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Kelda Ardere 2 Fans
Herkunft: Deutschland
Facebook: kelda.ardere
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Kelda Ardere vom 05.06.2016
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 05.06.2016
Seit mehreren Jahren lässt Kelda Ardere mit ihrem »Erbe der Krylows« das Herz von Fantasyfans höher schlagen, die gern über den normalen Tellerrand des Genres hinausschauen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren neuen Roman »Lita«, den Fantasybereich und ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Ardere, kürzlich ist der dritte Band Ihrer Reihe »Das Erbe der Krylows« erschienen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz davon genommen, könnten Sie deshalb »Lita« und die beiden Vorgänger unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Es geht um die Legende einer Reihe von Gabenträgerinnen, die sich über Jahrhunderte hinweg vielfältigen Bedrohungen entgegenstellen müssen. Sie sehen sich gezwungen in ihrer jeweiligen Zeit mit ganzen Heerscharen von Feinden, scheinbar magischen Gefahren aber auch mit den völlig banalen und stupiden Herausforderungen des täglichen Lebens auseinanderzusetzen. Dabei werden sie von treuen und auch nicht ganz so treuen Mitstreitern begleitet, die die Angelegenheit auch nicht immer leichter machen. Warum diese Frauen überhaupt eine magische Gabe haben und ob sie einem bestimmten Zweck dient, gilt es herauszufinden. Natürlich um die Menschheit zu retten, oder doch nicht?
Die Charaktere weigern sich dabei beharrlich sich in Gut und Böse einteilen zu lassen und drehen mitunter auch einfach mal durch. Es ist schließlich nicht leicht plötzlich eine magische Gabe zu haben oder ständig auf eine Gabenträgerin aufpassen zu müssen.
Eine leicht ausgeflippte Fantasy-Reihe bei der man nie so recht weiß was einen nach der nächsten Biegung erwartet, trifft es, glaube ich, ganz gut.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Bücher ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Uh, schwierige Frage. Es gab Leser und Leserinnen, die mit Fantasy nicht viel anfangen können und die Bücher trotzdem spannend fanden. Wer Bücher sucht, bei denen man ein bisschen Lachen, ein bisschen Weinen, sich in einen ordentlichen Kampf stürzen kann und sich hier und da auch mal mit globalgalaktischen Fragestellungen in absurden Situationen auseinandersetzen möchte, ist bei mir richtig. Freunde der Romantik kommen bei mir wohl eher zu kurz. Wenn euch die Bücher von George R. R. Martin oder die Graphic Novels von Brian K. Vaughan gefallen haben, lohnt es sich vielleicht in meine Bücher reinzulesen. Wobei ich natürlich nicht mal im Traum daran denken würde meine Bücher mit den Werken der beiden Großmeister gleichzusetzen.

Ich selbst lese, neben den beiden erwähnten Herren, sehr gerne John Irving und Toni Morrison. Sie erzählen hervorragende, komplexe Geschichten, in denen es nicht auf den vorhersehbaren Konflikt zwischen Gut und Böse hinaus läuft und man weiß nie was einen auf der nächsten Seite erwartet.

– Bildet das Buch den finalen Band Ihrer Reihe, oder wird es danach noch weitergehen? Und war es bereits von Anfang an geplant, aus Ihrer Geschichte eine ganze Serie an Büchern werden zu lassen, oder sind der zweite und dritte Band der Resonanz auf den ersten Teil geschuldet?

Die Bücher waren als Reihe geplant, allerdings war ich mir anfangs nicht ganz sicher wieviele Bücher die Reihe umfassen würde. Die Protagonisten machen manchmal was sie wollen und halten sich nicht immer an den von mir akribisch erdachten Handlungsverlauf. Es ist auch schon vorgekommen, dass mir ein Charakter fürchterlich auf die Nerven gegangen oder mehr als geplant ans Herz gewachsen ist, was dann Auswirkungen auf die Länge bestimmter Bestandteile der Geschichte hatte. Mittlerweile gehe ich schwer davon aus, dass es noch einen finalen, vierten Teil geben wird.

– Während viele andere Fantasyautorinnen und -autoren sich an pausenlos wiederkehrenden Themen mit identischen Fantasyrassen abarbeiten, haben Sie sich für eine Reihe jenseits der bestehenden Schubladen entschieden. Wie kam es dazu? Wäre es nicht einfacher gewesen, sich inmitten der unzähligen Vampir- und Gestaltwandlerstorys einzunisten, da man dort eine gesicherte große Zielgruppe hätte?

Orks, Feen, Zwerge, Vampire und Elfen sind absolut toll und auch all die Bücher zu diesen Themen sind großartig. Ich möchte das auf keinen Fall abwerten. Zu dem Zeitpunkt an dem ich mich dazu entschlossen hatte eine Fantasy-Reihe zu schreiben, hatte ich aber die Nase gehörig voll davon. Mich dürstete es gewaltig nach etwas Neuem, irgendwas anderes, was Frisches. In bekannten Gefilden zu bleiben, wäre bestimmt leichter gewesen aber mir war einfach nicht danach.

– Wie kam es generell dazu, dass Sie im Fantasybereich gelandet sind? Was bedeutet das Genre für Sie persönlich?

Wenn ich mir eine Geschichte ausdenke, möchte ich einfach nicht durch das Unmögliche eingeschränkt werden. »Das geht doch nicht« oder »Sowas gibt es doch gar nicht«, hören wir oft genug im alltäglichen Leben. Für mich bedeuten Fantasy Bücher ein Stück Freiheit. Ich möchte auf einem Drachen ins Büro fliegen, kein Problem! Wenn ich mich in eine Schlacht gegen den Feind stürzen möchte, nur zu! Fantastische Bücher ermöglichen uns unmögliche Dinge zu erfahren, in neue, aufregende Welten abzutauchen und mit Elfen, Vampiren, Orks und Rogmocan zu leben. Ich bin überzeugt davon, dass Fantasy unseren Horizont erweitert, uns im realen Leben hilft eine offenere Denkweise zu entwickeln und uns ermutigt neue Wege zu beschreiten. Neugier und den Willen etwas Neues zu lernen und zu erfahren, zeichnen Fantasy Liebhaber für mich aus, im Gegensatz zur herkömmlichen Angst vor dem Unbekannten und anderen Kulturen.

– Sie beschäftigen sich nun schon seit drei Jahren mit dem Erbe der Krylows und existieren damit praktisch konstant in einer Art literarischer Parallelwelt. Kann man sich nach einer so langen Zeit überhaupt noch vorstellen, das Krylows-Thema irgendwann ganz abzuhaken und nie wieder zurückzukehren?

Geschichten und Charaktere wabern immer ewig in meinem Hirn vor sich hin und begleiten mich über lange Zeit auf Schritt und Tritt. Wenn sie dann aber erst einmal zu Papier gebracht sind, kann ich mich auch ganz gut von ihnen lösen. Die Krylows werden mich wohl aber auch nach dem Ende der Reihe weiter begleiten und man soll ja niemals nie sagen. Vielleicht gibt es in 10 Jahren ein spontanes Wiedersehen.

– Inzwischen sind seit dem Erscheinen Ihres ersten Buchs nun schon mehrere Jahre vergangen. Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit Ihrer ersten Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Ich wünsche mir, dass wir alle, Verlage, Autoren, Leser und Buchindustrie mutiger werden Neues auszuprobieren und Neuem eine Chance zu geben, auch wenn es vielleicht weniger Profit oder Aufmerksamkeit verspricht.

– Was können wir von der Autorin Kelda Ardere in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Ich arbeite gerade am vierten Teil der »Das Erbe der Krylows«-Reihe. Nebenbei arbeite ganz heimlich an einem Buchprojekt im Bereich Science-Fiction.

Das Team von Leserkanone.de dankt Kelda Ardere für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Kelda Ardere bei Facebook
»Das Erbe der Krylows 3 - Lita« bei Leserkanone.de
»Das Erbe der Krylows 3 - Lita« bei Amazon
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