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Stefan Wollschläger 289 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Steve Cotten
Webseite: Offizielle Homepage von Stefan Wollschläger
Twitter: @CottenSt
Facebook: stefan.wollschlager.5
Instagram: stefan.wollschlaeger
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Stefan Wollschläger vom 21.07.2017
Tags: Neun Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 21.07.2017
In seinem aktuellen Roman »Friesenauge« lässt Stefan Wollschläger Köpfe rollen. Im Interview mit Leserkanone sprach der Autor über das Buch, über das kriminelle Ostfriesland und über die Notwendigkeit von Verlagen.

– Herr Wollschläger, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Friesenauge«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Ein Mann wurde enthauptet und seine Freundin wird vermisst – ist sie auch ermordet worden? Das Buch ist aber nicht so gruselig, wie das klingt. Den Hintergrund bildet ein aktuelles Thema, die Inspiration dafür hatte ich während einer Diskussionssendung im Deutschlandfunk.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Alle, die gerne Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf und Elke Bergsma lesen, werden auch Spaß an dieser Geschichte haben.
Ich bin kein Mensch, der sich nach Vorbildern richtet, ich muss alles auf meine eigene Weise machen, das ist der Reiz der Kreativität.
Meine Lieblingsromane sind die Hornblower Abenteuer von C. S. Forester, ich mag Harry Potter und die Bücher von Philipp Kerr.

– In kaum einer Region Deutschlands ist die (literarische) Verbrechensrate so groß wie in Ostfriesland und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neuer Ostfriesland-Krimi erscheint. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man trotzdem gerade bei Ihnen zuschlagen sollte?

Ich lege besonderen Wert auf eine originelle Story und starke Nebenfiguren, dazu habe ich Ermittler, die sympathisch und intelligent sind. Außerdem zeichnen sich meine Geschichten durch eine hohe Geschwindigkeit aus, sind unblutig und stets mit Humor gewürzt. Diese Zutaten haben auch andere, aber bei mir schmeckt die Mischung besonders gut ;-)

– Wie kommt es Ihrer Meinung nach dazu, dass Ostfriesland in den vergangenen Jahren so oft zum Schauplatz von Krimis und Thrillern geworden ist? Strahlt dieser Flecken Deutschlands einen speziellen kriminalistischen Flair aus?

Das Meer hat immer eine besondere Faszination. Ostfriesland ist eine Urlaubsregion und während einen die Großstadt an den Alltag erinnert, schaltet man hier beim Lesen vollständig ab. Außerdem ist die Gegend äußerst reizvoll und besitzt mit ihren sympathischen und charakterstarken Menschen eine unabhängige Identität, die ihre eigene Sprache und Tradition pflegt.
Unabhängig davon ist der Reiz von Krimis, die meisten Menschen lösen eben gerne Rätsel.

– Sollte man aus Ostfriesland stammen oder einen persönlichen Bezug zur Region haben, um größtmögliche Lesefreude an Ihrem Roman zu empfinden, oder ist Ihr Buch auch einem Lederhosen tragenden Wirt aus Oberbayern zu empfehlen?

Regionalkrimis sind eine schöne Möglichkeit einen anderen Flecken Deutschlands kennenzulernen. Bei meinen Geschichten gibt es auch keine Hürden, denn ich verzichte weitestgehend auf Dialekte. Ich würde mich freuen, wenn meine Bücher auch in Bayern gelesen werden.

– »Friesenauge« markiert bereits den dritten Auftritt Ihrer Hauptkommissarin Diederike Dirks und ihres Assistenten Breithammer. Was macht die beiden zu solch »besonderen« Charakteren, dass sie es verdient haben, im Mittelpunkt einer ganzen Reihe an Büchern zu stehen? Was schätzen Sie an den beiden persönlich?

Diederike Dirks wirkt nach außen kühl, ist aber sehr empathisch und mit vollem Einsatz bei der Sache. Oskar Breithammer ist warmherzig und denkt um die Ecke. Zusammen sind sie ein gutes Team. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis wollte ich Ermittler haben, die relativ normal sind, ohne große psychische Probleme und Schäden durch den Job. Außerdem soll ihre Zusammenarbeit grundsätzlich harmonisch sein – Polizisten, auf die man sich verlassen kann und die dazu fähig sind, ihre Arbeit zu erledigen.

– Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Selfpublishing ist eine großartige Chance für Autoren, um sich auszuprobieren und zu entwickeln. Früher sind die ersten Manuskripte in der Schublade geblieben, heutzutage kann man sie veröffentlichen und bekommt ehrliche Reaktionen, die einen vorwärts bringen.
Verlage sind nötig. Es ist bewundernswert, wenn jemand eine Vision hat und sich dafür einsetzt, Bücher zu einem bestimmten Thema zu sammeln und der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Durch die Entwicklungen werden es aber gerade Kleinverlage immer schwerer haben, da ihre Marge schrumpft. Verlage haben ihre eigene Leserschaft, die sich nur teilweise mit der von Selfpublishern überschneidet. Ich glaube, das Verhältnis zwischen Verlagen und Selfpublishern ist in etwa so, wie zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Fernsehsendern. Im Privatfernsehen haben sich viele Formate gebildet, von denen man vorher nie geglaubt hätte, dass sie funktionieren und erfolgreiche Moderatoren wurden von ARD/ZDF abgeworben. Der Markt hat sich verändert, aber insgesamt sollten die Verlage den Selfpublishern dankbar sein, denn sie erschließen eine neue Leserschaft, die sich später vielleicht auch ihnen zuwendet.

– Was können wir von dem Autor Stefan Wollschläger in der nächsten Zukunft erwarten? Wann wird Diederike Dirks wieder in Aktion treten, und sind womöglich auch abseits der Reihe bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Noch vor Weihnachten wird es den vierten Fall von Diederike Dirks geben. Außerdem habe ich die Idee für einen Thriller, den ich gerne umsetzen würde. Im Herbst werde ich bei der Buchmesse in Frankfurt zu finden sein, vor allem beim Stand vom Selfpublisher Verband.

Das Team von Leserkanone.de dankt Stefan Wollschläger für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Stefan Wollschläger
Stefan Wollschläger bei Twitter
Stefan Wollschläger bei Facebook
»Friesenauge« bei Leserkanone.de
»Friesenauge« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz