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Christina Unger 16 Fans
Herkunft: Österreich
Facebook: ungerbuch
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Christina Unger vom 05.10.2016
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 05.10.2016
Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Latos-Verlag mit »Ein Hauch von Sehnsucht« den neuesten Roman von Christina Unger, in dem die Leser zu einer aufregenden Reise nach Südamerika eingeladen werden. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch und dessen Entstehungsgeschichte, über die Vermischung von einem Liebesroman und gesellschaftlichen Ereignissen sowie über den Schauplatz Paraguay.

– Frau Unger, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman »Ein Hauch von Sehnsucht« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Ein Hauch von Sehnsucht« ist mehr als nur ein Liebesroman, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. Das Wort »Sehnsucht« muss sich ja nicht ausschließlich auf Liebe beziehen, es kann zum Beispiel auch die Sehnsucht nach Freiheit oder Frieden ausdrücken, aber auch nach etwas Undefinierbaren. Ich hatte mein ganzes Leben Sehnsucht nach etwas, oft wusste ich nicht einmal wonach, aber wer sehnt und ein bisschen leidet, der fühlt sich lebendig! Jetzt bin von meinem Buch ein wenig abgeschweift. In dieser Geschichte geht es natürlich auch um leidenschaftliche Liebe und erotische Sehnsüchte. Es spannt aber auch einen ziemlich weiten Bogen über drei Kontinente, in dem der Tier- und Umweltschutz ebenfalls eine Rolle spielt, und es führt den Leser auf eine stürmische Reise nach Südamerika, wo meine Protagonistin Victoria eine aufregende Rolle spielt, in der sie noch Geschichte schreiben wird. Das ist in der Tat ziemlich aufregend.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen?

Wem Moni Kaspers »Ein Traum von Montana« gefallen hat, könnte auch diese Geschichte gefallen. Ebenso die Bücher von Sky Landis »Der Liebe erlegen« und »Der Versuchung ergeben«, alle im Latos Verlag erschienen. Oder »Crossfire« von Sylvia Day.

Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Literarische Vorbilder haben bei mir stets gewechselt. Ich hatte früher eigentlich nie den Mainstream gelesen, außer die klassischen Schriftsteller wie Somerset Maugham, Oscar Wilde, Henry Miller usw. Ansonsten habe ich sehr viel regionale Literatur gelesen, sehr viel auch von südafrikanischen Autoren.

Zu meinen eigenen Lieblingsautoren zähle ich Henry Miller (Wendekreis des Krebses) Hermann Hesse (Siddharta – mein Lieblingsbuch) und Khalil Gibran (The Prophet – ein Meisterwerk).

– Ihr Roman vermischt die Geschichte einer Frau zwischen zwei Männern mit bewegten gesellschaftlichen Ereignissen. Wie haben Sie es geschafft, einen Mittelweg zu finden, damit Ihr Buch für Fans romantischer Literatur nicht zu sehr nach amerikanischer und südamerikanischer Politik klingt, und umgekehrt Fans abenteuerlicher Geschichten nicht mit zu viel Gefühl verschreckt

Meine Lektorin hat deshalb in ihrem Interview mit mir (nachzulesen unter http://haar-bazaar.info/christina-unger-ein-hauch-von-sehnsucht/) auch als Überschrift gewählt: »Wenn aus der Sehnsucht nach Veränderung das Abenteuer deines Lebens wird.« Das finde ich ziemlich gut formuliert. Ein Liebesroman muss ja nicht unbedingt das Abenteuer ausschließen. Wenn die Protagonisten sowohl die leidenschaftliche Liebe als auch das Abenteuer erleben dürfen, und sich dadurch große Konflikte anbahnen, kann es noch sehr spannend werden.

– In der Buchwelt wird oft zum Bedienen von Schubladen geneigt, Genres werden ungern vermischt. Wäre es nicht einfacher gewesen, eine einfache Dreiecksbeziehung für Fans von Liebesromanen zu verfassen oder aber eine Geschichte über einen Südamerikaner mit bewegter Vergangenheit für die Fans von Abenteuerromanen zu schreiben, um die Zielgruppe eines der beiden Genres gezielter zu treffen?

Ausschließlich romantische Literatur ist nicht so meins, gefühlsbetonte Literatur allerdings schon. Liebe hat ja kein Monopol auf Gefühle. »Ein Hauch von Sehnsucht« ist ganz sicher ein gefühlsbetontes Buch. Ein Liebesroman, aber die Geschichte hat sich dann verselbstständigt und auch einen abenteuerlichen Charakter angenommen. So führt sie zum Beispiel nach Kenia, wo zwei meiner Protagonisten es mit rücksichtslosen Wilderern zu tun bekommen, und später in die Arktis, wo ihr Leben an einem seidenen Faden hängt. Wie oben erwähnt, ein Liebesroman muss nicht unbedingt Abenteuer und Gefahren ausklammern, aber wenn man so will, passt es nach den heutigen Maßstäben des Buchmarktes vielleicht in keine richtige Schublade. Wer sich aber als Leser und als Leserin darauf einlässt, wird nicht enttäuscht werden!

– Wie kamen Sie gerade auf Paraguay als wichtigen Schauplatz Ihrer Geschichte? Verbindet Sie selbst etwas mit dem Land? Was bedeutet Paraguay für Sie persönlich? Und inwiefern bildet Ihr Roman tatsächliche Ereignisse und Zustände in Paraguay und in den USA ab, gibt es womöglich sogar eine Vorlage für die Figur des Ramon?

Ich habe Paraguay auf meiner Reise durch Südamerika kennengelernt - auch auf dem Pferderücken! Für mich hat das Land etwas Besonderes, weil es für viele Menschen in Europa eher unbekanntes Terrain darstellt und abseits der Touristenpfade liegt. Die Figur des Ramon kann man vielleicht mit einen modernen Che Guevara vergleichen, und sein Gegenspieler, General Orlando, ist natürlich fiktiv, aber ein Diktator diesen Zuschnitts hat tatsächlich gelebt. Er wurde 1989, so wie in meinem Buch, entmachtet und ins Exil geschickt.

– Ihre Lektorin Valeska Réon erwähnte in einem Gespräch mit Ihnen, dass Sie Ihr Buch zunächst auf Englisch geschrieben haben. Wie kam es dazu? Und warum ist es schlussendlich dann doch nicht auf dem englischen, sondern dem deutschen Buchmarkt gelandet?

Ich habe insgesamt fast vierzehn Jahre im Ausland verbracht. In meiner Jugend bin ich zwei Jahre mit dem Rucksack von Feuerland, dem südlichsten Punkt in Argentinien, bis Alaska getrampt, sieben Jahre verbrachte ich in Afrika, ein Jahr in den USA und drei Jahre im arktischen Norden Kanadas. Ich habe das Manuskript in Englisch geschrieben, weil mir meine eigene Muttersprache damals schon nicht mehr vertraut war, was mich ziemlich erschreckte. Und da ich damals schon Ende dreißig war, hatte ich erkannt, dass es an der Zeit war, etwas für meine Zukunft zu tun und nicht bloß in der Gegenwart zu leben.

Mein früherer Lehrer hatte einmal zu mir gesagt, »Dein ganzes Leben ist auf Jugend aufgebaut. So wird es nicht weitergehen können.« Wenn man selbst erst Anfang Zwanzig ist, klingt das natürlich noch komisch, aber später, mit bald vierzig, beginnt man tatsächlich darüber nachzudenken. Also ließ ich das Reisen und das Schreiben vorerst sein, kehrte ins bürgerliche Leben nach Österreich zurück und kümmerte mich um meine Zukunft. Jahre später hatte ich eine Landkartenfirma gegründet, besaß ein regelmäßiges Einkommen und habe mir meine Manuskripte wieder vorgenommen. Ich habe sie ins Deutsche übersetzt, einige Änderungen angebracht und es Verlagen angeboten, wobei ich für »Ein Hauch von Sehnsucht« im Latos Verlag eine sehr liebe und engagierte Verlegerin gefunden habe.

– Was können wir von der Autorin Christina Unger in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Mein Interview mit Valeska Rèon kann man nachlesen unter: http://haar-bazaar.info/christina-unger-ein-hauch-von-sehnsucht/. Und nächstes Jahr möchte zur Leipziger Buchmesse und zum Latos Verlag Stand fahren.

Es gibt tatsächlich ein Manuskript, das fast abgeschlossen ist. Es trägt den Arbeitstitel »Warten auf Mr. Barrymore – 6 000 Kilometer auf Krücken durch Afrika.« Es ist meine eigene Geschichte. Vor etlichen Jahren habe ich John Barrymore Eustice, einen behinderten Engländer, der in Botswana lebte, 6 000 km und acht Monate im Landrover begleitet, um Spenden für behinderte Menschen in Afrika zu sammeln. Dabei bin ich an meine Grenzen gestoßen, ganz ehrlich. Es beschreibt den ziemlich dramatischen Verlauf einer Odyssee. Die Geschichte ist aus meiner subjektiven und ganz persönlichen Sichtweise geschrieben - aus der Sicht einer zum Warten Verdammtem. Hätte Barrymore Eustice seine eigene Geschichte niedergeschrieben, würde sie sich völlig anders lesen. Ich bedaure zutiefst, dass er dies nie getan hat.

Das Team von Leserkanone.de dankt Christina Unger für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Christina Unger bei Facebook
»Ein Hauch von Sehnsucht« bei Leserkanone.de
»Ein Hauch von Sehnsucht« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz