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J. Vellguth 403 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von J. Vellguth
Twitter: @JVellguth
Facebook: JVellguth
Instagram: jvellguth
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit J. Vellguth vom 28.07.2016
  Leserkanone.de-Interview mit J. Vellguth vom 08.06.2019
Tags: Sieben Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 08.06.2019
Mit ihrem Roman »Home Sweet Home« hat J. Vellguth dieser Tage wieder neuen Lesestoff auf die Buchwelt losgelassen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über New York City und über das Schreiben von Bestsellern.

– Frau Vellguth, beinahe drei Jahre sind vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der J. Vellguth getan?

In der Zwischenzeit ist viel passiert. Ich habe gerade mit »Home Sweet Home – New York Lovestorys« bereits meinen neunzehnten Roman veröffentlicht, war auf Buchmessen Conventions und habe in dieser Zeit etliche liebenswerte und enthusiastische Büchermenschen kennenlernen dürfen.

– Insbesondere mit »Das Päckchen« und »Der Duft von Büchern und Kaffee« haben Sie in der Zwischenzeit sehr große Erfolge gelandet. Wie fühlte es sich an, erstmals an der Spitze einer Bestsellerliste zu stehen?

Unglaublich. Das ist wohl das passendste Wort. Ich meine, man sitze ich und schaue auf die Platzierung und kann es wirklich nicht fassen. Und dann wird mir bewusst, was das eigentlich bedeutet. Es heißt nämlich, dass ich mit meiner Geschichte Tausende und Zehntausende von Menschen tatsächlich erreicht und so berührt habe, dass sie die Geschichte nicht nur gelesen und geliebt, sondern auch weiterempfohlen haben. Und das ist wohl eins der schönsten Gefühle, das man sich als Autor vorstellen kann.

– Dieser Tage ist nun mit »Home Sweet Home« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Wenn ich den Klappentext einmal geschrieben habe, fällt es mir immer sehr schwer, diese Frage zu beantworten. Vor allem, weil es da noch so viel mehr gibt, so viele Details, die ich alle gerne schon im Vorfeld verraten würde – aber ich will ja nicht spoilern.

Deshalb sage ich einfach, es handelt sich um eine sommerliche Liebesgeschichte über Luke - Partyking und Organisationstalent - und Mary - Designerin in ihrem eigenen kleinen Modeladen. Dazu gibt es noch einen möglichen Schatz und ein Stadthaus in Greenwich mit einem ... etwas anderen Mietvertrag.

Außerdem handelt es sich hier um den ersten Teil einer Reihe, in der wir nicht nur den Bewohnern immer wieder begegnen, sondern auch das kleine Stadthaus in Greenwich besser kennenlernen und eine Reise in die Vergangenheit von Natty – der Hausverwalterin – unternehmen. Die einzelnen Bände werden dabei unabhängig voneinander lesbar sein ;)

– Was macht Mary Simmons, die Protagonistin des Romans, zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und ihrem Gegenpart Luke persönlich?

Mary ist Designerin in ihrem eigenen kleinen Modeladen – in New York. Alleine dafür hat sie meinen vollen Respekt. Aus einer simplen Idee heraus ein ganzes Kleid zu schneidern und in die Wirklichkeit zu zaubern, das stelle ich mir wundervoll vor. Außerdem gibt sie niemals auf. Obwohl sie es nicht leicht gehabt hat, sucht sie ihren Weg. Allerdings gibt es auch noch Bereiche, in denen sie viel lernen muss. Denn manchmal erfordert es enorme Stärke, Hilfe anzunehmen.

Luke ist ... Luke. Es ist Partyking und Organisationstalent und es hat unglaublichen Spaß gemacht, ihn zu schreiben. Er hat nämlich immer einen dummen oder zweideutigen Spruch auf Lager und ein Ego so groß wie der Mount Everest. Allerdings verbergen sich auch dahinter ein paar dunkle Wahrheiten, die er noch bezwingen muss.

– Spielte »Das Päckchen« noch in Bonn, führten Sie Ihre Leser in den letzten beiden Jahren an Orte wie Miami, New York City und Newfane, nun geht es abermals in den »Big Apple«. Ist es ein Zufall, dass Sie immer wieder storytechnisch in die USA gereist sind? Was macht den besonderen Reiz daran aus, Geschichten in andere Länder zu verlagern? Was bieten die Vereinigten Staaten, das das »alte Europa« als Romanschauplatz nicht bieten kann?

Ich liebe New York :) Das ist wohl die einfachste Art, diese Frage zu beantworten :)

Das war nicht immer so. Ich habe während meines Physikstudiums ein Semester in Stony Brook auf Long Island studiert. Als ich zum ersten Mal im »Big Apple« ankam, fand ich es scheußlich. Überall nur Beton und Grau in Grau (zugegeben, ich hab bei diesem Besuch nicht viel mehr als den Busbahnhof gesehen).

Auf jeden Fall sind wir während des Semesters dann öfter in »die City« gefahren und mit jedem Mal habe ich mich ein kleines Stückchen mehr verliebt. In die atemberaubenden Wolkenkratzer, die bunte Mischung aus Alt und Neu, die gemütlichen Ecken und grünen Flecken, die Menschen, das pulsierende Leben und die unterschiedlichen Geschichten, die an jeder Straßenecke lauern und nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Und obwohl ich auch meine Heimat von Herzen liebe, nutze ich gerne meine Geschichten, um mich in die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten zu träumen.

– Als wir 2016 mit Ihnen sprachen, hatten Sie gerade »FolgeDeinemHerzen« veröffentlicht und standen noch nah am Anfang Ihrer Autorinnenkarriere. Haben Sie den Eindruck, sich seitdem als Autorin weiterentwickelt zu haben? Ist die Herangehensweise ans Schreiben die gleiche geblieben, haben sich Routinen entwickelt? Und gibt es rückblickend womöglich sogar etwas, das Sie heute nicht mehr in der gleichen Form veröffentlichen würden wie damals?

Ich hoffe sehr, dass ich mich weiterentwickelt habe – zumindest habe ich mein Bestes gegeben :) Und genauso hoffe ich, dass ich mich mit jeder folgenden Geschichte wieder weiterentwickeln werde. Deshalb würde ich auch keine einzige davon anders haben wollen, als sie geworden ist, denn jede meiner Geschichten hat mir etwas anderes beigebracht und ich bin von Herzen dankbar dafür.

Meine Herangehensweise an Geschichten ist immer noch sehr ähnlich. Ich brauche immer noch ein paar Eckpfeiler, an denen ich mich festhalten kann (Ende, Mitte, Anfang) und dann springe ich irgendwann in die Geschichte, um die Charaktere ein bisschen besser kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich in dem Universum fühlen, dass ich für sie erschaffen habe :) Es ist immer wieder ein spannender Prozess und obwohl er ähnlich abläuft, ist er doch für jede Geschichte wieder neu und einzigartig.

– Wie kam es, dass der Fantasypart Ihrer Geschichten im Laufe der letzten Jahre verschwunden und »reinen« Liebesgeschichten gewichen ist? Ein Zufall, oder haben Sie das Fantasygenre hinter sich gelassen?

Ich glaube, dass Liebesgeschichten mir schon immer im Blut gelegen haben. Ob »Zauberhaftes Aschenputtel«, »Die Welt zwischen den Zeilen« oder sogar die Heldinnen-Trilogie, im Kern der Geschichte lag immer eine große Liebesgeschichte.

Mit #FolgeDeinemHerzen habe ich dann meine erste »reine Liebesgeschichte« geschrieben und gemerkt, dass ich die zusätzliche Magie gar nicht unbedingt brauche. Im Augenblick fühle ich mich in den Liebesromanen also mehr als wohl, aber ich muss gestehen, dass auch die eine oder andere Fantasygeschichte noch in mir schlummert, kann aber nicht versprechen wann oder ob sie überhaupt geschrieben werden, weil es auch noch sooo viele Liebesgeschichten gibt, die im Augenblick viel mehr unter meinen Fingern brennen :)

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Bereits seit 2007 begleite ich meinen Weg zum Autor auf der Seite www.Schriftsteller-werden.de und weil mir das alles zu lange dauerte (und ich wusste, dass es Blog-Leser gab, denen es mit ihren eigenen Projekten ähnlich ging), habe ich 2016 beschlossen, ein ganz besonderes Projekt zu starten, bei dem ich 12 Bücher in 12 Monaten plane, schreibe, korrigiere und veröffentliche. Das ist natürlich wesentlich zu schnell für einen traditionellen Verlag und so blieb nur das Selfpublishing übrig. Während dieser Zeit ist übrigens auch »Der Duft von Büchern und Kaffee« entstanden und in den allgemeinen Kindle-Charts auf Platz 1 geschossen.

Rückblickend bin ich unheimlich froh, dass ich diesen Weg gewählt habe. Ich habe sehr viel dabei gelernt. Allerdings gibt es einen Bereich, den die Verlage immer noch dominieren und das ist der Buchhandel. Wenn die Verlage aufhören, Selfpublisher als unwichtig oder als Konkurrenz zu sehen, sondern stattdessen als gleichwertige Partner akzeptieren, die viel Know How und eine Fanbase mitbringen, denke ich, dass einer produktiven und für beide Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit nichts im Wege steht.

– Was können wir von der Autorin J. Vellguth in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Der zweite Band der New York Lovestorys ist bereits in Arbeit und auch der dritte Teil soll dieses Jahr noch erscheinen. Ich freue mich sehr darauf, wieder in die Welt von Nattys kleinem Stadthaus und ihrem Jack Russel Terrier – Sherlock – einzutauchen, um die Geschichten von Ben und Jane zu erkunden und sie mit der Welt zu teilen.

In diesem Jahr habe ich noch zwei große Termine. So werde ich im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse zu finden sein und im November bin ich auf der Buchpassion in Köln. Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, wieder jede Menge leidenschaftliche Büchermenschen zu treffen.

Das Team von Leserkanone.de dankt J. Vellguth für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von J. Vellguth
J. Vellguth bei Twitter
J. Vellguth bei Facebook
»Home Sweet Home« bei Leserkanone.de
»Home Sweet Home« bei Amazon
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