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Gabriela Swoboda 2 Fans
Herkunft: Österreich
Facebook: gabrielasowoboda
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Gabriela Swoboda vom 02.08.2016
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 02.08.2016
In ihrem Roman »Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe«, der im Drachenmond Verlag erschien, erschuf Gabriela Swoboda eine Verknüpfung von Fantasygeschichte und Verschwörungstheorien. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman, die Mystik Irlands und das Leben als Fantasyautorin.

– Frau Swoboda, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman »Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Novus Ordo Seclorum ist eine Fantasygeschichte, gespickt mit ein bisschen Mystery bzw. Thriller. Wer dieses Buch liest, sieht sich mit sogenannten Verschwörungstheorien, kritischen Blicken auf die Kirche, Interpretationen div. Bibeltexte, aber auch mit Magie (keine Zauberei), Mord, Liebe (aber keine Bilderbuchliebe), Irland und Überraschungen konfrontiert. Das Buch der Sieben Siegel, welches eine tragende Rolle spielt, ist nicht nur »ein wichtiges Buch«, das in der Geschichte vorkommt, sondern setze ich voraus, dass meine LeserInnen wissen, was dieses Buch darstellt. Nicht alles in dieser Geschichte ist erfunden, und ich hoffe doch, dass sie auch zum Nachdenken anregt. Diese Geschichte ist keinesfalls etwas für LeserInnen, die so schnell wie möglich ein Buch nach dem anderen verschlingen wollen, sondern für LeserInnen, die sich gerne in eine Geschichte hineinleben und mitleben, ein wenig nachdenken, sich aber durchaus auch unterhalten möchten. Im Grunde geht es darum, dass eine Bruderschaft von Schwarzmagiern das »Ende der Welt, wie wir sie kennen« (also eine Art Weltuntergang) herbeiführen möchten, um die absolute Macht über die Menschheit zu erlangen. Ihnen gegenüber steht eine winzige Loge, welche sich aus den Nachkommen der ersten Druiden zusammensetzt. Beide Seiten besitzen jeweils ein machtvolles Instrument - die eine Seite hält das Buch der Sieben Siegel in den Händen, die andere Seite hütet seit Urzeiten das Ddraglais, mit dem man den Drachen erwecken kann, der unter der Erde schlummert. Auch die Sidhe - die Irischen Elfen - haben ein Wörtchen mitzureden, aber sie haben eine etwas eigenartige Einstellung zu den Menschen. Meine Protagonistin Mara, wird plötzlich in ein Leben katapultiert, das sie sich nie hätte träumen lassen. Ob und wie sie es meistert ... das verrate ich hier nicht, auch nicht, wer schlussendlich den Kampf gewinnt, aber ich verspreche, dass so manche Leserin/mancher Leser überrascht sein wird.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Es ist sehr schwierig, den Lesern anderer Autoren diese Geschichte ans Herz zu legen, denn da würde ich mich mit diesen Autoren vergleichen wollen - dazu habe ich viel zu viel Respekt vor bereits bekannten Schriftstellern. Nachdem in meiner Geschichte Mystery auf Fantasy trifft, findet sich ganz sicher für beide Genres Interessantes in dem Buch. Jaaaa, ich habe literarische Vorbilder. Marion Zimmer Bradley ist z.B. eine Autorin, deren Bücher ich etliche Male verschlungen habe, Diana L. Paxson steht auf meiner Liste auch ganz oben, weiters natürlich Wolfgang Hohlbein und Dan Brown, das sind meine Vorbilder. Meine Lieblingsromane sind: »Die Nebel von Avalon«, der gesamte Darkover Zyklus und »Die Seepriesterin« von Dion Fortune.

– Der Titel Ihres Buchs ist ungewöhnlich und markant. Gleichzeitig ist es allerdings auch einigermaßen schwierig, ihn sich zu merken oder ihn aus dem Gedächtnis fehlerfrei einzutippen, wenn man nicht Latein gelernt, sich nicht mit dem Siegel der USA und sich nicht schon etwas intensiver mit Ihrem Buch auseinandergesetzt hat. Ist es im Internetzeitalter, in dem die Verkaufszahlen extrem davon abhängen, wie leicht ein Buch gefunden werden kann, nicht ein Risiko, mit einem auf den ersten Blick etwas sperrig anmutenden Titel zu arbeiten?

Ja, das mag sein. Und gerade deshalb habe ich diesen Titel gewählt (bzw. hat mein Ehemann diesen Titel vorgeschlagen - Ehre, wem Ehre gebührt). Ich wollte mit einem ungewöhnlichen Titel aufwarten, etwas, das neugierig macht, etwas, das ungewöhnlich ist. Es ist schon richtig, dass der Titel nicht so einfach ist, aber ich denke doch, dass er gerade jene Leserschaft anspricht, die mit Verschwörungstheorien (auch wenn diese nur Teil der Geschichte sind) vertraut sind. Ein anderer Gedanke dazu ist natürlich auch, dass so richtig neugierige Leser gerade deswegen aufmerksam gemacht werden. Vielleicht schließe ich dabei ein wenig zu sehr von mir selbst auf andere, aber ich denke, einen Versuch war es ja doch wert.

– In Ihrem Roman verknüpfen Sie den Bereich der Fantasy mit einer Art Verschwörungstheorie, was auf zunächst äußerst ungewöhnlich erscheint. Wie ins Sie auf die Idee dazu gekommen? Was halten Sie selbst von den »tatsächlichen« Verschwörungstheorien, die in den Medien und im Internet seit einigen Jahren herumgeistern? Und sollte man selbst für Verschwörungstheorien empfänglich sein, um an Ihrem Buch den größtmöglichen Spaß haben zu können?

Um ehrlich zu sein, war diese ungewöhnliche Verknüpfung ein Experiment. Ursprünglich war ein reiner Urban Fantasy Roman geplant, doch dann fing die Geschichte an, sich zu entwickeln. Nicht selten habe ich mir dabei gedacht: Ich bin gespannt, wie ich das auf einen Nenner bringen werde. Aber sind wir uns doch ehrlich: Die alte Welt der Mythen und Legenden und die neue Welt der Verschwörungstheorien - ist das nicht irgendwie ein und dasselbe, oder zumindest ähnlich (in beidem steckt ein Fünkchen Wahrheit)? In meiner Geschichte versuche ich das zu beweisen. Wie ich selbst zu Verschwörungstheorien stehe? Nun ja, nachdem sich einige der sogenannen Verschwörungstheorien durchaus bewahrheitet haben, kann ich mich getrost zu den Verschwörungstheoretikern zählen, allerdings mit einem sehr kritischen Blick auf Details. Nein, man muss nicht unbedingt ein Bekenner von Verschwörungstheorien sein, um sich bei der Geschichte zu unterhalten, denn sie beinhaltet sehr viele Aspekte: Magie, Legenden, Glaube, Liebe, Sex, Mord, Überraschungseffekte, und vor allem Spannung. Ich verspreche, es ist für jedermann etwas dabei. Ich gestehe aber auch einen häufigen Szenenwechsel, was mir ermöglichte, einen größtmöglichen Einblick in die Sichtweisen und das Gefühlsleben meiner Protagonisten und Antagonisten zu gewähren. Wenn jemand also eher Geschichten liebt, die dahinplätschern - das ist Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe nicht.

– Die Mystik Irlands spielt in Ihrem Buch eine große Rolle. Warum haben Sie sich ausgerechnet für die grüne Insel als wichtigen Schauplatz der Geschichte entschieden? Was bedeutet Irland für Sie persönlich?

Die grüne Insel ist das Land der Feen (Sidhe), dort - so sagt man, gibt es sie ja noch. Und da in der Geschichte diese Sidhe auch eine bestimmte Rolle spielen, habe ich diesen Schauplatz gewählt. Der zweite Grund dafür ist, dass ich Irland recht gut kenne, weil ich dort ein Jahr verbringen durfte. Ich habe diese Insel so sehr lieben gelernt, dass ich in diesem Buch auch hintergründig die Atmosphäre und den Liebreiz von Land und Leuten vermitteln wollte. Wer aufmerksam liest, erkennt mein Liebeslied an Irland. Ich bin in meinem Leben auf vielen Plätzen dieser Welt gewesen, manchmal als Tourist, manchmal aufgrund meines damaligen Jobs. Irland hat mich in die Arme geschlossen und mir ein Gefühl von »Zuhause« gegeben.

– Inzwischen ist seit dem Erscheinen Ihres Buchs ein halbes Jahr vergangen. Fühlt sich das Leben als Fantasyautorin so an, wie Sie sich das anfangs vorgestellt hatten? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit Ihrer ersten Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Mein Leben als Fantasyautorin hat sich seit der Veröffentlichung von Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe nicht verändert. Natürlich bin ich stolz, wenn ich eine schöne Rezension erhalte, aber ich akzeptiere auch, wenn jemand meint - och, das war jetzt nicht so meins. Man kann nicht jedermanns Geschmack treffen, und das ist wunderbar. Die Vielfalt macht das Leben aus, nicht wahr? Um ganz ehrlich zu sein, es fühlt sich FANTASTISCH an, dennoch habe ich mir nie Vorstellungen gemacht, wie es sein könnte, wenn der Roman veröffentlicht würde. Ich lasse da gerne alles auf mich zukommen. Vom deutschsprachigen Buchmarkt würde ich mir generell mehr Animation zum Lesen wünschen. Außerdem finde ich es sehr schade, dass kleine, verträumte Buchläden immer mehr zur Seltenheit werden. Ich vermisse solche, ganz besonders hier in Wien. Ja, seit der Veröffentlichung von Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe habe ich einige Eindrücke sammeln können. Ich glaube, der größte Kritikpunkt liegt an meiner Protagonistin Mara. Man mag sie, oder man mag sie nicht. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis - ich mag sie auch nicht! Aber ich habe sie erschaffen. Sie ist nicht die Superheldin schlechthin, die man sich erwarten möchte. Sie ist eine Frau, die nicht nur Stärken, sondern vielleicht zu viele Schwächen besitzt, und gerade das macht sie aus. Sie ist eine Magierin wider Willen, wird in eine Welt gestoßen, deren Existenz sie nie für möglich gehalten hätte. Mara hat sich während der Entstehung der Geschichte zur Protagonistin entwickelt; diese wichtige Rolle habe ich anfangs ganz bewusst keinem meiner Charaktere zugeordnet; ich war ehrlich gesagt selbst neugierig, wer sich diesen Titel hart erarbeiten wird, und am Ende war ich selbst überrascht!! Was ich meinen Lesern noch gerne mitteilen möchte: Bitte seid für alles offen, wenn Ihr das Buch lest, nehmt Euch Zeit, lasst Euch treiben, und lasst Euch überraschen, und ich bedanke mich schon jetzt für Euer Interesse.

– Was können wir von der Autorin Gabriela Swoboda in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ja, es sind neue Projekte in Arbeit. Zur Zeit arbeite ich an 3 Büchern gleichzeitig, wobei ich die meiste Zeit dem 2. Teil von Novus Ordo Seclorum widme. Ob und wie dieser Teil veröffentlicht wird, steht aber noch in den Sternen. Versprechen kann ich wieder einen schwierigen Titel - Resurrectio Avalonis - Die Rückkehr der Sidhe (würde ich mir mal vorstellen), und dass ich noch »ein Schäufchen« drauflege, sodass meine Leser endgültig meinen - diese Autorin ist verrückt. Ein weiteres Projekt nennt sich einstweilen Naphulim - (ich weiß schon, wonach sich das anhört, aber das ist es nicht ganz :)), und ein drittes Projekt - eine Hexengeschichte. Wie schon angedeutet - ob und wie eine eventuelle Veröffentlichung stattfinden wird - das wissen derzeit nur die Götter.

In Österreich ist es mit Lesungen im Fantasybereich leider nicht so einfach. Im Moment KÖNNTE es eine Lesung im Herbst in der Buchhandlung FRICK in Wien geben, das genaue Datum steht allerdings noch nicht fest. Ich habe vor, zur Frankfurter Buchmesse, im Oktorber 2016 zu reisen, sofern der Drachenmond Verlag dort präsent sein wird.

Das Team von Leserkanone.de dankt Gabriela Swoboda für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Gabriela Swoboda bei Facebook
»Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe« bei Leserkanone.de
»Novus Ordo Seclorum - Das Erbe der Sidhe« bei Amazon
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