man einiges dazu gelernt. ;)

– Mit dem Autorensofa bist du 2016 auch wieder auf der Buchmesse in Frankfurt vertreten. Was erwartet die Leserinnen und Leser dort? Was bedeutet es dir, auf einem solch wichtigen Event der Buchbranche mit eigenem Stand vertreten zu sein?

Zuerst einmal ist das Autorensofa mehr für mich, als bloß eine Möglichkeit, mich auf der Messe zu präsentieren. Ich habe wunderbare Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die einem immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dank ihnen fühle ich mich weniger als ein Einzelkämpfer und freue mich übermäßig, sie bald wiederzusehen. Was die Leser erwarten können? Neben allerhand Aktionen, wie Lesungen bei uns am Stand, wird es Verlosungen und Gruppentreffen geben, aber noch viel wichtiger: Jeder Autor nimmt sich in seiner Signierstunde Zeit für die Leser, beantwortet Fragen und freut sich unendlich auf jeden Besucher.

– Du bist nicht nur Autorin mit einem enormen Output, sondern auch Mama. Wie vereinbarst du diese beiden, nicht gerade ‚zeitunaufwändigen’ Tätigkeiten miteinander?

Zuerst einmal bin ich Mutter und das mit Leib und Seele. Zu Anfang meiner Autorentätigkeit war ich zusätzlich selbstständig in der Kosmetikbranche tätig, was schnell zu viel wurde. Mittlerweile arbeite ich hauptberuflich als Autorin, was bedeutet, dass ich, sobald ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht habe, mich in mein Büro setze und arbeite, wie jede andere berufstätige Mutter auch. Wenn man täglich acht Stunden und mehr schreibt, schreiben sich die Bücher ziemlich effizient. Dazu gehört natürlich ein gut ausgearbeiteter Plot, sowie allerlei Dienstleister, die man beauftragt, Dinge für einen zu erledigen, die einem nicht so leicht von der Hand gehen. Das Erstellen meiner Cover und meines Marketingmaterials übernimmt mittlerweile Truelove Coverdesign, oder die Pflege meiner Homepage habe ich abgegeben. Das kostet natürlich alles Geld, ermöglicht mir aber mehr Zeit zum Schreiben. Wichtig ist immer die optimale Vorbereitung und Organisation. Sowohl privat, als auch beruflich läuft mein Tag runder, wenn ich den Überblick habe und ohne die Unterstützung meines Mannes, meiner Familie und meiner besten Freunde wäre ich sicher aufgeschmissen. Ich habe großes Glück, so tolle Menschen um mich zu haben. Wenn ich aber ehrlich bin, gibt es viele dieser seltsamen Tage, in denen alles drunter und drüber geht. Doch solange mein Sohn und ich abends glücklich ins Bett fallen, pfeif ich auf ungebügelte Wäsche.

– Vielen Dank für deine Zeit. Gibt es etwas, das du den Leser mitteilen möchtest?

Wenn man etwas wirklich will, lohnt es sich, dafür zu kämpfen und wenn es nicht direkt klappen will, sollte man keinesfalls einfach aufgeben. Wenn ich es getan hätte, als die erste Absage einer Agentur hinein flatterte, wäre ich jetzt nicht hier.

Das Team von Leserkanone.de dankt Kathrin Lichters und Melisa Schwermer für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links zu Kathrin Lichters:
Offizielle Webseite von Kathrin Lichters
Kathrin Lichters bei Twitter
Kathrin Lichters bei Facebook
»Carhill Sisters 2 - Lucy & Darrell« bei Leserkanone.de
»Carhill Sisters 2 - Lucy & Darrell« bei Amazon

Weiterführende Links zu Melisa Schwermer:
Offizielle Webseite von Melisa Schwermer
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